Dürfen Hunde Paprika essen? Darauf sollten Sie achten

Verfasst von Sabrina Schaub

Als buntes Gemüse ist Paprika für Zweibeiner eine beliebte Zutat für Gemüsepfannen und Salate oder pur zum Dippen. Doch was ist mit Vierbeinern? Dürfen Hunde Paprika essen? Die Antwort hängt von der Zubereitung und der Farbe der Paprika ab.

Dürfen Hunde Paprika essen

Hunde dürfen nur rote Paprika essen und der Verzehr sollte nicht zur Gewohnheit werden.

Paprika enthält viele wertvolle Nährstoffe wie Kalium und Phosphor. In roter Paprika steckt außerdem dreimal so viel Vitamin C wie in Zitronen. Es gibt jedoch Inhaltsstoffe, die den Verzehr von bestimmten Paprikasorten für Hunde zum Gesundheitsrisiko machen.

Wann dürfen Hunde Paprika essen?

Als Snack für Hunde ist Paprika nur in kleinen Mengen empfehlenswert. Wichtiger als die Frage, wie viel Paprika für Hunde gesund ist, ist jedoch, um welche Art von Paprika es sich handelt.

Nur reife rote Paprika ohne Strunk ist für Hunde verträglich. Grüne Paprika sowie scharfe Sorten wie Peperoni oder Chili sollten Vierbeiner dagegen meiden.

Warum dürfen Hunde keine Paprika essen, wenn sie grün ist?

Die im Supermarkt und auf Wochenmärkten erhältlichen Gemüsepaprika gehören wie Tomaten, Kartoffeln und Auberginen zur Familie der Nachtschattengewächse. Je nach Reifegrad ist in bestimmten Teilen dieser Pflanzen Solanin enthalten.

Bei der Paprika gibt die Farbe Aufschluss auf den Reifegrad: Grüne Paprika ist unreifer als gelbe und rote Paprika und enthält viel Solanin. Reife, rote Paprika enthält dagegen kaum Solanin. Grüne Pflanzenteile wie der Strunk enthalten immer Solanin und sollten in jedem Fall vor dem Verzehr entfernt werden.

So erkennen Sie eine Solanin-Reaktion bei Ihrem Hund

Solanin ist eine chemische Verbindung, die Pflanzen unter anderem als Schutz vor gefräßigen Wildtieren dient. Manche Hunde können bereits beim Verzehr von geringen Mengen Solanin Vergiftungserscheinungen zeigen.

Typische Anzeichen einer Reaktion auf Solanin sind zum Beispiel:

Hat Ihr Hund grüne oder gelbe Paprika gegessen und verhält sich ungewöhnlich oder zeigt eines der Symptome, suchen Sie umgehend Ihren Tierarzt auf.

Unser Erste-Hilfe-Ratgeber für Hunde zeigt, welche Maßnahmen Sie unmittelbar ergreifen können.

Chili, Peperoni und Paprikapulver: Für Hunde in jedem Fall tabu

Neben Solanin enthalten Chili, Peperoni und Paprikapulver das für die Schärfe zuständige Capsaicin. Diese Substanz kann auf Hunde eine reizende Wirkung haben und hat deshalb im Napf nichts zu suchen.

Reifegrad Paprika © NastyaPhoto / stock.adobe.com
Die Farbe der Paprika zeigt an, wie reif die Frucht ist und gibt Aufschluss auf den Solaningehalt.

Bunt und gesund: Welche Paprika dürfen Hunde essen?

PaprikasorteInhaltsstoffe Empfehlung
Rote Paprikaenthält wenig Solaninin kleinen Mengen unbedenklich
Gelbe oder orange Paprikakann Solanin enthaltenbesser vermeiden
Grüne Paprikaenthält viel Solaninkeinesfalls verfüttern
Chili, Peperoni, Paprikapulver enthält Solanin und Capsaicin keinesfalls verfüttern

Dürfen Hunde rohe Paprika essen?

Ist eine Paprika rot und reif, können Hunde sie in kleinen Mengen roh verzehren. Leichter verdaulich ist Paprika für Hunde, wenn sie gekocht ist. Zwar wandert Solanin dabei in das Kochwasser, allerdings gehen auch viele Nährstoffe verloren. Ein guter Kompromiss ist gedünstete rote Paprika als Snack.

Greifen Sie am besten zu roter Paprika in Bio-Qualität und waschen Sie die Paprika gründlich, bevor Sie sie verarbeiten. Entfernen Sie alle Kerne und den Strunk sowie grüne Stellen.

Wie viel Paprika darf mein Hund essen?

Der gelegentliche Verzehr kleiner Mengen gedünsteter roter Paprika ist für die meisten Hunde unbedenklich. Je kleiner der Hund, desto kleiner sollte die Portion sein. Füttern Sie beim ersten Mal nur ein kleines Stück, um zu sehen, ob Ihr Hund eine Unverträglichkeit hat.

Wer seinen Hund mit Gemüse verwöhnen und auf Nummer sicher gehen möchte, greift lieber gleich zu Alternativen, die nicht zu den Nachtschattengewächsen gehören. Unser Ratgeber zeigt, welche Gemüsesorten sicher für Hunde sind.

Fazit: Hunde dürfen rote Paprika essen, Alternativen sind die bessere Wahl

Paprika sollte an Hunde höchstens ab und zu und nur in kleinen Portionen verfüttert werden. Zum Verzehr sind ausschließlich rote Paprika geeignet, die vom Kerngehäuse und vom Strunk befreit und leicht gedünstet wurden. Auf das Füttern von grüner Paprika, Chilis oder Peperoni sollten Halter dagegen komplett verzichten.

Kurz und knapp: Die häufigsten Fragen zum Thema Paprika für Hunde

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um das Füttern von Paprika:

Ist grüne Paprika giftig für Hunde?

Grüne Paprika ist nicht giftig, kann für Hunde mit empfindlichem Magen jedoch unverträglich sein. Die grünen Früchte sind unreif und enthalten deshalb viel Solanin, das in zu großen Mengen Vergiftungserscheinungen bei Hunden auslösen kann.

Dürfen Hunde Paprika-Chips essen?

Paprika-Chips sind für Hunde ganz und gar tabu. Das darin verarbeitete Paprikapulver enthält Capsaicin, das den Verdauungstrakt Ihres Vierbeiners reizen kann. Chips enthalten außerdem viel Fett und Salz und haben deshalb nichts auf dem Speiseplan von Fellnasen verloren.

Dürfen Hunde Paprikakerne essen?

Bei der Zubereitung von Paprika für Hunde sollten Sie die Kerne entfernen. Sie sind zwar nicht giftig, können für den Hundemagen aber schwer verdaulich sein.

Quellen:


Profilbild von zooplus Magazin Autorin Sabrina Quente

Tiere begleiten mich schon, seitdem ich denken kann. Es existiert kaum ein Kinderfoto ohne Wellensittich auf dem Kopf oder Katze auf dem Schoß. Seit über zehn Jahren schreibe ich als Redakteurin über verschiedene Themen von der Krankenversicherung bis hin zur Katzenhaltung. Immer dabei: meine Katze Mimi, die für viele Texte die beste Impulsgeberin ist und weiß, wann es Zeit für eine Schreibpause ist.


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