Katzenpension: Tipps, Kosten & Vorbereitung

Verfasst von Natalie Decker
Katze in einer Katzenpension

Die Katze mit in den Urlaub zu nehmen, ist meist nicht möglich. In einer Katzenpension wird sie während der Abwesenheit von Herrchen und Frauchen zuverlässig betreut.

Die Katze mit in den Urlaub nehmen? Das ist meist keine gute Idee. Doch wer kümmert sich um die Mieze, wenn Herrchen und Frauchen verreisen? In einer Katzenpension wird die Samtpfote rundum versorgt. Lesen Sie im Folgenden, was es bei der Auswahl und der Vorbereitung zu beachten gibt.

Wo kann man Katzen abgeben, wenn man in den Urlaub geht?

Würde man eine Katze fragen, wo sie am liebsten Urlaub machen möchte, würde sie wahrscheinlich antworten: „Zu Hause ist es einfach am schönsten!“ Denn die Samtpfoten gelten als äußerst reviertreue Tiere. Sie schätzen ihre gewohnte Umgebung mit den bekannten Gerüchen, Geräuschen und Kuschelplätzen.

Allerdings ist es nicht immer möglich, die Mieze daheim von einem Bekannten, einem Nachbarn oder einem professionellen Katzensitter versorgen zu lassen. Was also tun, wenn man als Katzenbesitzer verreisen möchte oder ins Krankenhaus muss? In diesem Fall ist die Unterbringung in einer Katzenpension eine gute Alternative.

Wichtig: Rechtzeitig reservieren

In einer seriösen Katzenpension wird Ihr Liebling fachkundig betreut, wenn Sie einmal nicht selbst für ihn da sein können. Mancherorts kümmern sich sogar ausgebildete Tierpfleger oder Tierarzthelfer um die Pensionsgäste.

Denken Sie daran, den Platz für Ihre Mieze rechtzeitig zu reservieren. Denn insbesondere während der Hochsaison sind gute Katzenpensionen schnell ausgebucht. Viele Einrichtungen haben zufriedene Stammgäste, die ihre Lieblinge immer wieder vorbeibringen, wenn sie in den Urlaub fahren.

Wie findet man das richtige Katzenhotel?

Hören Sie sich bei den Katzenbesitzern in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis um. Vielleicht kann Ihnen jemand eine gute Katzenpension in der Nähe empfehlen. Es lohnt sich auch, beim Haustierarzt nachzufragen: Einige Tiermediziner arbeiten mit professionellen Katzenpensionen zusammen, andere bieten die Urlaubsbetreuung sogar selbst mit an.

Alternativ liefert eine Internetrecherche einen schnellen Überblick über die Katzenhotels in Ihrem Umkreis. Lesen Sie die Online-Bewertungen und Social-Media-Kommentare verschiedener Einrichtungen durch und besuchen Sie Ihre zwei, drei Favoriten vor Ort. So können Sie die beste Katzenpension für Ihren Liebling finden.

Checkliste zur Wahl der richtigen Katzenpension

Früher erinnerten Katzenhotels an die Krankenstationen von Tierklinken oder die Zwinger in Tierheimen. Untergebracht wurden die Fellnasen in zweckmäßigen gefliesten Einzelboxen, die nur wenig Abwechslung boten. Heute wartet eine gute Katzenpension mit geräumigen Innen- und Außengehegen sowie mit vielen Kletter-, Spiel- und Versteckmöglichkeiten auf.

Wichtig für die Auswahl einer geeigneten Einrichtung ist auch die Art der Unterbringung. Bietet die Katzenpension neben der Gruppen- auch eine Einzelhaltung an? Schließlich sind nicht alle Miezen mit Artgenossen verträglich. Zudem sollte es möglich sein, dass alle Katzen aus einem Haushalt während des Aufenthalts im Katzenhotel zusammenbleiben dürfen – etwa in einem separaten Zimmer.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

Achten Sie beim Besuch in der Katzenpension auf folgende Punkte:

  • Sauberkeit: Wirken die Räume gepflegt? Sind die Schlafplätze, Katzentoiletten und Näpfe sauber?
  • Ernährung: Ist es möglich, dass die Katze ihr gewohntes Futter bekommt? Dies ist vor allem dann wichtig, wenn die Mieze ein Diätfutter braucht, etwa bei Nierenproblemen.
  • Medikamente: Sollte Ihre Katze chronisch krank sein, ist diese Frage entscheidend für die Beurteilung einer Katzenpension. Können die Betreuer Tabletten oder gar Insulinspritzen verabreichen?
  • Personal: Wie verhalten sich die Mitarbeiter im Umgang mit den Tieren? Nehmen sie sich Zeit für Streicheleinheiten und gemeinsame Spiele?
  • Betreuungsschlüssel: Um wie viele Tiere kümmert sich ein Pfleger? Mehr als zehn bzw. maximal 15 Katzen sollten nicht von einem Betreuer versorgt werden.
  • Sonderwünsche: Kann man in der Katzenpension auf die individuellen Eigenheiten und Bedürfnisse Ihres Tieres eingehen?
  • Expertise: An manchen Standorten müssen Katzenpensionen über einen Sachkundenachweis oder über eine Genehmigung des Veterinäramts verfügen. Sind alle notwendigen Nachweise vorhanden?
  • Tierarzt: Kümmert sich in medizinischen Notfällen ein Tierarzt um Ihre Katze? Oder ist es möglich, das Tier bei Behandlungsbedarf zum Haustierarzt zu bringen?
  • Vertrag: Wird ein schriftlicher Betreuungsvertrag geschlossen, der alle wichtigen Punkte wie Aufenthaltsdauer und Kosten enthält?

Ist eine Katzenpension gut für die Katze?

Auch wenn einige Katzenhotels mit Slogans wie „Urlaub für Ihre Katze“ oder gar „Wellness für Stubentiger“ werben: Der Aufenthalt in einer Katzenpension bedeutet für die meisten Samtpfoten Stress. Sie müssen ihr vertrautes Umfeld verlassen und kommen an einen völlig neuen Ort.

Die fremden Gerüche, die Artgenossen in Sicht- und Hörweite, die unbekannten Pfleger: All das gefällt den wenigsten Katzen. Dennoch kann die Unterbringung in einem Katzenhotel sinnvoll sein, vor allem wenn sich keine andere Form der Betreuung findet. In einer Katzenpension bekommt die Mieze nicht nur Futter und Wasser, sie wird auch mit Medikamenten versorgt.

Und wenn die Samtpfote das möchte, wird sie auch gestreichelt und/ oder mit abwechslungsreichen Spielen beschäftigt.

Wie reagieren Katzen auf die Unterbringung in einer Katzenpension?

Wie gut Katzen die Unterbringung in einem Katzenhotel verkraften, ist individuell verschieden. Manche ziehen sich zurück und verstecken sich in den bereitgestellten Kuschelhöhlen. Einige vermissen Herrchen und Frauchen sogar so sehr, dass sie in den ersten Tagen nicht richtig fressen wollen.

Anderen macht der Ortswechsel weniger aus. Gerade wenn Stubentiger von klein auf an den Besuch in der Katzenpension gewöhnt werden, kommen sie mit der vorübergehenden Unterbringung dort oftmals problemlos zurecht. Und tatsächlich gibt es unter den Katzen auch einige neugierige Draufgänger, denen der Ausflug in die Katzenpension überhaupt nichts auszumachen scheint – oder vielleicht sogar gefällt.

Wie viel kostet eine Katzenpension?

Die Kosten für den Aufenthalt in einer Katzenpension variieren stark. Entscheidend sind unter anderem der Standort sowie etwaige Sonderwünsche: Braucht die Katze ein bestimmtes Futter oder Medikamente? Hierfür werden oftmals Extra-Gebühren berechnet.

Die Preise bewegen sich in der Regel zwischen 12 und 30 Euro pro Nacht für die erste Katze. Für die Unterbringung einer zweiten oder dritten Fellnase gibt es oftmals einen kleinen Rabatt auf den Übernachtungspreis je Katze.

Die richtige Vorbereitung für den Aufenthalt in der Katzenpension

Eine gute Katzenpension ist darauf bedacht, die Verbreitung von Krankheiten unter ihren Pensionsgästen zu vermeiden. Daher verlangen die meisten Einrichtungen die Vorlage eines aktuell gehaltenen Impfausweises. Insbesondere Freigänger müssen zudem entwurmt und frei von Flöhen sein, bevor sie einchecken dürfen.

Insgesamt sollte Ihre Katze einen gesunden Gesamteindruck machen, bevor Sie sie in die Tierpension bringen. Lassen Sie sie im Zweifelsfall vorab beim Tierarzt noch einmal durchchecken. Kater müssen in der Regel kastriert sein, bevor sie im Katzenhotel übernachten dürfen.

Das muss ins Reisegepäck für Katzen

Um für Ihre Mieze den Aufenthalt in der Katzenpension so angenehm wie möglich zu gestalten, sollten Sie vor der Abreise alles Wichtige einpacken. Neben ihrem Lieblingsfutter und ihren Medikamenten sollten Sie auch ein Spielzeug und ihre Kuscheldecke oder ihr Kissen mit in die Pension nehmen.

Ein getragenes Kleidungsstück von Ihnen kann helfen, den Trennungsschmerz zu lindern, da der vertraute Geruch Sicherheit vermittelt. Zudem sollten Sie dem Personal vor Ort Ihre Handynummer geben, damit man Sie im Notfall erreichen kann.

Fazit: Katzenpension als Alternative zum Katzensitter

Die Unterbringung in der Katzenpension ist oftmals ein notwendiges Übel. Denn die meisten Katzen werden nicht gerne aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen. Wer die Chance dazu hat, sollte die Mieze lieber zu Hause von einem befreundeten Katzenliebhaber oder einem professionellen Katzensitter betreuen lassen.

Ist dies nicht möglich, ist ein Katzenhotel eine gute Alternative. Dort erhält die Fellnase alles, was sie braucht, während Herrchen und Frauchen unterwegs sind.

Quellen:


Natalie Decker
Profilbild Natalie Decker (mit Pferd)

„Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos“, hat Loriot einmal gesagt. Dem würde ich uneingeschränkt zustimmen und ergänzen: „Ein Leben ohne Pferd, Katze und Kaninchen ebenfalls!“ Mein Herz schlägt für alle großen und kleinen Tiere und ich habe das große Glück, als freie Autorin über meine Leidenschaft schreiben zu dürfen. Mit meinen Artikeln möchte ich für den Tierschutz sensibilisieren und Tierfreund/innen nützliche Tipps geben.


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