Dürfen Katzen Äpfel essen und wie viel ist gesund?

Verfasst von Sabrina Schaub


In vielen europäischen Haushalten sind Äpfel das beliebteste Obst. Wir Menschen mögen sie am liebsten pur, auf dem Kuchen oder als Mus. Doch dürfen Katzen Äpfel essen? Dieser Artikel zeigt, welche Mengen und Zubereitungsformen für Katzen verträglich sind.

Dürfen Katzen Äpfel essen

Katzen dürfen Äpfel in geringen Mengen essen. Die Frage ist nur, ob sie das als Fleischfresser wollen?

Darf meine Katze Apfel essen?

Hin und wieder dürfen Katzen sich etwas Apfel schmecken lassen. Das beliebte Obst steckt voller Nährstoffe und ist reich an Vitaminen wie Vitamin B3, B6, B1 und B5. Mineralstoffe, Spurenelemente wie Eisen, Kalium und Magnesium, und Ballaststoffe in den Apfelschalen runden das Paket ab.

Davon können zwar grundsätzlich auch Katzen profitieren. Allerdings sollten die Fleischfresser ihren Nährstoffbedarf über hochwertiges Katzenfutter decken. Äpfel können höchstens als Snack und nicht als Ersatz für tierisches Protein dienen.

Wann sind Äpfel für Katzen gefährlich?

Wichtig für Katzenbesitzer ist, das Obst richtig zuzubereiten, nur ungiftige Teile und nicht zu viel auf einmal zu verfüttern.

Sind Apfelkerne gefährlich für meine Katze?

Während das Fruchtfleisch des Apfels keine Gefahr für Katzen darstellt, sind die Kerne und das Kerngehäuse für Samtpfoten giftig. In diesen Teilen des Apfels ist Amygdalin enthalten, das der Körper zu Blausäure (Cyanid) umwandelt.

Kleine Mengen sind zwar nicht lebensbedrohlich. Dennoch sollten sie Kerne und Kerngehäuse großzügig entfernen, bevor Sie Ihrer Katze ein Stück Apfel servieren.

Dürfen Katzen Äpfel mit Schale essen?

Apfelschalen sind für Katzen nicht giftig und enthalten sogar verdauungsfördernde Stoffe. Allerdings sind sie für einige Vierbeiner schwer verdaulich. Problematisch können zudem Pestizide in der Schale behandelter Äpfel sein.

Es ist deshalb ratsam, zu Äpfeln in Bio-Qualität zu greifen und sie vor dem Verzehr gründlich zu waschen oder noch besser zu schälen.

Warum manche Katzen kein Interesse an Obst haben

Manche Katzenbesitzer fragen sich, ob ihre Katze Äpfel essen darf, weil sie ihrem Liebling Abwechslung bieten möchten. Allerdings stellen die meisten fest, dass die Samtpfote viele Obstsorten links liegen lässt.

Das liegt daran, dass Katzen aufgrund eines Gendefekts nicht die Proteine bilden können, die für das Schmecken von Zucker notwendig wären. Da Katzen reine Fleischfresser sind, benötigen sie diese Fähigkeit nicht.

Gut zu wissen: In manchen Katzenfuttersorten ist Apfel in Form von Apfeltrester enthalten. Dieses Nebenprodukt der Saftpressung wird manchmal als Ballaststoffquelle eingesetzt.

Weitere wertvolle Fakten rund um die Ernährung von Katzen finden Sie in unseren Ernährungsratgebern für Katzen:

Wie viel Apfel darf meine Katze essen?

Zeigt ihre Katze dennoch Interesse an Äpfeln, dürfen Sie ihr hin und wieder ein kleines Stückchen Fruchtfleisch geben. Mehr als zehn Gramm maximal einmal pro Woche sollten es jedoch nicht sein.

Größere Mengen an Obst kann das Risiko von Übergewicht bei der Katze erhöhen und Magenprobleme verursachen.

Wie viel Futter ist gut für meine Katze? Unser Ratgeber rund um die richtige Futtermenge für Katzen hilft, die Antwort zu finden.

Apfelmus oder gekochter Apfel: Was ist für Katzen erlaubt?

Katzen dürfen Äpfel sowohl roh als auch gekocht essen, solange die Schale unbehandelt ist und Sie die Kerne und das Kerngehäuse entfernt haben.

Lieber Golden Delicious als Granny Smith

Wählen Sie am besten eine Sorte, die nicht zu sauer ist. Achten Sie außerdem darauf, dass der Apfel nicht überreif ist, da er sonst womöglich zu viel Fruchtzucker enthält.

Dürfen Katzen Apfelmus essen?

In kleinen Mengen ist Apfelmus für Katzen unbedenklich. Wichtig ist, dass das Mus keine zusätzlichen Süßungsmittel oder Gewürze enthält.

Dürfen Katzen getrocknete Äpfel essen?

Getrocknetes Obst enthält wenig Wasser, viele Mineral- und Ballaststoffe – und jede Menge Zucker. Deshalb sollten Sie davon absehen, Ihrer Katze getrocknete Äpfel anzubieten.

Wenn Sie einen artgerechten Snack suchen, der die Kaukraft Ihrer Katze herausfordert, greifen Sie statt zu Trockenobst besser zu gefriergetrockneten Fleischsnacks.

Katzengerechte Snacks und Futtersorten finden Sie im Onlineshop von zooplus:

Für welche Katzen ist Apfel nicht geeignet?

Neigt Ihre Katze zu Übergewicht, sollte sie aufgrund des enthaltenen Fruchtzuckers auf süße Snacks wie Apfel besser verzichten. Auch für Katzen, die gesundheitlich angeschlagen sind oder einen empfindlichen Magen haben, ist der Verzehr von Äpfeln nicht ratsam.

Dürfen Kitten Äpfel essen?

In der Wachstumsphase sind kleine Katzen darauf angewiesen, mit lebensnotwendigen Nährstoffen versorgt zu werden. Als Quellen dienen in den ersten Wochen und Monaten die Muttermilch und später hochwertiges Katzenfutter.

Da der Darm von Kitten oft sehr empfindlich ist und der Verdauungstrakt noch in der Entwicklung steckt, sind Experimente wie das Füttern von Äpfeln in der Regel kontraproduktiv. Verwöhnen Sie Ihre junge Katze lieber mit speziellem Kitten-Futter.

Tipp: Im zooplus Magazin erfahren Sie alles, was Sie rund um die Kitten-Ernährung wissen sollten.

Fazit: Dürfen Katzen Äpfel essen?

Katzen dürfen Äpfel essen, wenn diese reif und kernfrei sind. Äpfel können Ihrer Katze eine kleine Extraportion an Vitaminen und Ballaststoffen liefern. Den Großteil der für sie lebenswichtigen Nährstoffe sollte Ihre Samtpfote allerdings aus artgerechtem Katzenfutter beziehen.

Wichtig beim Füttern von Äpfeln ist, die Menge: Nascht Ihre Katze zu viel von dem Obst, können Verdauungsprobleme die Folge sein. Beschränken Sie das Füttern von Apfel deshalb auf gelegentliche Snackportionen. Für die meisten Katzen ist die bessere Alternative jedoch, zu katzengerechten Snacks zu greifen.

Quellen:


Profilbild von zooplus Magazin Autorin Sabrina Quente

Tiere begleiten mich schon, seitdem ich denken kann. Es existiert kaum ein Kinderfoto ohne Wellensittich auf dem Kopf oder Katze auf dem Schoß. Seit über zehn Jahren schreibe ich als Redakteurin über verschiedene Themen von der Krankenversicherung bis hin zur Katzenhaltung. Immer dabei: meine Katze Mimi, die für viele Texte die beste Impulsgeberin ist und weiß, wann es Zeit für eine Schreibpause ist.


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