Arbeitshunde im Überblick : Auf vier Pfoten im Einsatz

arbeitshunde im überblick

Der Hund gilt als bester Freund des Menschen. Manche Hunde sind aber weitaus mehr als treue Begleiter an unserer Seite. Sie übernehmen wichtige Aufgaben und haben eine spezielle Ausbildung. Wir verraten Ihnen, wie Arbeitshunde uns unterstützen.

Assistenzhunde

Assistenzhunde für Menschen mit körperlichen Einschränkungen

Assistenzhunde leben an der Seite von Menschen mit körperlichen Einschränkungen und unterstützen diese in ihrem Alltag. Sie können zum Beispiel beim Einkaufen helfen, aber auch beim An- und Ausziehen. Sie betätigen Lichtschalter und öffnen Türen. Ihre Aufgaben richten sich danach, wo Hilfe benötigt wird. Ein Assistenzhund wird in der Regel für einen bestimmten Menschen ausgebildet. Die wohl bekanntesten Assistenzhunde sind Blindenführhunde. Nicht jeder Hund eignet sich als Assistenzhund. Passende Hunde werden bereits im Welpenalter ausgewählt und entsprechend früh ausgebildet. Die Ausbildungsdauer der Hunde variiert und ist abhängig davon, zu welchem Zweck sie ausgebildet werden.

Blindenführhunde

Blindenführhunde gehören zu den Assistenzhunden. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. definiert sie als „Mobilitätshilfe für blinde und hochgradig sehbehinderte Menschen“. Denn außerhalb ihrer gewohnten Umgebung ist es für Menschen, die nicht oder nicht ausreichend sehen können, sehr schwierig, sich zu orientieren. Hierbei helfen Blindenführhunde, die ihre Halter durch den Alltag begleiten. Blindenführhunde werden in der Regel nur nach Bedarf ausgebildet. Die Ausbildung des Hundes dauert je nach Ausbildungsstätte sechs bis neun Monate. Im Anschluss findet ein drei- bis vierwöchiger Einweisungslehrgang für den zukünftigen Hundeführer statt, bei dem Hund und Mensch lernen, sich zu vertrauen und miteinander umzugehen. Abschließend findet in der Regel eine Gespannprüfung statt, bei der Hund und Mensch beweisen müssen, dass sie zu einem Team geworden sind.

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Medizinische Warnhunde

Medizinische Warnhunde gehören zu den Assistenzhunden. Zu ihnen gehören zum Beispiel Diabetikerwarnhunde, die an der Seite von Diabetes-Patienten leben. Sie bemerken Blutzuckerschwankungen. Studien belegen, dass die Hunde auf eine verringerte Sauerstoffsättigung des Betroffenen reagieren. Diese ist durch eine veränderte Atmung für die sensiblen Hundeohren hörbar. Sinkt der Zuckerwert in lebensbedrohliche Bereiche, warnt der Hund seinen Halter rechtzeitig, sodass dieser entsprechend reagieren und Traubenzucker oder ähnliches zu sich nehmen kann. Aber auch Überzuckerungen werden angezeigt, sodass bei Bedarf Insulin gespritzt werden kann. Weiterhin werden Warnhunde zum Beispiel für Krankheiten wie Epilepsie oder Asthma eingesetzt. Die Ausbildungsdauer der Hunde variiert und ist abhängig davon, bei welcher Organisation und zu welchem Zweck sie ausgebildet werden.

Rettungshunde

Rettungshunde werden auch Suchhunde genannt. Sie sind für unterschiedliche Einsatzgebiete ausgebildet und haben eine Rettungshundeprüfung absolviert. Besonders bekannt sind Lawinenhunde und Katastrophenhunde, die in Trümmern nach Überlebenden suchen. Darüber hinaus gibt es zum Beispiel Flächensuchhunde, die weitläufiges Gelände absuchen oder Wasserhunde, die Vermisste in Gewässern aufspüren. Rettungshunde arbeiten immer im Team mit einem Hundeführer und können in Rettungshundestaffeln gemeinsam mit anderen Hunden eingesetzt werden. Rettungshunde sind normale Haushunde, die in Familien leben. Sowohl der Hund als auch der Halter werden für den jeweiligen Einsatzzweck ausgebildet. Die Ausbildung dauert etwa zwei bis drei Jahre und umfasst mehrere Prüfungen.

rettungshunde

Lawinenhunde

Lawinenhunde gehören zu den Rettungshunden. Sie werden eingesetzt, wenn Menschen von einer Schneelawine verschüttet werden. Obwohl es mittlerweile technische Geräte zur Ortung verschütteter Menschen gibt, sind die feinen Hundenasen immer noch am zuverlässigsten. Mit ihrem feinen Geruchsinn können die Hunde Menschen auch dann noch erschnüffeln, wenn diese unter vier Metern Schnee liegen. Lawinenhunde kommen in Schneegebieten zum Einsatz – je nach Einsatzort kann die Ausbildung variieren.

Diensthunde

Polizeihunde

Auch die Polizei setzt auf die Unterstützung von Hunden. Polizeihunde gehören zu den Diensthunden. Sie verfolgen Fährten und spüren zum Beispiel Beweismittel, Sprengstoff, Drogen oder Personen auf. Außerdem dienen die Hunde zum Schutz der Polizeibeamten. Für den Polizeidienst ist aber längst nicht jeder Hund geeignet. Von hundert Hunden schafft es durchschnittlich einer in den Polizeidienst. Geeignete Hunde durchlaufen eine spezielle Ausbildung und leben im Anschluss bei ihren Polizeihundeführer/innen. Die Ausbildung ist ab einem Jahr möglich und dauert ein bis drei Jahre.

Zollhunde

Zollhunde gehören genau wie Polizeihunde zu den Diensthunden. Sie unterstützen den Zoll bei der Arbeit und werden als Schutz- und Spürhunde eingesetzt. So spüren sie Waren auf, die unerlaubt über Landesgrenzen gebracht werden, zum Beispiel Drogen oder Zigaretten. Zollhunde werden von Zollhundeführern geführt und bundesweit in zwei Zollhundeschulen ausgebildet. Zollhundeführer und Hund gehen eine dienstliche und private Partnerschaft ein. Die Ausbildung des Teams dauert etwa 12 bis 18 Monate.

Polizeihunde

Weitere Arbeitshunde

Hüte-, Herdenschutz- und Hirtenhunde

Hütehunde werden eingesetzt, um Nutztiere, zum Beispiel Schafe oder Kühe, zu hüten. Sie sorgen dafür, dass die einzelnen Tiere als Herde zusammenbleiben. Denn in der Herde sind die Einzeltiere besser vor natürlichen Angreifern, wie Bären oder Wölfen, geschützt. Hunde, die solche Angreifer abwehren, werden Herdenschutzhunde genannt. Hütehunde sind meistens klein und wendig und zur Abwehr weniger geeignet. Hunde, die sowohl zum Hüten als auch zum Schutz eingesetzt werden können, nennt man Hirtenhunde. Hunde, die in der Nutztierhaltung eingesetzt werden, leben an der Seite von Landwirten. Für diese gibt es spezielle Seminare, die ihnen das nötige Fachwissen vermitteln, um die Hunde ihren Anforderungen entsprechend auszubilden.

Wachhunde

Wachhunde bewachen ein vorgegebenes Revier, dies kann ein Haus, ein Grundstück oder aber auch eine Weide mit Tieren sein. Ihr Einsatzgebiet ist meistens eingezäunt – je nachdem zeigt der Wachhund Eindringlinge durch Bellen an oder reagiert mit Verteidigung bzw. Angriff. Ihre Aufgabe erfüllen Wachhunde in der Regel allein, ohne dass permanent ein Mensch dabei ist. Wachhunde sollen übrigens in erster Linie zur Abschreckung dienen und durch Bellen unbefugtes Eindringen in ihr Revier zu melden. Die Ausbildung ist nicht einheitlich geregelt. Wichtig ist: Hund und Halter sollten mit einem professionellen Trainer zusammenarbeiten. Das private Abrichten auf Personen ist in Deutschland übrigens verboten.

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