Katzenrassen

Kuschelige Britisch Kurzhaar, elegante Bengalen oder blauäugige Siam: Wer heutzutage eine Katze sucht, hat die Qual der Wahl. Im Vergleich zur Hunde- ist die Katzenzucht allerdings noch sehr jung: Erst seit Mitte des 20. Jahrhunderts haben sich Katzenfreunde professionell organisiert, um Standards für bestimmte Rassen zu entwickeln. Mehr lesen

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Die wichtigsten Charakterzüge

Meine Katze soll sein

Erscheinung

Größe
KleinMittelGroß
Fell
Haarlos / HypoallergenKurzhaarLanghaar
Farbe
SchwarzBlau / GrauChinchillaCremeWeißLilaBraun / Schoko / Grau
Muster
TabbySchildpatt / Dreifarbig / CalicoZweifarbig / Tuxedo / VanColorpoint
24 Katzenrassen zu Ihrer Suche

Abessinier

Die großen Augen und aufmerksam aufgestellten Ohren der Abessinier verraten viel über den Charakter dieser Katzenrasse: Abessinier sind menschenbezogen und neugierig.

Ägyptische Mau

Laut Leonardo Da Vinci ist jede Katze ein Meisterwerk. Dieser liebevollen Sichtweise auf das wundervolle Geschöpf können wir uns nur anschließen. Der Ausspruch gilt natürlich auch für jede herkömmliche Hauskatze. Im ganz besonderen Maße scheint er aber auf die Ägyptische Mau zuzutreffen. Diese auffallend schöne und geheimnisvolle Kurzhaarkatze mit den betörend grünen Augen entwickelte sich, wie ihr Name schon erahnen lässt, in Ägypten.

Australian Mist

Die Australian Mist, auch Australische Schleierkatze genannt, ist die einzige Katzenrasse des australischen Kontinents. Gezüchtet aus Burma, Abessinier und Hauskatze eignet sich die sanftmütige und zutrauliche Katzenrasse hervorragend als Wohnungskatze. Ihren Namen verdankt die australische Mieze der typischen Fellzeichnung, die aussieht, als wäre sie von einem leichten Schleier überzogen.

Balinese

Freunden der Siamkatze und Birma sticht die Balinese sofort ins Auge: Genau wie die Siam zeigt die Katze eine auffällige Point-Zeichnung, ihr Fell ist aber halblang.

Bengal-Katze

Die Bengal-Katze ist eine wirklich einmalige Katzenrasse. Schließlich ist sie ein “Haustiger”. Die Züchter der Rasse setzen auf ein Quäntchen Wildkatzenblut. Katzenrassen wie Bengal oder Savannah sind der neuste Schrei in der Zuchtwelt! Was macht eine solche Rasse aus? Was muss man bei deren Haltung beachten? Unser Rasseportrait gibt Antworten. Noch Anfang des 19. Jh. waren Großkatzen-Hybride in den europäischen Zoos zu finden. Was sich für die Zoos als nicht praktikabel erwies ging dennoch auf die Kleinkatzenwelt über. Mit immer mehr Begeisterung werden Katzenrassen aus der Verpaarung wilder Katzenarten mit Hauskatzen entwickelt. Das wohl bekannteste Beispiel ist die Bengal. Sie ging aus der Kreuzung einer zahmen, schwarzen Hauskatze mit einer wilden Asiatischen Leopardkatze hervor. Das Ergebnis: Eine Katzenrasse, die mit einem länglichen Körperbau und einer speziellen Fellfärbung überzeugt. Je nach Nähe zu ihren wilden Verwandten benötigt sie manchmal eine erfahrene Hand.

Bombay

Die Bombay Katze ist eine immer noch sehr selten vertretene kurzhaarige Hauskatze. Vor allem in Europa wird die Katzenrasse wenig gehalten. So rar wie sie ist, so faszinierend ist sie auch. Die Bombay Katze ist wie ein kleiner schwarzer Panther für Zuhause. Wenn Sie von den eleganten Großkatzen fasziniert sind und gerne eine in der Version des Mini-Tigers bei sich auf dem Sofa hätten, ist die Bombay Katze vielleicht genau die richtige Wahl für Sie. Denn sie wirkt zwar wie ein gefährlich schöner kleiner Panther, ist aber eine anschmiegsame Hauskatze. Im Zusammenleben werden Katzen dieser Rasse als äußerst angenehm beschrieben.

Chantilly-Tiffany

Die Chantilly-Tiffany, die auch Chantilly oder Tiffany genannt wird, gilt als das „Supermodel“ unter den Katzen, wenngleich natürlich jede Katze auf ihre unbeschreibliche Weise schön ist. Manchmal wird diese Katzenrasse fälschlicherweise Tiffanie-Katze genannt. Das kann allerdings etwas irreführend sein, weil sie keinesfalls identisch ist mit der in Großbritannien gezüchteten Tiffanie-Katze. Wegen ihres schokoladenfarbenen Fells wird gerne gesagt, dass die Chantilly Katze die Katze für Schokoladenfans sei. Ihre Fellfarbe wird in Katzenkenner-Kreisen gar mit der speziellen Farbgebung eines Schokoladenriegels eines bestimmten amerikanischen Herstellers verglichen.

Chartreux (Kartäuser-Katze)

Chartreux, Kartäuser oder Malteser-Katze – viele Namen, eine Rasse. Die Kartäuser-Katze ist eine der beliebtesten Katzenrassen Europas, und doch herrscht viel Verwirrung um sie. Und das liegt nicht nur an den verschiedenen Bezeichnungen für die Rasse, sondern auch an ihrer wechselhaften Geschichte!

Chausie

Als Kreuzung zwischen Hauskatze und Rohrkatze gehört die Chausie zu den Hybridrassen. Damit soll sie das stolze Aussehen der Wildkatze mit dem treuen und menschenbezogenen Wesen der Hauskatze in sich vereinen. Den Bewegungs- und Freiheitsdrang ihrer wilden Vorfahren hat sich die seltene Chausie mit den ausgeprägten Wangenknochen jedoch bis heute bewahrt.

Cornish Rex

Kurz- und Langhaarkatzen sind ein gängiges Bild in der Katzenwelt. Doch Katzen mit gekräuseltem Fell oder gar ganz ohne Haarkleid kennt man eher weniger! Eine der seltenen Katzenrassen, deren Vertreter eine auffällige Fellstruktur aufweisen, ist die Cornish Rex.

Devon Rex

Die Devon Rex ist eine seltene Katzenrasse, die sich aufgrund ihrer äußeren Erscheinung von anderen Katzenrassen abhebt. Ihre Schädelform ist flach mit extrem großen abstehenden Ohren und sehr großen Augen. Während die ersten Reaktionen auf die Devon Rex Katze noch verhalten bis ablehnend waren, gelangte sie später aufgrund ihrer sehr speziellen äußeren Merkmale schnell zu Ansehen. Die Devon Rex ist wegen ihrer angenehmen charakterlichen Eigenschaften eine typische Familienkatze. Auch eignet sie sich sehr gut für die Wohnungshaltung. Vielleicht bereichert Sie ja bald auch Ihr Zuhause?

Korat

Die ungewöhnliche Schönheit mit dem silberblauen Fell und den smaragdgrünen Augen entstammt der Überlieferung nach dem 14. Jahrhundert, weil Katzen dieser Art bereits in der Literatur dieser Zeitspanne beschrieben wurden. Katzen wird ja im Allgemeinen nachgesagt, dass sie Glück und positive Energie ins Haus bringen.

LaPerm

Die Katze mit der Dauerwelle: Die noch junge Katzenrasse LaPerm entstand durch eine zufällige Genmutation und zeichnet sich in erster Linie durch ihr einzigartiges Lockenfell aus. Doch nicht nur ihre weichen Locken, sondern auch ihr menschenbezogener und anhänglicher Charakter machen sie zur perfekten Schmusekatze.

Ocicat

Die exotisch aussehende Ocicat zieht Menschen augenblicklich und nachhaltig in ihren Bann. Wegen ihres gepunkteten Fells leitet sich ihr Name von der Wildkatze namens Ozelot ab. Vom Wesen her ist die Ocicat Katze allerdings gar nicht so wild, sondern ausgesprochen anschmiegsam und treu – und damit eine beliebte Mitbewohner-Mieze.

Peterbald

Katzen ohne Fell rufen die unterschiedlichsten Reaktionen hervor. Doch die Peterbald, eine Katzenrasse, die es auch in einer nackten Variante gibt, kümmert das wenig: Mit ihrem freundlichen Wesen wickelt sie mühelos Katzenfreunde auf der ganzen Welt um die Pfote.

Serval

Ob Sibirischer oder Stuben-Tiger: Katzenfreunde lieben die Anmut, die sämtliche Samtpfoten ausstrahlen. Beim Serval handelt es sich nicht um ein Haustier, sondern um eine Wildkatze aus den afrikanischen Savannen. Wir stellen Ihnen im Folgenden den Serval als Vorfahre einer sehr modernen, aber ursprünglichen Katzenrasse, der Savannah, vor.

Singapura

Die süße Singapura Katze ist eine Rarität, denn die Anzahl der (seriösen) Züchter in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist nach wie vor gering. Demzufolge ist es gar nicht so einfach, eine Katze dieser exotischen Rasse zu bekommen. Wer allerdings das Glück hat, dass eine Singapura Katze bei ihm zu Hause einzieht, der kann sich umso glücklicher schätzen. Denn diese Katze hat einen einzigartigen Charakter, der angenehm und spannend zugleich ist. Und genau so wird sich Ihr Leben an der Seite einer Singapura Katze gestalten.

Snowshoe

In Deutschland ist die ursprünglich aus den USA stammende Snowshoe Katze noch recht wenig vertreten, findet aber aufgrund ihres interessanten Äußeren in Verbindung mit einem einzigartigen Charakter auch hierzulande bestimmt viele Freunde. Ein Wurf Snowshoe Kitten steckt immer voller süßer Überraschungen: Die jungen Kätzchen sind zum Zeitpunkt der Geburt noch ganz weiß und entwickeln die verschiedenen Färbungen erst im Laufe ihrer Entwicklung. Erste Farbgebungen sind etwa zehn Tage nachdem die hübschen Wesen das Licht der Welt erblickt haben erkennbar.

Sokoke

Hierzulande ist die aus Kenia stammende Katzenrasse Sokoke noch recht selten. Doch das könnte sich ändern. Denn die afrikanische Katze mit dem klassischen Tabbyfell ist äußerst anpassungsfähig und gesellig. Sie liebt die Unterhaltung mit ihren Menschen, braucht aber manchmal auch ihre Freiheit und viel Bewegung.

Somali

Sie mögen Abessinierkatzen, bevorzugen aber gleichzeitig Katzen mit halblangem oder langem Fell? Dann wird Ihnen die Somali Katze, kurz „Somali“, gefallen!

Thai Katze

Die Thai Katze entstand aus einer schon bestehenden Katzenrasse, der Siam. Als sich die Siamkatzen Zucht immer weiter in Richtung eines grazilen Katzentyps entwickelte, wurde der kräftigere, ursprüngliche Typ der Siamkatze als eigenständige Rasse anerkannt. Die Rasse „Thai“ war geboren.

Tonkanese

Trotz ihrer berühmten Stammeseltern, Burma- und Siamkatze, ist die Tonkanese eine relativ seltene Katzenrasse. Dabei vereint die schöne Katze mit dem schlanken, muskulösen Körper und dem samtig kurzen Fell viele positive Eigenschaften ihrer Vorfahren in sich. Anhänglich, gesellig und neugierig wie sie ist, ist sie eine tolle Katze für Familien, die viel Zeit mit ihrer Katze verbringen möchten.

Toyger

Die aus den USA stammende exklusive „Designerkatze“ Toyger ist eine Hauskatze, die mit dem Ziel gezüchtet wurde, einem Tiger im Katzenformat zu entsprechen. Daher setzt sich ihr Name aus „Toy“ wie Spielzeug und der Endung von „Tiger“ zusammen. So vermittelt sich der Anklang an ihr Ebenbild auch akustisch. Selbst wenn der Name der Toyger es suggeriert, sollte ein Haustier natürlich nicht als Spielzeug betrachten werden. Sondern vielmehr als ein geliebtes Tier, mit dem Sie sich viel auf spielende Weise beschäftigen.

So entstanden Katzenrassen

Seit den 1930er Jahren setzte sich die Französin Marguerite Ravel für einen europäischen Dachverband, in dem sich die nationalen Katzenzüchter zusammenschließen, ein. Dies mündete 1950 in der Gründung der Fédération Internationale Féline d'Europe (FIFE), heute Fédération Internationale Féline (FiFé). Seither entwickelte sich ein größeres Interesse für das Züchten von Rassekatzen. Die Ursprünge einiger Katzenrassen gehen allerdings noch weiter zurück: Freunde der Fellnasen widmen sich beispielsweise seit über 200 Jahren der Zucht von Perserkatzen. Siam-Katzen gelangten ebenfalls im 19. Jahrhundert von Asien nach Europa, wo die erste Nachzucht 1885 auf einer Londoner Katzenausstellung präsentiert wurde.

Was ist eine Rassekatze?

Wann gehört eine Katze zu einer bestimmten Rasse? Züchter setzen sich Zuchtziele, die sich an den Merkmalen der jeweiligen Katzenrasse orientieren. Dabei spielen nicht nur die Optik, sondern auch Gesundheit und Wesen eine wichtige Rolle. Für europäische Katzenzüchter schreibt meist die FiFé, mit der die regionalen und nationalen Vereine zusammenarbeiten, die Standards vor. Dies belegt ein Stammbaum, der zu jeder Katze aus seriöser Zucht gehört. Anhand des Stammbaums lassen sich die Vorfahren der Katze über mehrere Generationen hinweg nachverfolgen. Nur so ist eine Reinzucht gewährleistet. Zu einer Katzenrasse gehört mehr als der typische Look, doch häufig sieht man Samtpfoten ohne Papiere an, dass sie von bestimmten Katzenrassen abstammen.

Die Einteilung der Katzenrassen erfolgt häufig nach Haarlänge. So gibt es Langhaarkatzen wie Perser oder Colourpoint. Zu den Halblanghaarkatzen zählen Türkisch Van und Norwegische Waldkatze. Die größte Gruppe bilden Kurzhaarkatzen wie Britisch Kurzhaar, German Rex oder Russisch Blau. Apropos Kurzhaar: Viele Katzenbesitzer, die mit einer kunterbunten Kurzhaarkatze ihr Leben teilen, antworten auf die Frage nach deren Rasse: „Das ist eine EKH, also eine Europäisch Kurzhaar!“ Strenggenommen ist das meist falsch. Denn auch die Europäisch Kurzhaar ist eine Katzenrasse mit strengen Standards und kontrollierter Zucht.

Entwicklungen und Trends

Früher war die kontrollierte Zucht auf wenige Katzenrassen beschränkt, die sich vor allem durch Fell und Farbe unterschieden. Zum Beispiel die üppig behaarte Angorakatze oder die Heilige Birma mit der typischen „Masken“-Färbung. Vergleichen wir die Katzen- mit der Hundezucht, fällt auf, dass die Hundezucht Rassen mit viel extremeren Unterschieden hervorbringt. Beispielsweise eine 70 Kilogramm schwere Dogge und einen 2 Kilogramm leichten Chihuahua, einen runden Mops und einen langgestreckten Dackel. Dies liegt daran, dass Hunde für verschiedene Zwecke gezüchtet werden: als robuster Wildschweinjäger, Rennhund oder Bullenbeißer. Katzen hingegen sollten früher vor allem Mäuse fangen. Doch in den letzten Jahren lässt sich ein Hang zu Extremen in der Katzenzucht verzeichnen. Hierfür stehen Katzenrassen mit kurzen Beinen wie die Munchkin oder Wildkatzenhybriden wie die Savannah. Der Wunsch nach außergewöhnlicher Abstammung oder Körperform ist dabei nicht immer von Vorteil für unsere vierbeinigen Gefährten.

Finden Sie die Katzenrasse, die zu Ihnen passt!

Einige Katzenrassen bezaubern durch ihre Schönheit. Dennoch sollten sich Katzenfreunde vor allem über deren Wesen und die Haltungsanforderungen informieren. Auch rund um den Charakter sind die Unterschiede zwischen den Katzenrassen weniger ausgeprägt als bei Hunderassen. Doch wer sich in eine der schlanken Orientalen verliebt, wird künftig einen recht gesprächigen und lebhaften Gefährten an seiner Seite wissen. Eher gemütlich geht es bei den Ragdolls zu. Langhaar-Katzen erfordern mehrfach pro Woche Zeit für die ausgiebige Fellpflege. Gleich und gleich gesellt sich gerne: Vertreter ähnlicher Katzenrassen verstehen sich tendenziell besser als Samtpfoten mit unterschiedlichem Temperament. Besonders wichtig ist in jedem Fall eine ausgiebige Sozialisierung seitens des Züchters.

Sie möchten die Katze finden, die am besten zu Ihnen passt? In unserem Katzenmagazin stellen wir Ihnen verschiedene Rassen vor und geben Tipps rund um Haltung und Ernährung. Tipp: Wer eine ältere Katze sucht, kann mit etwas Glück im Tierschutz fündig werden – oder lässt sich vom Charme eines Mischlings um die Pfote wickeln!

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