FCI-Gruppe 5 : Spitze und Hunde vom Urtyp

Die Fédération Cynologique Internationale (FCI) hat alle offiziell anerkannten Hunderassen in verschiedenen Gruppen und Untergruppen zusammengefasst. Die FCI Gruppe 5 Hunderassen beinhaltet Spitze und Hunde vom Urtyp. Die Gruppe ist in sieben Sektionen unterteilt. Mehr lesen

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Die wichtigsten Charakterzüge

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Erscheinung

Größe
KleinMittelGroßExtra Groß
Fell
Haarlos / HypoallergenKurzhaarLanghaar
Farbe
SchwarzRot / HellbraunBlau / GrauBraun / Schoko / LiverCremeWeißRehbraunGold / Gelb
Muster
ZweifarbigDreifarbigMerleTuxedoHarlequin / GepunktetGefleckt / Gemasert / GesprenkeltTabbySableSaddle / Blanket

FCI-Gruppe

Akita Inu

Der stolze und eigenwillige Akita mit der großen, kräftigen Statur ist in seinem Heimatland Japan ein Naturdenkmal. Ursprünglich als Jagdhund gezüchtet, ist er als Gesellschaftshund heute jedoch nur bedingt geeignet.

Alaskan Malamute

Die meisten Hundefreunde erkennen es auf den ersten Blick: Der Alaskan Malamute, von seinen Fans auch liebevoll „Mali“ oder „Mally“ genannt, zählt zu den Schlittenhunderassen des eisigen Nordens. Wie der Siberian Husky hat auch diese Rasse mittlerweile zahlreiche Anhänger in gemäßigteren Klimazonen gefunden. Doch dieser ausdauernde Vierbeiner stellt ganz besondere Ansprüche an seine Halter.

American Akita

Der American Akita entwickelte sich nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, als US-Soldaten japanische Akita in ihre Heimat mitnahmen und dort eine eigene, unabhängige Zucht aufgebaut wurde. Im Vergleich zu seinen japanischen Verwandten gilt der American Akita als deutlich größer und kräftiger. Den Jagdinstinkt seiner japanischen Vorfahren hat er sich allerdings bis heute bewahrt.

Basenji

Der Basenji fällt nicht nur durch seine edle Optik auf, sondern hinterlässt auch mit seinem fröhlichen Wesen nachhaltigen Eindruck. Er ist ein Hund für fortgeschrittene Hundehalter, die sich über einen Gefährten mit eigenem Kopf freuen.

Chow Chow

Goldbraunes Fell mit mächtiger Mähne, kompakte Statur – ein Chow Chow beeindruckt allein schon durch seine majestätische Erscheinung. Doch die urtümliche Hunderasse, die zu den ältesten der Welt zählt, ist nicht nur prächtig anzusehen, sondern zeichnet sich auch durch einen ganz besonderen Charakter aus: Manche sagen, dass Chow Chows aufgrund ihrer Eigenwilligkeit eher das Wesen einer Katze als das eines Hundes besitzen. Wer mit einem Vertreter dieser Rasse Freundschaft geschlossen hat, weiß, dass die Hunde nicht nur die Optik, sondern auch das Herz eines Löwen haben.

Finnen-Spitz

Dieser fuchsfarbene Vierbeiner aus Finnland mit dem typisch kernigen Spitz-Charakter ist ein nordischer Jagdhund, der weltweit eine kleine, aber treue Anhängerschaft gesammelt hat. Vor allem in seiner Heimat Finnland ist er beliebt. Lesen Sie im Folgenden Wissenswertes über den Finnen-Spitz, der auch unter dem Namen „Finnischer Spitz“ geführt wird.

Finnischer Lapphund (Suomen Lapinkoira)

Freundlich und gutgelaunt hat der hübsche Finnische Lapphund auch außerhalb seiner Heimat Finnland mehr und mehr Anhänger gefunden. Wer sich für diese Hunderasse interessiert, sollte eine große Gemeinsamkeit mit ihr haben: Der finnische Vierbeiner liebt Bewegung – am liebsten in der freien Natur.

Grönlandhund

Von Grönland, der größten Insel der Welt, hat dieser Vierbeiner die Herzen mancher Hundefreunde erobert. Die Haltung eines solchen Schlittenhundes erfordert allerdings nicht nur Erfahrung, sondern vor allem viel Raum und Zeit, um das Bewegungsbedürfnis dieses robusten Arbeiters zu befriedigen.

Hokkaido

Der Hokkaido-Hund, auch Ainu Inu genannt, wird in seiner Heimat Japan traditionell als Jagdhund gehalten. Sein Mut, sein Scharfsinn und sein Beschützerinstinkt machen ihn aber auch zu einem hervorragenden Personenschutzhund. Als Familienhund ist der robuste und ursprüngliche Hund hingegen nur bedingt geeignet.

Islandhund

Die einzige ursprüngliche Hunderasse Islands ist mittlerweile auf der ganzen Welt zu finden – keinesfalls in Scharen, aber hier und da begegnet der aufmerksame Hundefreund immer mal wieder einem der robusten Vierbeiner. Erfahren Sie hier Grundlegendes über den freundlichen Islandhund.

Jämthund

Der Jämthund, auch Schwedischer Elchhund genannt, ist in seinem Heimatland Schweden als Nationalhund angesehen und wird als kräftiger und mutiger Jagdhund geschätzt. Der größte Vertreter aller nordischen Jagdhunde benötigt viel Auslauf und Beschäftigung sowie einen erfahrenen Halter, der die selbst denkende Art dieses Rassehundes zu nehmen weiß.

Japan Spitz

Klein aber oho: Mit seinem üppigen Haarkleid im reinen Weiß und seinem aufgeweckten, stolzen Ausdruck ist der kleine Japan Spitz ein echter Blickfang. Durch lärmendes Bellen hingegen fällt der Nihon Supittsu, wie er in seiner Heimat Japan genannt wird, keineswegs auf. Im Gegensatz zu seinen Verwandten, den Deutschen Spitzen, schlägt der wachsame Japaner nur im Notfall an.

Kai

Der mittelgroße Kai mit dem gestromten Fell gehört zu den asiatischen Spitzen und wird in seiner Heimat Japan in erster Linie als Jagdhund gehalten. Da seine Ausfuhr seit 1934 verboten ist, ist der dominante und temperamentvolle Japaner hierzulande ein seltener Exot.

Kanaan Hund

Kanaans gehören zur Gruppe der wildlebenden Pariahunde, die im afrikanisch-asiatischen Raum häufig in der Nähe von menschlichen Siedlungen leben, ohne vom Menschen gefördert oder gefüttert zu werden. Sie sind unabhängig, wachsam und von Natur aus äußerst skeptisch. Als Familienhunde können sie aber auch eine innige Beziehung zum Menschen aufbauen – sofern sie ihm vertrauen.

Karelischer Bärenhund

Dieser finnische Jäger ist ein vor allem in Skandinavien geschätzter Hund für Kenner, die am besten auf dem Land leben und einen sehr eigenständigen Begleiter an ihrer Seite wünschen. Im Folgenden stellen wir Ihnen die ursprüngliche Rasse aus dem hohen Norden vor.

Kishu

Mit dem zu den Hunden vom Spitz-Typ zählenden Kishu stellen wir Ihnen eine Rasse vor, die außerhalb Japans nur sehr selten zu finden ist.

Korea Jindo Dog

Im Folgenden stellen wir Ihnen den Korea Jindo Dog vor, der in Europa ein wahrer Exot ist.

Lappländischer Rentierhund

Der Lappländische Rentierhund ist ein außerhalb Skandinaviens selten zu sehender Allrounder für aktive Menschen, die gerne mit ihrem Vierbeiner in der Natur unterwegs sind.

Norwegische Buhund

Diese Rasse zählt zu den eher wenig bekannten Allroundern für sportliche Hundefreunde, die dem Buhund viel Bewegung im Grünen bieten können.

Norwegischer Lundehund

Dieser hochspezialisierte Jäger aus dem Hohen Norden ist ein angenehmer Familienbegleithund für Menschen, die gerne sportlich aktiv mit ihrem Vierbeiner unterwegs sind.

Ostsibirischer Laika

Der wolfsähnliche Rassehund ist der größte der vier russischen Laika-Rassen. Ursprünglich als Jagdhund gezüchtet, ist der Ostsibirische Laika selbständiges Arbeiten gewöhnt. Gleichzeitig sucht er aber auch immer wieder die Nähe zu seinem Besitzer und ist damit – unter bestimmten Voraussetzungen – auch für die Haltung als Begleit- und Wachhund geeignet.

Peruanischer Nackthund

Der Peruanische Nackthund polarisiert: Während einige Hundefreunde sein Aussehen gewöhnungsbedürftig finden, schwärmen andere regelrecht von dem besonderen Look und nicht zuletzt dem einzigartigen Charakter der geselligen Rasse.

Pharaonenhund

Nicht nur Freunde des Alten Ägyptens sind von diesem eindrucksvollen Vierbeiner fasziniert: Der Pharaonenhund besticht durch eine elegante Optik und freundliches Wesen, eignet sich aber nur für erfahrene Hundefreunde, die ihm sehr viel Bewegung ermöglichen können.

Samojede

Der mittelgroße Samojede mit dem prachtvollen weißen Haarkleid und dem lächelnden Ausdruck diente den samojedischen Völkern Sibiriens als Jagdhund, Schlittenhund, Hütehund, Wachhund und „Bettwärmer“ – die Nähe zu seinen Menschen braucht der lebhafte und freundliche Hund bis heute.

Schwedischer Wallhund (Västgötaspets)

Dieser kleine bis mittelgroße Vierbeiner aus Schweden trägt mehrere Namen: Neben der offiziellen Bezeichnung Västgötaspets – zu Deutsch fälschlicherweise „Westgotenspitz“ – und „Schwedischer Wallhund“ ist er außerdem unter der Bezeichnung „Schwedischer Schäferspitz“ bekannt.

Shiba Inu

Das plüschige Fell und die handliche Größe machen den Shiba Inu auf den ersten Blick zu einem attraktiven Begleiter für viele Hundefreunde. Doch das Zusammenleben mit dem japanischen Spitz erfordert einiges an Know-how rund um Hundeerziehung sowie viel Freude an gemeinsamer Bewegung.

Shikoku

Weniger eigensinnig als die übrigen Spitz-Rassen ist der außerhalb seiner Heimat wenig bekannte Shikoku dennoch ein typischer Charakterkopf. Wir stellen Ihnen den Vierbeiner aus dem Land der aufgehenden Sonne vor.

Siberian Husky

Die strahlend blauen Augen und die typische Fellzeichnung sind für viele die auffallendsten Merkmale eines Siberian Husky und lassen uns an winterliche Landschaften und Schlittenhunde-Rennen denken. Doch immer häufiger flanieren die nordischen Schönheiten auch durch südlichere Gefilde oder scheinen sich sogar zum Stadthund zu mausern. Erfahren Sie im Folgenden, was es bei der Haltung der Vierbeiner zu beachten gibt.

Thai Ridgeback

Der Thai Ridgeback, dieser ursprüngliche Jagdhund aus Thailand benötigt eine klare Führung und ist ein Gefährte, dessen Haltung hundeerfahrenen Kennern vorbehalten bleiben sollte.

Westsibirischer Laika

Ein Hauch von Wildnis: Der in Russland sehr beliebte Jagdhund erinnert nicht nur äußerlich an einen Wolf, sondern zeigt sich auch in seinem Verhalten sehr ursprünglich. Mit konsequenter Erziehung und artgerechter Beschäftigung lässt sich der mittelgroße Laika aber auch zum Begleithund ausbilden.

Wolfsspitz

Den deutschen Namen Wolfsspitz verdankt dieser Rassehund, der im Ausland auch unter dem Namen Keeshond bekannt ist, seiner graugewolkten Fellfarbe, die an einen Wolf erinnert. Der Wolfsspitz ist ein idealer Wachhund, der sich dank seiner menschenbezogenen und anspruchslosen Haltung auch als Begleit- und Familienhund eignet.

Zwergspitz

Die kleinen Wirbelwinde beeindrucken nicht mit Größe, dafür aber mit Freundlichkeit, Selbstbewusstsein und Energie. Kein Wunder also, dass immer mehr Vierbeiner dieser Spitz-Variante die Herzen und Haushalte zahlreicher Hundefreunde erobern. Entdecken Sie den Zwergspitz!

In Sektion 1 finden sich Nordische Schlittenhunde, wie zum Beispiel der Siberian Husky. Sektion 2 beinhaltet Nordische Jagdhunde wie den Norwegischen Elchhund oder den Finnen-Spitz. Nordische Wach- und Hütehunde wie der Islandhund oder der Norwegische Buhund sind unter Sektion 3 zusammengefasst. Die Europäischen Spitze finden sich in Sektion 4, gefolgt von den Asiatischen Spitzen und verwandten Rassen in Sektion 5. Hier sind wohl jeweils der Deutsche Spitz und der Shiba Inu die bekanntesten Vertreter der Sektionen. Der Urtyp ist in Sektion 6 zusammengefasst und der Urtyp - Hunde zur jagdlichen Verwendung in Sektion 7. Der Kanarische Podenco oder der Ibiza-Podenco vielen ein Begriff sein.

Spitze und Hunde vom Urtyp kommen in vielen Formen und Farben daher. Einer der kleinsten Vertreter der Gruppe ist sicherlich der Zwergspitz. Dieser flauschige Zwerg mag von vielen anderen Rassen überragt werden, macht die mangelnde Größe aber mit sehr viel Selbstbewusstsein wett und hat es faustdick hinter den Ohren. Im Gegensatz zu vielen anderen FCI Gruppe 5 Hunderassen hat der Zwergspitz einen kaum ausgeprägten Jagdtrieb. Allerdings ist er überaus wachsam und macht mit seinem lautstarken Bellen so manchem größeren Hund Konkurrenz. Deshalb ist der Zwergspitz zwar ob seines kleinen Formats durchaus geeignet für Stadtwohnungen. Doch könnte seine Lautstärke bei dünnen Wänden und empfindlichen Nachbarn potentiell für Probleme sorgen. Auch ein konsequentes und zeitintensives Hundetraining wird dem Zwergspitz seine Wachsamkeit und den Instinkt, seine Umgebung und seine Menschen zu alarmieren nur schwer abgewöhnen können.

Der Shiba Inu aus Sektion 5 - Asiatische Spitze und verwandte Rassen der FCI Gruppe 5 Hunderassen - Spitze und Hunde vom Urtyp ist ein charmanter wenn auch eigenwilliger Hund, der sich eher nicht für Anfänger eignet. Shiba Inus wurden ursprünglich zur selbständigen Jagd gezüchtet und bewegen sich dementsprechend selbstbewusst und unabhängig durch die Welt. Ihre Liebe und ihr Vertrauen muss sich der Mensch wahrscheinlich ein wenige härter verdienen als es bei den meisten anderen Hunderassen der Fall ist. Hat man sich aber erst einmal die Zuneigung eines Shiba Inus erkämpft, lässt er einen nicht so schnell wieder gehen. Allerdings vergisst er durch seinen ausgeprägten Jagdtrieb in freier Natur schnell den Bezug zu seinem Menschen und ist deshalb kein Hund für leinenlose Spaziergänge. Übrigens ist der kleine Shiba Inu mit seiner durchschnittlichen Widerristhöhe von 37-40 cm nicht zu verwechseln mit dem größeren Akita Inu, der es auf stolze 61-67 cm bringt.