04. Februar 2019 - Aktualisiert 12. Februar 2019

Erkältung beim Hund 

Verfasst von Amelie Krause, Tierärztin
erkältung beim hund

Husten, Schnupfen, Heiserkeit. Vor einer Erkältung, vorzugsweise im Herbst oder Winter, ist selbst ein Hund nicht gefeit. Wie beim Mensch auch, kann vor allem zu diesen Jahreszeiten bei nasskaltem Wetter eine Erkältung beim Hund auftreten. Sogar die Symptome ähneln sich bei Hund und Mensch.

Ursachen

Gerade wenn das Immunsystem in irgendeiner Weise beeinträchtigt ist, ist der Körper für Infektionen mit Viren und Bakterien gefährdet. Dies wird durch kaltnasses Wetter begünstigt. Werden die Hunde nach einem Spaziergang in Regen oder Schnee nicht richtig abgetrocknet, kann es leicht zu einer Erkältung führen. Ebenso können Vorerkrankungen den Weg für eine zusätzliche Ansteckung mit Infektionserregern ebnen. Meist liegt einer Erkältung die Infektion mit Erkältungsviren zugrunde, in schwerwiegenderen Fällen gesellen sich noch Bakterien dazu, beispielsweise beim sog. „Zwingerhusten“, der durch einen Komplex aus Viren und Bakterien verursacht wird. Durch die warme Heizungsluft trocknen außerdem die Schleimhäute des Hundes schnell aus und sind somit empfindlicher gegenüber Erkältungen.

Symptome bei einer Erkältung:

  • Husten
  • Schnupfen
  • Augenausfluss, gerötete Augen
  • Nasenausfluss
  • Erhöhte Körpertemperatur
  • Abgeschlagenheit, Lustlosigkeit

Oft haben Hunde mit Erkältung einen reduzierten Appetit, fressen weniger und schlafen viel. Beim Spaziergang sind sie häufig weniger aktiv als sonst und kehren oft von allein wieder um.

hund mit hundemantel im schnee

Diagnostik bei Erkältung

Eine kleine Erkältung kann sich rasch in eine große Erkrankung wie eine Lungenentzündung wandeln, wenn man nicht aufpasst. Daher sollte am besten gleich ein Tierarzt aufgesucht werden, um ein weiteres Fortschreiten der Erkältung zu verhindern. Bei der klinischen Untersuchung durch einen Tierarzt lässt sich feststellen, ob es sich um eine einfache Erkältung handelt oder ob möglicherweise eine ernstere Erkrankung im Anmarsch ist oder bereits vorliegt. Je nach Schwere der Symptome kann es notwendig sein, weitere Untersuchungen wie Röntgen- oder Blutuntersuchungen durchzuführen. Auch ein Abstrich mit bakterieller Untersuchung und Antibiogramm kann erforderlich sein.

Therapie

Häufig reichen bei einer harmlosen Erkältung viel Ruhe, genügend Flüssigkeit zum Trinken, ein warmer und trockener Platz zum Schlafen und frische Luft aus, um den Hund auszukurieren. In manchen Fällen ist allerdings die Verabreichung von Medikamenten vom Tierarzt wie Schleimlöser, Entzündungshemmer, diverse Mittel zur Stärkung des Immunsystems oder ein Antibiotikum nötig, um die Erkältung in den Griff zu bekommen. Vor der Gabe von „Hausmitteln“ sollte immer Rücksprache mit dem Tierarzt gehalten werden, da einige Mittel für Hunde nicht geeignet sind. Spielen mit Artgenossen, Baden oder ein Spaziergang im Regen oder Schnee sollte vermieden werden.

Vorbeugen einer Erkältung

Prävention kommt vor Therapie. Einer Erkältung kann durch die Stärkung und Unterstützung des Immunsystems mit einer ausgewogenen Ernährung und durch eine gesunde Lebensweise mit viel Bewegung und frischer Luft vorgebeugt werden. Wegen Ansteckungsgefahr sollte möglichst vermieden werden, seinen Hund mit kranken Hunden in Kontakt kommen zu lassen, sei es beim Spazieren gehen, in der Hundeschule oder in der Tagesbetreuung. Eine Impfung kann den Verlauf einer Infektion abschwächen. Bitte achten Sie darauf, dass Ihr Hund keinen Schnee frisst. Dieser kann einerseits durch Streusalz und Split verunreinigt sein, andererseits kann der Schnee sowohl Hals als auch den Magen-Darm-Trakt Ihres Hundes reizen und weitere Erkrankungen verursachen. Hunde mit sehr kurzem Fell und Fell ohne Unterwolle sollten bei niedrigen Temperaturen durch einen Mantel oder Pullover vor der Kälte geschützt werden. Sollte der Hund nass geworden sein, muss er unbedingt vollständig abgetrocknet werden um ihn vor Verkühlung zu schützen. Sind Hunde empfindlich gegenüber trockener Heizungsluft, empfehlen sich Zimmerbrunnen, ein Wasserbehältnis auf dem Fensterbrett oder ein Luftbefeuchter. Mit Beachtung dieser einfachen Tipps kommen Sie und Ihr Hund hoffentlich sicher und gesund durch die Erkältungszeit.

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