Ihr Warenkorb

Ihr Warenkorb ist leider leer.

zooplus verwendet Cookies um die einwandfreie Funktion unserer Website zu gewährleisten, Inhalte und Werbung zu personalisieren und unseren Datenverkehr zu analysieren. Wir informieren auch unsere Werbe- und Analysepartner über Ihre Nutzung unserer Website. Wenn Sie diese Webseite nutzen, stimmen Sie der Nutzung der Cookies zu. Cookies akzeptieren

Die zooplus App

Download Download
Ab 24,90€ portofrei*

Futtermittelintoleranz und Futtermittelallergie

Futtermittelunverträglichkeiten und Futtermittelallergien sind Erkrankungen, die in unserer heutigen Zeit immer mehr an Bedeutung gewinnen und das Tier, den Besitzer und den Tierarzt vor eine große Herausforderung stellen. Die Ursachen sind vielfältig und die Diagnose verlangt von allen Beteiligten ein hohes Maß an Zeit, Geduld und Konsequenz ab.

Futtermittelunverträglichkeiten und Futtermittelallergien werden sehr häufig miteinander verwechselt obwohl der Ursprung der ähnlichen Symptome an einer jeweils unterschiedlichen Stelle zu suchen ist.

Man spricht von einer Allergie, wenn das Immunsystem involviert ist und der Körper auf bestimmte Futterbestandteile mit einer Abwehrreaktion reagiert - oder sprichwörtlich überreagiert. Der Auslöser der Reaktion ist ein Allergen, ein in den meisten Fällen harmloses Eiweißmolekül, das beim betroffenen Tier die Bildung von Antikörpern provoziert und eine allergische Reaktion hervorbringt. Richtige Futtermittelallergien sind im Vergleich zu den zahlreichen anderen Hauterkrankungen von Hund und Katze eher selten und können in jedem Alter auftreten. Desweiteren können natürlich auch Pollen, Gräser oder andere „Umweltallergene“, Allergien auslösen.

Eine Unverträglichkeit auf ein Futterbestandteil kann auch ohne Beteiligung des Immunsystems ablaufen, dann spricht man von einer Futtelmittelunverträglichkeit. Auch hier sind die Ursachen vielfältig, beispielweise sind Enzymmangelzustände, unverträgliche Lebensmittel (z.B. Zwiebeln, Schokolade) oder giftige Substanzen (z.B. Schimmelpilze, Bakterien, Schadstoffe) der Auslöser.

Beide Erkrankungen manifestieren sich bei einem hohen Prozentsatz der betroffenen Tiere als Hautsymptome oder Magen-Darm-Probleme, bei einigen Patienten sind sogar beide Organsysteme betroffen.

Dies sind die wichtigsten Symptome:

Dermatologische Probleme:

  • Starker Juckreiz insbesondere an den Pfoten, in den Achseln und den Leisten
  • Pusteln, Hautrötungen, Wunden, eitrige Hautentzündungen 
  • lokaler Haarausfall, Schuppenbildung - Wiederkehrende Entzündung der Ohren
  • Bei Hunden besonders betroffen: Pfoten, Achseln, Leiste, Ohren, Analbereich
  • Bei Katzen besonders betroffen: Kopf, Hals, Ohren, symmetrischer Haarausfall

Die geschädigte Haut kann sich sekundär durch eine Infektion mit Bakterien oder Pilzen entzünden und das klinische Bild noch weiter beeinflussen.

Magen-Darm-Probleme:

  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Flatulenz
  • Kolikartige Bauchschmerzen
  • Schleimiger Kot

Leider gibt es keinen Schnelltest, der eine Futtermittelunverträglichkeit oder eine Allergie zügig bestätigen kann. Zu Anfang müssen Sie alle in Frage kommenden Verdachtsdiagnosen bei ihrem Tierarzt ausschließen lassen, wie beispielsweise einen Parasitenbefall, eine Allergie auf Flohspeichel, organische Ursachen oder andere Infektionen. Danach sind mehrere Diagnostikverfahren möglich, um die beiden Erkrankungen zu sichern, beispielsweise die Durchführung eines Hauttests oder eine Blutuntersuchung. Relativ sicher für die Diagnose einer Futtermittelallergie ist jedoch oftmals nur die Durchführung einer Ausschlussdiät.

Bei solch einer Eliminationsdiät erhält Ihr Tier ca. 6-10 Wochen lang ausschließlich ein spezielles Diätfutter, das nur Zutaten enthält, die das Tier vorher noch nicht kannte. Bestenfalls wird nur eine Eiweiß-,und eine Kohlenhydratquelle verfüttert. Geeignet sind hierfür beispielsweise Ziegen,-Straußen,-Pferde, Wildfleisch oder bestimmte Fischsorten in Kombination mit einer Kohlenhydratquelle wie beispielsweise Hirse, Amaranth oder Buchweizen. Sie können die Rationen mit Rücksprache Ihres Tierarztes selbst kochen oder auch auf spezielle Diätfuttermittel aus dem Fachhandel zurückgreifen.

In dieser Zeit versteht es sich von selbst, dass kein anderes Futter aufgenommen werden darf, das andere Zutaten enthält. Das heißt, Sie müssen darauf achten, dass Ihr Vierbeiner beim Spaziergang kein Futter aufklaubt oder den gutgesinnten Nachbarn in einem unbeobachteten Moment zu einem Leckerlie überreden kann. Genauso sind Vitamintabletten oder Medikamente mit besonderen Geschmacksrichtungen oder Kauspielzeug tabu.

Die Symptome sollten nach ein paar Wochen verschwunden sein. Nach den 6-10 Wochen folgt der Provokationstest, was bedeutet, dass die ursprünglichen Futtermittel nach und nach wieder verfüttert werden, bestenfalls immer nur ein altbekanntes Futtermittel pro Woche. Reagiert Ihr Tier nach Aufnahme einer bestimmten Zutat erneut mit den bekannten Symptomen, wie Juckreiz oder Durchfall, so ist das unverträgliche Futtermittel sicher gestellt.

Eine Allergie oder Unverträglichkeit muss lebenslang behandelt werden und die entsprechenden Bestandteile aus der Futterration eliminiert werden.