Futterumstellung beim Hund

Jack Russell Futterumstellung

Bei einer Futterumstellung Ihres Vierbeiners ist auf einiges zu achten.

Auch viele Menschen kennen das Problem: Wer von Fastfood auf eine ballaststoffreiche Ernährung umsteigt, kann dadurch Magengrummeln und Durchfall provozieren. Bei unseren vierbeinigen Gefährten ist es ähnlich. Erfahren Sie im Folgenden, wie Sie eine Futterumstellung beim Hund am besten planen und umsetzen.

Gründe für eine Futterumstellung beim Hund

Brauchen Hunde Abwechslung im Napf? Die Meinung der Experten variiert, doch eine bunte Speisekarte ist nicht notwendig.

Wer seinem Vierbeiner Abwechslung bieten möchte, kann auf unterschiedliche Sorten einer Marke zurückgreifen. Da die Qualität und Zusammensetzung der einzelnen Sorten sich ähnelt, wird Ihre Fellnase diesen „Wechsel“ in der Regel gut vertragen.

Neben der Abwechslung gibt es aber auch andere gute Gründe für eine Futterumstellung:

Tabelle Welpenernährung altersgerecht
Diese Grafik zeigt, welches Futter ein Hund gemäß seines Alters benötigt. Mehr Infos finden Sie auch in unserem Welpenclub „Welpenglück“.
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So geht’s: Die schonende Futterumstellung

Die Darmflora Ihres Hundes braucht Zeit, um sich an die Zusammensetzung eines neuen Futters zu gewöhnen. Deshalb sollten Sie das Hundefutter nicht von einem Tag auf den anderen wechseln. Vielmehr ist es wichtig, dass die Futterumstellung langsam und Schritt für Schritt erfolgt.

Zu Beginn geben Sie bis zu einem Viertel des unbekannten Hundefutters in das gewohnte Futter. Im Laufe von bis zu zwei Wochen steigern Sie den Anteil des neuen Futters immer weiter, bis Ihr Vierbeiner nur noch das andere Futter erhält. Zusätzlicher Vorteil: Ist Ihr Hund wählerisch, kann er sich so nach und nach an die neue Rezeptur gewöhnen.

Tipp: Wer beim Futter für verschiedene Altersstufen bei einer Marke bleibt, hat in der Regel kaum Probleme bei der Umstellung.

Umstellung von Nass- auf Trockenfutter

Auch bei der Umstellung von Nass- auf Trockenfutter oder umgekehrt sollten Sie behutsam vorgehen. Grundsätzlich ist es immer gut, wenn Ihr Vierbeiner beide Futterarten gewöhnt ist.

Zur Gewöhnung an Trockenfutter können Sie die Kroketten als Belohnung einsetzen. Morgens wiegen Sie eine Portion Trockenfutter ab und über den Tag verteilt erarbeitet sich Ihr Hund die Kroketten. Nicht vergessen: Rechnen Sie die Ration Trockenfutter unbedingt in die Tagesration mit ein.

Was sind mögliche Folgen einer zu schnellen Futterumstellung beim Hund?

Manche Hunde vertragen eine Futterumstellung ohne Probleme. Viele zeigen jedoch folgende Symptome, wenn sie ein neues Futter nicht gewöhnt sind:

Sollte Ihr Hund eines oder mehrere dieser Symptome zeigen, verringern Sie den Anteil des neuen Futters erst einmal wieder und bleiben Sie für ein paar Tage bei dem verringerten Anteil.

Halten die Beschwerden an oder kehren sie zurück, sobald Sie den Anteil des neuen Futters wieder erhöhen, sollten Sie eventuell auf ein anderes Futtermittel wechseln. Ihr Tierarzt steht Ihnen bei Problemen sicher gern beratend zur Seite.

Sonderfall: Tiermedizinische Diätfutter

Bestimmte Erkrankungen können beim Hund den Wechsel zu einem Diätfuttermittel erforderlich machen. Hierbei steht der Begriff „Diät“ nicht etwa für Futter, das zum Abnehmen gedacht ist. Vielmehr handelt es sich um besondere Futtermittel, die für spezielle Ernährungszwecke zusammengestellt sind.

Ein Diätfutter darf Ihrem Hund nur nach gestellter Diagnose vom Tierarzt und auf dessen Empfehlung gefüttert werden.

Mögliche Gründe für die Futterumstellung auf eine solche Diät sind unter anderem:

  • Niereninsuffizienz
  • Darmerkrankungen
  • Harnsteine oder Grieß (Urolithiasis)
  • Allergien und Unverträglichkeiten
  • Übergewicht

Auch wenn die Futterumstellung im Krankheitsfall ganz besonders dringend ist – haben Sie etwas Geduld. Da ein zu schneller Wechsel wiederum zu Problemen führen kann, sollten Sie Ihren Hund auch in diesem Fall langsam an ein neues Futter gewöhnen.

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