Hundegesundheit und Pflege

Wir lieben unsere Hunde. Deshalb ist es uns natürlich wichtig, dass sich unsere kaninen Kumpels optimaler Gesundheit erfreuen. Denn nur in einem gesunden Zustand können sie das Leben und die gemeinsame Zeit mit uns wirklich genießen. Mehr lesen

Hundegesundheit und Pflege

Husten beim Hund

Husten beim Hund ist ähnlich wie beim Mensch keine eigenständige Krankheit, sondern stellt ein Symptom für eine Erkrankung des Atmungsapparats oder anderer Organe dar. Husten kann außerdem ein Reflex sein, um den Körper vor verschiedenen Stoffen zu schützen, wie beispielsweise vor Fremdkörpern oder reizenden Substanzen. Manchmal kann Husten mit Versuchen zu Erbrechen oder Regurgitieren, Rückwärtsniesen, Würgen und intensivem Hecheln verwechselt werden. Beim Husten unterscheidet man zwischen Reizhusten ohne Auswurf (unproduktiver Husten) von feuchtem Husten mit Auswurf (produktiver Husten). Beide Arten können akut oder chronisch auftreten.

Verstopfung (Konstipation) beim Hund

Bei einer Verstopfung, die medizinisch „Konstipation“ oder „Obstipation“ heißt, hat der Hund Probleme beim Kotabsatz. Er setzt seltener oder gar keinen Kot ab, da dieser im Dickdarmbereich angestaut ist. Dem Tierhalter fällt meist auf, dass der Hund versucht Kot abzusetzen, jedoch keinen Erfolg hat und oft Schmerzen dabei zeigt. Eine Verstopfung kann akut, das bedeutet nur kurzzeitig, oder chronisch, das heißt über einen längeren Zeitraum, auftreten. Die akute Verstopfung ist in den meisten Fällen weniger schlimm als eine chronische Verstopfung, sie ist einfacher zu behandeln und verursacht seltener Komplikationen. Im Gegensatz dazu sollte bei einer chronischen Konstipation frühzeitig eine Diagnose gestellt und eine Behandlung gestartet werden, um weitere Symptome und mögliche Folgen zu vermeiden.

Arthrose beim Hund

Die Arthrose ist eine weit verbreitete und sehr häufig auftretende Erkrankung bei Mensch und Tier. Es handelt sich um eine degenerative, chronische Gelenkveränderung, die mit Schmerzen und  fortschreitender Einschränkung der Bewegungsfähigkeit des betroffenen Gelenks einhergeht. Die Arthrose ist weder entzündlicher noch infektiöser Natur. Sie ist eine Folge von dauerhaftem Abbau des Gelenkknorpels über das übliche Maß hinaus.

Hüftgelenksdysplasie beim Hund

Die Hüftgelenksdysplasie (HD) beim Hund ist eine genetisch bedingte Störung der Gelenkentwicklung. Äußere Einflüsse wie Umweltfaktoren, Haltung und Ernährung können zusätzlich eine negative Wirkung auf die Entwicklung der Gelenke haben.

Borreliose beim Hund

Die Borreliose oder Lyme-Krankheit ist eine durch Zecken übertragene Infektionskrankheit, die weltweit vorkommt. Der Name „Lyme-Krankheit“ oder „Lyme-Borreliose“ ist auf den amerikanischen Ort Lyme zurückzuführen, in dem die Krankheit im Jahr 1975 erstmals beim Menschen beschrieben wurde. Sie ist die am häufigsten diagnostizierte und durch Zecken übertragene Krankheit beim Menschen. Auch beim Hund treten häufig Infektionen durch Borrelien auf, jedoch erkranken sie selten daran.

Pankreatitis beim Hund

Eine Pankreatitis beim Hund (Entzündung der Bauchspeicheldrüse) ist eine entzündliche Erkrankung des Pankreas (Bauchspeicheldrüse), die akut oder chronisch verlaufen kann. Sowohl die akute als auch die chronische Form können sich durch einen milden oder einen schweren Verlauf äußern. Die milde Verlaufsform geht meist mit nur geringgradigen lokalen Störungen einher, während ein schwerer Verlauf starke Veränderungen an der Bauchspeicheldrüse und anderen Organen nach sich ziehen kann. Eine akute Entzündung des Pankreas verläuft meist schwer wohingegen eine chronische Pankreatitis häufig mild ist mit einer besseren Prognose. Die Bauchspeicheldrüse ist ein Organ, das Verdauungsenzyme produziert, speichert und freisetzt. Dies birgt allerdings auch die Gefahr, dass sich das Organ selbst verdaut, was eine schwere Entzündung nach sich ziehen kann, eine Pankreatitis.

Kreuzbandriss beim Hund

Der Riss des vorderen Kreuzbands zählt zu den häufigsten orthopädischen Erkrankungen beim Hund. Dabei sind Kreuzbandrisse durch Unfälle eher seltener, meist leiden Hunde an einer langsam fortschreitenden Degeneration mit daraus folgender Ruptur des vorderen Kreuzbands.

Bindehautentzündung (Konjunktivitis) beim Hund

Eine Bindehautentzündung oder Konjunktivitis gehört zu den häufigsten Krankheitserscheinungen, die am Auge beim Hund auftreten. Selten kommt sie als eigenständige Erkrankung, sondern häufiger als Folgeerscheinung einer anderen Erkrankung.

Blasenentzündung (Zystitis) beim Hund

Die Blasenentzündung des Hundes (Zystitis) tritt meist in Verbindung mit einer Entzündung der Harnröhre auf, so dass sie nicht isoliert zu betrachten ist. Harnröhre und Blase werden zusammen als „untere Harnwege“ bezeichnet.

Allergien beim Hund

Wenn ein Hund sich häufig kratzt, denkt man oft zuerst an Parasiten als Ursache. Aber es gibt darüber hinaus weitere Gründe für Juckreiz, wie beispielsweise Allergien. Selbst Hunde sind von Allergien betroffen und die Anzahl an allergischen Erkrankungen steigt.
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Um sicher zu sein, dass es unseren felligen Freunden gut geht, sollten wir immer einen einfühlsamen Blick auf sie haben und lernen, ihre Signale instinktiv zu verstehen. Es hilft also, unsere Intuition und Instinkte zu schärfen. Beim Hund sind beide Aspekte so gut ausgeprägt, dass wir auch in dieser Hinsicht einiges von unseren schwanzwedelnden Schätzen lernen können. Ihre ganz eigene Sprache insinktiv zu verstehen, ist umso wichtiger, weil unsere geliebten Haustiere sich uns natürlich nicht in Worten mitteilen können. Was Sie sonst noch beachten sollten, erfahren Sie hier.

Woran erkenne ich, dass mein Hund gesund ist?

Dass es Ihrem kaninen Kumpel gut geht, erkennen Sie unter anderem daran, dass er Freude zum Ausdruck bringt. Das tut er zum Beispiel durch Hermumtoben bei gemeinsamen Spaziergängen. Albernheit ist ein recht sicherer Indikator dafür, dass es mit seinem Wohlergehen zum Besten bestellt ist.

Wenn Sie Zweifel haben, können Sie die Schnauze Ihres Schatzes befühlen. Ist diese kühl und feucht, ist das in der Regel ein gutes Zeichen.

Welches sind erste Warnzeichen, dass es meinem Hund schlecht geht?

Wenn Ihr Hund ohne erkennbare Anzeichen stark hechelt und/oder speichelt und vor allem, wenn er erbricht oder Durchfall hat, sind das erste Alarmzeichen eines gesundheitlichen Problems. In Panik zu verfallen brauchen Sie deshalb allerdings nicht.

Im Gegenteil: Im Sinne Ihres Hundes sollten Sie die Ruhe bewahren. Auch besteht in den meisten Fällen bei ersten Warnzeichen noch kein Anlass zu großer Sorge.

Was kann ich dazu beitragen, dass mein Hund gesund bleibt?

 Wichtig ist, dass Sie durch hochwertiges und angemessenes Futter die besten Voraussetzungen schaffen, dass Ihr Hund gesundheitlich fit bleibt. Artgerechte Lebensbedingungen sind selbstverständlich und tragen maßgeblich zur seelischen und somit indirekt zur körperlichen Gesundheit Ihres geliebten Tiers bei.

Zudem sollten Sie routinemäßig einmal im Jahr den Tierarzt Ihres Vertrauens aufsuchen. Dieser wird den Hund durchimpfen, sofern Sie damit einverstanden sind. Auch schaut er sich fachmännisch Zähne und Ohren an.

Eine Wurmkur sollte einmal pro Quartal erfolgen und Parasiten, je nach Medikament, einmal im Monat oder einmal im Quartal bekämpft werden.

Wenn Ihr vierbeiniger Freund schon etwas älter ist, kann es empfehlenwert sein, häufiger beim Tierarzt vorstellig zu werden. Der Tierarzt kann mit Kennerblick unter Umständen mehr erkennen als der Besitzer des Hundes, weil er verschiedenste Anzeichen unterschiedlichster Krankheitsbilder einschätzen kann.

Wie kann ich kleinere gesundheitliche Probleme meines Hundes beheben?

In einem aktiven Leben kann es jederzeit einmal zu leichten gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen. Das gilt für unsere Fellfreunde genauso wie für uns Menschen. Bei leichteren gesundheitlichen Vorkommnissen können wir als Besitzer meistens selbst Abhilfe schaffen. Lässt sich das Problem auf diese Weise noch nicht lösen, so sollten wir einen Tierarztbesuch in Erwägung ziehen.

Stellen Sie zum Beispiel beim Spazierengehen fest, dass Ihr Hund überfordert wirkt, so sollten Sie ganz einfach das Pensum an die Bedürfnisse Ihres Hundes anpassen. Das gilt insbesondere bei großer Hitze, die dem Hund stark zu schaffen machen kann. Mit einem einfühlsamen Blick für Ihren Hund werden Sie sicher das richtige Maß finden.

Im Gegensatz zu uns Menschen sind Hunde bzw. deren Pfoten schutzlos Glasscherben, Nägeln, Dornen und dergleichen ausgesetzt. Bei einem Spaziergang im Schnee kann es schnell passieren, dass sich Klumpen zwischen den Ballen des Hundes ansammeln. Das können Sie schnell erkennen, indem Sie die die Pfote Ihres Lieblings leicht anheben. Schneeklumpen können Sie so eigenhändig entfernen, und die gemeinsame Tour kann unmittelbar weitergehen.

Eingetretene Dornen von Pflanzen können hingegen tief sitzende Verletzungen der Ballen nach sich ziehen. Im Hochsommer besteht außerdem die Gefahr, dass der Teer auf Gehwegen sich derartig erhitzt, dass an einigen Stellen flüssiger Teer austritt. Wenn der Hund dort hinein tritt, kann es ebenfalls zu Verletzungen der Pfote kommen.

Im Fall einer Verletzung ist es angezeigt, die Pfote Ihres Lieblings mit klarem, sauberem Wasser vorsichtig, aber gründlich auszuspülen. Je nach Haarlänge, kann es vonnöten sein, die Haare im Bereich der Pfote etwas zu kürzen. Zusätzlich sollten Sie die Pfote mit einem Desinfektionsspray reinigen. Neben einer abgerundeten Schere sollten sie dieses in einem Erste-Hilfe-Notfallkoffer für Hunde bereithalten.

Nun können Sie die Pfote des Hundes bei Tageslicht oder mit Hilfe einer Taschenlampe genauer in Augenschein nehmen und Fremdkörper behutsam entfernen, eventuell unter Zurhilfenahme einer Pinzette. Ist es nicht möglich, den Fremdkörper herauszuziehen, so sollten Sie möglichst umgehend einen Tierarzt aufsuchen.