FCI-Gruppe 10 : Windhunde

Windhunde sind Jagdhunde, die schon seit Jahrtausenden auf der Erde leben. Sie wurden speziell dafür gezüchtet, anderen Tieren mit großer Geschwindigkeit hinterherzujagen. Aufgrund ihres schmalen Körperbaus und der langen Läufe zählen sie neben Geparden zu den schnellsten Tieren der Welt. Alle Windhunde zeichnet ein starker Bewegungsdrang aus, weshalb man sie vor allem in Großbritannien und im Nahen Osten für Hunderennen einsetzt. Aktuell sind 13 Windhunderassen im FCI (Fédération Cynologique Internationale = größter kynologischer Dachverband) gelistet. Wir stellen Ihnen hier die wichtigsten vor. Mehr lesen

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Die wichtigsten Charakterzüge

Mein Hund soll sein

Erscheinung

Größe
KleinMittelGroßExtra Groß
Fell
Haarlos / HypoallergenKurzhaarLanghaar
Farbe
SchwarzRot / HellbraunBlau / GrauBraun / Schoko / LiverCremeWeißRehbraunGold / Gelb
Muster
ZweifarbigDreifarbigMerleTuxedoHarlequin / GepunktetGefleckt / Gemasert / GesprenkeltTabbySableSaddle / Blanket

FCI-Gruppe

Afghanischer Windhund

Seit Tausenden von Jahren gelten diese faszinierenden Vierbeiner in ihrer ursprünglichen Heimat Afghanistan als Kostbarkeit. Auch heute sind die langhaarigen Läufer für viele Hundeliebhaber auf der ganzen Welt etwas Besonderes.

Azawakh

Einst treuer Gefährte von Nomadenstämmen, hat sich der elegante Azawakh im Laufe der letzten Jahrzehnte mehr und mehr zum beliebten Windhund entwickelt, der auch in Europa regelmäßig anzutreffen ist.

Barsoi

Der edle, große Windhund aus Russland, dessen Rassenname „Barsoi“ sich vom russischen Wort für „schnell“ ableitet, gehört zu den ältesten Hunderassen und den schnellsten Landtieren der Welt. Wenn er ausreichend frei rennen darf, zeigt sich der energische Vollblutjäger als ruhiger und anhänglicher Familienhund.

Deerhound

Bereits im Mittelalter wurde der Deerhound, auch Schottischer Hirschhund genannt, zur Hetzjagd auf Hirsche eingesetzt. Obwohl die Rasse mittlerweile ihr ursprüngliches Arbeitsfeld verloren hat, besitzt sie immer noch dieselbe Geschwindigkeit, Gewandtheit und Unerschrockenheit. Dank ihres sanften Wesens sind die großen Windhunde mit dem rauen Fell heute beliebte Familienhunde.

Galgo Español

Der Galgo Español. Hunde von diesem Typ sind in Spanien weitverbreitet und kommen häufig in Hunderennen zum Einsatz. Aber die sanftmütigen Vierbeiner eignen sich auch wunderbar als Familienhund.

Greyhound

Der Greyhound ist der Prototyp eines Windhundes und einer der schnellsten Landtiere der Welt. Bei Windhunderennen erzielt der einstige Jagdhund große Erfolge, doch leider wird die Wettszene für viele Hunde zum Verhängnis. Dabei ist der große, schlanke Greyhound viel mehr als nur ein Sprinter. Dank seines ruhigen und freundlichen Wesens ist der Brite ein anpassungsfähiger Begleiter und idealer Familienhund.

Irischer Wolfshund

Der Irische Wolfshund zählt zu den größten Hunden der Welt. Im mittelalterlichen Irland zur Wolfs- und Bärenjagd eingesetzt, dient er heute ausschließlich als Familienhund. Ungeachtet seiner imposanten Größe ist der Windhund sehr sanftmütig und verschmust. Leider ist der freundliche Riese aber auch recht anfällig für Krankheiten und hat eine vergleichsweise geringe Lebenserwartung.

Saluki

Im Nahen Osten verehrt man den edlen Saluki, der dem Menschen seit Tausenden von Jahren als wertvoller Jagdgefährte und treuer Freund zur Seite steht, als „Geschenk Allahs“. Auch in Europa gewinnt der orientalische Windhund dank seines freundlichen Charakters und seines anmutigen Erscheinungsbildes immer mehr Liebhaber.

Sloughi

Einst vor allem hochgeschätzter Jagdbegleiter der Beduinen, ist der Sloughi heute auch ein wunderbarer Gefährte für sportliche Familien. Aber Achtung: der „arabische Windhund“ – so eine weitere, häufig anzutreffende Bezeichnung – braucht viel Bewegung.

Whippet

Wer einen pflegeleichten, unternehmungslustigen und sehr sportlichen Vierbeiner sucht, der auch gemütliches Schmusen auf der Couch zu schätzen weiß, dürfte mit dem Whippet seinen Traumhund gefunden haben. So ist es kein Wunder, dass die sympathischen Windhunde immer mehr Tierfreunde um die Pfote wickeln.

Sektion 1: langhaarige oder befederte Windhunde

Der afghanische Windhund ist ein Vollblutjäger, aber auch verschmust. In seiner einstigen Heimat Afghanistan musste er vielfältige und anspruchsvolle Aufgaben erfüllen. Der afghanische Windhund vereint Schnelligkeit, Kraft und Würde. Dank seiner ausgeglichenen Proportionen ist sein Lauf sehr ästhetisch. Wenn Sie ihn von der Leine lassen, kann es sein, dass er nicht sofort auf Rufe reagiert. Das liegt daran, dass von ihm früher extreme Selbstständigkeit gefordert wurde. Der Saluki ist ruhig und gehorsam, aber seinem Besitzer trotzdem nicht sklavisch ergeben. Wie alle Windhunde besitzt auch er eine starke Rennleidenschaft. Charakteristisch sind ein schmaler Kopf und der muskulöse Körperbau.

Sektion 2: Rauhaarige Windhunde

Der Deerhound ist eine über 1.000 Jahre alte Rasse und geht auf große keltische Windhunde zurück. Er ist groß und elegant und eignet sich bestens als Begleithund. Als früherer Hütehund ist der Der Deerhound widerstandsfähig und robust. Nicht nur im Nahen Osten, auch in England wird er gerne bei Hunderennen eingesetzt. Er hat dichtes, anliegendes Fell in unterschiedlichen Farben. der Irish Wolfhound gehört ebenfalls zu den FCI Gruppe 10 Hunderassen und ist ein sehr großes Tier (Schulterhöhe eines Rüden etwa 79 cm). Er wurde bereits vor 7.000 Jahren in Irland als Jagd- und Kampfhund genutzt. Entgegen seiner imposanten Größe, die manchmal furchteinflößend wirken kann, ist dieses Tier sehr sanftmütig. Sein Auftreten ist souverän und würdevoll.

Sektion 3: kurzhaarige Windhunde

Auch der Sloughi ist eine der FCI Gruppe 10 Hunderassen und sehr alt. Abbildungen seiner Vorfahren findet man auf über 3.000-jährigen ägyptischen Wandreliefs. Die Tiere sind von sehr guter Konstitution und haben einen feinen Instinkt. Auch starke Temperaturschwankungen machen ihnen nichts aus. Sloughis sind ihrem Besitzer treu, anpassungsfähig und verschmust. Am wohlsten fühlen sie sich bei ihrer Familie, daher sind sie ideale Begleithunde. Der Whippet wiederum ist ein kleiner, auf Geschwindigkeit gezüchteter Windhund. Auf den ersten Blick ähnelt er einem kleinen Greyhound. Er neigt zum Zittern, was aber nicht als Angst fehlinterpretiert werden darf. Es handelt sich hier um eine rassetypische Eigenschaft. Whippets sind sensible Tiere, besitzen viel Muskelkraft und sind sportlich.