11. Oktober 2018

5 Tipps für ein sicheres Weihnachten mit Ihrer Katze

katze weihnachten

Von wegen „Stille Nacht, heilige Nacht“ – für Katzen ist die besinnliche Weihnachtszeit häufig mit viel Stress und Gefahren verbunden. Wir zeigen Ihnen, wo jetzt überall Vorsicht geboten ist und wie Sie gefährliche Situationen von Vornherein vermeiden können. Wenn Sie die folgenden fünf Tipps und Tricks beachten, werden Sie mit Ihrer Katze garantiert ein sicheres und entspanntes Weihnachtsfest verbringen.

Funkelnde Lichterketten, glitzernde Weihnachtskugeln, buntes Lametta und gekräuselte Geschenkbänder allerorten: Kaum eine Zeit ist für Katzen so spannend und verführerisch wie die Weihnachtszeit. Gleichzeitig ist die Adventszeit für die Samtpfoten jedoch auch die gefährlichste Zeit des Jahres, wie die Unfallstatistiken von Tierkliniken und Tierärzten belegen. Im vorweihnachtlichen Trubel zwischen Plätzchen backen, Kerzen aufstellen, Tannenbaum schlagen und Weihnachtsgrüßen verschicken, übersehen viele, dass die vielen Veränderungen den flauschigen Mitbewohner nicht nur stark belasten, sondern auch gefährlich werden können. Doch keine Sorge, mit ein bisschen Umsicht und Rücksichtnahme können Sie auch Ihre Katze für diese besondere Jahreszeit begeistern. Wie das geht, erklären wir Ihnen anhand der folgenden fünf Tipps.

5 Tipps für ein sicheres und entspanntes Weihnachtsfest mit Ihrer Katze

1. Dem Stress entfliehen: Schaffen Sie einen Rückzugsort

Ein bunt geschmückter Baum im Wohnzimmer, funkelnde Lichterketten um die Fenster, süßer Plätzchenduft aus dem Ofen, laute Weihnachtslieder aus dem Radio und dazu noch eine Menge aufgeregter Gäste: Zur Weihnachtszeit verstehen unsere geliebten Vierbeiner die Welt nicht mehr. Gewohnheitstiere wie Katzen vertragen Veränderungen ihrer häuslichen Umgebung nur sehr schwer. Umso wichtiger ist es, Rücksicht zu nehmen und die Bedürfnisse unseres Haustieres trotz der weihnachtlichen Hektik nicht außer Acht zu lassen. Das heißt natürlich nicht, dass Sie Weihnachten nicht feiern dürfen. Bedenken Sie aber, dass die Lautstärke und der Trubel – besonders an Heiligabend – Katzen schnell zu viel wird. Freigänger werden sich meist durch die Katzenklappe verabschieden und die Flucht ins Freie antreten, doch so manch anderer Stubentiger ist dem Lärm und der Hektik im Haus ausgeliefert.

Sorgen Sie deshalb für einen gemütlichen und ruhigen Ort in der Wohnung, an dem sich Ihre Katze bei Bedarf zurückziehen darf. Dies kann zum Beispiel das Schlafzimmer sein, der Kellerraum oder einfach eine kleine „Höhle“ unter dem Bett oder im Schrank. Auch ein alter Karton, verdunkelt und ausgestattet mit dicken Decken, taugt als Rückzugsort. Die meisten Katzen lieben es, versteckt unter Decken oder in Kratzbaumhöhlen zu liegen und werden dieses Angebot besonders zu Weihnachten gerne annehmen. Wichtig ist, dass Ihre Katze dieses ruhige und sichere Versteck selbständig aufsuchen und wieder verlassen kann. Sie dürfen Sie weder zwingen, bei den Gästen zu bleiben noch sie „wegsperren“. Damit sich Ihre Katze rundum wohlfühlt, sollten Sie Ihr außerdem das Katzenklo, Futter und eventuell ihr gewohntes Katzenkörbchen bereitstellen. Wer noch mehr für die Entspannung seiner Katze tun möchte, kann auch spezielle Duftzerstäuber für die Steckdose kaufen. Diese sondern synthetisch nachempfundene Pheromone ab (körpereigene Geruchsbotenstoffe) und wirken auf die Katze beruhigend und stressmindernd.

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Katzenbesitzer, die dem weihnachtlichen Stress selbst entfliehen oder ihre weit entfernte Familie besuchen möchten, sollten sich rechtzeitig um die Betreuung Ihrer Katze kümmern. Die Katze in den Weihnachtsurlaub mitzunehmen, ist in der Regel keine gute Idee, denn die Reise selbst und die neue Umgebung bedeutet für die meisten Fellnasen Stress pur. Ein Katzensitter, der Ihr Tier in seiner gewohnten Umgebung liebevoll versorgt, ist häufig die bessere Alternative.

katze spielt weihnachtsbaum

2. Pfoten weg: Brennende Kerzen und Lichterketten außer Reichweite

Kerzen und Lichterketten sorgen für ein gemütliches Licht in der dunklen Jahreszeit, doch für Katzen stellen sie ein häufig unterschätztes Gefahrenrisiko dar. Welche Katze weiß schon, dass Kerzen heiß sind und das Tischtuch brennen kann, wenn sie nur mal an dem glitzernden Tischläufer zieht, auf dem der Adventskranz drapiert wurde? Das lustige Flackern der Flamme ist einfach zu spannend und reizt vor allem junge Katzen, dieses seltsame Ding näher zu untersuchen. Nicht wenige Katzen haben zu Weihnachten bereits leidvolle Erfahrungen mit Kerzen gemacht und mussten ihre Neugier mit heftigen Verbrennungen an der Pfote oder am Fell bezahlen. Brennende Kerzen, egal ob auf dem Adventskranz, auf dem Weihnachtsbaum oder im weihnachtlichen Kerzenständer, müssen deshalb immer außer Reichweite der Katze aufgestellt werden. Wie wäre es, wenn Sie Ihren Adventskranz das nächste Mal einfach über dem Esstisch aufhängen und sicher an der hohen Decke befestigen? Doch selbst in diesem Fall sollten Sie die Kerzen niemals brennen lassen, wenn Ihre Katze unbeaufsichtigt im selben Raum ist. Katzen sind geschickte Kletterer und hat sie die Neugier erst einmal gepackt, kommen sie fast überall dran.

Eine gute Alternative sind heutzutage LED-Lichter, die das Kerzenlicht künstlich imitieren und dabei für Katzen völlig ungefährlich sind. In Form von Lichterketten, die in der Steckdose stecken, kann das künstliche Licht den Samtpfoten jedoch wieder gefährlich werden. Beim Spielen mit der spannenden Lichterkette können sich Katzen im Kabel verheddern und selbst strangulieren. Auch ein lebensbedrohlicher Stromschlag kann nicht ausgeschlossen werden, wenn die Katze auf ihrer Entdeckungstour ins Kabel beißt. Bringen Sie die Lichterketten deshalb möglichst im oberen Bereich des Tannenbaums an und lassen Sie im unteren Bereich keine langen Kabel herunterhängen, die ihre Katze zum Spielen einladen könnten. Auch am Fenster oder Balkongeländer sollten Lichterketten gut und sicher befestigt werden, so dass Ihre Katze nicht mit der Pfote am Kabel ziehen kann. Stecken Sie elektrische Kerzen nur in die Steckdose, wenn Sie dabei sind und lassen Sie Ihre Katze nicht mit dem hell beleuchteten Weihnachtsbaum allein.

3. Wenn der Weihnachtsbaum zum Kletterbaum wird: Sorgen Sie für Sicherheit

Katzen sind wahre Kletter- und Balancierkünstler – sei es draußen auf dem schmalen Gartenzaun oder drinnen auf dem beliebten Katzen-Kletterbaum. Kein Wunder, dass viele Katzen da den Weihnachtsbaum im Wohnzimmer mit seinen leuchtenden Kerzen, den funkelnden Kugeln und dem flatternden Lametta als persönliches „Spielzeug“ betrachten, auf dem man herrlich herumklettern und sich kratzen kann. Anders als spezielle Kratz- und Kletterbäume birgt dieses Exemplar jedoch einige Gefahren für die neugierigen und verspielten Stubentiger.

Eine zerbrochene Christbaumkugel kann zu schmerzhaften und gefährlichen Schnittverletzungen an Pfote oder sogar im Maul führen. Verschluckt die Katze versehentlich die Scherbe, drohen sogar lebensbedrohliche innere Verletzungen. Nicht weniger gefährlich sind Lametta und  weihnachtliche Geschenkbänder, die beim Verschlucken einen Darmverschluss verursachen können, der bei Nichtbehandlung zum Tod der Katze führt. Weitere Gefahrenquellen des Christbaums sind heruntergefallene Tannennadeln, die für das Tier unverdaulich sind und die im schlimmsten Fall eine Darmperforation auslösen können, sowie das Trinken des Baumwassers oder das Ablecken von Baumharz, das zu Vergiftungen führen kann. Des Weiteren besteht das Risiko, dass der Weihnachtsbaum komplett umkippt, sollte die Katze ihn als Kletterbaum missbrauchen oder an der Lichterkette ziehen.

Um diese zahlreichen Gefahren des Weihnachtsbaums zu reduzieren, sollten Sie beim Aufstellen und Schmücken des Baumes folgende Punkte beachten:

  • Achten Sie darauf, dass der Baum sicher steht. Ein stabiler Ständer mit Kindersicherung und eine zusätzliche Schnur, mit der der Baum an der Wand befestigt wird, sorgen für optimalen Halt und verhindern, dass der Baum umfällt.
  • Verwenden Sie zum Schmücken am besten Materialien aus Holz, Stroh oder festem Plastik. Sollten Sie auf Glaskugeln nicht verzichten wollen, hängen sie diese außer Reichweite auf und sorgen Sie für eine sichere Befestigung am Ast. Von Lametta sollten Katzenfreunde jedoch sicherheitshalber Abstand nehmen.
  • Achten Sie darauf, dass die Lichterkette eng an den Ästen befestigt ist und keine Kabel herunterhängen, in denen sich Ihre Katze verheddern kann. Auf echte Kerzen am Baum sollten Sie sicherheitshalber verzichten. Eine gute Alternative zu Lichterketten sind schnurlose LED-Lämpchen, die per Fernbedienung ein und ausgeschaltet werden können.
  • Falls das Wasser im Christbaumständer erreichbar ist, decken sie es mit eine größeren Platte (z.B. Karton) ab, damit Ihre Katze das Wasser nicht trinken kann.
  • Kehren Sie heruntergefallene Tannennadeln so bald wie möglich auf, damit Ihre Katze diese nicht verschlucken kann.

Übrigens: Auch unter dem Baum kann es an Weihnachten für die Katze gefährlich werden: Geschenkbänder und buntes, aufgerissenes Geschenkpapier üben besonders auf verspielte Katzenwelpen eine magische Anziehungskraft aus. Räumen Sie nach der Bescherung deshalb Bänder, Papier & Co. sofort auf. Das Risiko, dass die Katze sich beim Spielen mit den Bändern selbst stranguliert oder Teile vom Band oder Papier verschluckt, ist einfach zu hoch. Natürlich dürfen Sie Ihren Kater oder Ihre Katze mit den Geschenkbändern bespaßen – aber eben immer nur unter Ihrer Aufsicht. Das Geschenkband darf nicht ins Maul genommen werden. Sollte Ihre Katze doch einmal ein Band verschluckt haben, suchen Sie sofort einen Tierarzt oder die nächste Tierklinik auf. Versuchen Sie auf keinen Fall das Bändchen selbst zu entfernen. Auch wenn noch ein Stückchen aus dem Mäulchen herausgucken sollte, sollten Sie niemals daran ziehen, da dies zu schlimmen inneren Verletzungen führen kann.

katze spielt mit weihnachtsgeschenk

4. Vorsicht, giftig: Auf folgende Pflanzen und Düfte sollten Sie verzichten

Weihnachtsstern, Mistelzweig und Christrosen – viele Pflanzen, die traditionell zur Weihnachtszeit in die Wohnung einziehen, sind für Katzen giftig. Falls Ihre Katze zu denjenigen gehört, die gerne mal auf allerlei Grünzeug herumkauen, sollten die oben genannten Pflanzen jedoch besser draußen bleiben. Schwere Vergiftungserscheinungen wie Durchfall, Erbrechen und starke Krämpfe sowie ernsthafte Nierenschäden können die Folge sein, sollte Ihre Katze in einem unachtsamen Moment doch einmal an einem Blatt des Weihnachtssterns oder dem Mistelzweig geknabbert haben.

Ähnlich gefährlich kann auch das Auslecken von Duftöl-Schälchen enden, die in der Wohnung weihnachtliche Aromen verbreiten sollen. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie sowohl auf Duftöle wie auch auf giftige Weihnachtspflanzen aus Ihrem Katzenhaushalt verbannen. Übrigens sind auch einige andere Zimmerpflanzen und Blumen, wie zum Beispiel Lilien, für Katzen giftig. Erkundigen Sie sich vor dem Kauf einer neuen Pflanze deshalb immer erst, ob diese für Katzen unbedenklich sind.

5. Schokolade und Festtagsbraten sind nichts für die Mieze

Bunte Weihnachtsteller mit Schokolade, Nougat, Plätzchen und Lebkuchen – an Weihnachten möchten viele Menschen genießen ohne an die Waage zu denken. Eigentlich ist dagegen auch nichts einzuwenden, allerdings sollten Katzenbesitzer bei all den „süßen Sünden“ Ihre Mieze nicht vergessen. Schokolade darf niemals in die Pfoten der Katze gelangen, denn das darin enthaltene Theobromin ist für die Vierbeiner giftig und kann beim Verzehr zu lebensbedrohlichen Problemen wie Krämpfen, Erbrechen, Durchfall und erhöhtem Blutdruck führen. Je nachdem wie groß die Menge der verzehrten Schokolade ist, können Katzen sogar an den Folgen sterben. Lassen Sie Schokolade niemals offen herumstehen und räumen Sie süße Teller sofort weg, wenn Sie den Raum verlassen.

Ebenso unverdaulich wie gefährlich können die Reste des Festtagsbratens für die Katze werden. Auch wenn Sie es gut mit Ihrer Katze meinen und ihr ein paar Häppchen von dem Weihnachtsmenü in den Futternapf füllen, bedenken Sie, dass unser Essen für die Vierbeiner meist zu fettig und zu salzig ist. Verdauungsprobleme, eine erhöhte Belastung der Bauchspeicheldrüse und Leber sowie Übergewicht können die Folge dieser „Großzügigkeit“ sein. Auch übrig gebliebene Knochen vom Geflügel sollten Sie keinesfalls Ihrer Katze überlassen. Die dünnen Knochen können leicht splittern und zu ernsten inneren Verletzungen führen. Wenn Sie Ihrer Samtpfote wirklich einen Gefallen tun möchten, besorgen Sie besondere Katzenleckerlis, die sie nicht alle Tage bekommt und die Weihnachten auch für sie zu einem kulinarischen Genuss werden lassen. Diese können Sie übrigens auch ganz einfach selbst backen.

Gut vorbereitet kann Weihnachten kommen

Trotz des erhöhten Gefahrenrisikos kann Weihnachten für Ihre Katze und Sie durchaus zu einem angenehmen Erlebnis werden. Wer die oben genannten Sicherheitshinweise befolgt und seiner Katze – trotz Plätzchen backen und Baum schmücken – ein wenig Aufmerksamkeit und Fürsorge schenkt, wird diese besondere Zeit unbeschwert genießen können. Zusätzlich zum Einkauf der Geschenke für Ihre Lieben sollten Sie vor den Feiertagen auch Ihren Vorrat an Katzenfutter und Notfall-Medikamenten auffüllen. Legen Sie sich außerdem die Telefonnummer und Adresse der Tierklinik, die über die Feiertage geöffnet hat, parat – so müssen Sie, falls doch mal ein Unfall passiert, nicht lange danach suchen. So vorbereitet, kann eigentlich nichts mehr schief gehen!

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Katze ein besinnliches und entspanntes Weihnachtsfest!

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