Bio-Katzenfutter: Was steckt wirklich drin?
Bio ist in, egal, ob es sich um Gemüse, Obst oder Tierfutter handelt. Doch was bedeutet „Bio“ überhaupt – und was unterscheidet Bio-Katzenfutter von herkömmlicher Katzennahrung?
Katzen fressen am liebsten Fleisch. Kartoffeln sind deshalb nicht ihre erste Futterwahl. Wenn Sie Ihrer Samtpfote die Knollen dennoch füttern möchten, sollten diese auf keinen Fall roh sein. In diesem Ratgeber lesen Sie, wann Katzen Kartoffeln essen dürfen und was Sie dabei beachten sollten.

© valeri / stock.adobe.com
Auch wenn die Neugier groß ist, dürfen Katzen keine rohen Kartoffeln essen.
Als Fleischfresser ernähren Katzen sich in der Natur überwiegend von Vögeln oder kleinen Säugetieren. Kartoffeln stehen nicht auf ihrem Speiseplan. Und das ist auch gut so: Sowohl die Teile der Kartoffelpflanze als auch rohe Kartoffeln sind giftig für Katzen. Nur gekochte, ungewürzte Kartoffeln sind in kleinen Mengen für Katzen unschädlich.
Als Nachtschattengewächs enthält die Kartoffelpflanze den für Katzen, Hunde und ihre Halter giftigen Stoff Solanin. Dabei handelt es sich um eine chemische Verbindung, mit der sich manche Pflanzenarten gegen Schädlinge und Krankheitserreger verteidigen.
Bei der Kartoffel kommt Solanin an verschiedenen Stellen vor, vor allem in
Katzen können Solanin nur schwer verdauen und abbauen. Deshalb kann sich schnell eine lebensbedrohliche Konzentration im Körper sammeln.
Gut zu wissen: Beim Kochen geben die Knollen den Stoff ins Kochwasser ab. Deshalb sollten Sie Ihre Katze am besten vom Topf fernhalten.
Schon kleine Mengen Solanin können bei Katzen Vergiftungserscheinungen auslösen. Zu den Symptomen gehören:
Zeigt eine Katze nach dem Fressen roher Kartoffeln diese Symptome, sollten Sie umgehend Ihren Tierarzt aufsuchen.
In unserem Ratgeber rund um Vergiftungen bei Katzen erfahren Sie, welche Erste-Hilfe-Maßnahmen Sie ergreifen können.
Gekochte Kartoffeln enthalten verschiedene Nährstoffe wie Vitamine, Ballaststoffe und Proteine, liefern viel Energie und gelten mit 74 Kilokalorien pro 100 Gramm als kalorienarmes Lebensmittel.
| Inhaltsstoff | Nutzen für den Körper |
| Komplexe Kohlenhydrate | liefern Stärke und dienen als Energieträger |
| Ballaststoffe | machen satt und fördern die Verdauung |
| Protein | liefert Energie, sättigt und kann vom Körper in körpereigenes Eiweiß umgewandelt werden |
| B-Vitamine | können den Stoffwechsel und das Nervensystem unterstützen |
| Kalium | spielt eine Rolle bei der Weiterleitung von Nervenimpulsen für Muskelkontraktionen und die Herzfunktion |
| Sekundäre Pflanzenstoffe | können antioxidative Effekte zeigen |
Da Katzen den größten Teil ihres Nährstoff- und Energiebedarfs über hochwertiges Futter und mit tierischen Inhaltsstoffen decken, halten sich die positiven Effekte der Kartoffel auf Stubentiger jedoch in Grenzen.
Gekochte Kartoffeln sind für viele Katzen gut verträglich und können gelegentlich als magenschonende Futterergänzung serviert werden. Ein Ersatz für hochwertiges Katzenfutter sind Kartoffeln jedoch nicht.
Ihre Katze zeigt Interesse an Kartoffeln und Sie möchten ihr ab und zu ein Stückchen als Leckerli füttern? Dann sollten Sie folgende Tipps für die Zubereitung beachten:
© Natalya / stock.adobe.com
Gekochte Kartoffeln können Sie Ihrer Katze gelegentlich als kleinen Snack anbieten. Ein bis zwei kleine Würfel, maximal einmal pro Woche sind unbedenklich. Allerdings sind viele Katzen wählerisch und machen vermutlich ohnehin einen Bogen um die unbekannte Knolle.
Sollte Ihre Katze auf den Geschmack gekommen sein, achten Sie darauf, dass sie dennoch genug Fleischfutter zu sich nimmt, damit ihr keine wichtigen Nährstoffe entgehen.
Zu große Mengen an Kartoffeln können bei Katzen zu Verdauungsproblemen führen und Durchfall, Erbrechen oder Blähungen auslösen. Frisst die Katze lieber Kartoffeln als ihr herkömmliches Nass- oder Trockenfutter, besteht außerdem die Gefahr von Mangelerscheinungen, Übergewicht und Diabetes.
Neben rohen Kartoffeln und Kartoffelschalen sind für Katzen auch verarbeitete Kartoffeln tabu. Dazu gehören Pommes, Chips, Kartoffelsalat, Kartoffelbrei aus der Tüte, Bratkartoffeln und ähnliche Zubereitungsarten.
Die meisten Kartoffelprodukte enthalten Salz, Fett, Gewürze und andere Zusatzstoffe, die schon in kleinen Mengen gefährlich für Katzen sein können.
Süßkartoffeln sind für Katzen übrigens ungiftig, da sie kein Solanin enthalten. Trotzdem sollten Katzen davon nur kleine gekochte und ungewürzte Mengen fressen.
Junge Katzen stecken noch mitten in der Entwicklung und haben häufig ein besonders empfindliches Verdauungssystem. Kitten sollten deshalb keine Kartoffeln essen, sondern sämtliche lebensnotwendigen Nährstoffe über Kittenfutter aufnehmen.
Kartoffeln sind in manchen Katzenfuttersorten enthalten, die als getreidefrei deklariert werden. Das bedeutet, dass Futtermittel statt Getreide andere pflanzliche Zutaten wie Kartoffeln, Gemüse oder bestimmte Hülsenfrüchte als Quellen für Kohlenhydrate, Stärke und Proteine enthalten. In Trockenfutter kann Stärke die Bindung der Zutaten unterstützen.
Getreidefrei bedeutet nicht automatisch kohlenhydratfrei oder frei von pflanzlichen Bestandteilen. Es bedeutet auch nicht, dass ein Futter automatisch hochwertiger oder besser verträglich ist, wenn es Kartoffeln enthält. Welche Bestandteile für Ihre Katze sinnvoll sind, hängt von der gesamten Rezeptur und der individuellen Verträglichkeit Ihrer Samtpfote ab. Dazu kann Sie Ihr Tierarzt informieren.
Wenn Ihr Tierarzt grünes Licht für Katzenfutter mit Kartoffeln oder Süßkartoffeln gibt, finden Sie im zooplus Shop passende Produkte.
Da Katzen Fleischfresser sind, besteht keine Notwendigkeit, Gemüse wie Kartoffeln zuzufüttern. Als Ergänzung oder um geschmackliche Abwechslung zu bieten, können Sie folgende gekochte Gemüsesorten in kleinen Mengen zufüttern:
Was Sie vermeiden sollten, zeigt Ihnen unser Ratgeber zu Nahrungsmitteln, die für Katzen ungeeignet sind.
Als Fleischfresser erhalten Katzen alles, was ihr Körper braucht, über hochwertiges Katzenfutter oder die Jagdbeute aus ihrem Revier. Die meisten Katzen werden deshalb kaum Interesse an Kartoffelknollen zeigen.
Für neugierige Katzen, die probieren möchten, kommen ausschließlich gekochte und ungewürzte Kartoffeln infrage. Allerdings sollten Kartoffeln kein fester Bestandteil der Katzenernährung sein, sondern dürfen nur in sehr kleinen Mengen und am besten nur alle paar Wochen ins Mäulchen wandern.
Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um das Füttern von Kartoffeln:
Die Schalen roher Kartoffeln enthalten wie der Rest der Kartoffelpflanze Solanin und sind deshalb giftig für Katzen. Lassen Sie während des Kochens keine Essensreste auf der Arbeitsfläche liegen, damit Ihre Katze gar nicht erst in Versuchung kommt, Kartoffelschalen und -reste anzuknabbern.
Als Nachtschattengewächs enthält die Kartoffelpflanze das für Menschen und Tiere giftige Solanin. Blätter, Stiele und Blüten sind deshalb für Katzen giftig.
Wenn Sie Kartoffeln selbst zu Kartoffelbrei verarbeiten und dabei auf Zusätze wie Milch und Butter sowie Gewürze wie Salz und Muskatnuss verzichten, sind kleine Mengen davon unbedenklich für Ihre Katze.
Quellen:
Bio ist in, egal, ob es sich um Gemüse, Obst oder Tierfutter handelt. Doch was bedeutet „Bio“ überhaupt – und was unterscheidet Bio-Katzenfutter von herkömmlicher Katzennahrung?
Katzenkekse backen ist gar nicht so schwer. Die Vorteile von selbst gemachten Katzenkeksen: Backen macht Spaß, Sie wissen genau, was drin ist, und der Mieze schmeckt’s. Wir stellen Ihnen drei leckere Rezepte für DIY-Katzenkekse vor.
Barf ist bereits ein fester Begriff in der Katzenernährung. Doch was genau ist Barfen und ist diese Fütterungsweise auch für Ihre Katze geeignet? Erfahren Sie hier mehr über das Barfen bei Katzen und worauf Sie dabei achten sollten.