Der Name verrät es bereits: Der Serbische Laufhund ist ein sportlicher Begleiter für aktive Familien. Woher der Flitzer kommt und wie Sie diese Hunderasse artgerecht halten, erfahren Sie in diesem Artikel.
Aussehen: Was sind äußere Merkmale vom Serbischen Laufhund?
Der Serbische Laufhund, auch Srpski Gonic, Serbische Bracke oder Balkan Hound genannt, ist ein sportlich gebauter Laufhund mit Ursprung in Serbien.
Der Serbische Laufhund trägt seine säbelförmige Rute hoch, was ein stolzes Bild ergibt. Seine Augen sind möglichst dunkel und seine mittellangen Ohren fallen seitlich herab. Sein Kopf ist länglich, der Kiefer kräftig.
Welche Farben hat das Fell?
Das kurze Fell des Serbischen Laufhundes ist typischerweise rot, manchmal eher rotbraun. Auf dem Rücken befindet sich jedoch ein großer schwarzer Fleck. Einige Vertreter dieser Rasse haben einen weißen Fleck an der Brust.
Gut zu wissen: Die Rasse hat eine dichte Unterwolle, um die Temperatur zu regulieren.
Vorsicht Verwechselungsgefahr
Obwohl sie sich äußerlich sehr ähnlich sehen, sind der Serbische Laufhund und der Dreifarbige Serbische Laufhund zwei verschiedene Hunderassen.
Während der Serbische Laufhund nur zwei Farben hat (Rot und Schwarz, gelegentlich mit einem weißen Fleck auf der Brust), hat der Dreifarbige Serbische Laufhund drei Farben: Weiß, Schwarz und Rot.
Wie groß wird der Serbische Laufhund?
Mit einer Widerristhöhe von 44 bis 56 Zentimetern und einem Gewicht von etwa elf bis 23 Kilogramm ist der serbische Laufhund ein mittelgroßer Hund. Die Rüden sind etwas größer und schwerer als die Hündinnen.
Charakter: Ein Hund für die ganze Familie?
Der serbische Windhund gilt als besonders anhänglich und fühlt sich in Familien mit Kindern wohl. Sein ruhiges und verständnisvolles Wesen macht ihn zu einem idealen Familienhund.
Damit das klappt, müssen Sie Ihren Hund allerdings schon früh an Kinder gewöhnen. Umgekehrt sollten Sie Ihren Kindern von klein auf einen guten Umgang mit Tieren beibringen, um eine gute Bindung zwischen allen zu schaffen.
Intelligenz und Energie fordern klare Strukturen
Neben seiner Ausgeglichenheit hat der Serbische Windhund noch andere Eigenschaften: Er ist intelligent und lebhaft. Diese Eigenschaften machen ihn zu einem arbeitswilligen Hund, der Sie beim Sport und anderen Aktivitäten zuverlässig begleiten wird.
Damit das gut funktioniert, braucht Ihr Hund klare Worte, die ihn durch den gemeinsamen Alltag führen. Der Besuch einer Hundeschule kann hilfreich sein.
Den Jagdinstinkt verstehen
Ihr Serbischer Windhund hat viel Spaß im Wald und auf der Wiese. Was Sie als Hundehalter aber nie vergessen sollten, ist sein großer Jagdtrieb. Wenn Ihr Hund nicht lernt, auf Zuruf bei Ihnen zu bleiben, jagt er in Sekundenschnelle dem Wild hinterher.
Tipp: Eine Leine, etwa eine Schleppleine, ist ratsam, wenn Sie mit diesem Hund spazieren gehen.
Haltung und Pflege: Dieser Hund möchte Auslastung
Diese Hunderasse ist sehr sportlich und will diese Charaktereigenschaft ausleben. Er ist daher ideal für Menschen, die sich auch in ihrer Freizeit viel bewegen und dies mit ihrem Hund kombinieren können.
Ist der Serbische Laufhund pflegeleicht?
Die Fellpflege ist beim Serbischen Windhund schnell erledigt. Das kurze Fell lässt sich auch nach regnerischen Spaziergängen gut reinigen.
Wegen der dichten Unterwolle sollten Sie Ihren Hund jedoch vor allem während des Fellwechsels unterstützen, indem Sie ihn in dieser Zeit regelmäßig bürsten.
Prüfen Sie dabei gleich die Augen und Ohren auf Veränderungen und kürzen Sie die Krallen regelmäßig mit einer Krallenschere für Hunde.
Ernährung: Was frisst der Serbische Laufhund?
Die Ernährung des Serbischen Laufhundes unterscheidet sich nicht wesentlich von der anderer Hunderassen. Bei der Auswahl des Futters ist es wichtig, eine ausgewogene Ration mit hochwertigen Zutaten zu wählen.
Wenn Ihr Hund an einer Grunderkrankung leidet, sollten Sie die Fütterung außerdem mit Ihrem Tierarzt besprechen.
Unsere Ratgeber informieren Sie rund um das Thema Hundeernährung mögliche Ernährungsformen für Ihren Vierbeiner:
Berücksichtigen Sie bei der Berechnung der Futtermenge, dass sich Serbische Laufhunde gern und viel bewegen. Je mehr Bewegung Ihr Hund hat, desto mehr Energie muss er zu sich nehmen.
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Aktivitäten für den Serbischen Laufhund
Wenn Sie Jäger sind, können Sie Ihren Serbischen Jagdhund beim jagdlichen Einsatz fordern und fördern. Doch auch abseits der Jagd können Sie mit dieser Hunderasse zahlreiche Aktivitäten genießen, die für eine ausreichende körperliche und geistige Auslastung sorgen.
Ob Joggen, Radfahren oder lange Wanderungen: der Serbische Windhund ist überall dabei. Viele Rassevertreter lassen sich außerdem für sportliche Aktivitäten begeistern. Geeignet ist zum Beispiel das Mantrailing mit Fährtenarbeit.
Welche Hundesportart die richtige für Ihren Vierbeiner ist, finden Sie am besten heraus, indem Sie sie gemeinsam mit Ihrem Hund ausprobieren.
Gesundheit: Wird der Serbische Laufhund oft krank?
Der Serbische Laufhund gilt grundsätzlich als robust. Auch wenn rassebedingte Krankheiten nach derzeitigem Stand nicht vorliegen, kann auch dieser Hund an Hundekrankheiten erkranken. Dazu gehören vor allem Allergien oder die Hüftdysplasie (HD).
Wie hoch ist die Lebenserwartung vom Serbischen Laufhund?
Wenn Sie Ihren Hund artgerecht halten und auf eine ausgewogene Ernährung achten, schaffen Sie gute Voraussetzungen für ein langes Hundeleben. Die durchschnittliche Lebenserwartung des Serbischen Laufhundes liegt bei etwa zwölf bis 14 Jahren.
Geschichte: Was ist der Ursprung des Serbischen Laufhunds?
Der Name dieses Hundes weist bereits auf seine Herkunft hin: Serbien, im Balkan. Wie genau diese Hunderasse entstanden ist, ist nicht vollständig geklärt.
Die Überlieferung besagt jedoch, dass der Serbische Laufhund von Jagdhunden abstammt, die phönizischen Händlern gehörten. Aus Kreuzungen mit Hunden aus Anatolien und Montenegro soll dann der Serbische Laufhund hervorgegangen sein.
Erste Dokumentation der Rasse
Es ist nicht klar, wann und wo genau die Rasse entstanden ist. Allerdings soll der australische Offizier Frank Laska bereits 1905 ein Buch über die lokalen Jagdbräuche geschrieben haben. Der Name dieser Hunderasse soll in diesem Buch zum ersten Mal erwähnt worden sein.
Wann wurde der Serbische Laufhund als Rasse anerkannt?
Der erste Standard dieser Rasse wurde 1924 veröffentlicht. Die Fédération Cynologique Internationale (FCI) hat den Serbischen Laufhund 1940 als eigenständige Hunderasse anerkannt.
Hinweis: Die Anerkennung des Dreifarbigen Serbischen Laufhundes erfolgte später, im Jahr 1961. Zuletzt erfolgte am 26.11.2002 eine Aktualisierung des derzeit gültigen Standards.
Anschaffung: Wo finde ich einen Serbischen Laufhund?
Aufgrund des serbischen Ursprungs ist diese Hunderasse nicht in jedem Land und nicht bei jedem Züchter zu finden. Wenn Sie sich für diese aktive Hunderasse interessieren, sollten Sie sich daher frühzeitig über namhafte Züchter informieren.
Hinweis: Wenn Sie keinen vertrauenswürdigen Züchter in Ihrer Nähe finden, können Sie sich auch an Ihr örtliches Tierheim wenden.
In unseren Ratgebern finden Sie zahlreiche Tipps für die Adoption:
Aktive Menschen oder Familien, die gern in der Natur unterwegs sind und Erfahrung mit Hunden haben, werden ihre Freude mit dem Serbischen Laufhund haben. Das anhängliche Energiebündel verjagt garantiert jeden Anflug von Langeweile.
Steckbrief zum Serbischen Laufhund
Besonderheiten:
Mittelgroßer Laufhund, der ein guter Begleiter für Jägerfamilien ist.
Charakter:
lebhaft, freundlich, anhänglich, intelligent
Widerristhöhe:
44-56 cm
Gewicht:
11-23 kg
Fell:
kurz mit dichter Unterwolle
Fellpflege:
pflegeleicht, braucht während des Fellwechsels Unterstützung
Auslauf:
braucht viel Bewegung und Beschäftigung
Anfängerhund:
nur für erfahrene Halter
Bellen:
neigt zum Bellen
Lebenserwartung:
ca. 12-14 Jahre
Typische Krankheiten:
keine rassebedingten Krankheiten bekannt es können Allergien oder Hüftdysplasie auftreten
FCI-Gruppe:
Gruppe 6: Laufhunde, Schweisshunde und verwandte Rassen
An der Justus-Liebig-Universität Gießen wurde ich zur Tierärztin ausgebildet und durfte Erfahrungen in verschiedensten Bereichen sammeln.
Seitdem arbeite ich nicht nur als tierärztliche Autorin, sondern auch an meiner Dissertation. Mein Ziel ist es, Tiere vor krankheitserregenden bakteriellen Erregern zukünftig besser zu schützen.
Neben meinem tierärztlichen Wissen teile ich meine eigenen Erfahrungen als glückliche Hundebesitzerin. Dadurch kann ich Ängste und Probleme nachvollziehen und zugleich über diese aufklären.
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