16. April 2019 - Aktualisiert 18. April 2019

10 Dinge, die Sie wissen sollten, bevor Sie einen Hund adoptieren

10 dinge bevor einen hund adoptieren

Wer sich in einen kleinen Welpen oder einen sympathischen Hund aus einem Tierheim verliebt, malt sich die Zukunft spontan rosarot aus. Dass ein tierischer Mitbewohner viel Freude bringt, ist klar – doch sollten Sie sich auch mit den anstrengenden Aspekten der Hundehaltung vertraut machen, bevor Sie sich für ein Leben mit vierbeinigem Gefährten entscheiden.

  • Entscheidung für viele Jahre

Die vollen Tierheime zeigen leider: Oft haben Hundehalter vor dem Einzug ihres Gefährten nicht weit genug gedacht. Denn die Adoption eines Hundes kommt einer jahrzehntelangen Verantwortung gleich. Große Hunde können bis zu zwölf Jahre – und älter – werden, kleine Rassen sind noch langlebiger. Überlegen Sie, ob Sie Kosten und Zeitaufwand für diesen langen Zeitraum aufbringen können. Natürlich ist nichts im Leben sicher: Es können immer unvorhergesehene Ereignisse wie eine Trennung oder eine Krankheit eintreffen, die es nötig machen, den Hund abzugeben. Doch was absehbar ist, sollten Sie vorher einkalkulieren.

  • Eine Frage des Geldes

„Das bisschen Hundefutter kann doch nicht so teuer sein“ mag sich so mancher Hundefreund denken, bevor er einen Welpen kauft. Doch es macht Sinn, vor der Entscheidung für einen Hund die Kosten zu überschlagen. Hier wären nicht nur die Ausgaben für eine Grundausstattung sowie den Anschaffungspreis. Wer seriös kauft – bei Tierschutz oder Züchter – ist mindestens einige Hundert Euro los. Ein hochwertiges, proteinreiches Hundefutter für einen großen Hund kann monatlich eine stattliche Summe ergeben. Schauen Sie sich vorher die Fütterungsempfehlungen des Herstellers an und berechnen Sie die ungefähren Kosten. Tierarztbesuche, Hundesteuer und Haftpflichtversicherung für Hunde gehören ebenfalls zum Leben mit Hund. Zu Beginn empfehlen sich der Besuch von Welpenspielstunde und Hundeschule, was ebenfalls dreistellige Beträge bedeutet. Last but not least sollten Sie finanzielle Reserven haben, falls Ihr Vierbeiner krank wird: Tierarztkosten können recht kostspielig werden – bei chronischen Erkrankungen ebenso wie bei akuten. Zwar ist Tierliebe keine Frage des Geldes, doch eine verantwortungsvolle Tierhaltung schließt die Planung der Finanzierung ein.

  • Vermieter und Nachbarn

Wenn Sie zur Miete leben, brauchen Sie das schriftliche Einverständnis Ihres Vermieters, bevor ein Hund bei Ihnen einziehen darf. Liegt dies nicht vor, darf der Vermieter darauf bestehen, dass der Hund wieder auszieht. Kommen Sie dem nicht nach, droht die Kündigung des Mietverhältnisses. Viele Verträge beinhalten die Bedingung, dass der Hund andere Mieter nicht belästigen darf. Nehmen Sie also Rücksicht: Lassen Sie Ihren Vierbeiner nicht auf dem Wohngrundstück urinieren, halten Sie ihn in gemeinschaftlichen Treppenhäusern stets an kurzer Leine und achten Sie darauf, dass er sich nicht in einen Kläffer verwandelt. So beugen Sie möglichen Konfliktherden vor und gestalten das Zusammenleben entspannt. Auch für Eigentümer ist es wichtig, zu akzeptieren, dass nicht jeder Nachbar ein Hundefan ist. Nehmen Sie Rücksicht, damit Sie und Ihre Nachbarn sich weiterhin wohlfühlen.

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  • Nicht jeder Hund passt zu jedem Hundefreund

Überlegen Sie vor dem Einzug eines Hundes gut, welche Rasse oder welcher Hundetyp zu Ihnen und Ihren Lebensumständen passt. Ein Border Collie ist wunderschön, doch wenn Sie keine Schafherde oder alternativ sehr viel Zeit für gemeinsame Unternehmungen haben, sollten Sie sich keinen Border Collie zulegen. Umgekehrt gilt: Wer gerne lange Wanderungen unternehmen möchte, sollte nicht unbedingt einen Mops einziehen lassen. Bei vielen Hunderassen ist ein großer Fellpflege-Aufwand nötig – so beispielsweise beim Old English Sheepdog. Jagdhunde wie der Münsterländer oder der Weimaraner fühlen sich in der Hand von Jägern am wohlsten – ein Leben als reiner Familienhund ist nur schwer möglich. Manche Hunderassen eignen sich besser für Anfänger als andere. Informieren Sie sich gründlich und unterschätzen Sie den Bewegungsdrang und das Beschäftigungsbedürfnis von Arbeitshunden nicht.

  • Haare & Hygiene

Ein wuscheliger Welpe ist zweifellos niedlich – doch viele Hundehalter sind überrascht, wie haarig Hundehaltung sein kann. Die feinen Hundehaare finden sich auf der Kleidung, auf dem Sofa und dem Teppich. Schwarze Cord- oder Samtkleidung sortieren manche Hundehalter gleich aus. Besorgen Sie sich gute Fusselbürsten und einen Staubsauger, der speziell auf Tierhaare ausgelegt ist. Bürsten Sie Ihren Vierbeiner während des Fellwechsels täglich, um die Haare in der Wohnung zu reduzieren – haarfrei wird Sie künftig jedoch nie mehr sein. Wer sein Zuhause mit Pudeln oder anderen, kaum haarenden Hunden teilt, hat zwar kaum Haare in der Wohnung, doch gilt für alle Hunde: Sie bringen mehr Dreck in die vier Wände. Wer ein großes Reinlichkeitsbedürfnis hat, sollte ernsthaft überlegen, ob er sich damit auf Dauer arrangieren kann.

  • Urlaub wird anders

Ein spontaner Wochenend-Trip nach Paris oder eine dreiwöchige Tour durch die USA? Wenn Sie einen Hund haben, gilt es einiges mehr zu bedenken, bevor Sie eine solche Reise antreten. Glücklich kann sich schätzen, wer Familienmitglieder in der Nähe hat, die den Hund kennen und bei denen er problemlos unterkommen kann. Doch oftmals ist eine Hundepension notwendig. Dies ist zum einen nicht günstig, zum anderen quält viele Hundehalter während des Urlaubs das schlechte Gewissen, wenn ihr Wuffel in der Pension ausharrt, während sie mit einem Cocktail am Strand sitzen. Überlegen Sie sich also bereits vor dem Einzug des Hundes, welche Möglichkeiten der Urlaubsbetreuung für Sie in Frage kommen. Tipp: Vereinbaren Sie im Vorfeld eines Urlaubs einen Probeaufenthalt des Hundes in der jeweiligen Pension. Zwar gelten hierfür meist reguläre Preise, doch die sind ein gutes Gewissen während des Urlaubs vielen Haltern wert. So können Sie testen, ob Ihr Vierbeiner sich wohlfühlt. Manche Hundehalter möchten ihren Vierbeiner auch im Urlaub mitnehmen. Besonders gut eignen sich natürlich Reisen mit Wohnmobil oder Wohnwagen. Aber auch viele Hotels heißen wohlerzogene Hunde willkommen.

  • Alleinbleiben

Hunde sind Rudeltiere und darum nicht gerne allein. Ein erwachsener Hund kann einige Zeit allein bleiben, wenn Sie ihn langsam daran gewöhnen. Doch mehr als vier bis fünf Stunden sollte er pro Tag nicht auf sich gestellt sein. Wer also studiert, arbeitssuchend ist oder sich in Elternzeit befindet, sollte vordenken, wenn er plant, künftig länger als halbtags arbeiten zu gehen. Eine Hundepension oder nahe wohnende Familienmitglieder, die der Vierbeiner bereits kennt, können eine Alternative sein. Nur wenige Arbeitgeber erlauben Hunde am Arbeitsplatz.

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  • Kleine Hunde werden groß

Dass aus dem Welpen irgendwann ein größerer Hund wird, sollte jeder Hundebesitzer wissen. Doch scheint dies nicht immer der Fall zu sein. Anders lässt sich nicht erklären, dass manche Halter begeistert sind, wenn der knuddelige kleine Welpe sie beim Begrüßen anspringt. Denn in wenigen Monaten wird der 4 Kilogramm leichte Hund das Fünffache auf die Waage bringen und auch mit schlammverschmutzten Pfoten weiterhin Menschen freundlich anspringen – dies trägt dann weniger zur Erheiterung bei. Auch andere Themen wie „Schlafen im Bett“, „Betteln am Tisch“, „Bellen“ oder „Alleinbleiben“ sollten Sie bereits vom Welpenalter an konsequent in gewünschte Bahnen lenken und entsprechend trainieren. Fall Sie in einem Mehrfamilienhaushalt leben, ist es wichtig, dass alle geschlossen vorgehen.

  • Ab nach draußen – bei Wind und Wetter!

Ein sonniger Spaziergang mit Hund ist eine erfreuliche Angelegenheit! Doch Ihr künftiges Familienmitglied nimmt keine Rücksicht auf die Wetterlage. Wenn ein Hund im Haushalt lebt, sind jeden Tag mehrere Gassigänge Pflicht. Bei Wind oder Regen ebenso wie bei Schnee und Eis. Manche Rassen mögen bei schlechtem Wetter selbst kaum nach draußen, doch die meisten bestehen auf eine längere Tour. Auch zuhause macht das zusätzliche Arbeit: Bevor Ihr Vierbeiner wieder mit Ihnen aufs gemütliche Sofa darf, sollten Sie ihn trocknen. Und ja, Gassi-Gehen steht auch am Wochenende in der Früh an: Sie werden Ihr kuscheliges Bett oft verlassen müssen, um mit dem Vierbeiner durch Wind und Wetter zu stapfen. Andererseits ermöglicht dies auch viele schöne Momente in der Natur, die Sie nur als Hundehalter mitbekommen.

  • Alltag Hundekot

Apropos „draußen“: Hier wird Ihr Vierbeiner sich erleichtern. Wenn er dies auf Wegen oder öffentlichen Grünstreifen tut, sind Sie verpflichtet, den Hundekot zu entfernen. Viele Städte stellen dafür Kotbeutel-Spender bereit – halten Sie immer eine kleine Tüte parat, falls Sie auf öffentlichen Wegen unterwegs sind. Aber auch Felder, Wiesen oder Seitenstreifen sollten nicht zu Tretminen-Gefahrgebieten werden. Insbesondere auf Feldern kann Hundekot zu großen Ausfällen führen. Beispielsweise, wenn er in Heu für Pferde gelangt, die sich dann weigern, davon zu fressen. Machen Sie sich zur Gewohnheit, den Kot Ihres Vierbeiners überall aufzusammeln.

Wir sehen: Ein Leben mit Hund ist mit einigem Aufwand verbunden. Doch wer diesen von vornherein richtig einschätzt, gewinnt einen wunderbaren Gefährten, der das Leben unschätzbar bereichert!

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