Agility mit dem Hund: Voraussetzungen, Geräte und Tipps

In Zusammenarbeit mit Pedigree
golden retriever hund beim agility training

Hundesport hält Ihren Vierbeiner sowohl körperlich als auch geistig fit.

Bloße Spaziergänge sind Ihnen und Ihrem Hund auf Dauer zu langweilig? Dann ist Agility mit dem Hund vielleicht genau das Richtige! Es handelt sich um einen modernen Hundesport, der zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Mensch und Hund beiträgt und sich gerade im Sommer besonders gut im Freien durchführen lässt.

Was ist Agility?

Agility ist eine beliebte Hundesportart, bei der es um das fehlerfreie Absolvieren eines Hindernis-Parcours in einer bestimmten Zeit geht. Dabei kommen weder Leine noch Halsband zum Einsatz.

Ursprünglich als Pausenfüller bei der Crufts Dog Show entwickelt, trat die neue Sportart einen Siegeszug über die ganze Welt an. Mittlerweile gibt es neben kleineren Vereinswettbewerben sogar Landes- und Bundesmeisterschaften!

Schon gewusst?
Das Wort Agility hat seinen Ursprung im Englischen und heißt auf Deutsch „Beweglichkeit“.

Was kann der Hund dabei lernen?

Beim Agility-Training mit dem Hund geht es vor allem um den Spaß und die gemeinsame sportliche Aktivität von Hund und Herrchen. Zusätzlich stärkt diese Sportart das Vertrauen zwischen Hund und Halter. Außerdem wird die Kommunikation mit dem Hund über die Körpersprache verbessert.

Denn nach Regelwerk durchläuft der Hund den Parcours ohne Halsband oder Leine. Das Herrchen oder Frauchen darf seinen Liebling nur über Sprachsignale sowie Körpersprache lenken. Berührungen sind nicht erlaubt.

Voraussetzungen für Agility mit dem Hund

Es wird ein hohes Geschick von Hund und Herrchen vorausgesetzt, da die Hürden denkbar vielfältig sind. Weiterhin sollte sich Ihr Hund in einem guten gesundheitlichen Zustand befinden, damit sich Krankheiten durch den Hundesport nicht verschlimmern.

Ab wann kann man mit Agility anfangen?

Viele Besitzer fragen sich, ab welchem Alter man mit dem Hund das Training beginnen kann. Wichtig ist hier, dass das Wachstum des Hundes überwiegend abgeschlossen ist. Sobald Ihr Hund 18 Monate alt ist, kann er auch an offiziellen Turnieren des Verbandes für das Deutsche Hundewesen (VDH) teilnehmen.

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Welche Hunde eignen sich für Agility?

Gerade enorm lauffreudige Hunderassen wie beispielsweise die Siberian Huskys lieben den Bewegungssport. Natürlich dürfen auch alle anderen Hunderassen teilnehmen.

Im Grunde eignet sich jeder Hund, der Spaß an neuen Herausforderungen hat. Denn es handelt sich um keinen rein zweckorientierten Sport. Primär geht es um den Spaßfaktor und die Abwechslung.

Das setzt natürlich auch Interesse von Seiten des vierbeinigen Freundes voraus. Ist der Hund partout nicht zu begeistern, bringt auch Ehrgeiz von Seiten des Herrchens nichts.

Was braucht man alles für Agility?

Es gibt eine Vielzahl an Geräten: Von Tunneln über Wippen, über Reifen und Slalomstangen bis hin zu Schubkarren ist alles dabei.

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Ist Agility gesund für den Hund?

Agility ist ein gesundes Fitnesstraining, das den Hund körperlich und geistig herausfordert. Er lernt, im Slalom durch Stangen zu laufen, über Hürden zu springen und andere Hindernisse wie Wippen und Tunnel zu überwinden.

All dies erfordert eine Menge Konzentration, Wendigkeit und Koordinationsfähigkeit. Für Hunde, die ansonsten viel Zeit in der Wohnung verbringen, ist Agility eine tolle Möglichkeit, um sich artgerecht auszupowern.

Gleichzeitig stärkt das gemeinsame Training die Bindung zwischen Hund und Halter. Der Vierbeiner wird mithilfe von Gesten und verbalen Kommandos durch den Parcours geführt, was Vertrauen und eine gute Mensch-Tier-Kommunikation voraussetzt. Dadurch wird auch die Gehorsamkeit trainiert, was Agility zu einem Hundesport mit erzieherischer Komponente macht.

Wann Agility nicht empfehlenswert ist

Es gibt Rassen, die aufgrund ihrer individuellen Eigenschaften nicht für Agility infrage kommen. Das sind in erster Linie große, schwere Hunde wie der Neufundländer oder der Bernhardiner. Für sie ist die körperliche Belastung beim Agility zu hoch.

Auch kleine Hunde mit langem Rücken wie Dackel und Basset Hounds sollten lieber einen anderen, schonenderen Hundesport ausüben.

Ein weiteres Ausschlusskriterium sind Gelenkerkrankungen wie Hüftdysplasie: Für Hunde mit diesem Leiden ist Agility nicht gesund. Im Zweifel sollten Sie den Tierarzt zurate ziehen, bevor Sie mit dem Training beginnen.

Wie fängt man mit Agility an?

Bevor Ihr Hund wieselflink durch einen Agility-Parcours flitzen kann, muss er die einzelnen Stationen kennenlernen. Zu Anfang können Sie statt professioneller Agility-Geräte mit einfachen Gegenständen aus Haus und Garten arbeiten.

Aus stabilen Kartons und einem Besenstiel entsteht beispielsweise eine Hürde. Eine kleine Slalomstrecke können Sie aus mit Sand gefüllten Glasflaschen aufbauen. Achten Sie jedoch darauf, dass sich der Hund an den selbstgebauten Hindernissen nicht verletzen kann.

Nun gilt es, dem Hund die notwendigen Kommandos beizubringen. Mit „Vor“ wird der Vierbeiner beispielsweise durch die vor ihm liegenden Hindernisse geschickt. „Weg“ fordert zum Richtungswechsel auf, während „Voran“ ein Kommando für mehr Tempo ist.

Damit Ihr Hund diese Befehle sicher erlernen kann, sollte er die Grundkommandos bereits beherrschen. Nach jeder Trainingseinheit gibt es natürlich viel Lob und das eine oder andere Leckerli als Belohnung.

hund läuft über steg beim agility
Auch Stege können Teil eines abwechslungsreichen Agility-Parcours sein.

Einfache Agility-Übungen zum Ausprobieren

Sobald der Hund die ersten Agility-Geräte kennengelernt hat, können diese zu einem kleinen Parcours kombiniert werden. Dabei ist es wichtig, den Aufbau immer wieder zu variieren. Ansonsten gewöhnt sich das Tier an den Weg durch die Hindernisse. In diesem Fall würde der Hund nur einen einstudierten Bewegungsablauf abrufen, statt sein Köpfchen zu benutzen.

Folgende Basisübungen sind für Anfänger gut geeignet:

  • Tunnel: Zunächst wird der Tunnel ganz zusammengeschoben und der Hund mit einem Leckerli hindurch gelockt. Nach und nach kann der Tunnel weiter aufgezogen werden. Mit dem Kommando „Durch“ wird der Vierbeiner durch den Tunnel geschickt.
  • Hürdenlauf: Stellen Sie zwei Hürden mit einigem Abstand hintereinander auf. Gemeinsam mit Ihrem Hund springen Sie darüber und motivieren Ihr Tier so für das gemeinsame Spiel. Sobald der Hund verstanden hat, was sein Mensch von ihm möchte, können Sie sich neben das Hindernis stellen und ihn zum Springen auffordern.
  • Balancieren: Während der Gassirunde können Sie Ihren Hund über einen umgestürzten Baum laufen lassen. Alternativ können Sie im Garten einen Steg aus Holzbrettern aufbauen und Ihren Vierbeiner mithilfe eines Leckerlis darauf entlang führen.

Agility für Fortgeschrittene

Wenn Sie mit Ihrem Liebling ein wenig geübt haben und dieser sichtlich Freude am gemeinsamen Training hat, können Sie an Agility-Turnieren teilnehmen. Inzwischen zählt Agility zu den beliebtesten Hundesportarten. Jedes Jahr wird eine Vielzahl an Wettbewerben ausgetragen, darunter zum Beispiel Junioren-, Europa- und Weltmeisterschaften.

Teilnahme an Agility-Wettbewerben

Bei einem Agility-Turnier muss der Hund den Parcours möglichst schnell und fehlerfrei durchlaufen. Zusammengestellt werden die Hindernisse vom amtierenden Richter. Dabei liegen die Regeln der FCI-Prüfungsordnung zugrunde.

Allerdings kann der bewertende Richter selbst entscheiden, wie die Abfolge der Geräte aussehen soll. So entsteht eine kreative Wettbewerbsstrecke und damit eine immer neue Herausforderung für die vierbeinigen Teilnehmer.

Die Wettkampfordnung schreibt vor, was als Fehler gewertet wird. Dazu zählt zum Beispiel das Springen von Wippe oder Tisch, bevor das Hindernis vollständig überwunden ist. Für jeden Fehler gibt es Strafpunkte. Ziel ist es, den Hund die verschiedenen Geräte in der festgelegten Reihenfolge und in der vorgegebenen Zeit meistern zu lassen. Trotz des Wettbewerbscharakters sollte selbstverständlich der Spaß jederzeit im Vordergrund stehen.

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