Die Welpenschule

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Das Einmaleins der guten Erziehung

Manche Hundehalter sichern sich bereits vor dem Einzug ihres neuen Familienmitglieds einen Platz in der Welpenschule für sich und ihren neuen Vierbeiner. Im Folgenden geht es darum, was eine Welpenschule leisten kann und wie Sie eine gute Schule finden, die zu Ihnen und Ihrem tierischen Gefährten passt.

Was lernt mein Hund in der Welpenschule?

Was bringt der Besuch einer Welpenschule? Die meist einmal wöchentlich stattfindenden Trainings, die an eine Hundeschule angegliedert sind, können in vielerlei Hinsicht eine bereichernde Erfahrung sein: Junge Vierbeiner lernen hier jede Menge, aber auch die Halter selbst erweitern ihren Horizont durch den Austausch mit dem Trainer und anderen Hundefreunden. Oft entstehen auf dem Hundeplatz Freundschaften. In einer Welpenschule steht das entspannte, gemeinsame Spielen mit anderen Hunden und Lernen im Vordergrund: Hier kommen Junghunde zusammen, lernen erste Grundkommandos und erleben ein welpengerechtes Training für den Alltag. Ein besonderes Plus dieses Trainings ist die Sozialisation: Viele Hunde unterschiedlicher Rassen und Größen können sich hier gegenseitig beschnuppern – das stärkt die soziale Kompetenz der jungen Vierbeiner nachhaltig und sorgt für ein konfliktfreies tierisches Miteinander. Zudem stärkt das Training die Bindung zwischen Hund und Halter.

Ab wann kann mein Welpe in die Welpenschule?

Welpenschulen sind meist an Hundeschulen angeschlossen, was bedeutet, dass der Hund, sobald er älter wird, in den anderen Gruppen der Hundeschule weitertrainieren kann. Ganz jungen Hunden, die frisch vom Züchter bei Ihnen eingezogen sind, sollten Sie noch etwas Zeit geben, bevor die Welpenschule sie auf den „Ernst des Lebens“ vorbereitet. Spätestens ab einem Alter von elf Wochen können Sie dann gemeinsam mit Ihrem neuen Mitbewohner in ein Welpen-Training. Bis zur 16. Lebenswoche einschließlich befindet sich der Vierbeiner in der „Prägungsphase“, die besonders wichtig für seinen Charakter als ausgewachsener Vierbeiner ist. Das Training trifft in dieser Zeit auf besonders fruchtbaren Boden. In der Welpenschule können Sie dann mindestens bis zum Alter von fünf Monaten gemeinsam mit anderen Welpen üben. Die Übergänge vom Welpen zum erwachsenen Hund sind dabei fließend und zudem abhängig von der jeweiligen Rasse: Kleine Hunde werden schneller erwachsen als große. Eine wichtige Voraussetzung für den Besuch einer Welpenschule ist, dass Ihr Vierbeiner mehrfach entwurmt und geimpft ist.

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Was steht auf dem Stundenplan?

Meist stehen bei dem spielerischen Lernen Grundkommandos wie „Hier“ als Abrufsignal oder „Nein“ als Abbruchsignal im Mittelpunkt. Die Übungseinheiten selbst dauern dabei maximal zehn Minuten, denn länger soll sich Ihr kleiner Gefährte nicht konzentrieren müssen. Dazwischen stehen immer wieder kurze Spiele auf dem Programm. Achtung: Auch die Spieleinheiten sollten nicht zu lange währen, Abwechslung ist gefragt, um Ihren Welpen nicht zu überfordern! Nicht zu vernachlässigen ist außerdem die Halterschulung: Der Hundetrainer erläutert sein Training und gibt zahlreiche Tipps für ein gutes Miteinander mit Ihrem Welpen, erklärt beispielsweise, wann Sie beim Spielen eingreifen sollten, damit kein Hund gemobbt wird, und vieles mehr.

Gemeinsam lernen

Grundsätzlich ist in der Welpenschule Gruppentraining angesagt. Dabei sollte die Gruppengröße nicht ausufern – mehr als zehn Mensch-Tier-Duos wird auch der beste Hundetrainer kaum noch individuell beraten können. Besser sind bis zu sechs Teams. Das gemeinsame Training unterstützt auch das Lernen voneinander, denn erfahrenere Junghunde tapsen im Idealfall mit gutem Beispiel voran. Viele Hundeschulen bieten Welpen-Trainings nach Größen an – große Rassen trainieren dann getrennt von kleineren. Diese Trennung ist nicht zwingend, kann aber Sinn machen, denn Junghunde großer Rassen sind häufig noch sehr ungestüm und können ihre Körperkraft nicht richtig einschätzen.

Tipps: Das zeichnet eine gute Welpenschule aus

  • Reinschnuppern möglich: Die Welpenschule bietet Ihnen ein kostenloses Vorgespräch sowie die Möglichkeit, auch ohne Ihren Vierbeiner, einmal bei einer Trainingseinheit zusehen zu dürfen. So können Sie ein Gefühl für die Atmosphäre in der Welpenschule bekommen. Ein wertschätzender und entspannter Umgang mit den Hunden sollte hierbei selbstverständlich sein.
  • Know-how: Professionelle Hundetrainer verfügen über eine entsprechende Ausbildung und bilden sich regelmäßig fort. Auch ehrenamtliche Trainer sollten viel Erfahrung mitbringen. Für Rückfragen haben sie immer ein offenes Ohr.
  • Zusammensetzung: Es sollten nicht zu viele Hunde auf einmal trainieren: Fünf Tiere pro Trainer sind für diesen noch sehr gut überschaubar. Bei Welpentrainings ist es oft besser, große und kleine Vierbeiner getrennt zu „unterrichten“, da die großen Rassen ihre Kräfte oftmals noch nicht richtig einschätzen können.
  • Mensch-Tier-Beziehung: Die Aufmerksamkeit des Hundes soll auf seinem Menschen liegen – nicht auf Leckerlis. Diese werden nur sehr sparsam gegeben.
  • Motivation: Lob und Streicheleinheiten motivieren Ihren Hund. Anschreien, dubiose „Hilfsmittel“ wie Stachelhalsbänder oder gar Gewalt sind hingegen – auch in Gruppen mit älteren „Schülern“ – absolut fehl am Platz und ein Grund, die Welpenschule sofort zu verlassen. Die Lern-Einheit sollte immer mit einem Erfolgserlebnis enden.
  • Hundeplatz:  Ein Welpentraining findet im Idealfall auf einem umzäunten Grundstück statt. Positiv sind auch einige Möglichkeiten, den Hund an Alltagsgegenstände zu gewöhnen: Flatterbänder oder Spieltunnel, eine Vogelscheuche oder Hundespielzeug – ein abwechslungsreiches Repertoire bietet einige Vorteile für ein interessantes Training.
  • Ein gutes Gefühl: Sie und Ihr Vierbeiner sollen sich wohlfühlen. Ein wichtiges Indiz für eine gute Welpenschule: Ihr Hund freut sich sichtlich auf die Besuche!
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Geht’s denn auch ohne?

Insbesondere wenn Sie bereits hundeerfahren sind und zudem einen ganz unkomplizierten Vierbeiner an Ihrer Seite haben, ist der Besuch einer Welpen- und später der Hundeschule kein Pflichtprogramm. Welpen sollten allerdings unbedingt gut sozialisiert werden und in ihrer Jugend möglichst viele andere Hunde kennenlernen – gemeinsame Welpen-Trainings eignen sich hierfür hervorragend und auch die Besitzer lernen oft noch dazu. Auch für erfahrene Halter können Welpenschulen eine sehr bereichernde Erfahrung für das gesamte Zusammenleben mit ihrem Liebling sein

Noch ein Tipp zum Schluss: In Sachen Hundeerziehung werden Sie auf viele unterschiedliche Meinungen und Methoden stoßen, sobald Sie sich mit anderen darüber unterhalten oder einige Bücher zum Thema in die Hand nehmen. Die richtige Erziehungsmethode für sich und seinen Hund zu finden, ist unter all der Auswahl gar nicht so einfach, zumal es dabei zu zahlreichen Kontroversen unter Hundehaltern kommen kann. Tasten Sie sich, wenn Sie Ersthund-Besitzer sind, unbefangen an dieses Thema heran, lesen Sie sich ein und sprechen Sie mit Ihnen bekannten, erfahrenen Hundehaltern, um ein Gespür dafür zu finden, was zu Ihnen passt. In der Welpenschule können Sie neue Anregungen und guten Rat bekommen. Wechseln Sie jedoch nicht unreflektiert die Erziehungsmethoden, um Ihren Hund nicht zu verunsichern.

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