Im Smoothie, als Topping für das morgendliche Porridge oder als schneller Sommersnack sind Blaubeeren bei vielen Menschen beliebt. Ob auch Hunde Blaubeeren essen dürfen, erfahren Sie in diesem Ratgeber.
Ja, Ihr Hund darf Blaubeeren essen – vorausgesetzt, es spricht keine Unverträglichkeit dagegen. In der Regel vertragen Hunde Heidelbeeren jedoch gut.
Damit aus dem Genuss kein Bauchgrummeln wird, gibt es ein paar Dinge, die Sie beim Füttern von Heidelbeeren beachten sollten.
Sind Blaubeeren gesund für Hunde?
Ob für Zweibeiner oder für Vierbeiner: Blaubeeren gelten als wahres Superfood. Das liegt daran, dass die kleinen blauen Früchte verschiedene Nährstoffe liefern.
Die folgende Übersicht zeigt, was in Blaubeeren steckt und wie Ihr Hund davon profitiert.
Nährstoff
Nutzen
Antioxidantien
besitzen antioxidative Eigenschaften und können zum Schutz der Zellen beitragen
Ballaststoffe
können je nach Dosierung die normale Darmtätigkeit und Verdauung unterstützen
Sekundäre Pflanzenstoffe
Flavonoide und der Pflanzenfarbstoff Anthocyan können sich positiv auf die Gedächtnisleistung und kognitive Funktionen auswirken
Vitamin A
ist unter anderem für die normale Funktion von Augen, Haut und Schleimhäuten wichtig
Vitamin B
erfüllt verschiedene Aufgaben im Energiestoffwechsel und Nervensystem
Vitamin C
kann das Immunsystem stärken und Entzündungen hemmen
Vitamin K
ist unter anderem an der normalen Blutgerinnung beteiligt
Für welche Hunde sind Blaubeeren ein geeigneter Snack?
Für gesunde Hunde ohne Unverträglichkeiten sind Blaubeeren als Snack für besondere Gelegenheiten geeignet. Möglicherweise können auch bei ältere Hunde profitieren. Studien deuten darauf hin, dass Blaubeeren kognitive Funktionen unterstützen können.
100 Gramm Heidelbeeren enthalten rund 40 Kilokalorien und circa 3,5 Gramm Fruchtzucker. Damit sind sie zwar etwas „leichter“ als andere Obstsorten. Für übergewichtige Hunde oder Hunde mit Diabetes sollten Heidelbeeren trotzdem nur als Snack infrage kommen. Sprechen Sie dazu am besten mit Ihrem Tierarzt.
Blaubeeren als Barf-Ergänzung
Wer seinen Hund nach dem Barf-Prinzip ernährt, muss auf einen ausgewogenen Speiseplan achten. Dabei sollten Obst und Gemüse nicht fehlen. Aufgrund ihrer Inhaltsstoffe können Heidelbeeren als gelegentlicher Pflanzensnack im Rahmen eines Barf-Speiseplans dienen.
Wie viele Blaubeeren dürfen Hunde essen?
Blaubeeren stecken voller Nährstoffe. Trotzdem gilt: Weniger ist mehr. Denn zu große Mengen Fruchtzucker und Ballaststoffe können den Magen-Darm-Trakt Ihres Vierbeiners überfordern.
Je nach Körpergewicht sind folgende Mengen empfehlenswert, wenn Sie Ihren Hund etwa einmal in der Woche mit Heidelbeeren verwöhnen möchten:
Kleine Hunde bis zehn Kilogramm: etwa 3 bis 5 Beeren
Ihr Tierarzt kann genaue Angaben dazu machen, welche Menge für Ihren Hund geeignet ist und ob Blaubeeren mit den gesundheitlichen Bedürfnissen Ihres Hundes zusammenpassen.
Wann können Blaubeeren einem Hund schaden?
Hat Ihr Hund zu viele Blaubeeren geschlemmt oder hat er einen empfindlichen Magen, können weicher Stuhl, Durchfall, Blähungen oder Erbrechen die Folge sein.
Bevor Sie Blaubeeren als regelmäßigen Snack etablieren, testen Sie mit einer kleinen Menge, wie gut Ihr Vierbeiner die blauen Früchte verträgt. So finden Sie heraus, ob vielleicht eine Allergie besteht.
Frisch, gefroren oder wild gepflückt: In welcher Form schmecken Heidelbeeren Hunden?
Verträgt Ihr Hund Blaubeeren, können Sie die Darreichungsform variieren. Am besten füttern Sie frische Blaubeeren. Waschen Sie die frischen Beeren gründlich, um sie von Pestizidrückständen und Stielen zu befreien.
Dürfen Hunde gefrorene Blaubeeren essen?
Vor allem im Sommer können gefrorene Blaubeeren für Abwechslung und Erfrischung sorgen. In Vergleichstests schneiden tiefgekühlte Blaubeeren in Sachen mikrobiologischer Sicherheit häufig besser ab als frische Heidelbeeren.
Ob leicht angetaut aus dem Tiefkühler oder als Zutat für Hundeeis sind Blaubeeren ein kleines erfrischendes Highlight im Sommer.
Sind wilde Blaubeeren aus dem Wald gut für meinen Hund?
Heidelbeeren aus dem Garten oder wilde Blaubeeren aus dem Wald können ebenfalls als tiefblaues Leckerli dienen. Allerdings kann bei wilden Blaubeeren ein geringes Risiko einer Infektion mit dem Fuchsbandwurm bestehen. Der Parasit kann über den Kot von Füchsen an Sträucher geraten.
Zwar schätzen Experten das Ansteckungsrisiko heute als sehr gering ein. Wer dennoch auf Nummer sicher gehen möchte, sollte nur Beeren vom oberen Teil des Strauchs pflücken und sie zu Hause gründlich waschen oder sie einkochen. Temperaturen von rund 70 Grad Celsius zerstören die Eier. Kälte kann ihnen dagegen nichts anhaben.
Was ist bei verarbeiteten Heidelbeerprodukten zu beachten?
Blaubeerjoghurt, Heidelbeermarmelade oder gefriergetrocknete Beeren sollten aufgrund ihres hohen Zuckergehalts uns Menschen vorbehalten bleiben.
Dürfen Welpen Blaubeeren essen?
Was für erwachsene Hunde erlaubt ist, ist in der Regel auch für Welpen geeignet. Allerdings ist das Verdauungssystem junger Hunde wesentlich empfindlicher als das von erwachsenen Vierbeinern.
Die beste Nahrung für Ihren Welpen ist hochwertiges Welpenfutter. Wenn Sie Ihrem Schützling hin und wieder etwas Besonderes bieten möchten, können Sie versuchen, ihn vorsichtig an Blaubeeren heranzuführen.
Füttern Sie nicht mehr als eine Beere auf einmal und beobachten Sie, ob der Welpe den Snack verträgt. Für eine bessere Verdaulichkeit können Sie die Beere zerdrücken oder pürieren.
Fütterungstipps: So füttern Sie Blaubeeren richtig
Mit den folgenden Tipps werden Blaubeeren zum Genuss für Ihren Vierbeiner:
Füttern Sie nur reife, frische oder aufgetaute Blaubeeren, am besten in Bio-Qualität.
Frische oder gepflückte Beeren sollten Sie vor dem Servieren gründlich waschen und Blätter oder Stiele entfernen.
Passen Sie die Menge der Heidelbeeren an die Größe und das Alter Ihres Hundes an.
Bieten Sie Heidelbeeren nur als gelegentlichen Snack an. Probieren Sie zu Beginn eine kleine Menge aus.
Am besten kann Ihr Hund Heidelbeeren verdauen, wenn sie zerdrückt oder püriert sind.
Servieren Sie Blaubeeren pur oder als Topping auf dem Hundefutter. Alternativ können Sie Hundesnacks wie Hundekekse oder Hundeeis mit kleinen Mengen Heidelbeeren verfeinern.
Heidelbeeren sind in geringen Mengen als Verfeinerung für selbstgemachte Hundeleckerlis geeignet.
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Welches andere Obst dürfen Hunde essen und welches nicht?
Neben Beeren gibt es viele weitere Obstsorten, mit denen Sie die Ernährung Ihres Hundes abwechslungsreich gestalten können. Erlaubt sind zum Beispiel Äpfel, Birnen oder Wassermelone.
Fazit: Hunde dürfen Blaubeeren fressen, wenn Sie auf Mengen und Zubereitung achten
Als gelegentlicher Snack sind Blaubeeren für Hunde geeignet. Frisch oder angetaut lassen sie als Leckerli oder Topping Hundeherzen höherschlagen. Halter sollten darauf achten, die Menge der Beeren an das Körpergewicht ihres Hundes anzupassen und Blaubeeren nur als Ergänzung und nicht als Ersatz für Hundefutter zu betrachten.
Kurz und knapp: Die häufigsten Fragen zum Thema Hund und Heidelbeeren
Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um das Füttern von Blaubeeren:
Darf mein Hund täglich Blaubeeren essen?
Ja, allerdings ersetzen Heidelbeeren kein vollwertiges Hundefutter. Sie enthalten neben positiven Inhaltsstoffen auch Zucker. Deshalb kann eine zu große Menge der Gewichtsentwicklung und Verdauung schaden. Als gelegentlicher Snack und in kleinen Mengen sind die kleinen, blauen Beeren jedoch eine willkommene Abwechslung im Futternapf. Je nach Größe des Hundes sollten es nicht mehr als ein paar Beeren pro Woche sein.
Können Heidelbeeren giftig für Hunde sein?
Nein, die Beeren an sich sind für Hunde ungefährlich. Gefährlich sind nur Pestizidrückstände an gekauften Heidelbeeren, Schimmel an alten Früchten oder Parasiten an selbstgepflückten wilden Blaubeeren. Deshalb ist es wichtig, auf Qualität und Herkunft zu achten und die Beeren vor dem Füttern gut zu waschen. Schwer verdauliche Blätter und Stiele sollten Sie sorgfältig entfernen.
Dürfen Hunde Blaubeermarmelade essen?
In Fertigprodukten, die Blaubeeren enthalten, steckt in der Regel auch viel Zucker. Joghurtprodukte, Marmeladen oder Säfte auf Heidelbeerbasis sind deshalb für Hunde tabu.
Tiere begleiten mich schon, seitdem ich denken kann. Es existiert kaum ein Kinderfoto ohne Wellensittich auf dem Kopf oder Katze auf dem Schoß. Seit über zehn Jahren schreibe ich als Redakteurin über verschiedene Themen von der Krankenversicherung bis hin zur Katzenhaltung. Immer dabei: meine Katze Mimi, die für viele Texte die beste Impulsgeberin ist und weiß, wann es Zeit für eine Schreibpause ist.
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