20. Dezember 2017 - Aktualisiert 25. April 2019

Katzen impfen lassen

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Damit Ihre geliebten Stubentiger gesund und Ihnen lange erhalten bleiben, sollten Sie Ihre Katzen impfen lassen. Andernfalls können Katzen schwerwiegende Erkrankungen erleiden, von denen sie unter Umständen dauerhafte Nachwirkungen davontragen oder die im schlimmsten Fall zum Tod Ihrer Katze führen können.

Impfungen vornehmen dürfen grundsätzlich nur Tierärzte. Entsprechend sind auch nur sie befugt, Einträge im Impfpass vorzunehmen. Bei jeder Impfung werden Ihrer Katze Erreger injiziert, die allerdings keine Erkrankung auslösen. Daraufhin bildet der Körper der Katze sogenannte Antikörper. Diese verhindern, dass Ihre Katze sich mit Krankheitsauslösern infiziert.

Was muss vor einer Impfung beachtet werden?

So wichtig es auf der einen Seite ist, Ihre Katzen durch Impfungen vor Krankheiten zu schützen, sollten Sie sich auch die Risiken und Nebenwirkungen des Impfens vor Augen führen. Da keine Impfpflicht besteht, können Sie als Halter diese Entscheidung selber treffen.

Wollen Sie Ihre Katzen impfen lassen, sollten Sie sicher stellen, dass die Katzen gesund sind. Dazu zählt auch, dass sie frei von Parasiten sein und gut ernährt sein muss. Nur so kann die Impfung Erfolg zeigen und schwächt Ihre Katze nicht zusätzlich. Wäre der Organismus der Katze krank oder zumindest geschwächt, so würde eine Impfung keine oder keine ausreichende Immunität bei der Katze bewirken.

Mindestalter von Kitten bei der ersten Impfung

Frühestens ab der 8. Lebenswoche sollten Sie Ihre Kitten impfen lassen. Dann ist eine Grundimmunisierung mit den gängigsten Impfungen gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen empfehlenswert. So sind Ihre Mini-Miezen vor lebensbedrohlichen Krankheiten geschützt. In den ersten Wochen nach der Geburt sind sie noch durch von der Mutter stammende Antikörper geschützt, die im Blut zirkulieren. In diesem Zeitraum können die Kitten nur bedingt eine eigene Immunität gegen Krankheitserreger aufbauen. Deshalb wird dringend empfohlen, Kitten im Alter von 12 Wochen nachimpfen zu lassen. Sind die Katzen zum Zeitpunkt der Impfung bereits älter als 12 Wochen, so reicht eine einzige Impfung, um eine sichere Immunität herzustellen.

Sind Impfungen für Wohnungskatzen sinnvoll?

Reine Wohnungskatzen haben keinen Kontakt zu unbekannten Artgenossen, so dass sie sich seltener mit Krankheitserregern infizieren. Allerdings gibt es auch typische Katzen-Krankheiten, die sogar ohne Kontakt zu anderen Katzen übertragen werden können. Das gilt zum Beispiel für die Katzenseuche und den Katzenschnupfen. Aus diesem Grund ist eine Impfung gegen diese Erkrankungen für Wohnungskatzen wie für Freigänger gleichermaßen sinnvoll.

Welche Impfungen für Katzen sind zu empfehlen?

Wie beim Menschen auch, beinhaltet jede Impfung eine Grundimmunisierung und anschließende Auffrischungsimpfungen. Wie häufig die Auffrischungsimpfungen erfolgen sollten, bringen Sie bitte beim Tierarzt Ihres Vertrauens in Erfahrung.

Gegen die gefährlichsten Krankheiten, an denen Katzen leiden können, gibt es effektive Schutzimpfungen. Zu diesen zählen:

  • Katzenseuche (Panleukopenie)
  • Katzenschnupfen (Rhinotracheitis, Herpes- und Calici-Virusinfektion)
  • Katzenleukämie (Leukose)
  • Übertragbare Bauchfellentzündung der Katze (FIP)
  • Tollwut

Gegen das sogenannte Feline Immundefizienz-Virus (Katzen-Aids) gibt es zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Impfung

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Katzen impfen lassen: Oft empfohlene Impfungen

Katzenseuche

Auslöser der Katzenseuche ist in den meisten Fällen das Feline Panleukopenie-Virus. Es weist Ähnlichkeiten mit dem Erreger der Parvovirose beim Hund auf. Die Übertragung vollzieht sich von Tier zu Tier, aber auch über Gegenstände, auf denen sich die Erreger befinden. Die Katzenseuche kann sich sehr schnell ausbreiten. Das Virus zeichnet sich durch große Widerstandsfähigkeit aus und kann so eine permanente Gefahr für nicht geimpfte Katzen bedeuten. Es kann sich sowohl in den Ausscheidungen von erkrankten Katzen befinden als auch in denen von Katzen, die die Krankheit bereits überstanden haben. Die Impfung sollte ab der 8. Lebenswoche erfolgen. Ob die Impfung jedes Jahr oder nur alle drei Jahre notwendig ist, richtet sich nach dem jeweiligen Präparat. Der Tierarzt Ihres Vertrauens kann Ihnen dazu Auskunft geben. Häufig tritt die Erkrankung bei jungen Katzen auf. Sie kann aber auch ältere Katzen betreffen. Die ersten Krankheitsanzeichen treten in der Regel drei bis neun Tage nach der Ansteckung auf. Dazu zählen unter anderem Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Fieber, Futterverweigerung und Erbrechen.

Katzenschnupfen

Auslöser des Katzenschupfen sind feline Calici- und Herpesviren. Die harmlose Bezeichnung täuscht, denn die Erkrankung ist hochansteckend und kann zu einer Lungenentzündung oder gar Erblindung der Katze führen. Wenn sie nicht behandelt wird, kann sie schlimmstenfalls tödlich enden. Ab der 8. Lebenswoche sollten Sie Ihre Katzen impfen lassen. Ist Ihre Katze ein Freigänger, so raten Tierärzte, jährlich impfen zu lassen, eine reine Hauskatze hingegen nur alle zwei bis drei Jahre.

Tollwut

Tollwut verläuft nach der Infektion tödlich. Auch bietet die Tollwutimpfung nicht nur Ihrem Tier, sondern auch Ihnen als Halter Schutz. Denn Tollwut kann von der Katze auf den Menschen übertragen werden und auch für den Menschen tödlich enden. Weltweit versterben nach Angaben der WHO etwa 50.000 Menschen an Tollwut. Der Erreger der Tollwut ist das Tollwut-Virus (Lyssa-Virus oder Rhabdo-Virus). Für den Fall, dass Sie Ihre Katze auf eine Reise ins Ausland mitnehmen möchten, ist eine Tollwutimpfung sogar zwingend erforderlich. Von der Tollwut betroffen sind in erster Linie Freigänger. Die Impfung sollten Sie ab der 12. Lebenswoche vornehmen lassen. Je nach Präparat muss sie alle zwei bis drei Jahre wiederholt werden. Nähere Auskünfte erteilt Ihnen ein Tierarzt. Lesen Sie auch unseren Artikel über "Tollwut beim Hund". 

Individuell zu erwägen sind folgende Impfungen

Katzenleukämie (Leukose)

Bei der Katzenleukämie oder Leukose handelt es sich um eine Erkrankung, die zum jetzigen Zeitpunkt nicht heilbar ist. Sie führt zu Tumoren und zu einer Störung der Blutzellbildung. Die Krankheit betrifft in erster Linie Freigänger-Katzen. Wenn Ihre Mieze also gern draußen auf Streifzug geht, sollten Sie sie ab der 9. Lebenswoche impfen lassen. Eine Nachimpfung ist jährlich oder alle drei Jahre fällig. Wenden Sie sich einfach vertrauensvoll an einen Tierarzt, der Ihnen gerne nähere Auskünfte erteilt.

FIP (Feline infektiöse Peritonitis)

Die Feline infektiöse Peritonitis wird ausgelöst durch das Feline Coronavirus. Am häufigsten äußert sich die Erkrankung in einer Bauchfellentzündung (Peritonitis). In manchen Fällen betrifft sie allerdings ausschließlich das Brustfell. Eine direkte Übertragung des FIP-Virus von Katze zu Katze findet kaum statt. Bei Katzen, die sich einer guten Zell-Gesundheit erfreuen, stehen die Chancen in der Regel gut, dass Corona-Viren sich nicht zu FIP-Viren entwickeln. Bei FIP handelt sich um eine Erkrankung mit tödlichem Verlauf.

Chlamydienschnupfen (Chlamydiose bzw. Chlamydophila felis)

Die Impfung sollte ab der 8. Lebenswoche erfolgen. Die Erkrankung betrifft vor allem die Augen und äußert sich in Form einer ein- oder beidseitigen Bindehautentzündung. Die Chlamydiose stellt vor allem bei Katzenjungen und in Mehrkatzenhaushalten ein Problem dar. Treffen diese Aspekte bei Ihnen zu, so wird die Impfung gegen Chlamydophila felis dringend empfohlen. Auch besteht sonst die Gefahr, dass sich die Erreger von infizierten Tieren auf den Menschen übertragen.

Ein gesundes Immunsystem durch hochwertiges Katzenfutter, Wasser,  wärmende Liegeplätze – und natürlich viele Schmuseeinheiten – bietet einen zusätzlichen Schutz.

Wir von Zooplus wünschen Ihnen, dass Sie und Ihre Katze(n) gesund bleiben.

Entdecken Sie unseren Kitten-Shop und lesen Sie auch unseren Artikel über Kitten eingewöhnen: Grundausstattung & Tipps!

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