Tschechoslowakischer Wolfshund

Tschechoslowakischer Wolfshund

Die Rasse des Tschechoslowakischen Wolfshundes stammt aus Kreuzungsversuchen zwischen Deutschen Schäferhunden mit Wölfen. Dem Ursprung aller Hunde ist der Wolfshund damit näher als andere Hunderassen. Mit seinem wolfsähnlichen Aussehen und Verhalten gehört er unbedingt in die Hände eines erfahrenen Rudelführers.

Eigenschaften

Das enge Verwandtschaftsverhältnis zum Wolf ist diesem Rassehund in vielerlei Hinsicht anzumerken. Einerseits das wolfstypische Distanzverhalten zu allem Neuen und Unbekannten, verbunden mit einem angeborenen Fluchtinstinkt, sowie andererseits das ausgeprägte Jagdverhalten, das stets von großem Mut und Unerschrockenheit zeugt, zeichnen den Tschechoslowakischen Wolfshund bis in die heutige Generation aus.

„Böser Wolf“ oder treuer Gefährte?

Vor allem seine enorme Reaktionsgeschwindigkeit, seine extreme Leistungsfähigkeit und sein guter Spür- und Orientierungssinn prädestinieren ihn geradezu für die Arbeit als Diensthund des Militärs und der Polizei.  Der Wunsch der tschechoslowakischen Armee nach besonders scharfen und ursprünglichen Arbeits- und Gebrauchshunden stand somit auch am Beginn der ersten Zuchtversuche. Der Wolfshund sollte die guten Eigenschaften des Deutschen Schäferhundes mit den Wesensmerkmalen des Wolfes in sich vereinen und zu einem besseren und leistungsfähigeren Grenzhund werden als die bis dato eingesetzten Deutschen Schäferhunde. Die Armee erhoffte sich neue Stärke durch den Hund, der dem Wolf so ähnlich wie möglich sein sollte. Doch der „böse Wolf“ kam nur in wenigen Exemplaren wirklich zum Vorschein. Als problematisch und letztlich „dienstuntauglich“ stellte sich vor allem die große Scheu und Schreckhaftigkeit der Hybridhunde heraus.

Ausgeprägtes Rudelverhalten

Ein gesundes Misstrauen und eine gewisse Reserviertheit ist heute zwar laut FCI-Standard ausdrücklich erwünscht, doch durch eine verantwortungsvolle Zucht, einer konsequenten Erziehung und umfassenden Sozialisierung gelingt es, diese Wesensmerkmale in positive und geselllschaftstaugliche Bahnen zu lenken. Unter den genannten Voraussetzungen kann sich der Tschechoslowakische Wolfshund zu einem furchtlosen Gefährten entwickeln, der sich in der Ausbildung als sehr gelehrig und folgsam erweist. Seine treue Ergebenheit zu seinem Herrn, die ebenfalls stark an das ausgeprägte Rudelverhalten des Wolfes erinnert, stellt sich dabei als sehr hilfreich heraus. Seine überdurchschnittliche Intelligenz macht ihn selbst bei anspruchsvollen Übungen zu einem dankbaren und guten Schüler – sofern er diese als sinnvoll betrachtet. Denn der intelligente Rassehund ist durchaus in der Lage, die ihm gegeben Aufgaben kritisch zu hinterfragen.

Für wen ist der Tschechoslowakischen Wolfshund geeignet?

Es braucht sicherlich ein hohes Maß an Erfahrung, Geduld und Einfühlungsvermögen, um diesem temperamentvollen Wolfshund die geeignete Ausbildung und Beschäftigung zu bieten, die er benötigt. Nur erfahrenen Hundebesitzern wird es gelingen, auf seine besonderen Bedürfnisse einzugehen und ihn unter Berücksichtigung seiner speziellen Ansprüche zu einem gesellschaftsfähigen Hund auszubilden. Entsprechend seiner Natur muss dieser Hund körperlich und geistig ausgiebig ausgelastet werden, um ihn zu einem ausgeglichenen und zufriedenen Begleiter heranzuziehen.

Ist ein Einsatz als Familienhund denkbar?

Ebenso wichtig wie viel Bewegung und Beschäftigung sowie eine konsequente und liebevolle Erziehung, ist eine behutsame und vor allem früh einsetzende Sozialisierung, die dem naturgemäß scheuen Hund die Angst vor fremden Menschen, Tieren und Situationen nimmt und ihn auf ein Leben in unserer Gesellschaft umfassend vorbereitet. Entsprechend ausgebildet und sozialisiert ist der Einsatz des Tschechoslowakischen Wolfshundes als Familienhund möglich. Besonders im Umgang mit Kindern kommt die geduldige und liebevolle Seite dieses ungemein treuen – wenngleich auch ungemein anspruchsvollen – Vierbeiners zum Vorschein.

Erscheinungsbild

Das Misstrauen, dass der Tschechoslowakische Wolfshund fremden Menschen entgegenbringt, könnte bei manchen Begegnungen auf Gegenseitigkeit beruhen – denn das Märchen vom „bösen Wolf“ ist bei vielen Menschen immer noch fest im Gedächtnis verankert. Selbst als treuer Begleithund ist ihm seine enge Verwandtschaft mit dem Wolf nicht abzusprechen. Der Wolf in ihm ist ebenso in seinem Körperbau, seiner keilförmigen Kopfform erkennbar wie in seiner gräulichen Behaarung, der hellen Maske und seiner kräftigen Bemuskelung, die ihn extrem reaktionsschnell und wendig bewegen lässt.

Elegantes Kraftpaket mit dickem Fell

Sein ganzer Körper erscheint kraftvoll und elegant. Das robuste und witterungsbeständige Stockhaar weist eine gelbgraue bis silbergraue Färbung auf, auch eine dunkelgraue Färbung ist zuweilen möglich. Charakteristisch bei allen Farbvarianten ist die helle Maske, die ebenso wie die weißen Abzeichen an Brust und Halsansatz, deutlich hervorsticht. Eine Besonderheit, die er ebenfalls mit dem Wolf teilt, ist die jahreszeitliche Anpassung des Fells, die ihm ein sehr unterschiedliches Winter- und Sommerhaar beschert. Im Winter bedeckt mächtige Unterwolle seinen gesamten Körper, die gemeinsam mit dem Deckhaar eine dichte Behaarung bildet und die von der Ohrmuschel, über den Bauch bis hin zu den Zehen reicht.

Tschechoslowakischer Wolfshund welpe

Sprechen Sie die Wolfssprache?

Der Kopf des Tschechoslowakischen Wolfshundes, der ein typisches Geschlechtsgepräge besitzt, also Rüden und Hündinnen deutlich voneinander unterscheidet, zeigt eine leicht gewölbte Stirn mit nur mäßig ausgeprägten Stop. Die schmalen, schräg angesetzten und in der Regel bernsteinfarbenen Augen verleihen dem Wolfshund seinen typisch intensiven Ausdruck. Seine dreieckigen Stehohren sind mittelgroß und verraten ebenso das Wolfserbe wie sein großes Repertoire an Körpersprache. So ist er in der Lage sich auf vielfältige Weise mimisch und gestisch auszudrücken. Wem es gelingt, diese Sprache zu erlernen, kann mit dem intelligenten und vielseitigen Vierbeiner buchstäblich kommunizieren. Beim Bellen ist er hingegen sehr zurückhaltend – nur sein wolfsartiges Heulen könnte die Toleranz Ihres Nachbarns auf eine harte Probe stellen.

Geschichte

Die Geschichte dieses interessanten Rassehundes geht auf einen sehr gewagten biologischen Versuch Mitte der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurück. In der damaligen ČSSR kreuzte der Biologe Karel Hartl Deutsche Schäferhunde mit Karpatenwölfe. Den Auftrag dazu gab ihm die Armee, die ursprünglichere Diensthunde suchte, die den extremen Witterungsbedingungen der hohen tschechoslowakischen Grenzgebiete besser angepasst waren und eine besondere Schärfe besitzen sollten. Für Hartl, der mit seinen Versuchen zunächst nicht beabsichtigte eine neue offizielle Hunderasse zu erschaffen, stand vor allem das wissenschaftliche Interesse im Vordergrund und die aus den Versuchen resultierenden Erkenntnisse über Fruchtbarkeit und anatomische Eigenheiten der beiden Individuen.

Wölfin und Urmutter Brita

In Einrichtungen des Grenzschutzes der ČSR sollten die Kreuzungsversuche zwischen den 24 sorgsam ausgewählten Schäferhunden und den vier Karpatenwölfen stattfinden. Bis zum ersten Wurf am 26. Mai 1958 vergingen drei mühsame Jahre. Die Wölfin Brita – heute die Urmutter des Tschechoslowakischen Wolfshundes – hatte das Decken bis dahin verweigert und alle ausgesuchten Deckrüden verletzt. Zur Paarung kam es erst, als der aggressive und extrem dominante Schäferhundrüde Cézar z Březového háje per Zufall in das Gehege der Wölfin gelangte.

Dienstuntaugliche Wolfs-Hund-Mischlinge

Die Wolfs-Hund-Hybriden der ersten Generation verpaarte Hartl weiter mit Deutschen Schäferhunden und entwickelte im Verlauf der Jahre vier Zuchtlinien, in die er auch immer wieder Wolfs-Hund-Mischlinge einkreuzte. Die letzte Wolfseinkreuzung erfolgte 1983.

Zwar ließ sich schon bei der ersten Generation eine gewisse Erziehbarkeit feststellen, doch für den Einsatz bei der Armee waren die Hybriden noch zu scheu und zu aggressiv. Erst ab etwa der fünften Generation konnten ein paar Hunde als Diensthunde verwendet werden, allerdings nur nach einer umfassenden und frühen Sozialisation, durch die sie sich eng an den Menschen banden. Der Armee war dieser Aufwand wohl zu groß – von ihrem Wunsch nach einer neuen Diensthunderasse nahm sie jedenfalls Abstand. 1971 kam die Zucht des Tschechoslowakischen Wolfshundes damit fast zum Erliegen. Viele Wolf-Hund-Hybriden wurden in Folge dieses Rücktritts getötet.

Der Weg zur Anerkennung der Hunderasse

Nachdem die Armee als Auftraggeber zurückgetreten war, lag die Zucht des Wolfshundes lange brach. Erst zehn Jahre später, gründeten interessierte Züchter und Kynologen 1982 den „Klub für Tschechoslowakischen Wolfshunde“ und nahmen damit die Zuchtbemühungen wieder auf. Der kynologische Dachverband der ČSSR erkannte die Zuchtergebnisse bald als neue nationale Rasse an. Die FCI folgte 1989 zunächst mit einer vorläufigen Anerkennung. Weitere zehn Jahre später, im Jahr 1999, wurde der Tschechoslowakische Wolfshund endgültig anerkannt. Er wird seitdem unter der FCI-Standard-Nummer 332 in der Gruppe 1 (Hüte- und Treibhunde), Sektion 1 (Schäferhunde) geführt.

Haltung

Auch wenn sich heute Züchter aus verschiedensten Ländern dem Tschechoslowakischen Wolfshund angenommen haben, ist die Hunderasse noch immer recht selten. Gründe dafür sind vermutlich, dass andere Hunderassen als Diensthunde eher geeignet erschienen und auch die Haltung als Familienhund vergleichsweise anspruchsvoll ist. Trotz seiner Vielseitigkeit und seiner vielen positiven Eigenschaften wie hohe Intelligenz, enorme Ausdauer und bedingungslose Treue zu seinem Herrn, erfordert die Ausbildung dieses Hundes viel Zeit und Geschick. Die Anschaffung eines Tschechoslowakischen Wolfshundes sollte demnach erst nach gründlicher Überlegung erfolgen.

Hohe Ansprüche an den Halter

Wer sich vom wolfsähnlichen Aussehen und Verhalten angezogen fühlt, sollte sich zunächst die Frage stellen, ob er den Anforderungen dieses besonderen Hundes gerecht werden kann. Haben Sie bereits Erfahrung in der Hundehaltung? Haben Sie genügend freie Zeit, um sich der Ausbildung und Erziehung Ihres Hundes zu widmen? Wo würde Ihr Hund leben? Haben Sie ein großes, umzäuntes Grundstück, auf dem sich der bewegungsfreudige Vierbeiner frei bewegen kann? Haben Sie das nötige Kleingeld, das die Haltung dieses Hundes erfordert? Die Kosten für Futter, eine gute Haftpflichtversicherung und natürlich Tierarztkosten sollten nicht unterschätzt werden.

Kauf eines Welpens

Erst wenn Sie diese Fragen mit „Ja“ beantwortet haben und Ihre gesamte Familie überzeugt ist, dass der Tschechoslowakische Wolfshund der richtige Hund für Sie ist, sollten Sie sich auf die Suche nach einem geeigneten Züchter begeben. Aber auch dann wird es noch eine Weile dauern, bis Sie einen kleinen Welpen mit nach Hause nehmen können. Da Hündinnen dieser Rasse, genauso wie Wölfinnen, in der Regel nur einmal im Jahr werfen, kann das Warten auf Neuzugang entsprechend langwierig sein. Nutzen Sie diese Zeit, um sich den Kauf in Ruhe zu überlegen, den Züchter besser kennenzulernen und alle nötigen Vorbereitungen in Ihrem Haus zu treffen. Schließlich werden Sie nicht nur eine Menge Futter und Hundezubehör benötigen, sondern Sie müssen auch Ihr Haus „welpensicher“ machen. Der Tschechoslowakische Wolfshund ist extrem temperamentvoll und gerade Welpen testen zu gerne ihre Grenzen aus. Gegenstände, die kaputt gehen können und die Ihnen sehr am Herzen liegen sollten Sie also besser vor dem Einzug des Vierbeiners wegräumen.

Tschechoslowakischer Wolfshund im grass

Kann der THW auch draußen gehalten werden?

Wenn Sie ein gut umzäuntes Grundstück besitzen, kann der robuste Wolfshund auch draußen gehalten werden. Da er allerdings gerne Gesellschaft hat und ungern zu lange allein bleibt, würde ihm in diesem Fall ein zweiter Hund sicherlich gut tun. Er braucht außerdem die Möglichkeit, sich bei schlechtem Wetter in eine trockene geschützte Hütte zurückzuziehen. Das lange Draußensein und freie Herumlaufen auf Ihrem Grundstück ersetzt natürlich nicht die gemeinsamen Spaziergänge und Ausflüge in die Natur, die Sie mit Ihrem Hund täglich unternehmen sollten. Der Tscheche braucht eine feste Bindung zu seinem „Rudelführer“ und sollte auf keinen Fall zu lange auf sich allein gestellt sein.

Erziehung

Ein Mensch, der mehrere Stunden pro Tag außer Haus zum Arbeiten ist und nach der Arbeit gerne die Füße hochlegt, ist sicherlich kein geeigneter Halter für diesen aktiven und sensiblen Wolfshund. Neben viel körperlicher und geistiger Beschäftigung, die Sie Ihrem Hund täglich bieten müssen, erfordert vor allem die Erziehung des Tschechoslowakischen Wolfshundes viel Zeit und Konsequenz. Mangelnde Erziehung, sinnlose Gewalt oder Vernachlässigung kann bei diesem Rassehund gefährliche Folgen haben. Auch wenn er von Natur aus gutmütig ist und keinen Mensch ohne Grund angreifen würde, ist er ein sehr selbstbewusster und kräftiger Hund, der sich bei falscher Haltung irgendwann auflehnen wird, um selbst das Rudel zu übernehmen.

Wer hat bei Ihnen das Sagen?

Um derartige Situationen zu verhindern, ist es wichtig, dass Sie Ihrem Hund von klein auf zeigen, wer das Sagen hat und ihm beweisen, dass Sie als Rudelführer geeignet sind. Autorität, Selbstbewusstsein, Erfahrung, aber auch Geduld und die Fähigkeit, Ihren Hund angemessen zu loben, sind unabdingbare Eigenschaften, die Sie mitbringen sollten, wenn Sie Ihren Hund erziehen möchten. Es ist wichtig, ihn von Welpenbeinen an, seine Rolle als „Rangniedrigster“ in der Familie zuzuweisen und ihn allen Lebensbereichen gute Erfahrungen mit dieser Position machen zu lassen. Gewöhnen Sie den sensiblen und leicht schreckhaften Vierbeiner früh – aber behutsam, an neue Umgebungen, Menschen, Geräusche oder andere Tiere. Zeigen Sie ihm jeden Tag etwas Neues – auch wenn es nur ein Kind auf einem Roller oder ein Traktor auf dem Feld ist – und geben Sie ihm das Gefühl, dass er sich mit Ihnen als Rudelführer sicher fühlen kann und es nicht nötig ist, selbst einzugreifen.

Alles für die Gesundheit: Pflege und Ernährung

Eine gute Erziehung und umfassende Sozialisation sind bei diesem Hund enorm wichtig, aber natürlich nicht alles. Schließlich benötigt auch der Tschechoslowakische Wolfshund – wie alle Hunde – eine angemessene Pflege und ausgewogene Ernährung, um seine robuste Gesundheit und seinem vitalen Lebensstil aufrecht zu erhalten. Eine ordentliche Fellpflege, regelmäßiges Entwurmen und die jährlichen Impfungen sollten für jeden Hundebesitzer dazu gehören. Eine große Herausforderung stellt sicherlich der Fellwechsel dieses Hundes dar, der zweimal im Jahr ansteht und bei dem das Fell zwischen Sommer- und Winterfell wechselt. Besonders beim Verlieren des dichten Winterfells ist die Menge an Haaren, die der Wolfshund über mehrere Wochen verliert, kaum in den Griff zu kriegen. Selbst wenn der Staubsauger kaum still steht, werden Sie vermutlich immer wieder Haarbüschel in entlegenen Winkeln Ihres Hauses finden. Die Fähigkeit, angesichts der mangelnden Sauberkeit in Ihrem Haus ein Auge zuzudrücken, ist in dieser Phase sicherlich hilfreich. Abgesehen vom Haaren während der Fellwechsel-Zeiten bringt dieser Rassehund allerdings erstaunlich wenig Schmutz ins Haus. Auch Baden ist bei seinem festen Stockhaar meist nicht nötig.

Was frisst der Tschechoslowakische Wolfshund?

Wenige Ansprüche stellt der Tschechoslowakische Wolfshund an sein Futter und so verträgt er in der Regel jedes gute Hundefutter – egal ob trocken oder nass, selbstgekocht oder roh (Barf-Methode). Wichtig ist, dass es alle notwendigen Nährstoffe enthält, die Ihr Hund benötigt. Was Ihr Hund braucht, ist abhängig von seinem Alter, seinem Gewicht, seiner Größe, seinem Aktivitätsgrad und anderen Lebensumständen. Wenn Ihr Hund zum Beispiel noch jung ist, viel Sport treibt oder auch in der kalten Jahreszeit draußen gehalten wird, braucht er sicherlich ein gehaltvolleres Futter als ein in die Jahre gekommener Senioren-THW, der im Haus lebt und nur noch zu den täglichen Spaziergängen vor die Tür kommt. Ein Blick auf eine genaue Ernährungstabelle, aber auch ein Gespräch mit Ihrem Tierarzt, kann Ihnen genauere Auskünfte auf die individuellen Bedürfnisse Ihres Hundes geben. Viel Fleisch (ca. 70-90 Prozent), Gemüse (ca. 20 Prozent) und wertvolle Fette (z. B. Omega-Fettsäuren aus Fischöl) sollten grundsätzlich in jedem Futter enthalten sein. Getreide und Zucker gehören hingegen nur wenig bis gar nicht in das Futter unserer vierbeinigen Freunde.

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