Katzensitter: Liebevolle Betreuung für Samtpfoten

Verfasst von Natalie Decker
katzensitter streichelt katze

Das Verteilen von Streicheleinheiten gehört zu den Aufgaben eines Katzensitters.

Ob Urlaub, Geschäftsreise oder Krankenhausaufenthalt: Viele Katzenbesitzer entscheiden sich für einen Katzensitter, wenn sie sich nicht selbst um ihre Mieze kümmern können. Was einen guten Katzenbetreuer auszeichnet und wie viel seine Dienstleistung kostet, lesen Sie im Folgenden.

Was ist Katzensitting?

Ein Katzensitter kommt zu Ihnen nach Hause und kümmert sich um Ihre Fellnase, wenn Sie über einen längeren Zeitraum nicht da sind. Diese Form der Urlaubsbetreuung hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Unterbringung in einer Katzenpension: Ihre Mieze kann in ihrem gewohnten Umfeld bleiben.

Katzen sind bekanntlich Gewohnheitstiere und schätzen Routinen. Viele Miezen möchten stets zur selben Zeit gefüttert werden. Freigänger brechen oftmals zur selben Uhrzeit zu ihren Streifzügen durch die Nachbarschaft auf und kommen abends pünktlich zur Fütterung zurück. Und auch die gewohnten Schlaf- und Kuschelplätze schenken Stubentigern Geborgenheit und Sicherheit.

Die Aufgaben eines Katzenbetreuers

Wenn Sie einen Katzensitter engagieren, kann Ihre Samtpfote zu Hause bleiben, während Sie unterwegs sind. Ein verantwortungsbewusster Katzensitter schaut mindestens zweimal täglich in Ihrer Wohnung vorbei, füttert den Stubentiger und reinigt das Katzenklo.

Je nachdem, was Sie mit dem Katzenbetreuer vereinbaren, wird er Ihre Mieze auch bürsten, mit ihr spielen und/ oder ihr die notwendigen Medikamente verabreichen. Manche Katzensitter übernehmen zudem weitere kleine Aufgaben – wie etwa das Leeren des Briefkastens oder das Gießen der Blumen. Einige bieten sogar an, während der Abwesenheit von Frauchen und Herrchen in die Wohnung des Katzenbesitzers zu ziehen, damit sich die Samtpfote nicht so allein fühlt.

katzen werden gefüttert © Chalabala / stock.adobe.com
Zu den wichtigsten Aufgaben des Katzensitters gehört natürlich das Füttern.

Eine vertraute Person als Katzenbetreuer

Es empfiehlt sich, eine Person als Katzensitter zu engagieren, die die Mieze bereits kennt. Das kann zum Beispiel ein Freund der Familie sein oder ein Nachbar. Dann hat die Fellnase wenigstens eine vertraute Person um sich, wenn sie schon für eine Weile auf ihren geliebten Zweibeiner verzichten muss.

Idealerweise hat die ausgewählte Person Erfahrung im Umgang mit Katzen oder hält sogar selbst welche. Ist Ihr Bekannter selbst Katzenhalter, können Sie anbieten, sich im Gegenzug um dessen Samtpfoten zu kümmern, wenn er im Urlaub sein sollte.

Das Einmaleins der Katzenhaltung

Aber auch Menschen ohne eigene Katzen können diesen verantwortungsvollen Job übernehmen. Gerade Tierfreunde, die Katzen lieben, aber selbst keine halten können, freuen sich womöglich darüber, ausgedehnte Schmusestunden mit Ihrem Liebling verbringen zu können.

Bedenken Sie dabei allerdings: Hat Ihr Bekannter noch nicht viel Katzenerfahrung, braucht er von Ihnen eine gründliche Einweisung ins Thema Katzenernährung, -pflege und -gesundheit: Was und wie viel frisst Ihre Katze? Wie wird die Katzentoilette gereinigt? Woran erkennt man, dass eine Katze krank ist? Was ist im Notfall zu tun?

Wie findet man einen guten Katzensitter?

Wenn sich im Freundes- und Bekanntenkreis niemand findet, der die Urlaubsbetreuung übernehmen kann, sollten Sie einen professionellen Katzensitter buchen. Im Internet gibt es verschiedene Plattformen, auf denen Tierbetreuer ihre Dienste anbieten – sicher auch in Ihrer Nähe.

Scrollen Sie durch die Profile und achten Sie auf gute Bewertungen. Tipp: Professionelle Katzensitter verfügen oftmals über eine Versicherung, die im Fall der Fälle für Schäden aufkommt. Haben Sie einen Wunschkandidaten gefunden, können Sie einen unverbindlichen Kennenlerntermin bei Ihnen zu Hause vereinbaren.

Wichtige Punkte vorab klären

Beobachten Sie, wie sich der potenzielle Katzensitter im Umgang mit Ihrer Mieze verhält. Können Sie sich vorstellen, Ihren Liebling für einige Zeit in seine Hände zu geben? Stellt er wichtige Fragen zum Tagesablauf, zu den Vorlieben und Abneigungen sowie zum Gesundheitszustand Ihrer Katze?

Damit während Ihrer Abwesenheit keine Probleme auftreten, sollten Sie alle wichtigen Punkte vorab klären. Wann, wo und womit wird Ihre Katze gefüttert? Welche Spiele mag sie? Wo wird sie gern gestreichelt – und wo nicht? Wo werden Katzenstreu, Futter, Putzmittel und Transportkorb aufbewahrt? Wer haftet, wenn etwas passieren sollte?

Catsitting auf Probe

Hilfreich ist es, diese Informationen schriftlich zusammenzufassen und auch den Kontakt Ihres Haustierarztes zu vermerken. Wer auf Nummer sicher gehen will, hält generelle Konditionen wie Arbeitszeiten, Honorar und vereinbarte Dienstleistungen in einem Vertrag genau fest.

Wenn Sie immer noch unsicher sein sollten, können Sie einen Probetag ausmachen. Anschließend können Sie letzte offene Punkte besprechen und zum Beispiel vereinbaren, dass Ihnen der Katzensitter regelmäßig Fotos und Updates Ihres Lieblings schickt. Auf diese Weise wissen Sie, dass es Ihrer Katze gutgeht, und können Ihren Urlaub unbeschwert genießen.

Was kostet ein Katzensitter pro Tag?

Wie viel ein Katzensitter pro Tag kostet, kommt nicht nur auf Ihren Wohnort, sondern auch auf die Art der Abrechnung an. Rechnen sollten Sie mit 10 bis 30 Euro pro Stunde bzw. mit 40 bis 70 Euro pro Tag. Eventuell fallen zusätzlich Anfahrtskosten an.

Wenn Sie einem Bekannten, Nachbarn oder Freund Ihre Katze anvertrauen, sollten Sie selbst entscheiden, wie Sie sich erkenntlich zeigen. Vielleicht mit einem schönen Mitbringsel aus dem Urlaub? Oder mit dem Angebot, bei Gelegenheit selbst als Katzensitter einzuspringen?

Wie kann ich Katzensitter werden?

Es klingt nach einem echten Traumjob: Katzen streicheln, füttern und pflegen und damit auch noch Geld verdienen! Eine offizielle Ausbildung gibt es zwar nicht, jedoch sollten Sie jede Menge Katzenerfahrung in Theorie und Praxis besitzen, wenn Sie diesen Beruf ergreifen wollen.

Sie können beispielsweise ein Praktikum in einer Katzenpension oder im Tierheim machen, um den Umgang mit fremden Katzen zu üben. Möchten Sie sich als Katzenbetreuer selbstständig machen, informieren Sie sich über die rechtlichen Voraussetzungen an Ihrem Wohnort – etwa, ob ein Gewerbe angemeldet werden muss.

Wie viel verdient man als Katzensitter?

Wie bereits erwähnt, verlangen Katzensitter in der Regel 10 bis 30 Euro pro Stunde. Wer den Job allerdings nicht nur nebenberuflich ausübt und eine gewisse Freigrenze überschreitet, muss Steuern abführen. Gegebenenfalls fallen weitere Kosten an, etwa für eine Berufshaftpflichtversicherung.

Fazit: Oftmals die bessere Wahl

Als menschen- und ortsbezogene Tiere werden Katzen nicht gerne aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen. Würde man sie vor die Entscheidung stellen, ob sie lieber zu Hause von einem Katzensitter betreut oder ob sie in einer Katzenpension untergebracht werden wollen, würden die meisten wohl den Sitter wählen. Wenn dann noch ein zuverlässiger Katzenbetreuer gefunden wird, der mit Herzblut, Verstand und Know-how bei der Sache ist, können Herrchen und Frauchen beruhigt verreisen.

Quellen:


Natalie Decker
Profilbild Natalie Decker (mit Pferd)

„Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos“, hat Loriot einmal gesagt. Dem würde ich uneingeschränkt zustimmen und ergänzen: „Ein Leben ohne Pferd, Katze und Kaninchen ebenfalls!“ Mein Herz schlägt für alle großen und kleinen Tiere und ich habe das große Glück, als freie Autorin über meine Leidenschaft schreiben zu dürfen. Mit meinen Artikeln möchte ich für den Tierschutz sensibilisieren und Tierfreund/innen nützliche Tipps geben.


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