06. März 2017 - Aktualisiert 13. November 2018

Maine Coon

Il Maine Coon

Die Maine Coon ist mittlerweile zu einer der beliebtesten Katzenrasse der Welt geworden und erfreut sich auch in Deutschland an zunehmender Beliebtheit. Dies ist wohl auf ihre Natürlichkeit, Robustheit und ihren tollen Charakter zurückzuführen.

Herkunft

Die Maine Coon ähnelt der Norwegischen Waldkatze äußerlich sehr, stammt aber im Gegensatz zu dieser aus Amerika ab, aus dem US-Bundesstaat Maine. Es existieren viele Legenden über ihre Herkunft, unter anderem wurde behauptet, dass sie eine Mischung aus Katze und Waschbär (engl. Racoon) sei, was allerdings schon rein biologisch unmöglich ist. Wahrscheinlicher ist die Behauptung, dass die Katzen auf den Schiffen der Einwanderer zur Bekämpfung von Ratten und Mäusen eingesetzt wurden und dadurch nach Amerika gelangten. Die Maine Coon geriet in Vergessenheit, wurde jedoch ab den 1950er Jahren wieder populär und auf Rasseausstellungen präsentiert.

Wussten Sie, dass die Maine Coon auch Amerikas erste Showkatze genannt wird? Die Einwohner Maines waren sehr stolz auf ihre ungewöhnlichen Katzen. Sie waren überzeugt, sie seien intelligenter, schneller, stärker und somit in allem besser als andere Katzen. Bereits im 18. Jahrhundert begannen sie, auf ländlichen Volksfesten ihre Maine Coons mit denen ihrer Nachbarn zu vergleichen.

maine coon kitten

Wesen

Maine Coon sind sehr liebenswürdige und gesellige Tiere. Sie spielen gerne und sind intelligent: Man kann den ihnen sogar kleinere Kunststücke beibringen. Es wurde von einigen „Coonies“ berichtet, denen man sogar das Apportieren beigebracht hat. Im Gegensatz zu den meisten Katzenrassen sind Maine Coon Katzen dafür bekannt, Wasser zu mögen. Wird eine Maine Coon allein gehalten braucht sie sehr viel menschliche Zuwendung. Ebenfalls reden Maine Coon sehr viel. Ihr süßes Gurren und Maunzen begleitet einen durch den Tag. Sie sind sehr umgänglich und verträglich mit anderen Tieren und Kindern. Maine Coon lassen sich problemlos als reine Wohnungskatzen halten und eignen sich daher gut für Berufstätige. Sie sind jedoch sehr bewegungsfreudig und aktiv und sollten deshalb als Wohnungskatze trotzdem genügend Möglichkeiten bekommen, um sich auszutoben.

Körperbau

Das Durchschnittsgewicht für Maine Coon Katzen liegt bei 6 bis 8 kg. Katzen sollten bis 5 kg wiegen. Der Körper ist muskulös, mit breitem Brustkorb. Der Körper sollte langgestreckt sein und kantig wirken. Die Maine Coon kann eine Länge von bis zu 1,20m erreichen. Sie haben große, spitze Ohren, die am Ende mit Haarbüscheln versehen sind. Das Fell der Maine Coons ist wasserabweisend. Es besitzt eine dichte Unterwolle, festes Deckhaar und einen buschigen Schwanz. Der Schwanz sollte circa so lang wie der Körper sein. Das Fell kann außer in der Farbe Golden in allen möglichen Varianten vorkommen. Die Beine der Maine Coon sind kräftig, muskulös, weit angesetzt von mittlerer Länge und gut proportioniert. Die Pfoten sind groß, rund und mit Haarbüscheln versehen. Die Haarbüschel an den Sohlen sind bei manchen Tieren so lang, dass sie mehr als 2cm zwischen den Zehen hervorstehen. Grundsätzlich gibt es für die Maine Coons keinen eindeutigen Rassestandard. Dieser ist von dem jeweiligen Verein abhängig, dem der Züchter angehört, wobei die Unterschiede der Rassestandards gering sind. Bei einigen Maine Coons kann außerdem Polydaktylie auftreten. Dabei handelt es sich um einen Gendefekt, bei dem die Katzen mit sechs oder sieben Zehen geboren werden.

Haltung

Als ehemalige Gebrauchskatzen sind Maine Coons begabte Jäger. Die intelligenten Kätzchen apportieren in der Regel gerne und sind extrem wasserliebend. Deshalb wundern Sie sich bitte nicht, wenn Ihre Maine Coon kein Wasserloch auslässt und gerne mit ihrem Wassernapf spielt. Ebenfalls sollten die Kratzbäume und Schlafhöhlen an die enorme Größe dieser Katzenrasse angepasst sein. Wichtig ist dabei eine angemessene Höhe und Stabilität. Wie Sie den richtigen Kratzbaum auswählen, erfahren Sie in unserem Artikel über „den richtigen Kratzbaum“. Maine Coons gelten zwar als anhänglich, nichtsdestotrotz sollte den felligen Freunden Rückzugsmöglichkeiten, wie zum Beispiel Katzenhäuschen, angeboten werden. Achten Sie auch bei der Wahl des Katzenklos auf die richtige Größe. Hier gilt: Je größer, desto besser und angenehmer für die Katze! Maine Coons lassen sich ohne Probleme mit anderen Katzen vergesellschaften. Bei der Vergesellschaftung mit anderen Katzenrassen sollte darauf geachtet werden, dass diese ebenfalls von geselliger Natur sind. Da „Coonies“ sehr aktiv und bewegungsfreudig sind, müssen Sie für ausreichend Bewegung sorgen, besonders wenn sie als reine Wohnungskatze gehalten wird. Dafür kann beispielsweise ein katzensicherer Balkon oder eine katzensichere Terrasse eingerichtet werden. Es ist auch möglich, Maine Coons an einer Katzenleine zu führen, jedoch sollte dies vorher in der Wohnung geübt werden. Auch Katzenspielzeug, sowie Intelligenzspielzeug sollte als Beschäftigung für die cleveren Tiere vorhanden sein.

zwei maine coon liegen

Pflege

Eigentlich würde man erwarten, dass das Fell einer Halblanghaarkatze recht pflegeintensiv ist. Das Fell der Maine Coon ist wider aller Erwartungen nicht übermäßig pflegeaufwendig. Das liegt daran, dass „Coonies“ sehr wenig Unterwolle und nur halblanges Deckhaar haben. Folglich bilden sich nicht so leicht Knoten. Es reicht also, wenn Sie das Fell der Maine Coon einmal pro Woche sorgfältig kämmen. Während der Zeit des Fellwechsels sollten Sie sich jedoch öfter um das Fell Ihrer Maine Coon Katze kümmern. Denken Sie auch daran, das Fell von Freigängerkatzen auf Parasiten zu untersuchen.

Maine Coon Ernährung

Bei Maine Coons handelt es sich um große Katzen, die einen hohen Bewegungsdrang haben und aktiv sind. Demnach muss den Tieren eine entsprechend große Menge an Energie zur Verfügung stehen. Auch verschiedene Lebenssituation spielen eine Rolle bei der Maine Coon Ernährung. Zum Beispiel brauchen ältere Katzen eine andere Menge an Nährstoffen als jüngere Katzen. Gerade bei Kitten sollte darauf geachtet werden, dass die passende Menge an Energie zugeführt wird, um eine optimale Entwicklung zu gewährleisten. Auch der Gesundheitszustand und das Gewicht des Vierbeiners beeinflusst die benötigte Menge an Nährstoffen. Achten Sie bei der Wahl des Katzenfutters auf hochwertige Inhaltsstoffe. Der Anteil an Fleisch sollte dabei am höchsten sein. Zucker, Konservierungsstoffe, Getreide und tierische Nebenerzeugnisse sollten jedoch nur in kleinen Mengen vorhanden sein. Ihre felligen Vierbeiner freuen sich natürlich auch über Leckerlis, die Menge sollte jedoch im Rahmen bleiben. Grundsätzlich sollten Sie auf das Gewicht Ihrer Maine Coon achten, denn Übergewicht kann zu schmerzhaften Gelenkproblemen führen.

Bieten Sie Ihren „Coonies“ Katzengras an. Bei der Fellpflege verschlucken die Maine Coon Katzen viele Haare, die sich im Magen zu Ballen formen. Das Katzengras hilft den Vierbeinern beim Erbrechen der Haare, da sie den Brechreiz unterstützen.

BARF und Selbstkochen sind weitere Möglichkeiten der Ernährung von Maine Coon Katzen. Bevor Sie sich für eine dieser Methoden entscheiden sollten Sie sich gründlich informieren, damit ein Nährstoffmangel vermieden werden kann. Denken Sie daran, nie rohes Schweinefleisch zu verfüttern, da es den Aujeszky-Virus übertragen kann. Kochen Sie das Fleisch vor der Fütterung gut durch.

Ausreichend Wasser sollte den „Coonies“ immer zur freien Verfügung stehen. Die Gabe von Milch sollte vermieden werden, da Katzen von Natur aus laktoseintolerant sind. Spezielle Katzenmilch mit reduziertem Anteil an Milchzucker vertragen Katzen jedoch gut. Es sollte aber nur als Snack und nicht als Wasserersatz angeboten werden.

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