Übergewicht beim Hund: Tipps für mehr Gesundheit

Rund 56 Prozent aller Hunde bringen zu viel Gewicht auf die Waage. Dieser Wert schwankt zwar je nach Umfrage und Land, doch viel wichtiger ist: Die Zahl der Hunde mit Übergewicht nimmt von Jahr zu Jahr zu.

Die Gründe? Manchmal meinen wir es mit Futter und Leckerlis einfach zu gut mit unseren Fellnasen, manchmal sind ernste Erkrankungen die Ursache. Auch die Corona-Krise samt Lockdown trägt dazu bei. 71 Prozent der Tierärzte geben an, dass die Pandemie das Fressverhalten von Haustieren beeinflusse. Wir möchten Sie deshalb ausführlich über das Thema Übergewicht beim Hund informieren und Ihnen zeigen, was Sie dagegen unternehmen können.

Hat mein Hund Übergewicht?

Um Übergewicht beim Hund überhaupt bekämpfen zu können, müssen Hundebesitzer das Problem zunächst einmal erkennen. Ob Ihr Tier zu viel Gewicht auf die Waage bringt, klären Sie am besten zusammen mit einem Tierarzt ab. Mit ein paar Handgriffen können Sie aber auch selbst eine erste Einschätzung treffen.

  • So erkennen Sie Übergewicht beim Hund

    Legen Sie Ihre Hände locker an den Brustkorb des Hundes und bewegen Sie sie langsam auf und ab. Sind die Rippen einfach zu ertasten, ist alles in Ordnung. Müssen Sie ziemlich drücken, um die Rippen zu fühlen, hat Ihr Hund wahrscheinlich Übergewicht.

    Einen weiteren Hinweis gibt die Silhouette Ihres Vierbeiners: Ist seine Taille nicht mehr deutlich zu erkennen und wirken Bauch und Körper Ihres Hundes allgemein eher rundlich, dann hat er vermutlich ein Gewichtsproblem.

Das richtige Futter für übergewichtige Hunde

Diätfutter
Was ist der Unterschied zwischen Diät- und Lightfutter?

Als Diätfutter bezeichnet man speziell angepasste Futtermittel für Tiere, die an Krankheiten leiden. Sie werden stets in Absprache mit einem Tierarzt verfüttert. So gibt es zum Beispiel Diätfutter für Hunde, die Diabetes oder Nierenprobleme haben. Ein Diätfutter ist damit nicht notwendigerweise zum Abnehmen geeignet.

Unter einem Hundefutter, das den Zusatz Light trägt, versteht man dagegen ein kalorienreduziertes Futtermittel. Es ist die erste Wahl, wenn Ihr Hund nicht so viel Energie aufnehmen und etwas Gewicht verlieren soll.

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Futterberater

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  • Was ist bei der Futterumstellung zu beachten?

    1. Das Wichtigste: Eine Futterumstellung muss immer langsam und behutsam erfolgen.

    2. Halten Sie sich bei der Futtermenge immer genau an die Empfehlungen des Tierarztes oder des Futterherstellers. Auf jedem Päckchen finden Sie Angaben, wie viel Sie für das jeweilige Zielgewicht füttern sollten – denn schon ein paar Gramm zu viel können den Abnehmerfolg beeinträchtigen.
    3. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund von niemandem Essensreste bekommt. Leckerlis sind natürlich erlaubt. Diese sollten Sie aber von der Tagesration abziehen.

    Achtung: Bitte machen Sie auf keinen Fall eine Friss-die-Hälfte-Diät mit Ihrem Hund. Ihm werden sonst wichtige Nährstoffe fehlen.

    Tipps, wie Sie das Futter Ihres Hundes richtig umstellen oder die richtige Futtermenge bestimmen, erhalten Sie im zooplus Magazin!

Unsere Empfehlungen

Bewegung als Schlüssel im Kampf gegen Übergewicht beim Hund

Abnehmen
Nicht zu viel auf einmal: Bewegung langsam steigern

Die Grundregel lautet: Überfordern Sie weder Ihren Hund noch sich selbst. Abnehmen ist ein Prozess, der sehr lange dauern kann.

Wichtig ist deshalb, dass Sie und Ihr Hund Spaß an der Bewegung haben und Sie sich schrittweise steigern. Beginnen Sie zunächst einmal damit, die bisherigen Spaziergänge jeden Tag etwas auszuweiten. Später können Sie zusätzlich noch Übungen einbauen und sich mit anderen Hundebesitzern treffen.

Bei Hunden mit Übergewicht oder Adipositas müssen Sie darüber hinaus besonders auf die Gelenke achten. Hilfsmittel wie Rampen und orthopädische Hundebetten schonen Ihren Hund.

  • Diese Übungen helfen gegen Übergewicht beim Hund

    Neben dem „Bewegungsklassiker“, also dem Gassigehen, können Sie mit Ihrem Liebling noch zahlreiche andere Aktivitäten ausprobieren, die Wunder gegen Übergewicht beim Hund wirken. Fragen Sie jedoch zuvor immer Ihren Tierarzt, ob Sie diese Übungen bedenkenlos durchführen können.

    • Für stark übergewichtige Hunde empfiehlt sich Hundeschwimmen. Es entlastet die Gelenke und trainiert schonend den ganzen Körper.
    • Apportierspiele unterwegs oder im eigenen Garten machen fast jedem Hund Spaß.
    • Bauen Sie verschiedene Bewegungsübungen in Ihre Spaziergänge ein. Zum Beispiel können Sie Ihren Hund über Baumstämme balancieren oder über Gräben springen lassen.
    • Es gibt zahlreiche Hundesportarten wie zum Beispiel Hundefrisbee, Treibball oder Dogdance, die spielerisch für mehr Bewegung sorgen.
    • Binden Sie Ihren Hund in Ihr eigenes Fitnessprogramm ein: Bringen Sie Ihrem Hund bei, sich auf Kommando hinzusetzen, wenn Sie eine Kniebeuge machen. Oder haben Sie schon einmal Dog-Yoga ausprobiert?
    • Ist Ihr Hund schon etwas fitter, können Sie ihn auch zum Joggen, Wandern oder Fahrradfahren mitnehmen.

    Es gibt zahlreiche Hundesportarten und Möglichkeiten für ein gemeinsames Fitnesstraining mit Ihrem Hund. Informieren Sie sich im zooplus Magazin, was für Sie und Ihren Hund in Frage kommt.

Wie beuge ich Übergewicht beim Hund vor?

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Auf bedarfsgerechte Ernährung achten & das richtige Futtermittel auswählen

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Tägliche Futterration abwiegen & Leckerlies einrechnen

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 Mehrmals am Tag lange Gassirunden drehen

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Ausgiebig mit dem Hund spielen & Hundesport

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Rippen abtasten & Silhouette im Blick behalten

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Hund regelmäßig wiegen & zum Tierarzt bringen