Vertraut mir meine Katze? Diese 5 Anzeichen zeigen es

Katze zeigt Vertrauen, indem sie auf dem Schoß schläft.

Die Umgebung im Blick und von unten gewärmt – so fühlen Katzen sich wohl. Nutzt Ihre Katze Sie als Sitz- oder Schlafuntersatz, vertraut sie Ihnen voll und ganz.

Eine harmonische Beziehung zu Ihrer Katze braucht Vertrauen. Doch wie können Sie Vertrauen zur Katze aufbauen und wie zeigen Fellnasen Vertrauen? Die Samtpfoten gelten als unabhängig und schwer durchschaubar, doch diese fünf Verhaltensweisen verraten Ihnen, ob und wie sehr Ihre Katze Ihnen vertraut.

Sie sind ihr Ruhepol

Wenn es darum geht, Menschen ihr Vertrauen zu zeigen, sind Katzen introvertierter als andere Tiere. Statt wie ein Hund mit dem Schwanz zu wedeln und immer wieder den Blickkontakt mit ihrem Herrchen zu suchen, drückt eine Katze Vertrauen auf subtilere Weise aus – indem sie Sie zum Beispiel in ihre Lieblingsbeschäftigung einbezieht. Daher ist es bei Katzen schwerer herauszufinden, ob sie Ihnen vertraut.

Egal ob junges Kätzchen oder erwachsener Kater – sie alle lieben es zu schlafen und suchen sich dafür instinktiv ein geschütztes Plätzchen. Wählt die Mieze Ihren Schoß als diesen sicheren Ort aus, vertraut sie hundertprozentig darauf, dass in Ihrer Gegenwart nichts Schlimmes passieren kann. Genießen Sie diesen Vertrauensbeweis, selbst wenn dabei nicht nur Ihre Katze einschläft, sondern auch Ihre Beine.

Sie präsentiert ihren Flausch-Bauch

Katzenbesitzer wissen, wie wunderbar warm und weich sich ein Katzenbauch anfühlt. Wann immer Sie in den Genuss kommen, den Bauch Ihrer Mieze kraulen zu dürfen, denken Sie daran: Er ist einer der empfindlichsten Flecken am ganzen Katzenkörper.

Ihn präsentiert zu bekommen, ist nicht nur eine große Ehre, sondern zeugt davon, dass Ihre Katze Ihnen Vertrauen schenkt. Räkelt sich Ihre Fellnase auf dem Rücken und streckt Ihnen dabei den flauschigen Bauch entgegen, drückt sie damit aus, dass sie rundum glücklich ist.

Um das Vertrauen Ihrer Katze nicht zu verspielen, seien Sie immer behutsam bei Ihren Streicheleinheiten, ganz besonders am empfindlichen Katzenbauch.

Ihre Katze schenkt Ihnen „blindes“ Vertrauen

Katzen beobachten ihre Umgebung ganz genau. Mit ihren Augen können die Vierbeiner sogar im Dämmerlicht noch Gefahren wahrnehmen. Nur zum Schlafen oder wenn sie sich ganz sicher fühlen, schließen die Stubentiger ihre Augen. Ein langsames, aber nachdrückliches Zwinkern in Ihre Richtung dürfen Sie deshalb als Zeichen für Zuneigung und Vertrauen auffassen.

Das Zwinkern ist wie ein kleines Küsschen, das Sie auf dem gleichen Weg erwidern dürfen. Übrigens können Sie damit auch fremde Katzen wissen lassen, dass Sie ein Freund sind und keine Gefahr von Ihnen ausgeht.

Katze zwinkert
Ein liebevolles, langsames Zwinkern Ihrer Katze dürfen Sie als Katzenkuss verstehen – und diesen gern auf dem gleichen Weg erwidern.

Sie erhebt Besitzansprüche

Unter uns Menschen ist eine Kopfnuss alles andere als förderlich für eine enge Bindung. Ihre Katze sieht das allerdings anders. Stupst Ihre Samtpfote mit dem Kopf liebevoll gegen Ihre Stirn oder reibt sich genüsslich mit dem Köpfchen an Ihrem Bein, dürfen Sie sich glücklich schätzen. Ihre Katze schenkt Ihnen ihr Vertrauen und hat Sie als Bezugsperson akzeptiert.

Da Sie jetzt das volle Vertrauen Ihrer Fellnase genießen, teilt diese großzügig ihre Pheromone mit Ihnen. Von den Duftmarken bekommen Sie glücklicherweise nichts mit. Dafür haben Sie die Ehre, als offizieller Sponsor von Futter und Streicheleinheiten anerkannt zu sein.

Vertrauen zeigt Ihre Katze durch Massagen

Erinnern Sie sich an Ihre Kindheit und wie unbeschwert und sicher Sie sich gefühlt haben? Auch Katzen erinnern sich daran, wie beschützt sie in Gegenwart ihrer Katzen-Mama aufgewachsen sind – vor allem dann, wenn sie sich rundum geborgen fühlen.

Nostalgische Momente Ihrer Katze erkennen Sie daran, dass sie in Ihrer Gegenwart mit den Pfoten ein Kissen oder vielleicht sogar Ihren Bauch durchknetet. Mit diesem „Treteln“ regen Kitten bei ihrer Mutter den Milchfluss an. Ausgewachsene Katzen beweisen dem Menschen damit uneingeschränktes Vertrauen.

Das Vertrauen einer Katze gewinnen – so klappt es

Sie sehen: Auch wenn die schnurrenden Samtpfoten ihren eigenen Kopf haben und als unnahbar gelten, können Katzen sehr wohl Vertrauen zu einem Menschen aufbauen. Sie zeigen dies auf vielfältige Weise. Die fünf genannten Punkte sind nur einige der Antworten auf die Frage: Vertraut mir meine Katze?

Wenn Sie noch mehr Vertrauen zur Katze aufbauen oder Freundschaft mit einer neuen Mitbewohner-Miez schließen möchten, helfen die folgenden Tipps.

So können Sie eine starke Bindung zur Katze aufbauen:

  • Führen Sie positive Rituale ein. Katzen sind Gewohnheitstiere. Katzenleckerlis als Belohnung nehmen sie liebend gern an.
  • Reden Sie stets ruhig und liebevoll mit Ihrem felligen Vierbeiner, vermeiden Sie laute Ansprache und Strafen.
  • Beschäftigen Sie Ihre Samtpfote mit spielen oder helfen Sie ihr bei der Fellpflege – das stärkt die Katze-Mensch-Bindung.
  • Geben Sie der Katze viel Liebe und Aufmerksamkeit, ohne sich aufzudrängen.
  • Lassen Sie der Katze Freiräume und schaffen Sie kuschelige Rückzugsorte.
  • Streicheln Sie die Katze, wenn sie es fordert – nicht, wenn sie schläft oder verängstigt wirkt.

Es braucht Zeit, bis Katzen eine vertrauensvolle Bindung aufbauen und sich bei Ihnen hundertprozentig sicher fühlen. Der wichtigste Tipp lautet deshalb: Geben Sie Ihrer Katze Zeit und „hören“ Sie auf Ihren Vierbeiner.

Jede Mieze hat einen ganz eigenen Charakter und andere Bedürfnisse. Je mehr Sie sich mit Ihrer Katze beschäftigen, desto besser können Sie darauf eingehen. Und je besser Sie Ihre Fellnase verstehen, desto einfacher können Sie das Vertrauen Ihrer Katze gewinnen.

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