Hautpilz beim Hund

Hautpilzen beim Hund

'Kyrie' und 'Eleyson', die beiden Jack Russel Terrier durften mit der ganzen Familie Ferien auf dem Bauernhof machen und gemeinsam mit den Kindern sogar unter freiem Himmel schlafen. Da nun die Ferien vorbei sind, übernachten die Hunde seit einigen Tagen wieder im Kinderzimmer. Allerdings beklagen sich die beiden Söhne Benny und Conny, daß sich ihre Lieblinge insbesondere nachts ständig kratzen und dieses Geräusch sie am Einschlafen hindert.

Wenn Hautpilze wachsen........

...dann kann Juckreiz vor allem bei kuschelig-warmen Umgebungstemperaturen richtig lästig werden. Bei genauerer Betrachtung kann man bei 'Kyrie' und 'Eleyson' hinter den Ohren und am Nasenrücken flache nässende Herde mit Krusten- und Schuppenbildung feststellen. Und auch Sohn Benny kratzt sich seit einigen Tagen an der Innenseite des linken Unterarms, wobei eine flächige Rötung und Schuppenbildung der Haut auffällt. Flöhe, Läuse oder Herbstgrasmilben wurden bei keinem der kleinen Patienten gefunden. Auch blutsaugerische Aktivitäten von Steckmücken kamen nicht in Frage. Wenn bei Mensch und Tier derartige Hautveränderungen bestehen, liegt der Verdacht auf Pilzbefall (Microsporie oder Trichophytie) nahe.

Diagnose von Hautpilzen

Zur eindeutigen Diagnose wird der Tierarzt mit Hilfe der 'Woodschen Lampe' nach Pilzsporen im Fell der Hunde fahnden und eine Pilzkultur anlegen. Zwar können diese Hautpilzarten auch durch Läuse, Fliegen, Flöhe und Milben oder kontaminierte Gegenstände verbreitet werden, doch in erster Linie erfolgt die Infektion durch Tiere also durch Hunde, Katzen, Kühe, Pferde, Ziegen, Schafe. Diese müssen allerdings nicht in jedem Fall selbst Krankheitsanzeichen aufweisen.

Sind Hautpilze für jeden ansteckend?

Ansteckungsgefährdet sind Tierhalter, Tierpfleger, Landwirte und insbesondere Kinder, die intensiven Umgang mit Tieren haben. Die Erreger sind allerdings auch von Mensch zu Tier und Mensch zu Mensch übertragbar. So ist es auch möglich, dass sich Hunde bei infizierten Menschen anstecken. Doch nicht alle Kontaktpersonen oder Familienmitglieder müssen erkranken, denn die Ansteckung ist bei Mensch und Tier von der körpereigenen Abwehr abhängig.

Was kann man gegen Hautpilzerkrankungen tun?

In einem Fall wie diesem sollten sich alle Familienmitglieder und sämtliche Haustiere vom Tier- bzw. Hautarzt untersuchen lassen. Je nach Ausbreitung der Infektion erhalten die Patienten entweder oral einzunehmende Medikamente oder lokal anwendbare Salben bzw. Tinkturen, wobei natürlich jede 'Tierart' eine ganz persönlich abgestimmte Behandlung erhalten sollte.

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