Dem süßen Duft von Ananas können nur wenige Menschen widerstehen. Wenn auch Ihr Hund sichtlich interessiert an der Südfrucht ist, erfahren Sie in diesem Ratgeber, ob er Ananas essen darf und was Sie vor dem Füttern beachten sollten.
Ja, das reife Fruchtfleisch der Ananas ist in kleinen Mengen unbedenklich für erwachsene Hunde, sofern keine Unverträglichkeit vorliegt.
Gut zu wissen: Eine reife Ananas erkennen Sie im Supermarkt daran, dass sie süßlich-fruchtig duftet, bei leichtem Druck minimal nachgibt und sich ein Blatt leicht aus der Krone ziehen lässt. Ein zu intensiver Duft kann ein Zeichen für Überreife sein.
Dürfen Hunde Ananas-Schale essen?
Die Ananas enthält weder innen noch außen Stoffe, die für Hunde gefährlich sein könnten. Trotzdem sollten Sie die Schale und den Strunk entfernen, bevor Sie Ihrem Hund etwas Ananas anbieten. Beides ist zäh und schwer verdaulich.
Wichtig ist außerdem, Menge und Zubereitungsart so zu wählen, dass Ihr Hund bestmöglich von den Vorteilen von Ananas profitiert.
Welche Nährstoffe sind in Ananas enthalten und gut für Hunde?
Ananas enthält viele verschiedene Nährstoffe, die sowohl für Menschen als auch für Hunde eine Rolle spielen. Zu den relevanten Mikronährstoffen zählen zum Beispiel:
B-Vitamine
Vitamin C
Vitamin E
Kalium
Mangan
Der Hundekörper benötigt diese Nährstoffe für verschiedene Prozesse wie den Stoffwechsel oder zur Unterstützung des Immunsystems und der Nervenfunktion. Darüber hinaus finden sich in der Ananas Ballaststoffe und rund 85 Prozent Wasser. Mit etwa 55 Kilokalorien auf 100 Gramm ist Ananas zudem vergleichsweise schlank.
Besonderheit Bromelain: Was kann das Enzym?
Als kleinen Bonus hält die Ananas Bromelain bereit. Dieses besondere Enzym ist in der Lage, Eiweiß zu spalten und soll deshalb – zumindest für Menschen – verdauungsfördernd sein.
Die höchste Konzentration findet sich im festen Teil der Frucht, es ist jedoch auch im Fruchtfleisch enthalten. Weniger Bromelain steckt dagegen in erhitzter oder stark verarbeiteter Ananas.
Wichtig: Es gibt bisher kaum belastbare Untersuchungen dazu, ob Bromelain eine positive Wirkung für Hunde hat.
Ist Ananas für die Gesundheit des Hundes relevant?
Auch wenn die Ananas voller Vitamine steckt, fallen die positiven Effekte auf Hunde kaum ins Gewicht. Alle Nährstoffe, die Vierbeiner benötigen, erhalten sie aus artgerechtem Hundefutter.
Für Abwechslung in der Schnauze und als kleine Belohnung sind Ananasstückchen dennoch geeignet. Die Betonung liegt dabei auf klein: In der süßen Frucht stecken neben guten Inhaltsstoffen auch Fruchtsäure und Fruchtzucker. Sie sind der Grund, weshalb es besser ist, Ananas nur als Snack für Hunde zu betrachten und keinesfalls als Futterersatz.
Für welche Hunde ist Ananas nicht geeignet?
Aufgrund des enthaltenen Fruchtzuckers und der Säure ist Ananas für Hunde mit Diabetes oder Übergewicht sowie für Hunde mit empfindlichem Magen nicht zu empfehlen. Die Fruchtsäure kann den Magen reizen und der Fruchtzucker kann die Zähne angreifen oder sich auf das Gewicht Ihres Hundes auswirken.
Dürfen Welpen Ananas essen?
Auch jungen Hunden sollten Sie keine Ananas anbieten. Die Verdauung von Welpen ist noch nicht so viel gewohnt wie die Verdauung erwachsener Hunde. Ungewohnte Snacks wie Ananas können den kleinen Hunden deshalb schwer im Magen liegen und die Verdauung überfordern.
Am besten klären Sie mit Ihrem Tierarzt, ob und ab wann Ihre Fellnase in den Genuss von Obst kommen darf und welche Menge akzeptabel für ihn ist.
Wie viel Ananas darf mein Hund essen?
Grundsätzlich gilt für besondere Snacks wie Ananas, dass die Menge bei der Kalkulation der Tagesration berücksichtigt werden sollte. Hierbei hilft eine Faustregel, die viele Hundehalter vermutlich kennen: Leckerlis sollten höchstens zehn Prozent des täglichen Kalorienbedarfs ausmachen.
Die für Ihren Hund infrage kommende Menge, zum Beispiel ein oder zwei kleine Stücke, sollten Sie maximal einmal pro Woche füttern. Gerade bei süßem Obst wie Ananas ist es ratsam, möglichst sparsam zu dosieren. Besser ist es deshalb, den Snack nicht zur wöchentlichen Gewohnheit zu machen, sondern zu einem besonderen Snack für besondere Gelegenheiten.
Der Vorteil: Wenn es nur hin und wieder Ananas gibt, verliert Ihr Hund nicht so schnell das Interesse daran.
Auch wenn Ananas für Hunde nicht giftig ist, kann zu viel davon besonders für empfindliche Hunde belastend sein. Nascht Ihr Hund zu viel Ananas, können Durchfall, Erbrechen oder Blähungen die Folge sein.
Möglich sind unabhängig von der Menge zudem allergische Reaktionen. Gereizte Haut, vermehrtes Kratzen und Durchfall können ein Hinweis darauf sein, dass Ihr Vierbeiner Ananas nicht gut verträgt und in Zukunft besser ganz darauf verzichtet.
Frisch, aus der Dose oder getrocknet: Wie bereitet man Ananas für Hunde am besten zu?
Die beste Wahl für Halter, die Ihrem Hund einen süßen Ananassnack servieren möchte, ist das Fruchtfleisch einer frischen, reifen Ananas. Sie enthält aktives Bromelain und wenig Säure. In kleine Würfel geschnitten, kann sie beispielsweise als besondere Belohnung dienen.
Tipp: Im Sommer können Sie die Ananasstücke im Kühlschrank ein wenig herunterkühlen und als erfrischenden Snack anbieten.
Entfernen Sie Strunk und Schale einer frischen, reifen Ananas und servieren Sie Ihrem Hund ein oder zwei schnauzengerechte Stücke als Snack.
Dürfen Hunde Ananas aus der Dose essen?
Dosenananas ist meist in Zuckersirup eingelegt und deshalb als Hundesnack nicht geeignet. Hinzu kommt, dass die Früchte in der Regel durch Erhitzen haltbar gemacht werden und deshalb kaum Bromelain enthalten.
Dosenananas im eigenen Saft ist für Hunde zwar geeignet, sofern Sie den Saft gut abspülen. Die bessere Option bleibt jedoch die frische Ananas.
Dürfen Hunde getrocknete Ananas essen?
Trockenfrüchte sind für Hunde generell nicht geeignet. Denn beim Trocknen wird Früchten wie der Ananas Wasser entzogen. Zurück bleibt konzentrierter Fruchtzucker, der manchmal sogar durch zusätzlichen Zucker ergänzt wird.
Schon wenige Stücke getrockneter oder gefriergetrockneter Ananas sind eine Zuckerbombe, die Sie Ihrem Hund auf keinen Fall zumuten sollten.
Dürfen Hunde Ananassaft trinken?
Für den Saft der Ananas gilt die gleiche Empfehlung wie für getrocknete Früchte: Lassen Sie es besser bleiben. Im Saft sind Fruchtzucker und Fruchtsäure enthalten, dafür fehlt das Kauerlebnis für Ihren Vierbeiner.
Hilft Ananas gegen Kotfressen bei Hunden?
Einige Hundehalter beschäftigen sich mit Ananas als Hausmittel. Denn ein weit verbreiteter Mythos besagt, dass Ananas gegen Kotfressen (Koprophagie) helfen kann. Demnach soll das Bromelain in der Ananas den Kot für Hunde unappetitlicher machen.
Dafür gibt es allerdings keine wissenschaftlichen Belege. Eine US-Verhaltensstudie aus dem Jahr 2018 hat über 1.500 Hundehalter zu Koprophagie befragt und keinen Zusammenhang zwischen Kotfressen und der Ernährung des Hundes festgestellt. Die Wirksamkeit von elf getesteten kommerziellen Anti-Kotfress-Produkten lag in der Studie ebenfalls nahe null. Das ist ein Hinweis darauf, dass auch vermeintliche Hausmittel wie Ananas das Verhalten selten verändern können.
Auch wenn Ananas nicht gegen Kotfressen hilft, sollte das Verhalten nicht unbehandelt bleiben. Mehr über Ursachen und wie Sie Ihrem Hund helfen können, erfahren Sie in unserem Ratgeber zu Koprophagie. Da hinter dem Verhalten eine ernste Erkrankung oder eine psychische Belastung stecken kann, ist eine tierärztliche Beratung in jedem Fall ratsam.
Fazit: Ananas als besonderer Snack
Mit ihrer verführerischen Süße lässt die Ananas auch bei manchen Hunden das Wasser in der Schnauze zusammenlaufen. Doch obwohl die tropische Frucht viele Nährstoffe und das Enzym Bromelain enthält, sollten Vierbeiner mit robuster Verdauung nur ab und zu davon naschen dürfen.
Bei Hunden mit Übergewicht, Diabetes oder bei jungen Hunden sollten Sie besser darauf verzichten, Ananas anzubieten. Sie möchten Ihrem Hund viel Abwechslung und nur das Beste bieten? Im zooplus Magazin erfahren Sie, welche Lebensmittel für Hunde gefährlich und welche unbedenklich sind.
Tiere begleiten mich schon, seitdem ich denken kann. Es existiert kaum ein Kinderfoto ohne Wellensittich auf dem Kopf oder Katze auf dem Schoß. Seit über zehn Jahren schreibe ich als Redakteurin über verschiedene Themen von der Krankenversicherung bis hin zur Katzenhaltung. Immer dabei: meine Katze Mimi, die für viele Texte die beste Impulsgeberin ist und weiß, wann es Zeit für eine Schreibpause ist.
Nicht alle Lebensmittel, die wir Menschen bedenkenlos essen können, sind auch gut für unsere Hunde. Manchmal sind schon kleine Mengen giftig, während es bei anderen Lebensmitteln auf die Dauer der Gabe oder ihre Zubereitung ankommt. Aber was dürfen Hunde essen und was dürfen Hunde nicht essen? Verschaffen Sie sich einen Überblick über ungefährliche und giftige Lebensmittel für Hunde.
Zugegeben, fertige Hundeleckerlis im zooplus Hundeshop zu kaufen, geht schneller. Doch das macht längst nicht so viel Spaß! Und es gibt noch mehr gute Gründe, Hundekekse selber zu backen. Welche das sind, wie Hundekekse gebacken und aufbewahrt werden sowie einfache Hundekekse-Rezepte, die Ihrem Hund garantiert schmecken, finden Sie hier.
Das Angebot an Hundefutter ist heute größer als je zuvor. Während viele Produkte zwar für jeden Hundegeschmack etwas bieten sollten, haben Sie die Qual der Wahl: Welches Hundefutter ist das richtige? Und ist Hundetrockenfutter oder Nassfutter besser für meinen Vierbeiner? Antworten auf diese Fragen und eine Übersicht der Vor- und Nachteile finden Sie in diesem Artikel.