Katzenrassen

Kuschelige Britisch Kurzhaar, elegante Bengalen oder blauäugige Siam: Wer heutzutage eine Katze sucht, hat die Qual der Wahl. Im Vergleich zur Hunde- ist die Katzenzucht allerdings noch sehr jung: Erst seit Mitte des 20. Jahrhunderts haben sich Katzenfreunde professionell organisiert, um Standards für bestimmte Rassen zu entwickeln. Mehr lesen

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Die wichtigsten Charakterzüge

Meine Katze soll sein

Erscheinung

Größe
KleinMittelGroß
Fell
Haarlos / HypoallergenKurzhaarLanghaar
Farbe
SchwarzBlau / GrauChinchillaCremeWeißLilaBraun / Schoko / Grau
Muster
TabbySchildpatt / Dreifarbig / CalicoZweifarbig / Tuxedo / VanColorpoint
20 Katzenrassen zu Ihrer Suche

American Curl

Die American Curl ist eine Katzenrasse, die Aufmerksamkeit erregt: Ihre geschwungenen Ohren würden auch als ausgefallener Kopfschmuck, entworfen von einem modernen Designer, durchgehen. Beim Charakter der American Curl Katze setzt sich ihr Hauskatzen-Erbe durch: Sie ist unverdorben, aktiv und menschenbezogen.

American Shorthair

Als die ersten europäischen Siedler nach Amerika reisten, befanden sich an Bord ihrer Schiffe auch vierbeinige Passagiere. Kätzische Mitreisende waren damals vor allem aufgrund ihrer Jagdfähigkeiten geschätzt. Schließlich hielten sie Ratten und Mäuse während langer Seereisen in Schach. Und auch an Land waren sie beliebt, sorgten sie doch dafür, dass die Getreidespeicher der Siedler frei von Ungeziefer waren. Nach heutigen Erkenntnissen sind die Vierbeiner der ersten nordamerikanischen Siedler zudem Vorfahre einer heute bekannten und beliebten Rasse namens „Amerikanisch Kurzhaar“, die oft auch als „American Shorthair“ bezeichnet wird.

American Wirehair

Amerikanische Kurzhaar- und Langhaarkatzen sind den meisten Katzenfreunden bekannt. Aber was bitteschön ist die „American Wirehair“ für eine Rasse? Die oft auch als „Amerikanische Drahthaarkatze“ bezeichneten Tiere sind in Amerika sehr selten und in Europa kaum zu finden. Dennoch ist die American Wirehair eine sehr interessante Katze, die wie viele andere Katzenrassen aufgrund einer zufälligen Mutation entstand. Erfahren Sie hier mehr über die Drahthaarkatzen aus dem Staat New York!

Britisch Kurzhaar

Sind Sie auf der Suche nach einer Katze, die ihre Familie mit ihrem ruhigen und ausgeglichenen Charakter perfekt ergänzt und sich gegebenenfalls nur für die Haltung im Haus eignet? Dann stehen die Chancen gut, dass Ihnen die Rasse „Britisch Kurzhaar“ empfohlen wurde. Dem plüschigen Fell und den großen Augen der Britisch Kurzhaar, auch British Shorthair genannt, kann kaum ein Katzenfreund wiederstehen. Dabei ist auch der Charakter der Briten einfach zum Liebhaben! Doch was sollten Sie sonst noch wissen? Unser Rasseportrait stellt Ihnen die Kurzhaarkatzen aus Großbritannien detailliert vor und bietet Tipps zur Anschaffung, Haltung, Ernährung und Gesundheitsvorsorge.

Britisch Langhaar

Sie sind auf der Suche nach einer anpassungsfähigen Katze für das Leben im Haus, möglichst mit langem Fell? Die „Britisch Langhaar“, auch oft „Highlander“ ist die Halblanghaarvariante der Britisch Kurzhaar und teilt mit ihr das freundliche, ausgeglichene Wesen und einen eher geringen Bewegungsdrang. Die Geschichte der Britisch Langhaar ist eng mit der Historie der Britisch Kurzhaar verwandt. Schließlich entsprechen beide Rassen dem gleichen Standard und unterscheiden sich nur durch das bei der Britisch Langhaar lange, weiche Fell, das durch Einkreuzungen mit Perserkatzen entstand.

Cornish Rex

Kurz- und Langhaarkatzen sind ein gängiges Bild in der Katzenwelt. Doch Katzen mit gekräuseltem Fell oder gar ganz ohne Haarkleid kennt man eher weniger! Eine der seltenen Katzenrassen, deren Vertreter eine auffällige Fellstruktur aufweisen, ist die Cornish Rex.

Devon Rex

Die Devon Rex ist eine seltene Katzenrasse, die sich aufgrund ihrer äußeren Erscheinung von anderen Katzenrassen abhebt. Ihre Schädelform ist flach mit extrem großen abstehenden Ohren und sehr großen Augen. Während die ersten Reaktionen auf die Devon Rex Katze noch verhalten bis ablehnend waren, gelangte sie später aufgrund ihrer sehr speziellen äußeren Merkmale schnell zu Ansehen. Die Devon Rex ist wegen ihrer angenehmen charakterlichen Eigenschaften eine typische Familienkatze. Auch eignet sie sich sehr gut für die Wohnungshaltung. Vielleicht bereichert Sie ja bald auch Ihr Zuhause?

Europäisch Kurzhaar

Kaum zu glauben aber wahr: Auch die Europäisch Kurzhaar ist eine Katzenrasse. Nicht jede Bauernhofkatze unbekannten Ursprungs ist aber eine EKH – denn auch diese Rasse hat besondere Rassestandards, denen die Zuchttiere genügen müssen.

LaPerm

Die Katze mit der Dauerwelle: Die noch junge Katzenrasse LaPerm entstand durch eine zufällige Genmutation und zeichnet sich in erster Linie durch ihr einzigartiges Lockenfell aus. Doch nicht nur ihre weichen Locken, sondern auch ihr menschenbezogener und anhänglicher Charakter machen sie zur perfekten Schmusekatze.

Maine Coon

Die Maine Coon ist mittlerweile zu einer der beliebtesten Katzenrasse der Welt geworden und erfreut sich auch in Deutschland an zunehmender Beliebtheit. Dies ist wohl auf ihre Natürlichkeit, Robustheit und ihren tollen Charakter zurückzuführen.

Munchkin

Die Katze mit den kurzen Beinen

Diese aus den USA stammende originell aussehende Katzenrasse ist andernorts noch eine Rarität. Ihre charakteristischen kurzen Beine gehen auf eine spontane Genmutation zurück. Genau dieses Merkmal in Verbindung mit ihrer unverwechselbaren Wesensart ist es aber, was die Munchkin Katze in den Augen ihrer Züchter und Fans so besonders macht.

Norwegische Waldkatze

Die Norwegische Waldkatze ist ohne menschlichen Einfluss in ihrem Ursprungsland Norwegen entstanden und begeistert mit ihrem wilden Äußeren und einem unverfälschten Charakter. Doch nicht nur das Aussehen der Norweger ist ursprünglich!

Perserkatze

Die plüschige Perserkatze ist eine der beliebtesten Katzen überhaupt. Ist es verwunderlich, gehört die im Persischen als „Gorbe-ye irāni“ (auf Deutsch „iranische Katze“), bezeichnete Fellnase doch zu den ältesten Katzenrassen – und das, obwohl die uns heute bekannte Perser gar nicht aus dem Orient stammt!

Peterbald

Katzen ohne Fell rufen die unterschiedlichsten Reaktionen hervor. Doch die Peterbald, eine Katzenrasse, die es auch in einer nackten Variante gibt, kümmert das wenig: Mit ihrem freundlichen Wesen wickelt sie mühelos Katzenfreunde auf der ganzen Welt um die Pfote.

Selkirk Rex

Die Selkirk Rex Katze gehört zu den wenigen Katzenrassen, die lockiges Fell haben. Ihr außergewöhnlicher Look in Kombination mit einem sanften Charakter führt dazu, dass sie die Herzen von immer mehr Katzenfreunden erobert.

Sibirische Katze

Die Sibirische Katze ist das Inbild einer Naturrasse: Die mittelgroßen Katzen mit dem ursprünglichen Aussehen, kräftiger Statur und halblangem Fell sollen ganz ohne menschlichen Einfluss in ihrer Heimat Russland entstanden sein. Gezielt gezüchtet werden sie erst seit den 80er Jahren.

Snowshoe

In Deutschland ist die ursprünglich aus den USA stammende Snowshoe Katze noch recht wenig vertreten, findet aber aufgrund ihres interessanten Äußeren in Verbindung mit einem einzigartigen Charakter auch hierzulande bestimmt viele Freunde. Ein Wurf Snowshoe Kitten steckt immer voller süßer Überraschungen: Die jungen Kätzchen sind zum Zeitpunkt der Geburt noch ganz weiß und entwickeln die verschiedenen Färbungen erst im Laufe ihrer Entwicklung. Erste Farbgebungen sind etwa zehn Tage nachdem die hübschen Wesen das Licht der Welt erblickt haben erkennbar.

Sphynx

Ganz sicher ist man sich bei der Herkunft der Sphynx Katzen nicht. Haarlose Katzen existieren bereits seit langer Zeit: Die Azteken hielten Berichten zufolge schon vor mehreren Jahrhunderten haarlose Katzen. Erste Aufzeichnungen von Nacktkatzen wurden Anfang 1900 in New Mexico gefunden. Dort kamen zwei haarlose Kitten auf die Welt, jedoch wurden diese nicht verpaart, da es sich um Geschwister handelte. Sie wurden auf den Namen „New Mexican Hairless cats“ getauft. Diese Katzen sind jedoch nicht mit der heutigen Sphynx Katze verwandt. Bei der Sphynx Katze handelt es sich um eine Katzenrasse kanadischen Ursprungs. 1966 gebar eine Hauskatze ein haarloses Katzenbaby. Damit begann die Zucht der Sphynx Katzen. Der Besitzer züchtete mit der haarlosen Katze, die auf den Namen „Prune“ getauft wurde, weiter, um weitere Nacktkatzen zu züchten. Einige der Kitten besaßen Fell, andere waren haarlos. Die Kitten wiesen schwere Gesundheitsprobleme auf: Ihr Immunsystem konnte sich nicht richtig entwickeln. Somit kam es beinahe zu einem kompletten Rückgang der Zucht. Jedoch konnten Mitte der 70er weitere Exemplare der Nacktkatze ausfindig gemacht werden und die Zucht setzte sich fort. Seit 1971 ist die Sphynx als Rasse anerkannt.

Tonkanese

Trotz ihrer berühmten Stammeseltern, Burma- und Siamkatze, ist die Tonkanese eine relativ seltene Katzenrasse. Dabei vereint die schöne Katze mit dem schlanken, muskulösen Körper und dem samtig kurzen Fell viele positive Eigenschaften ihrer Vorfahren in sich. Anhänglich, gesellig und neugierig wie sie ist, ist sie eine tolle Katze für Familien, die viel Zeit mit ihrer Katze verbringen möchten.

Türkisch Van

Katzen die schwimmen können? Gibt es tatsächlich! Die Türkisch Van liebt im Gegensatz zu ihren Artgenossen Wasser und wagt gerne mal den ein oder anderen Ausflug ins kühle Nass. Dabei wird die Türkisch Van oft mit der Türkisch Angora verwechselt. Wer genau hinschaut, entdeckt aber schnell Unterschiede zwischen den beiden Rassen. Die Türkisch Van Katze stammt, wie der Name schon sagt, aus dem Osten der Türkei. Die Bezeichnung „Van“ weist auf den „Vansee“ hin, in dessen rauer und abgeschiedener Region sich die Rasse angeblich entwickelt haben sollte. Erfahren Sie hier mehr zu den außergewöhnlichen Katzen aus der Türkei!

So entstanden Katzenrassen

Seit den 1930er Jahren setzte sich die Französin Marguerite Ravel für einen europäischen Dachverband, in dem sich die nationalen Katzenzüchter zusammenschließen, ein. Dies mündete 1950 in der Gründung der Fédération Internationale Féline d'Europe (FIFE), heute Fédération Internationale Féline (FiFé). Seither entwickelte sich ein größeres Interesse für das Züchten von Rassekatzen. Die Ursprünge einiger Katzenrassen gehen allerdings noch weiter zurück: Freunde der Fellnasen widmen sich beispielsweise seit über 200 Jahren der Zucht von Perserkatzen. Siam-Katzen gelangten ebenfalls im 19. Jahrhundert von Asien nach Europa, wo die erste Nachzucht 1885 auf einer Londoner Katzenausstellung präsentiert wurde.

Was ist eine Rassekatze?

Wann gehört eine Katze zu einer bestimmten Rasse? Züchter setzen sich Zuchtziele, die sich an den Merkmalen der jeweiligen Katzenrasse orientieren. Dabei spielen nicht nur die Optik, sondern auch Gesundheit und Wesen eine wichtige Rolle. Für europäische Katzenzüchter schreibt meist die FiFé, mit der die regionalen und nationalen Vereine zusammenarbeiten, die Standards vor. Dies belegt ein Stammbaum, der zu jeder Katze aus seriöser Zucht gehört. Anhand des Stammbaums lassen sich die Vorfahren der Katze über mehrere Generationen hinweg nachverfolgen. Nur so ist eine Reinzucht gewährleistet. Zu einer Katzenrasse gehört mehr als der typische Look, doch häufig sieht man Samtpfoten ohne Papiere an, dass sie von bestimmten Katzenrassen abstammen.

Die Einteilung der Katzenrassen erfolgt häufig nach Haarlänge. So gibt es Langhaarkatzen wie Perser oder Colourpoint. Zu den Halblanghaarkatzen zählen Türkisch Van und Norwegische Waldkatze. Die größte Gruppe bilden Kurzhaarkatzen wie Britisch Kurzhaar, German Rex oder Russisch Blau. Apropos Kurzhaar: Viele Katzenbesitzer, die mit einer kunterbunten Kurzhaarkatze ihr Leben teilen, antworten auf die Frage nach deren Rasse: „Das ist eine EKH, also eine Europäisch Kurzhaar!“ Strenggenommen ist das meist falsch. Denn auch die Europäisch Kurzhaar ist eine Katzenrasse mit strengen Standards und kontrollierter Zucht.

Entwicklungen und Trends

Früher war die kontrollierte Zucht auf wenige Katzenrassen beschränkt, die sich vor allem durch Fell und Farbe unterschieden. Zum Beispiel die üppig behaarte Angorakatze oder die Heilige Birma mit der typischen „Masken“-Färbung. Vergleichen wir die Katzen- mit der Hundezucht, fällt auf, dass die Hundezucht Rassen mit viel extremeren Unterschieden hervorbringt. Beispielsweise eine 70 Kilogramm schwere Dogge und einen 2 Kilogramm leichten Chihuahua, einen runden Mops und einen langgestreckten Dackel. Dies liegt daran, dass Hunde für verschiedene Zwecke gezüchtet werden: als robuster Wildschweinjäger, Rennhund oder Bullenbeißer. Katzen hingegen sollten früher vor allem Mäuse fangen. Doch in den letzten Jahren lässt sich ein Hang zu Extremen in der Katzenzucht verzeichnen. Hierfür stehen Katzenrassen mit kurzen Beinen wie die Munchkin oder Wildkatzenhybriden wie die Savannah. Der Wunsch nach außergewöhnlicher Abstammung oder Körperform ist dabei nicht immer von Vorteil für unsere vierbeinigen Gefährten.

Finden Sie die Katzenrasse, die zu Ihnen passt!

Einige Katzenrassen bezaubern durch ihre Schönheit. Dennoch sollten sich Katzenfreunde vor allem über deren Wesen und die Haltungsanforderungen informieren. Auch rund um den Charakter sind die Unterschiede zwischen den Katzenrassen weniger ausgeprägt als bei Hunderassen. Doch wer sich in eine der schlanken Orientalen verliebt, wird künftig einen recht gesprächigen und lebhaften Gefährten an seiner Seite wissen. Eher gemütlich geht es bei den Ragdolls zu. Langhaar-Katzen erfordern mehrfach pro Woche Zeit für die ausgiebige Fellpflege. Gleich und gleich gesellt sich gerne: Vertreter ähnlicher Katzenrassen verstehen sich tendenziell besser als Samtpfoten mit unterschiedlichem Temperament. Besonders wichtig ist in jedem Fall eine ausgiebige Sozialisierung seitens des Züchters.

Sie möchten die Katze finden, die am besten zu Ihnen passt? In unserem Katzenmagazin stellen wir Ihnen verschiedene Rassen vor und geben Tipps rund um Haltung und Ernährung. Tipp: Wer eine ältere Katze sucht, kann mit etwas Glück im Tierschutz fündig werden – oder lässt sich vom Charme eines Mischlings um die Pfote wickeln!

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