{"url":"https://www.zooplus.de/magazin/hund/hundegesundheit-pflege/zeckenarten-im-ueberblick-welche-zecken-gibt-es","title":"Zeckenarten im Überblick: Welche Zecken gibt es?","mag_id":405341,"is_single":true,"cat_name":"Hund","sub_cat_id":82,"sub_cat_name":"Hundegesundheit und Pflege","cat_id":79}
Es gibt verschiedene Zeckenarten, die Hunde, Katzen und auch Menschen befallen können. Einige sind vergleichsweise harmlos, andere können gefährliche Krankheitserreger übertragen. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Zeckenarten näher vor.
Zecken gehören zu den häufigsten Ektoparasiten bei Hunden. Die verschiedenen Zeckenarten lauern in der Regel im hohen Gras und beißen ihren Wirt, um sich von dessen Blut zu ernähren. Im Zuge dessen können sie Krankheitserreger übertragen und gefährliche Infektionskrankheiten (z.B. Mittelmeerkrankheiten) auslösen.
Zecken schnell und vollständig entfernen
Um den Hund vor diesem Risiko zu schützen, ist es wichtig, sein Fell regelmäßig auf Zecken zu kontrollieren und diese ggf. schnell und gründlich zu entfernen. Eine entsprechende Prophylaxe bietet zuverlässigen Schutz vor den ungebetenen Gästen.
Weltweit gibt es über 850 verschiedene Zeckenarten, die unterschiedliche Wirte bevorzugen. Einige befallen auch Katzen. Zu den bekanntesten Zeckenarten gehören die folgenden.
Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus)
Eine Zeckenart, die für Hunde und Katzen in Europa besonders gefährlich ist, ist die Auwaldzecke. Sie gilt als wichtigster Überträger von Babesien, die die gleichnamige Infektionskrankheit, die Babesiose (Hundemalaria), verursachen können.
Ausgewachsene Auwaldzecken erreichen eine Länge von etwa fünf Millimetern. Nach dem Blutsaugen können die Weibchen jedoch eine Größe von 16 Millimetern erreichen. Sie sind an ihrem weißen Rücken zu erkennen, der mit dunklen Flecken bedeckt ist.
Amerikanische Hundzecke (Dermacentor variabilis)
Diese große Zeckenart kommt hauptsächlich in Nordamerika vor und hat eine rötlich-braune Farbe. Erwachsene Zecken dieser Art bevorzugen größere Säugetiere, können aber auch Hunde befallen und bei ihnen Infektionskrankheiten verursachen (zum Beispiel: Babesiose, Ehrlichiose, Rickettsiose).
Diese Zeckenart erreicht eine Länge von zwei bis elf Millimetern, je nach Füllstand. Sie hat eine braune Grundfarbe mit einem grauen Muster auf dem Rückenschild.
Die Amerikanische Hundezecke ist nach einem ihrer bevorzugten Wirte benannt.
Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus)
Die Braune Hundezecke lebt bevorzugt in warmen Ländern, ist aber oft eine unwillkommene Überraschung nach einem Urlaub mit Ihrem Hund. Rhipicephalus sanguineus gilt auch als ein wichtiger Überträger der Hundemalaria.
Typisch für diese Zeckenart sind eine Größe von drei bis zehn Millimetern und eine braune bis rötliche Färbung.
Gemeiner Holzbock (Ixodes ricinus)
Eine der häufigsten Zeckenarten in Europa ist der Gemeine Holzbock. Diese Zeckenart ist für Hunde und Katzen gefährlich, da sie Anaplasmose und Borreliose verursachen kann.
Ixodes ricinus ist eine kleine Zecke, die nur zwei bis vier Millimeter lang wird, bevor sie sich vollsaugt. Sie hat eine rötlich-braune Färbung mit einem dunklen Schild.
Zu den häufigsten Zeckenarten in Europa gehört der Gemeine Holzbock.
Graue Zecke (Rhipicephalus turanicus)
Die Graue Zecke ähnelt äußerlich der Braunen Hundezecke und bevorzugt ebenfalls wärmere Gebiete wie die mediterranen Küstenregionen. Auch diese Zecke kann bei Hunden gefährliche Krankheiten wie Babesiose oder Ehrlichiose auslösen.
Igelzecke (Ixodes hexagonus)
Diese Zeckenart befällt vor allem Igel, kann aber auch andere Tiere (z. B. Hunde) und Menschen befallen. Die kleine Igelzecke ist in ganz Europa verbreitet und erreicht im leeren Zustand eine Länge von etwa 4,5 Millimetern.
Ähnlich wie einige ihrer Verwandten kann die dunkle Igelzecke Anaplasmen oder Borrelien auf Hunde übertragen.
Lederzecke (Ornithodoros moubata)
Die Ornithodoros moubata (auch als Lederzecke bekannt) kommt hauptsächlich in afrikanischen Ländern vor. Bei Hunden kann sie Rückfallfieber auslösen, eine seltene, durch Borrelien verursachte Infektionskrankheit.
Sie erreicht eine Körperlänge von fünf bis zehn Millimetern und ist durch einen fast durchsichtigen Rückenschild gekennzeichnet.
Schafwiesenzecke oder Frühjahrswaldzecke (Dermacentor marginatus)
Die Schafswiesenzecke bevorzugt trockene Gebiete und wird je nach Füllstand knapp fünf bis 15 Millimeter groß. Neben Hunden befallen erwachsene Zecken dieser Art gelegentlich auch Menschen und Haussäugetiere (z.B. Rinder).
In Mitteleuropa kann diese Zeckenart, ähnlich wie die Auwaldzecke, Babesien auf Hunde übertragen.
Taubenzecke (Argas reflexus)
Die Taubenzecke kommt hauptsächlich in Europa vor, vor allem in Regionen mit einer hohen Taubendichte – in der Regel städtische Gebiete. Für Hunde ist die Taubenzecke im Allgemeinen nicht gefährlich, da sie bevorzugt Vögel befällt.
Sie wird etwa fünf bis zehn Millimeter groß und hat einen gelblich-braunen Körper mit einem fast unsichtbaren Rückenschild.
„Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos“, hat Loriot einmal gesagt. Dem würde ich uneingeschränkt zustimmen und ergänzen: „Ein Leben ohne Pferd, Katze und Kaninchen ebenfalls!“ Mein Herz schlägt für alle großen und kleinen Tiere und ich habe das große Glück, als freie Autorin über meine Leidenschaft schreiben zu dürfen. Mit meinen Artikeln möchte ich für den Tierschutz sensibilisieren und Tierfreund/innen nützliche Tipps geben.
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