{"url":"https://www.zooplus.de/magazin/hund/hundeernaehrung/duerfen-hunde-himbeeren-essen","title":"Dürfen Hunde Himbeeren essen und wie viel?","mag_id":422165,"is_single":true,"cat_name":"Hund","sub_cat_id":83,"sub_cat_name":"Hundeernährung","cat_id":79}
Für Menschen sind Himbeeren ein idealer Snack: Mit einem Happs sind die kleinen Vitaminpakete verzehrt. Grundsätzlich dürfen auch Hunde Himbeeren essen. Welche Menge und Zubereitung geeignet sind und ob der Xylit-Mythos wahr ist, erfahren Sie in diesem Artikel.
Ja, Himbeeren sind in kleinen Mengen unbedenklich für Hunde, denn ihre inneren Werte können sich sehen lassen.
Vorteile: Welche für Hunde relevanten Nährstoffe stecken in Himbeeren?
Reife Himbeeren enthalten neben viel Wasser vor allem Vitamin C, Magnesium, Ballaststoffe und Antioxidantien. Diese Vitamine, Mineralstoffe und sekundären Pflanzenstoffe braucht der Körper, damit die Schutzfunktionen des Körpers, die Verdauung und das Immunsystem so funktionieren können, wie sie sollen.
Im Vergleich zu anderen Obstsorten, die Hunde essen dürfen, enthalten Himbeeren wenig Zucker. 100 Gramm Himbeeren enthalten gerade einmal 4,8 Gramm Zucker. Zum Vergleich: Die gleiche Menge Mango enthält fast dreimal so viel Zucker.
Der Xylit-Mythos: Sind Himbeeren giftig für Hunde?
Rund um die Frage, ob Hunde Himbeeren essen dürfen, gibt es verschiedene Mythen. Wir klären, was dran ist.
Mythos Nr. 1: Sind Himbeeren giftig für Hunde?
Isst Ihr Hund gelegentlich ein paar Himbeeren, besteht in der Regel keine Gefahr einer Xylitvergiftung. Woher kommt die Befürchtung? Neben Fruchtzucker ist in Himbeeren von Natur aus der Birkenzucker Xylit enthalten, der unter von zuckerfreien Kaugummis bekannt ist. Erfahrene Hundehalter wissen, dass dieser Stoff für Hunde hochgiftig ist.
Gefährlich wird es für Hunde, die Xylit in einer Menge von 50 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen. 100 Gramm enthalten allerdings rund fünf Milligramm. Eine Himbeere hat ein Gewicht von circa vier Gramm und enthält damit etwa 0,1 Milligramm Xylit. Ein zuckerfreier Kaugummi enthält ungefähr ein Gramm Xylit. Mit ein oder zwei Himbeeren sind Vierbeiner davon weit entfernt. Dennoch sollte eine Himbeere als Leckerli eher Ausnahme als Gewohnheit sein.
Mythos Nr. 2: Verhindern Himbeeren beim Hund Krebs?
2005 erschien das Buch „Krebszellen mögen keine Himbeeren“, das Zusammenhänge zwischen Ernährung und Krebs beleuchtet. Allerdings können Himbeeren keinen Krebs verhindern, auch nicht beim Hund.
Eine Tierversuchsstudie an Mäusen deutete zwar auf ein geringeres Krebsrisiko bei einer reinen Fütterung mit Himbeeren hin – für Hunde sind diese Ergebnisse jedoch nicht aussagekräftig. Hinzukommt, dass Halter aufgrund der Xylit-Thematik davon absehen sollten, zu oft zu viele Himbeeren zu füttern.
Frisch, gefroren oder wild: So füttern Sie Himbeeren richtig
Wenn Sie Ihrem Hund Himbeeren anbieten möchten, greifen Sie am besten zu frischen Himbeeren in Bio-Qualität. Sortieren Sie verschimmelte und unreife Früchte aus und waschen Sie die Himbeeren gründlich.
Dürfen Hunde wilde Waldhimbeeren essen?
Beim Gassigehen begegnen Ihnen im Wald oder auf wilden Wiesen öfter Himbeersträucher? Auch wenn die Verlockung groß ist, die Früchte frisch gepflückt in die Hundeschnauze wandern zu lassen: Bei wilden Himbeeren besteht genau wie beim Verzehr von Blaubeeren die Gefahr, eine Beere mit Eiern des Fuchsbandwurms zu erwischen.
Wer kein Risiko eingehen möchte, sollte wilde Himbeeren nur von den oberen Teilen des Strauchs pflücken und sie vor dem Füttern gründlich waschen.
Gefrorene Himbeeren als Sommersnack für Hunde
Außerhalb der Himbeersaison findet man die kleinen süßsauren Beeren auch im Tiefkühlregal. Ungesüßte Tiefkühlhimbeeren können Sie Ihrem Hund servieren, wenn Sie die Portion vorher kurz antauen lassen.
Im Sommer, wenn Himbeeren Hochsaison haben, können Sie ein paar Beeren einfrieren und als erfrischenden Snack servieren. Auch in diesem Fall gilt, kurzes Antauen schont Zähne und Magen Ihres Hundes.
Als Richtwert für eine bekömmliche Menge der kleinen Beeren kann die Körpergröße Ihres Hundes dienen. Die folgende Übersicht zeigt, welche Portionsgrößen allgemein als verträglich für gesunde Hunde gelten:
Wichtig: Die angegebenen Mengen sind nicht als Tagesration zu verstehen. Denn besondere Snacks wie Himbeeren oder andere Obstsorten sollten nicht täglich, sondern nur zu besonderen Gelegenheiten gefüttert werden.
Wenn Ihr Hund Himbeeren verträgt und Sie die gelegentliche Snackportion bei der täglichen Futtermenge berücksichtigen, spricht nichts dagegen, zum Beispiel einmal die Woche einen Himbeersnack anzubieten.
Kurz und knapp: Die häufigsten Fragen zur Frage, ob Hunde Himbeeren essen dürfen
Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um das Füttern von Himbeeren.
Für welche Hunde sind Himbeeren nicht geeignet?
Hat Ihr Hund Diabetes, neigt er zu Übergewicht oder hat er in der Vergangenheit auf bestimmte Inhaltsstoffe empfindlich reagiert, sollten Sie die Menge nach unten anpassen oder ganz auf das Füttern von Himbeeren verzichten.
Vorsicht ist auch bei Welpen geboten, deren Verdauungstrakt oft empfindlicher ist als bei erwachsenen Tieren. Ihr Tierarzt weiß im Zweifel, was für Ihren Vierbeiner erlaubt ist und was nicht.
Woran erkenne ich, dass mein Hund zu viele Himbeeren gefressen hat?
Falls Ihr Hund den Himbeervorrat entdeckt und sich nicht an die empfohlene Menge Beeren gehalten hat, ist das kein Grund zur Panik. Frisst ein Hund einmal zu viele Himbeeren, kann das zu Blähungen, Bauchschmerzen und Verdauungsstörungen führen.
In der Regel erholen sich Hunde innerhalb weniger Tage von dem Ausrutscher. Sollte das Unwohlsein länger andauern, sprechen Sie sicherheitshalber mit Ihrem Tierarzt.
Fazit: Richtig dosiert sind Himbeeren eine schöne Abwechslung für Hunde
Genau wie ihre Halter dürfen auch Hunde Himbeeren naschen. Wichtig ist, dass die Menge zum Körpergewicht und dem individuellen Gesundheitszustand der Vierbeiner passt und die Himbeeren gewaschen und schimmelfrei sind.
Zwar enthalten Himbeeren neben guten Nährstoffen auch Xylit. Allerdings ist die Konzentration so gering, dass bei artgerechter und vorsichtiger Dosierung keine Vergiftungsgefahr besteht.
Tiere begleiten mich schon, seitdem ich denken kann. Es existiert kaum ein Kinderfoto ohne Wellensittich auf dem Kopf oder Katze auf dem Schoß. Seit über zehn Jahren schreibe ich als Redakteurin über verschiedene Themen von der Krankenversicherung bis hin zur Katzenhaltung. Immer dabei: meine Katze Mimi, die für viele Texte die beste Impulsgeberin ist und weiß, wann es Zeit für eine Schreibpause ist.
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