{"url":"https://www.zooplus.de/magazin/hund/hunderassen/west-highland-white-terrier-westie","title":"West Highland White Terrier (Westie)","mag_id":781,"is_single":true,"cat_name":"Hund","sub_cat_id":7,"sub_cat_name":"Hunderassen","cat_id":79}
Der Modehund der 1990er Jahre erfreut sich bis heute großer Beliebtheit. Kein Wunder: Der West Highland White Terrier, den Fans liebevoll Westie nennen, ist ein anpassungsfähiger, verspielter Vierbeiner mit eigenwilligem Terrier-Charme.
Der Westie fällt trotz seiner kompakten Größe schon aus der Ferne auf. Sein reinweißes Fell, das im Kontrast zu den dunklen Augen und der schwarzen Nase steht, gibt dem Vierbeiner seinen typischen Look.
Wie groß wird ein West Highland Terrier?
Die schneeweißen Schönheiten haben eine Widerristhöhe von bis zu 28 Zentimeter und bringen zwischen sieben und zehn Kilogramm auf die Waage.
Wie sieht das Fell des Westies aus?
Das Deckhaar besteht aus etwa fünf Zentimeter langem, harschen Haar ohne Locken. Darunter befindet sich die weiche, dichte Unterwolle. Die kleinen Ohren und die bis zu 15 Zentimeter lange Rute stehen aufrecht.
Charakter: Ein charmanter Terrier
West Highland White Terrier sind menschenfreundlich und gehen meist eine enge Bindung zu ihrem Familien-Rudel ein. Fremden Menschen begegnen sie allerdings distanziert und zeigen sich fremden Hunden gegenüber eher unduldsam.
Das liegt daran, dass unter dem hübschen Fell des weißen Terriers eine große Portion Selbstvertrauen steckt. Vertreter der Rasse gelten als unerschrocken, gelehrig, fröhlich und verspielt und geben gute Wachhunde ab.
Sind Westies Kläffer?
Einige Westies können sich zu Kläffern entwickeln. Meist liegt das daran, dass ihr Bewegungs- und Beschäftigungsdrang nicht ausreichend erfüllt wird. Denn ein ausgelasteter Westie neigt keinesfalls zum übertriebenen Bellen.
Achtung: Trotz der niedlichen Optik ist der Westie ein Terrier, in dem häufig immer noch Jagdtrieb steckt.
Sind Westies schwer zu erziehen?
Grundsätzlich sind die weißen Schönheiten gelehrig und gut zu erziehen. Allerdings sind Terrier Dickköpfe. Da die Rasse früher in Fuchsbauten eigenständig auf die Jagd ging, neigen Westies heute noch dazu, bei Konflikten schnell die Alpha-Position einnehmen zu wollen.
Die kleinen Hunde mit dem großen Selbstbewusstsein brauchen eine klare und konsequente Führung. Lassen Sie sich dabei nicht vom Charme des Terriers bezirzen. Denn viele wissen ihren Unschuldsengel-Look gekonnt einzusetzen.
Besonders wichtig ist eine frühe Sozialisierung mit anderen Hunden, damit Ihr Westie nicht zum Raufbold wird, der sich ständig mit anderen Vierbeinern messen will. Am besten gehen Sie bereits mit Ihrem Welpen in eine Hundeschule, wo er viel Kontakt zu Hunden unterschiedlicher Größe hat.
Der Westie brauch eine liebevolle aber auch konsequente Erziehung.
Haltung und Pflege des West Highland White Terriers
Im Alltag und vor allem bei Schmuddelwetter neigen West Highland White Terrier zu einem bräunlichen Fell. Es erfordert einiges an Zeit und Disziplin, um die kleinen Hunde bei jedem Wetter schneeweiß zu halten. Hierzu gehört tägliches Bürsten, um Verfilzungen zu verhindern.
Muss man West Highland Terrier scheren und trimmen?
Da das Deckhaar nicht von selbst ausfällt, sollte es ausgezupft werden. Das geht am besten beim regelmäßigen Trimmen alle zehn bis zwölf Wochen. Scheren sollten Sie das Fell Ihres Westies dagegen nicht. Wird das dichte Haar nur gekürzt und nicht ausgedünnt, kann das mittelfristig zu Hautproblemen führen.
Lassen Sie sich rund um Trimmen und Schneiden vorab professionell einweisen, falls Sie dies selbst übernehmen möchten. Alternativ sollten Sie alle zwei bis drei Monate einen Hundefriseur mit Ihrem Liebling aufsuchen.
Wie oft sollte man Westies baden?
Nur in seltenen Fällen ist es notwendig, den weißen Terrier mit Shampoo zu waschen. Verwenden Sie bei hartnäckigem Schmutz ein mildes Hundeshampoo.
Lesen Sie im zooplus Magazin, was Sie rund um die Hundepflege wissen müssen:
Die charmanten Kleinhunde eignen sich prima für Familien sowie als Wohnungs- und Stadthunde. Kinder, die den respektvollen Umgang mit Tieren erlernt haben, werden einen tollen Spielkameraden im Westie finden.
Zum Familienrudel können auch Katzen gehören, wenn der Westie frühzeitig auf sie sozialisiert wurde. Im Freien kann es allerdings vorkommen, dass der ehemalige Jagdhund anderen Tieren nachstellt.
Sport und Aktivitäten: Wie viel Auslauf braucht ein Westie?
Halter eines Westies müssen keine Sportskanonen sein, sollten aber Spaß daran haben, den Hund zu beschäftigen. Lange Spaziergänge, Bewegung, Abwechslung, Bällchen holen oder Tricks lernen sind dafür ideal.
Obwohl der West Highland White Terrier einen für seine Größe überdurchschnittlichen Bewegungsdrang hat, ist er eher nicht als Begleiter für Jogger geeignet. Denn er möchte während ausgiebiger Gassirunden auch Zeit zum Stöbern und Schnüffeln haben.
Übrigens: Kälte und Regen machen den ehemaligen Jagdhunden des schottischen Hochlands nichts aus. Im Sommer sollten Halter ihren Westies allerdings stets ein schattiges Plätzchen anbieten.
Wenn Sie Ihrem Hund eine besonders bereichernde Aufgabe bieten möchten, ist der Einsatz als Therapiehund spannend. Mit seiner putzigen Optik ist ein gut erzogener Westie ein wahrer Herzensöffner für viele Menschen in Behinderten-, Pflege-, Senioren- oder Kinderheimen.
Der Westie ist zwar gern aktiv, braucht aber kein Extremsportprogramm, sondern liebt lange Spaziergänge und die Möglichkeit, seine Umgebung zu erschnüffeln.
Gesundheit: Wie robust ist der Westie?
Aufgrund seiner TV-Präsenz in Werbespots der 1990er Jahre wurde der Westie zum Modehund. Das führte zur Massenvermehrung der ursprünglich robusten Hunde und zu gesundheitlichen Problemen, die sie bis heute begleiten.
So haben einige West Highland Terrier Hautprobleme wie Allergien oder neigen zu Patellaluxationen und Missbildungen des Kiefers.
Die Rolle seriöser Zucht im Kampf gegen Erbkrankheiten
Sowohl bei West Highland White Terriern als auch bei ihren Verwandten, den Cairn Terriern, kann die sogenannte Krabbe-Krankheit vorkommen. Sie tritt oft bereits im Alter bis zu drei Monaten auf und bringt schwere neurologische Schäden mit sich, die zum Tod führen können.
Per DNA-Test können Züchter diese Erkrankung mittlerweile ausschließen. Deshalb ist es wichtig, seriöse Züchter zu unterstützen, die Wert auf Gesundheitsvorsorge legen.
Wie hoch ist die Lebenserwartung eines Westies?
Gesunde Westies können bis zu 16 Jahre alt werden – vorausgesetzt, Sie gestalten die Haltung artgerecht. Dazu gehört auch, die Ernährung an die Bedürfnisse Ihres Vierbeiners anzupassen.
Im zooplus Shop finden Sie eine große Auswahl an Westie-Hundefutter. Und in unseren Ratgebern erfahren Sie mehr zur artgerechten Hundeernährung:
Findet man Westies im Tierheim oder im Tierschutz?
Wer lieber einem älteren West Highland White Terrier ein neues Zuhause geben möchte, kann im Tierschutz durchaus Glück haben. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Organisationen, die West Highland White Terrier vermitteln, beispielsweise spezielle Westie- oder Terrier-in-Not-Vereine.
Ideal ist es, wenn Sie Ihren Westie-Welpen im Zuhause des Züchters kennenlernen.
Geschichte: Vom verschmähten Jagd- zum beliebten Modehund
Die Vorfahren der West Highland White Terrier waren zufällig weiß geborene Hunde vom Schlag der Cairn Terrier. Allerdings wurde der weiße Farbton bei dieser Rasse mit Schwäche assoziiert. Dem schottischen Jagdherrn Colonel Edward Donald Malcolm gefiel die helle Laune der Natur allerdings so gut, dass er im späten 19. Jahrhundert ausschließlich weiße Terrier züchtete.
Wie alle Terrier des schottischen Hochlands wurden auch Westies für die Jagd auf Dachse, Otter und Füchse eingesetzt. Das leuchtend helle Fell hatte den Vorteil, dass der Hund bei der Jagd nicht mit anderen Tieren verwechselt werden konnte.
Entwicklung der Rasse im 20. Jahrhundert und bis heute
1905 gab es in Schottland bereits den ersten Liebhaber-Club, 1907 erkannte der englische Kennel Club die Rasse als eigenständig an. In den 1990er Jahren machte TV- und Print-Werbung für eine Hundefuttermarke die Rasse in Europa bekannt, die sich schnell zum Modehund entwickelte.
Mittlerweile ist der Boom jedoch vorbei: Allein in Deutschland hat sich die Zahl der offiziell gemeldeten Westie-Welpen in den vergangenen 15 Jahren fast halbiert.
Zubehör, das Ihren Westie glücklich macht, wartet im zooplus Shop auf Sie:
Fazit zum Westie: Freundlicher und eigenwilliger Familienhund
Zunächst von Züchtern abgelehnt wurde der ehemalige Jagdhund in den 1990er Jahren zum TV-Star und ist heute vor allem bei Familien beliebt. Wer sich auf den verspielten Westie mit dem schneeweißen Fell einlässt, darf sich über einen aufgeweckten, treuen Begleiter freuen.
Steckbrief zum West Highland White Terrier
Besonderheiten:
Der West Highland White Terrier ist ein kleiner Terrier mit weißem Fell, der früher als Jagd- und heute als Familienhund geschätzt wird.
mittellanges, harsches Deckhaar ohne Locken und weiche, dichte Unterwolle Farbe: Weiß
Fellpflege:
täglich bürsten und regelmäßig trimmen
Auslauf:
moderat
Anfängerhund:
ja
Bellen:
neigt zum Bellen
Lebenserwartung:
ca. 16 Jahre
Typische Krankheiten:
neigt zu Hautproblemen, Allergien, Kiefermissbildungen und der Krabbe-Krankheit
FCI-Gruppe:
3
Herkunft:
Schottland
Kurz und knapp: Die häufigsten Fragen zum West Highland White Terrier
Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um den kleinen weißen Terrier:
Ist der West Highland White Terrier ein guter Anfängerhund?
Sofern Sie sich vorab mit den Bedürfnissen dieser Hunderasse auseinandersetzen und sich der Besonderheiten ehemaliger Jagdhunde bewusst sind, können Sie den Westie auch als Anfänger adoptieren.
Gibt es schwarze Westies?
Reinrassige Westies mit schwarzem Fell gibt es nicht. Es gibt allerdings ähnliche Terrierarten wie den Cairn Terrier, die schwarz gefärbt sind.
Ist ein Westie ein guter Hund für Senioren?
Aktive Senioren können im West Highland White Terrier einen idealen Begleiter finden. Wichtig ist, dass Sie Ihren Vierbeiner ausreichend beschäftigen.
Sind Westies anfällig für Trennungsangst?
Da diese Hunderasse eine enge Beziehung zu ihrem Menschen aufbaut, kann sie durchaus unter Trennungsangst leiden. Wenn Sie einen Westie-Welpen adoptieren, sollten Sie mit ihm schon früh das Alleinsein trainieren.
Eignet sich ein West Highland White Terrier für Allergiker?
Der weiße Terrier verliert nur wenig Haare und kann deshalb zu Haushalten passen, in denen Allergiker leben. Dennoch ist Vorsicht geboten, denn diese Hunderasse ist nicht hypoallergen.
Welche Terrierarten gibt es noch?
Es gibt insgesamt über 30 verschiedene Terrierarten, die der FCI in der Gruppe 3 führt. In unserem Magazin finden Sie eine Übersicht der beliebtesten Terrier und ausführliche Portraits zu jeder Rasse.
Das „bunte Schoßhündchen“ aus Russland, wie der Name übersetzt lautet, erfreut sich auch außerhalb seines Heimatlandes wachsender Beliebtheit. Kein Wunder, denn schließlich ist der Bolonka Zwetna ein richtiger kleiner Sonnenschein, der mit seinem fröhlichen und unkomplizierten Charakter seinen Besitzern viel Freude bereitet.
Leichtführig, menschenfreundlich und belastbar: Der mittelgroße Labrador Retriever ist als Familienhund überaus beliebt. Als ursprünglicher Arbeitshund möchte er aber auch körperlich und geistig gefordert werden.
Der Zwergspitz beeindruckt nicht mit Größe, dafür aber mit Freundlichkeit, Selbstbewusstsein und Energie. Kein Wunder also, dass immer mehr Vierbeiner dieser Spitz-Variante die Herzen zahlreicher Hundefreunde erobern. Erfahren Sie im zooplus Magazin alles über den Pomeranian.