13. April 2017 - Aktualisiert 27. August 2018

Hund oder Welpen stubenrein bekommen

welpen stubenrein bekommen

Stubenreinheit bedeutet kurz gesagt, dass sich der Hund nur im Freien löst und ankündigt, wenn er raus muss. Wenn es um „Unsauberkeit“ bei Hunden geht, unterscheiden wir zwischen Welpen und eigentlich stubenreinen Vierbeinern, die plötzlich wieder unsauber werden. Ob junger oder alter Hund, großes oder kleines Geschäft – in jedem Fall gilt: Bewahren Sie die Ruhe, denn eine „optimale Lösung“ erfordert manchmal etwas Geduld. Tipp: Reinigen Sie die verunreinigten Stellen mit einem speziellen Reiniger aus dem Heimtierbedarf, denn die Spürnasen riechen weitaus besser als wir Menschen und würden ihre „Stammstelle“ sonst schnell wieder als geeigneten Lösungsplatz betrachten. Erfahren Sie im Folgenden, wie Sie Hunde und Welpen stubenrein bekommen.

Welpen stubenrein bekommen

Vorweg sei gesagt: Welpen stubenrein zu bekommen ist zeitaufwändig und kann Ihre Geduld durchaus auf die Probe stellen. Bei Welpen gelingt die Sauberkeitserziehung am besten, wenn Sie Ihren jungen Vierbeiner regelmäßig nach draußen bringen und warten, bis er sich dort gelöst hat. Kleiner Hund, kleine Blase: Gehen Sie bis zu einem Alter von drei Monaten ruhig alle 1-2 Stunden mit ihm nach draußen, damit er sich erleichtern kann. Ältere Welpen sollten alle 3-4 Stunden die Möglichkeit erhalten, sich draußen zu lösen. Seien Sie auch zwischendurch aufmerksam – bald werden Sie Antennen für die Vorzeichen (Unruhe, verstärktes Schnuppern) entwickeln und können Ihren Hund dann sofort – aber ohne Hektik – nach draußen bringen, wo Sie ihn nach seinem Geschäft ausgiebig loben. Da Welpen von Natur aus ungern in der Nähe ihres Lagers Urin oder Kot absetzen, entspricht das Lösen in einiger Entfernung zum eigenen Zuhause ihrer Neigung. Dennoch kann es Wochen, ja sogar Monate dauern, bis Welpen stubenrein sind – selbst wenn alles reibungslos verläuft.

welpen stubenrein bekommen

Probleme können dann auftauchen, wenn Sie Ihren Welpen nachts nicht rausbringen – er wird sich vermutlich eine weit entfernte Ecke in Ihrem Zuhause suchen und aus der Not heraus dort seine Blase erleichtern. Stellen Sie sich entweder auch nachts den Wecker und gehen im gewohnten Rhythmus kurz nach draußen oder lassen Sie den Welpen in einer großen Hundebox ganz in Ihrer Nähe schlafen. Wenn der Hund sich nachts lösen möchte, wird er sich nun bemerkbar machen, so dass Sie mitbekommen, dass er raus muss. In der Box sollte er bequem stehen können – bedenken Sie, dass ein Welpe schnell wächst und kaufen Sie sie darum in einer angemessenen Größe. Wenn der kleine Vierbeiner nur tagsüber zur Stubenreinheit angehalten wird, wird es viel länger dauern, bis er verstanden hat, dass er sein Geschäft ausschließlich draußen verrichten soll.

Schwierig kann es ebenfalls werden, wenn der Welpe beim Züchter nur auf einen bestimmten Untergrund, beispielsweise Steinboden, uriniert hat. Er muss nun lernen, dass er sich auch auf Rasen oder Waldwegen erleichtern kann. Bedenken Sie zudem: Manche Junghunde sind in der Natur so abgelenkt und interessiert an allem vom Schmetterling bis zur Schneeflocke, dass sie ihre Bedürfnisse regelrecht vergessen – schnell ist dann zuhause ein Malheur passiert. Achten Sie darum immer darauf, dass der Welpe draußen einige ruhige und im Idealfall reizarme Minuten hat, um sich zu lösen. Apropos Malheur: Ignorieren Sie eventuelle Missgeschicke und schimpfen Sie nicht. Dies könnte Fehlverknüpfungen zur Folge haben, denn Ihr Gefährte verknüpft dann „sich lösen“ mit „schimpfen“ und wird künftig dazu neigen, möglichst heimlich und unbeobachtet, beispielsweise in unbenutzten Ecken Ihrer Wohnung, sein Geschäft zu verrichten. Wenn Ihr Welpe sich mehrfach im Haus statt draußen löst, sollten Sie mit ihm solange draußen bleiben, bis er sein Geschäft dort erledigen muss. Loben Sie ihn anschließend ausgiebig. Die Geduld zahlt sich aus, denn wenn die Stubenreinheit Ihrem Vierbeiner in Fleisch und Blase übergegangen ist, werden Sie sich diesbezüglich jederzeit auf ihn verlassen können.

Welpen stubenrein bekommen: Tipp von zooplus

Mit einer Hundetoilette können Sie Ihrem Liebling ebenfalls nach und nach Stubenreinheit beibringen. Einfach nach einer Eingewöhnungsphase, Tag für Tag das Hundeklo in Richtung Haustür ziehen, bis er vor der Haustür steht. Nun ist Ihr Hund soweit außerhalb der Wohnung auf die Toilette zu gehen. Sicherlich wird es ein paar Wochen dauern, bis der Welpe die Regeln im Zusammenleben mit dem Menschen gelernt hat. Doch ist mit ein bisschen Geduld auch dieser Schritt problemlos zu bewältigen. Für die Zwischenzeit können Sie das Hundebett und die Transportbox mit einer saugfähigen Einlage ausstatten.

Unsauberkeit beim erwachsenen Hund

Bei einem erwachsenen Vierbeiner können körperliche Ursachen für die Unsauberkeit verantwortlich sein: Ein normalerweise stubenreiner Hund, der allmählich oder plötzlich sein Geschäft in Ihren vier Wänden verrichtet, könnte Symptome einer Krankheit zeigen: Blasenentzündungen oder Darminfekte sowie Verdauungsprobleme aufgrund eines anderen Futters oder einer Allergie können beispielsweise die Ursache sein. Außerdem können ältere Hunde bedingt durch Muskelschwäche sowie insbesondere kastrierte Hündinnen Inkontinenzprobleme bekommen. Der erste Gang bei einem erwachsenen Hund, der Unsauberkeit zeigt, ist also der zum Tierarzt. Ist die Ursache eine körperliche, wird er in den meisten Fällen helfen können.Wie beim Welpen können auch bei erwachsenen Tieren Fehlverknüpfungen einer ausgeprägten Unsauberkeit zugrunde liegen – insbesondere bei Hunden, die Sie noch nicht lange kennen, bei ehemaligen Zwingerhunden, fehlerhafter Sauberkeitserziehung oder bei einem schwierigen Vertrauensverhältnis.

welpen stubenrein bekommen

Hier noch einmal der Hinweis: Auch wenn Unsauberkeit an Ihren Nerven zerren mag, schimpfen Sie auf keinen Fall mit Ihrem tierischen Freund, sondern entfernen Sie die Hinterlassenschaften ruhig und kommentarlos. Vor allem für ängstliche Hunde kann das Urinieren zur reinsten Qual werden, wenn sie es mit schlechten Erfahrungen verknüpfen. Arbeiten Sie parallel an einer positiven Bindung zu Ihrem Vierbeiner und loben Sie ihn ausgiebig, wenn er unter freiem Himmel sein Geschäft verrichtet. Auch Rangordnungsprobleme können zu Unsauberkeit führen: Zu lange allein gelassene Vierbeiner, aber auch einschneidende Veränderungen wie ein neuer Partner, ein Baby oder ein weiterer Hund können Unsauberkeit auslösen. In kniffligen Fällen kann der Rat eines Tierpsychologen helfen, der gemeinsam mit Ihnen die Ursachen sucht und Wege hin zu einer „richtigen Lösung“ findet.

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