{"url":"https://www.zooplus.de/magazin/hund/hundeerziehung/hundeschule","title":"Hundeschule: Der richtige Weg zur guten Erziehung","mag_id":868,"is_single":true,"cat_name":"Hund","sub_cat_id":80,"sub_cat_name":"Hundeerziehung","cat_id":79}
Ihr Hund soll etwas lernen? Das müssen und wollen die meisten Hunde auch, nur auf die richtige Lernmethode kommt es dabei an. Der hundegerechte Umgang ist der Schlüssel zu einem harmonischen Zusammenleben zwischen Mensch und Tier.
In einer Hundeschule lernen Herrchen bzw. Frauchen und ihr Hund, durch professionelle Hilfe miteinander umzugehen und zu kommunizieren. Durch die Hundeerziehung soll der Hund das Ausführen verschiedener Kommandos erlernen. Gleichzeitig wird dem Hundehalter gezeigt, wie er dem Hund die Kommandos verständlich vermitteln kann.
Auch der Kontakt zu anderen Hunden spielt in der Hundeschule eine große Rolle. Schon im Welpenalter können sich die Jungtiere in sogenannten Welpenspielstunden kennenlernen und beschnuppern. Das wirkt sich positiv auf ihr Sozialverhalten aus – ein wichtiger Lernprozess, auch für die Zukunft.
Wann ist eine Hundeschule sinnvoll?
Der Besuch einer Hundeschule ist für so gut wie jeden Hund sinnvoll. Während die Welpenspielstunde für Hundekinder Teil der Sozialisierung sein kann, hilft der gemeinsame Besuch Junghunden und ihren Haltern durch die Pubertät. Ob Leinenpöbeln, Probleme beim Rückruf oder der Impulskontrolle: In der Hundeschule bekommen Hundebesitzer professionelle Unterstützung während der Flegelphase.
Erwachsene Hunde können durch den Besuch der Hundeschule lernen, neue, ungewohnte Situationen zu meistern. Haben sich im Laufe der Zeit Erziehungsfehler eingeschlichen, können diese unter Anleitung des Hundetrainers korrigiert werden. Wer zum ersten Mal einen Hund hält oder trotz Hundeerfahrung unsicher ist, sollte unbedingt eine Hundeschule aufsuchen. Hier lernen Sie, das Verhalten Ihres Gefährten richtig zu deuten und wie Sie ihn von Anfang an fair und konsequent erziehen.
Was spricht gegen den Besuch einer Hundeschule?
Ist der Hund sehr ängstlich oder sehr aggressiv, kann der Besuch einer Gruppenstunde für ihn (und für die anderen Hunde) zu stressig sein. Dann sind individuelle Übungsstunden beim Hundetrainer womöglich die bessere Wahl: Dieser kann dann stärker auf die Bedürfnisse des Tieres eingehen. Sie können zudem einen Hundepsychologen aufsuchen, um Verhaltensauffälligkeiten in den Griff zu bekommen.
Woran erkennt man eine gute Hundeschule?
Gute Hundetrainer arbeiten nicht nur mit der Stimme, sondern auch mit Sichtzeichen wie z.B. einer gesenkten Handfläche, die dem Hund „Platz“ signalisieren soll.
Der Ton macht die Musik: Beobachten Sie aufmerksam, wie der Trainer sowohl mit Ihnen als auch mit Ihrem Hund spricht. Ein strenges, deutliches Kommando ist zwar erlaubt, doch zu einem guten Training gehören auch lobende, freundliche Worte und natürlich eine Belohnung für den braven Hund.
Die Übungen sollten nicht nur auf dem Hundeübungsplatz, sondern auch in Alltagssituationen stattfinden.
In der Hundeschule werden Hunde erst ab einem Alter von ca. 9 Monaten aufgenommen, vorher kann die Welpenschule besucht werden. Nach oben hin gibt es beim Alter keine Grenzen.
Pausen sind wichtig, vor allem für junge Tiere. Eine Übungseinheit sollte nicht länger als eine Stunde dauern.
Falls Sie noch unsicher sind, ob eine Hundeschule das Richtige ist, nutzen Sie doch eine kostenlose Schnupperstunde oder schauen Sie einfach zu.
In der Hundeschule lernen Hunde andere Artgenossen kennen – das stärkt ihr Sozialverhalten.
Was ist noch zu beachten?
Trainieren Sie neu Gelerntes auch regelmäßig in einer anderen Umgebung!
Bei der Ausbildung und Erziehung ist es sehr wichtig, dem Wesen und Alter des Hundes entsprechend zu arbeiten. Beachten Sie, dass ängstliche und unsichere Hunde eventuell behutsamer erzogen werden müssen als stürmische, dominante oder gar aggressive Hunde.
Der Hund sollte jedem Familienmitglied gehorchen und nicht nur demjenigen, der mit ihm das Training absolviert. Hundeerziehung ist ein großes Stück Arbeit und verlangt von jedem Familienmitglied Konsequenz und Durchhaltevermögen.
Gewalt hat in der Hundeerziehung nichts verloren!
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Kurz und knapp: Die häufigsten Fragen zum Thema Hundeschule
Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund den Besuch in der Hundeschule.
Was ist eine Hundeschule?
In einer Hundeschule lernen Hund und Halter den richtigen Umgang miteinander kennen. Von den Grundkommandos über den Rückruf und die Leinenführigkeit bis hin zu entspannten Hundebegegnungen steht alles auf dem Stundenplan, was das tierische Team im Alltag wissen und können muss. Bei Verhaltensproblemen wie Trennungsangst oder starkem Jagdtrieb bieten die Trainer ebenfalls professionelle Hilfe.
Welche Methoden werden in der Hundeschule eingesetzt?
Moderne Hundeschulen arbeiten vor allem mit belohnungsbasierten Methoden wie der positiven Verstärkung. Das bedeutet: Der Hund bekommt z. B. ein Leckerli oder ein Lob, wenn er das gewünschte Verhalten zeigt. Unerwünschtes Verhalten wird durch eine größere Distanz zu den anderen Hunden, z. B. mithilfe einer Schleppleine, unterbunden. Hilfreich sind dabei kleine Gruppen, individuell angepasste Übungen und ein Trainer, der die Körpersprache und die Stresssignale der Hunde ernst nimmt.
Was ist besser: Hundeschule oder Erziehung zu Hause?
Am besten wird beides miteinander kombiniert: In der Hundeschule lernen Hund und Halter wichtige Elemente des Alltags- und Verhaltenstrainings kennen. Zu Hause werden die neuen Fertigkeiten durch regelmäßiges Üben gefestigt.
Was kostet eine Hundeschule?
Wie viel eine Trainingsstunde kostet, hängt stark vom Wohnort, von der Kursart und vom Trainer ab. Üblich sind ca. 100 bis 250 Euro pro Kursblock. Intensivkurse oder spezielle Problemberatung können deutlich darüber liegen.
Fazit: Für wen lohnt sich eine Hundeschule?
Für Anfänger ist der Besuch einer Hundeschule ratsam, um gemeinsam mit dem Vierbeiner den Grundgehorsam zu üben. Dieses wertvolle Alltagstraining bildet die Basis für eine vertrauensvolle Beziehung. Aber auch, wenn Sie schon Erfahrung mit Hunden haben, können Sie hin und wieder eine Hundeschule besuchen, um Ihr Wissen aufzufrischen und aktuell zu halten. Es kann also viele gute Gründe geben, eine Hundeschule aufzusuchen – man muss nicht damit warten, bis Probleme auftreten.
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