Mit dem typischen „Downface“, dem eiförmigen Kopf und dem entschlossenen Ausdruck ist der Miniature Bull Terrier das verkleinerte Abbild des Standard Bull Terriers. Früh sozialisiert und konsequent erzogen erweist sich der Kleine als ausgeglichener und treuer Familienhund, der sich auch mit Kindern und Katzen gut versteht.
Der Miniature Bull Terrier hat seinen ganz „eigenen Kopf“ – und zwar nicht nur hinsichtlich seines Wesens: Die Kopfform mit dem eiförmigen „Downface“ ist in der Hundewelt einzigartig. Diese divergierenden Kopflinien, bei denen Stirn und Nase eine gerade Linie bilden, sind ein typisches Erkennungsmerkmal für Standard Bull Terrier und Miniature Bull Terrier.
Wie groß und schwer wird ein Miniature Bull Terrier?
Mit seinem „großen Bruder“ teilt der Mini auch den muskulösen und kompakten Körperbau. Anders als beim Bull Terrier, bei dem der Rassestandard weder Gewicht noch Größe vorgibt, wird beim Miniature eine maximale Widerristhöhe von 35,5 Zentimetern gefordert.
Vorgaben zum Gewicht gibt es aber auch bei ihm nicht. So schreibt der Standard lediglich vor, dass das Gewicht in einem ausgewogenen Verhältnis zur Körpergröße stehen sollte. Die geforderte „maximale Substanz“ des Miniature Bull Terriers ist keineswegs mit Übergewicht zu verwechseln.
Welche Farbvariationen gibt es bei dieser Hunderasse?
Das kurze, glatte und dicht anliegende Haarkleid des Mini Bullis betont seine harmonischen Proportionen. Farblich präsentiert er sich äußerst vielfältig – ein Indiz dafür, dass die Rasse zunächst ausschließlich in Bezug auf ihre Arbeitsfähigkeit als Ratten- und Mäusejäger gezüchtet wurde und weniger unter optischen Gesichtspunkten.
Heute gibt es reinweiße, schwarze, rote, rehbraune oder gestromte Rassevertreter. Auch zwei- oder dreifarbige Exemplare sind zugelassen, wobei dabei die Grundfarbe vorherrschend sein sollte. Bei weißen Hunden sind lediglich Flecken am Kopf zugelassen, eine Sprenkelung im übrigen Fell ist unerwünscht, genauso wie eine blaue oder leberbraune Färbung.
Wesen: Wie ist der Charakter eines Miniature Bull Terriers?
Wenngleich er seit fast 150 Jahren als eigenständige Rasse gezüchtet wird, sehen viele Menschen in diesem Vierbeiner nur eine Mini-Ausgabe des Standard Bull Terriers. Kein Wunder, dass der Kleine zuweilen mit dem schlechten Ruf seines großen Bruders als „beißwütiger Kampfhund“ zu kämpfen hat.
Doch wirft man einen genaueren Blick auf das Wesen beider Rassen, so zeigt sich ein ganz anderes Bild: Trotz seines mutigen und temperamentvollen Wesens erweist sich der Miniature Bull Terrier als überaus ausgeglichen, menschenfreundlich und verspielt.
Ist der Mini Bulli kinderfreundlich?
Im Umgang mit Kindern ist dieser Rassehund gutmütig und diszipliniert. Er besitzt eine extrem hohe Reizschwelle und lässt sich selbst von einer lärmenden Kinderschar nicht aus der Ruhe bringen. Das heißt nicht, dass er nur lethargisch in seinem Körbchen liegen würde – im Gegenteil, zum Toben und Spielen ist der Mini-Bull Terrier jederzeit bereit.
Wie aktiv ist dieser Vierbeiner?
Immer auf der Suche nach neuen Abenteuern, folgt der Miniature Bull Terrier seinen Menschen mit Begeisterung raus in die Natur. Auch wenn aus ihm nie ein Spitzensportler wird, liebt er ausgiebige Spaziergänge, abwechslungsreiche Wege, spannende Spiele und albernes Herumtollen.
Genauso leidenschaftlich wie er sich der gemeinsamen Aktivität und der Bewegung widmet, genauso genießt er auch das Faulenzen und Schmusen mit seiner Familie. Auf der Suche nach Zuwendung und Aufmerksamkeit folgt der kleine Hund seinem Herrchen überall hin.
Wie viel Erziehung braucht der Miniature Bull Terrier?
Trotz enger Verbundenheit zu seiner Familie hat der Miniature Bull Terrier durchaus seinen eigenen Kopf. Unterwürfigkeit und blinden Gehorsam darf man von dieser manchmal recht eigensinnigen Persönlichkeit nicht erwarten.
Halter eines Miniature Bull Terriers sollten über ausreichend Erfahrung im Umgang mit Hunden verfügen. Damit sich das liebenswürdige und umgängliche Wesen dieser Rassehunde voll entfalten kann, ist eine konsequente Erziehung von Welpenbeinen an unabdingbar.
Miniature Bull Terrier brauchen einen verlässlichen Rudelführer, der ihnen klar ihre Position zeigt und dem sie bedingungslos folgen können. Unsicherheit oder falsch verstandene Tierliebe kann bei den recht eigensinnigen Vierbeinern zu unerwünschten Verhaltensweisen führen.
Gut zu wissen: Als Bull Terrier besitzt auch der Mini ein recht feuriges Temperament, das bei falscher Haltung in aggressives Verhalten umschlagen kann.
Im Vergleich zum Standard Bull Terrier ist der Mini kompakter.
Haltung und Pflege: Was braucht der Mini Bull Terrier?
Die Pflege des Miniature Bull Terriers gestaltet sich dank des kurzen, glatten Fells als wenig aufwendig. Um den Glanz des dichten Haarkleids zu erhalten, reicht es aus, den Mini einmal pro Woche zu bürsten. Neben der wöchentlichen Fellpflege sollten regelmäßige Kontrollen von Ohren, Krallen und Zähnen auf dem Pflegeprogramm stehen.
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Langes Alleinsein verträgt dieser anhängliche Vierbeiner nicht gut. Er ist so stark auf seine Menschen fixiert, dass er auf Missachtung oder gar Zurückweisung häufig depressiv oder sogar aggressiv reagiert.
Wer darüber nachdenkt, sich einen Miniature Bull Terrier ins Haus zu holen, sollte sich bewusst sein, dass die Haltung dieses Rassehundes zeitintensiv ist. Aus Liebe zu Ihrem Mini sollten Sie sicherstellen, dass Ihr Hund mindestens sechs bis sieben Stunden pro Tag mit Ihnen zusammen sein kann.
Menschen, die in Vollzeit arbeiten und die meisten Stunden des Tages im Büro verbringen, kommen als Besitzer daher nicht infrage.
Sport und Bewegung: Wie viel Auslauf braucht ein Miniature Bull Terrier?
Um den Miniature zuhause als ausgeglichenen Hund zu erleben, muss er körperlich wie geistig ausgelastet sein. Abwechslungsreiche Spaziergänge, Hundesport wie Agility oder Obedience und ein großes Spielangebot sind gut geeignet, um die Energie Ihres temperamentvollen Hundes in die richtigen Bahnen zu lenken.
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Gesundheit: Welche Krankheiten haben Miniatur Bullterrier?
Der Miniature Bull Terrier gehört zu den seltenen Hunderassen. Hinsichtlich seiner Gesundheit ist diese Tatsache vermutlich als Vorteil anzusehen: Im Gegensatz zum Standard Bulli, der rassebedingt zu Nabelbruch, Herz-, Kreislauferkrankungen sowie zu Nieren- und Gelenkproblemen neigt, gilt der Miniature Bull Terrier als etwas robuster.
Trotzdem müssen Züchter gesundheitliche Risiken streng kontrollieren, um Qualzucht zu vermeiden. Wenn Sie sich für einen Welpen von einem Züchter entscheiden, sollten Sie sich unbedingt die Testergebnisse der Gesundheitsprüfungen vorlegen lassen. Dazu gehören Auskünfte über die Gesundheit des Herzens, der Augen, der Nieren, der Kniescheibe (Patella) und insbesondere der Hörfähigkeit von Elterntieren und Nachkommen.
Taubheit bei reinweißen Hunden
Wem die Gesundheit seines Minis wichtiger ist als die Farbe, sollte vom Kauf eines reinweißen Welpen lieber Abstand nehmen. Denn die reine weiße Farbe bei Hunden beruht in der Regel auf einem Gendefekt, der zu Taubheit führen kann.
Wie hoch ist die Lebenserwartung eines Miniature Bullterriers?
Ein Hund aus gewissenhafter Zucht kann bei artgerechter Haltung ein Alter von zwölf bis 14 Jahren erreichen.
Was ist bei der Ernährung des Miniature Bull Terriers wichtig?
Mit einer artgerechten Haltung und ausgewogener Ernährung tragen Sie zum Wohlbefinden Ihres Vierbeiners bei. Bedenken Sie bei der Fütterung, dass die Rasse leicht zu Übergewicht neigt.
Erfahren Sie mehr über das Thema Hundeernährung und welche Ernährungsform zu Ihrem Vierbeiner passt in unseren Ratgebern:
Genau wie der große Bull Terrier entstand auch der Mini Bulli im 18. und 19. Jahrhundert in England aus Bulldoggen und Terriern. Trotzdem ist der Mini keineswegs nur ein „Abklatsch“ des Standard Bull Terriers: Der Miniature Bull Terrier, der auch als Toy Bull Terrier bekannt ist, wird bereits seit über 150 Jahren eigenständig gezüchtet, wenngleich beide Rassen immer mal wieder miteinander verpaart wurden, besonders in den schwierigen Jahren nach dem Ersten Weltkrieg.
Jäger, Kämpfer und Begleiter
Zunächst züchtete man den Miniature Bull Terrier für die Jagd auf Ratten, Mäuse und Marder oder als tüchtigen und freundlichen Begleithund. In den Industrievierteln Englands wurde er allerdings wie sein Bruder für blutige Hundekämpfe eingesetzt.
In dieser Zeit gab es verschiedene Varianten dieser Hunde, die wenig mit dem heutigen Aussehen der Rasse gemein hatten. Die charakteristische, langgezogene und konvexe Schnauze und der eiförmige Kopf entwickelten sich erst in der späteren Zucht, vor allem durch den englischen Tierhändler James Hinks. Ein Exemplar, das diese typischen Merkmale erstmals aufwies, wurde 1862 ausgestellt.
Hochs und Tiefs in der Mini-Bulli-Zucht
Besonders im Ersten Weltkrieg sank die Zahl der Rassevertreter rapide. 1918 wurde die Rasse aus dem Kennel Club Register entfernt und war zu 98 Prozent ausgestorben. Die letzten Miniatures wurden als Standard Bull Terrier gelistet und mit den kleinsten Exemplaren dieser Rasse verpaart.
Eine Gruppe englischer Züchter um Colonel Richard Glyn gründete 1938 den Miniature Bull Terrier Club und erreichte bald darauf eine erneute Rassenanerkennung. Die endgültige Anerkennung durch die Fédération Cynologique Internationale (FCI) erfolgte jedoch erst 2011.
Mini Bull Terrier kaufen: Wo finde ich den kleinen Bulli?
Sie möchten einen Mini Bull Terrier Welpen kaufen oder adoptieren? Bei Verbänden wie dem VDH können Sie sich nach seriösen Züchtern erkundigen und sich über aktuelle Würfe informieren. Oder Sie suchen nach einem Mini Bull Terrier im Tierheim.
In unseren Ratgebern finden Sie wichtige Punkte, die vor der Anschaffung zu bedenken sind:
Fazit zum Zwerg-Bullterrier: Freundlicher Begleiter für Hundekenner
Wenn er ausreichend Bewegung bekommt und vor allem viel Aufmerksamkeit erfährt, wird der Miniature Bull Terrier Ihnen bereitwillig folgen und Ihnen das Gefühl geben, dass Sie der tollste Mensch auf dieser Welt sind. Überschwängliche Liebesbeweise und begeistertes Bellen inklusive.
Kurz und knapp: Die häufigsten Fragen zum Miniature Bull Terrier
Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um den Jäger aus den USA:
Was ist der Unterschied zwischen Miniatur Bullterrier und Bullterrier?
Der Unterschied zwischen beiden Rassen besteht hauptsächlich in der Größe. Minis sollen maximal eine Widerristhöhe von 35,5 Zentimetern erreichen, während bei Standard-Bullis keine Grenze vorgesehen ist.
Ist der Miniatur Bull Terrier ein Listenhund?
Der Mini Bulli gilt in Deutschland nicht als Listenhund, im Gegensatz zum größeren Bull Terrier. Allerdings kann der Miniatur Bulli als gefährlich gelten. Es ist wichtig, sich vor der Anschaffung rund um die Besonderheiten der Rasse zu informieren und viel Wert auf gute Erziehung zu legen.
Ist diese Rasse für die Wohnung geeignet?
Wenn Sie ihm ab und zu etwas bieten, werden Sie den Miniature Bull Terrier als einen sehr anpassungsfähigen Hund erleben, der sich Ihrem Tempo und Ihren Lebensbedingungen schnell anpasst. So fühlt er sich in einer kleinen Wohnung genauso wohl wie in einem großen Haus mit Garten.
Steckbrief zum Miniature Bull Terrier
Besonderheiten:
Der Miniature Bull Terrier ist ein Standard-Bulli im Kleinformat, der bei guter Erziehung ein anhänglicher, familienfreundlicher Hund ist.
Das „bunte Schoßhündchen“ aus Russland, wie der Name übersetzt lautet, erfreut sich auch außerhalb seines Heimatlandes wachsender Beliebtheit. Kein Wunder, denn schließlich ist der Bolonka Zwetna ein richtiger kleiner Sonnenschein, der mit seinem fröhlichen und unkomplizierten Charakter seinen Besitzern viel Freude bereitet.
Leichtführig, menschenfreundlich und belastbar: Der mittelgroße Labrador Retriever ist als Familienhund überaus beliebt. Als ursprünglicher Arbeitshund möchte er aber auch körperlich und geistig gefordert werden.
Der Zwergspitz beeindruckt nicht mit Größe, dafür aber mit Freundlichkeit, Selbstbewusstsein und Energie. Kein Wunder also, dass immer mehr Vierbeiner dieser Spitz-Variante die Herzen zahlreicher Hundefreunde erobern. Erfahren Sie im zooplus Magazin alles über den Pomeranian.