Kanadischer Eskimohund

Er ist eine der ältesten Hunderassen der Welt: der Kanadische Eskimohund. Was zeichnet diese Hunderasse sonst noch aus? Dieser Artikel liefert die wichtigsten Informationen zu dem kälteresistenten Vierbeiner. Mehr lesen

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Kanadischer Eskimohund

Er ist eine der ältesten Hunderassen der Welt: der Kanadische Eskimohund. Was zeichnet diese Hunderasse sonst noch aus? Dieser Artikel liefert die wichtigsten Informationen zu dem kälteresistenten Vierbeiner.

Aussehen: Was sind äußere Merkmale?

Der Kanadische Eskimohund (englisch Canadian Eskimo Dog) ist eine alte Hunderasse, die aufgrund ihres kräftigen Baus und prächtigen Fells viele Menschen beeindruckt. Die Ohren sind rechteckig und aufrecht. Die Rute ist stark behaart.

Wie sieht das Fell vom Eskimohund aus?

Das Fell des Eskimohundes ist dick und hat eine weiche Unterwolle – perfekt für arktische Temperaturen. Rüden haben meist eine eindrucksvollere Mähne als Hündinnen.

Das Fell dieser ehemaligen Schlittenhunde kann verschiedene Farben haben: ob braun, grau, rot, schwarz oder weiß. Es gibt auch Kombinationen dieser Farben.

Wie groß wird der Eskimohund?

Hündinnen sind deutlich kleiner und leichter als Rüden. Sie erreichen eine Schulterhöhe von etwa 50 bis 60 Zentimetern und wiegen zwischen 18 und 30 Kilogramm. Rüden hingegen haben eine Schulterhöhe von 58 und 70 Zentimetern und erreichen ein Gewicht von 30 bis 40 Kilogramm.

Charakter: Nicht nur äußerlich stark

Beim Eskimohund beeindruckt nicht nur das Aussehen, sondern auch das Wesen. Er ist mutig, stark, und seinem Besitzer gegenüber loyal. Er eignet sich daher besonders als Wachhund, da er seinen Menschen zu 100 Prozent treu bleibt.

Haltung und Erziehung: Ein Hund für kalte Regionen

Aufgrund seiner arktischen Abstammung hat der Eskimohund von Natur aus eine Vorliebe für kalte Temperaturen. Er liebt es, sich im Schnee zu wälzen und in eiskalten Bächen zu baden. Heiße Regionen sind daher für diese Rasse nicht geeignet.

Achtung: Beachten Sie dies nicht und ist Ihr Eskimohund hohen Temperaturen ausgesetzt, droht ihm ein gefährlicher Hitzschlag.

Ist der Eskimohund als Familienhund geeignet?

Der Kanadische Eskimohund ist vielseitig einsetzbar, auch als Familienhund. Er ist verspielt und friedlich zugleich. Da er zudem intelligent ist, lernt er schnell und hält sich gerne an Ihre einstudierten Befehle.

Damit dies gelingt, ist der Besuch von Welpenspielstunden und anschließenden Lerneinheiten in einer Hundeschule wichtig. So können Sie Ihren Hund frühzeitig sozialisieren und ihm die nötigen Kommandos beibringen, die auch für den Hundesport Voraussetzung sind.

Welche Aktivitäten sind für den Kanadischen Eskimohund geeignet?

Aufgrund seiner Liebe zum Schnee ist der Eskimohund ideal für den Wintersport. Hierzu zählen vor allem:

Gerne können Sie aber auch andere Hundesportarten ausprobieren

Beschäftigung für den Kanadischen Eskimohund
Der Kanadische Eskimohund braucht Action und tobt sich am liebsten in der Natur und bei niedrigen Temperaturen aus.

Ernährung: Was frisst der Kanadische Eskimohund?

Welches Futter Sie Ihrem Hund geben können, hängt von individuellen Faktoren wie der sportlichen Aktivität, Gesundheit und Größe ab. Je mehr sich Ihr Hund bewegt, desto mehr Futter benötigt er.

Bei der Auswahl des Futters sollten Sie besonders auf die Qualität achten. So stellen Sie sicher, dass Ihr Hund alle wichtigen Nährstoffe erhält, die er braucht.

Unser Tipp: Lassen Sie sich individuell von einem Hundeernährungsberater beraten.

In unseren Ratgebern erfahren Sie mehr über das Thema Hundeernährung:

Pflege: Ist der Kanadische Eskimohund pflegeleicht?

Auch wenn Sie es nicht vermuten würden: Das lange und dicke Fell des Eskimohundes ist relativ pflegeleicht. Um Verfilzungen vorzubeugen, reicht es in der Regel, den Hund zweimal wöchentlich zu bürsten aus. Während des Fellwechsels sollten Sie die Fellpflege allerdings häufiger durchführen.

Andere Körperteile wollen auch gepflegt werden

Neben dem Fell benötigen auch andere Körperteile Ihre Aufmerksamkeit. Hierzu zählen insbesondere die Krallen und Ohren, die Sie mindestens einmal pro Woche kontrollieren sollten.

Weitere Hundepflege-Tipps für rundum gesunde Vierbeiner:

Gesundheit: Wie hoch ist die Lebenserwartung vom Kanadischen Eskimohund?

Der Kanadische Eskimohund hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von zwölf bis 14 Jahren. Damit Ihr Hund gesund aufwächst und alt wird, sollten Sie ihn nicht nur artgerecht halten, sondern ihn auch einmal jährlich zum Tierarzt bringen.

Welche Krankheiten sind häufig?

Diese Hunderasse gilt allgemein als robust. Allerdings können diese Tiere genetisch bedingte Krankheiten haben wie:

Geschichte: Woher stammt der Kanadische Eskimohund?

Die kanadischen Ureinwohner (Inuit) erschufen den Kanadischen Eskimohund vor mehr als 4.000 Jahren – damit ist diese Hunderasse eine der ältesten der Welt. Ihre Aufgabe war es, den Schlitten zu ziehen und damit den Inuit bei der Jagd auf Robben in den verschneiten Landschaften der Arktis zu helfen.

Die Vorteile des Kanadischen Eskimohunds wurden schnell von anderen Personen entdeckt. Bereits die Entdecker Amundson und Peary sollen die Hunderasse geschätzt haben. Bis 1992 fand die Rasse zudem Einsatz bei einer australischen Antarktisstation.

Kurz vor dem Aussterben

Durch die Industrialisierung und die Erfindung elektrischer Fortbewegungsmittel wie dem Schneemobil verlor der Kanadische Eskimohund allmählich an Popularität. Obwohl noch einige Tiere gehalten wurden, war die Rasse in den 1960er Jahren vom Aussterben bedroht.

Aufgrund der zunehmenden Beachtung der Inuit-Kultur wird die Rasse mittlerweile wieder etwas mehr gezüchtet. Trotz einiger Schutzorganisationen wie der Eskimo Dog Research Foundation oder Brian Ladoon gilt die Rasse aber immer noch als vom Aussterben bedroht.

Anschaffung: Wo finde ich einen Kanadischen Eskimohund?

Aufgrund seiner arktischen Abstammung gibt es in den meisten Ländern nur wenige oder gar keine Züchter, die den Kanadischen Eskimohund verkaufen. Die Suche nach einem Welpen kann daher einige Zeit in Anspruch nehmen.

Alternativ können Sie sich auch an entsprechende Tierschutzvereine oder Tierheime wenden, um zu erfahren, ob diese gerade einen Hund zur Abgabe haben. Und wenn Sie ähnliche Hunderassen suchen, sind Rassen wie der Sibirsche Husky und der Alaskan Malamute vielleicht spannende Optionen für Sie.

Interessieren Sie sich für den Kauf eines Kanadischen Eskimohunds? In unseren Ratgebern erfahren Sie, was vor der Anschaffung wichtig ist:

Kurz und knapp: Die häufigsten Fragen zum Kanadischen Eskimohund

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um den Frostfreund aus Kanada:

Hat der Kanadische Eskimohund Jagdtrieb?

Als Jagdbegleiter verfügt der Kanadische Eskimohund von Natur aus über einen ausgeprägten Jagdinstinkt. Dies sollten Sie durch konsequentes Training in den Griff bekommen, damit der Spaziergang mit Ihrem Hund nicht zur Qual wird. Vergessen Sie zudem nicht, Ihren Hund beim Gassi gehen an der Leine zu führen.

Ist der Canadian Eskimo Dog für Anfänger geeignet?

Aufgrund seines hohen Aktivitätslevels, seines Jagdtriebs und seiner besonderen Anforderungen gehört der Canadian Eskimo Dog nur in die Hände erfahrener Halter, die ihm viel Zeit und Platz bieten können.

Ist diese Rasse anerkannt?

Der Kanadische Eskimohund wurde erstmals 1959 von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) als Hunderasse anerkannt. Am 28.02.2018 wurde der Standard aktualisiert.

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Fazit: Ursprünglicher Arbeitshund für Profis

Canadian Eskimo Dogs sind besondere Hunde mit besonderen Anforderungen. Die „coolen“ Typen aus dem hohen Norden stecken voller Energie, die sie am liebsten bei gemeinsamen Winteraktivitäten mit ihrem Halter einsetzen. Wenn Sie diesem Hund eine artgerechte Haltung bieten können, steht dem Schneespaß nichts im Weg.

Steckbrief zum Kanadischen Eskimohund

Besonderheiten:Der Kanadische Eskimohund, auch Canadian Eskimo Dog genannt, ist eine spannende, alte Schlittenhunderasse, die beschäftigt werden will.
Charakter:mutig, stark, loyal, intelligent, freundlich
Widerristhöhe:Rüden: 58-70 cm
Hündinnen: 50-60 cm
Gewicht:Rüden: 30-40 kg
Hündinnen: 18-30 kg
Fell:mittellang und dick mit weicher Unterwolle
Farben: braun, grau, rot, schwarz, weiß und Kombinationen
Fellpflege:leicht, zweimal die Woche bürsten
Auslauf:braucht viel Bewegung und Beschäftigung
Anfängerhund:nur für erfahrene Halter
Bellen:schlägt als Wachhung an
Lebenserwartung:ca. 12-14 Jahre
Typische Krankheiten:genetisch bedingt können Krankheiten wie DCM, Grauer Star oder Hüftdysplasie auftreten
FCI-Gruppe:5
Herkunft:Kanada

Quellen: