Zwergwidder

rote zwergwidder kaninchen

Einfach hinreißend: die kleinen Zwergwidder mit den langen Schlappohren erobern jedes Tierliebhaber-Herz im Sturm! Mit der richtigen Pflege und viel Zuneigung sind die niedlichen Nager ein ideales Haustier für die ganze Familie. Lesen Sie hier mehr über die Haltung von Zwergwiddern.

Was sind Zwergwidder?

Zwergwidder gehören zu der Familie der Widderkaninchen. Sie sind als Hauskaninchen in Deutschland sehr beliebt. Zwergwidder sind tolle Familientiere, die von Groß und Klein gleichermaßen geliebt werden.

Woher kommen Zwergwidder?

Lange bevor das Zwergwidder-Kaninchen in den Niederlanden gezüchtet wurde, waren England und Frankreich Vorreiter in der Widderkaninchenzucht. Letztendlich ist der Zwergwidder eine Kreuzung aus einem Farbenzwerg mit einem Französischen Widder, deren Nachwuchs wiederum mit einem Englischen Widder verpaart wurde: Entstanden ist der kleine Zwergwidder mit den schönen langen Schlappohren. Seit 1973 ist der Zwergwidder eine eigene Rasse in Deutschland und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit.

Wie sehen Zwergwidder aus?

Welche besonderen Merkmale beschreiben den Zwergwidder am besten? Besonders charakteristisch für die kleinen Zwergwidder sind die großen Schlappohren, mit denen sie einfach umwerfend niedlich aussehen. Bei einer Körperlänge von 20 bis 40 Zentimetern, verfügen die Zwergwidder nämlich über bis zu 28 Zentimeter lange Löffel, die ihnen seitlich am Kopf herabhängen. Je nach Verpaarung können die Schlappohren kürzer, länger oder größer ausgeprägt sein. Die Jungen kommen zunächst allerdings mit stehenden Ohren zur Welt, die sich dann nach der vierten bis sechsten Lebenswoche langsam neigen.

Der Körper der kleinen Kaninchen ist kompakt mit großen Hinterläufen. Zudem besitzen die Kaninchen ein kräftiges Köpfchen mit einer süßen Stupsnase und possierlichen Pausbäckchen. Man sagt, dass der Zwergwidder im Profil einem männlichen Schaf ähnelt. Daher tragen die Widderkaninchen auch ihren Namen.

Wie schwer werden Zwergwidder?

Ausgewachsene Zwergwidder erreichen ein Körpergewicht von 1,4 bis 2 Kilogramm. Um weiterhin glücklich und gesund herumhoppeln zu können, sollte ein Kaninchen auch nicht mehr auf die Waage bringen.

Wie alt werden Zwergwidder?

Zwergwidder können bei guter Pflege bis zu 12 Jahre alt werden.

Welche unterschiedlichen Farbschläge gibt es?

Das kurze, kuschelige Fell der Zwergwidder gibt es in allen möglichen Farben, mit unterschiedlichen Mantelzeichnungen und Abzeichen. Mehr als 40 verschiedene Farbschläge sind in Deutschland offiziell anerkannt: Von rot, rhönfarbig, schwarz, schwarz-weiß, gelb, siamesenfarbig bis hin zu lohfarbigen Tieren scheint hier die Vielfalt nahezu unbegrenzt. Sogar die Augenfarbe der Zwergwidder kann je nach Verpaarung variieren.

Was für ein Wesen besitzen Zwergwidder?

Zwergwidder sind überaus soziale Tiere, die nicht allein gehalten werden sollten. Sie brauchen den Kontakt zu mindestens einem anderen Artgenossen, um glücklich zu sein. Aber keine Sorge, auch Paare oder Tiere in Gruppen fassen im Kontakt zu Menschen schnell Vertrauen und können sehr zutraulich werden. Durch ihr freundliches Wesen und ihre kaum schreckhafte Art können die Zwergwidder auch für Kinder ein ideales Haustier sein, an deren recht einfacher Pflege und Haltung die Kinder viel Freude haben und dazulernen können.

Worauf sollten Sie bei der Haltung der Zwergwidder achten?

Ein Zwergwidder kommt selten allein – dass ist zumindest wünschenswert für die äußerst sozialen und geselligen Kaninchen. Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, Zwergwidder bei sich zu Hause aufzunehmen, dann sollten Sie also mindestens ein Pärchen zusammen halten. Wenn kein Nachwuchs erwünscht ist, dann sollten Sie Häsin und Rammler nicht zusammenhalten – oder über eine Kastration nachdenken.

Starten wir mit dem Wesentlichen bei der Haltung von Kaninchen – dem Käfig. Für eine artgerechte Haltung der Tiere sollte er über die nachfolgende Mindestgröße verfügen:

  • 150 cm Breite x 60 cm Tiere x 50 cm Höhe

Die Bodenfläche des Geheges muss für zwei Kaninchen mindestens 4 Quadratmeter betragen, so legt es der Tierschutzbund fest. Selbstverständlich darf der Käfig oder das Gehege der kleinen Nager gerne auch größer ausfallen.

Innen- oder Außenhaltung für Zwergwidder?

Zwergwidder sind für die Wohnungshaltung aber auch für die Haltung im Freien bestens geeignet. Achten Sie bei einem Zimmerkäfig darauf, dass der Käfig nicht in der Nähe einer Heizung, in der prallen Sonne oder mitten in der Zugluft stehen darf. Wenn Sie Ihr Wohnungskaninchen an die Außenhaltung gewöhnen möchten, dann sollten Sie allerdings langsam und behutsam vorgehen. Tiere, die draußen gehalten werden, gelten hingegen als besonders robust. Die kleinen Nager trotzen im Winter sogar Temperaturen von bis zu minus 15 Grad Celsius. Im Sommer sollten Sie immer darauf achten, dass Käfig und Gehege der Kaninchen über ausreichend Schatten verfügt.

Zwergwidder ziehen sich hin und wieder gern an einen ruhigen, sicheren Ort zurück. Ein geschütztes Holzhäuschen mit Stroh, dass über zwei Eingänge verfügt, ist als Rückzugsort für die kleinen Kaninchen ideal. Bei der Außenhaltung bietet es im Sommer zudem angenehmen Schatten und im Winter sorgt es für etwas Wärme und Gemütlichkeit.

Achtung: Zwergwidder sind leidenschaftliche Buddler. Nur zu gern graben sie Löcher, durch die sie dann auch schnell mal ausbüchsen können. Achten Sie darauf, dass das Gehege Ihrer geliebten Schlappohren gut gesichert ist. Und stellen Sie Ihren Widdern eine Buddelkiste ins Gehege.

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Wie viel Auslauf brauchen Zwergwidder?

Widderkaninchen benötigen wie andere Rassen auch täglich genügend Auslauf und Platz zum Herumhoppeln. Am liebsten tun die Zwergwidder das natürlich auf einer Wiese im Freien in einem großzügigen Auslaufgehege, aber auch ein kaninchensicheres Zimmer bereitet Ihren Kaninchen viel Freude. Widmen Sie sich Ihren Tieren täglich mindestens eine halbe Stunde, damit sie genügend Auslauf und Ansprache erhalten.

Was gehört in den Kaninchenstall?

Neben den bereits beschriebenen Basics, wie einem möglichst geräumigen Käfig und den Holzhäuschen mit zwei Eingängen, sollte der Stall wie folgt ausgestattet werden: Als Bodengrund können Sie den Käfig mit handelsüblichen Nager-Streu auslegen. Eine Nippeltränke, Futterschälchen und eine Raufe für das Heu sollten ebenfalls unbedingt vorhanden sein. Denken Sie bei der Einrichtung auch an das körperliche und geistige Wohl Ihrer Zwergwidder. Neben genügend Auslaufmöglichkeiten, wünscht sich Ihr aktiver Fellfreund auch immer wieder etwas Beschäftigung. Ob Graben, Knabbern oder Verstecken: Bieten Sie Ihrem Zwergwidder immer wieder Abwechslung durch Hölzer zum Nagen, Buddelkisten mit wechselnden Inhalten oder Höhlen zum Verstecken und Wohlfühlen. Hier ist Ihre Kreativität gefragt.

Die Zwergwidder Erstausstattung im Überblick

Wie pflegen Sie Ihre Zwergwidder richtig?

Beginnen wir bei der Pflege mit der Stall-Hygiene: In der Regel suchen sich die Tiere im Stall eine Ecke, die als Toilette ausgewählt wird und die von Ihnen alle zwei bis drei Tage gesäubert werden sollte. Hierzu können Sie auch eine Toilettenschale an der Stelle im Stall aufstellen, die Ihnen die Reinigung durchaus erleichtern wird. Auch die Futternäpfe und die Tränke sollten regelmäßig gesäubert werden. Einmal im Monat steht dann ein „Großputz“ an, bei dem Sie auch den Einstreu komplett auswechseln sollten.

Die Zwergwidder selbst sind relativ pflegeleicht, mit ein paar kleinen Pflegehinweisen stellen Sie sicher, dass Ihre Tiere möglichst lange gesund und munter bleiben. Dafür sollten Sie am besten täglich die empfindlichen Schlappohren Ihrer Nager prüfen, denn hier können sich schnell Verschmutzungen sammeln. Auch die Krallen der Tiere müssen etwa alle 6 Monate mit einer speziellen Krallenschere gekürzt werden. Dazu ist eine wöchentliche Fellpflege ratsam, am Besten mit einer speziellen Fellbürste.

Wenn Sie Ihre Kaninchen draußen halten, raten wir Ihnen zusätzlich auch Ihre Tiere regelmäßig auf Milben, Zecken und Flöhe zu überprüfen.

Was fressen Zwergwidder?

Als Basis einer ausgewogenen Ernährung sollten Sie Ihren Kaninchen neben ausreichend Wasser immer hochwertiges Heu zur Verfügung stellen. Mithilfe einer Heuraufe können Sie sicherstellen, dass das Heu immer sauber bleibt. Verfüttern Sie außerdem täglich frisches Grünfutter wie Salate, Gräser, Kräuter und Gemüse. Ein besonderer Leckerbissen für die Kaninchen ist ein Stückchen Obst. Im Winter können Sie Ihren Zwergwiddern im Außengehege zusätzlich mit Trockenfutter versorgen. Das kalorienreiche Körnerfutter hilft den Tieren ein paar Fettreserven für die kalte Jahreszeit aufzubauen.

Zwergkaninchen neigen grundsätzlich zu einem empfindlichen Magen. Futterwechsel sollten Sie wenn möglich vermeiden oder nur sehr langsam durchführen.

Wo Zwergwidder kaufen?

Ist Ihre Wahl auf das Zwergkaninchen gefallen? Dann stellen Sie sich sicher jetzt die Frage wo Sie Ihre Tiere am besten kaufen. Tierheim, Züchter, Fachhandel oder von privat? Hier stehen Ihnen viele Möglichkeiten zur Verfügung. Egal für welchen Weg Sie sich entscheiden, das Wohl der Tiere sollte immer im Vordergrund stehen. Achten Sie also ganz genau auf die Seriosität der Verkäufer, eine artgerechte Tierhaltung und auf die Gesundheit der Tiere. Kaninchenbabys sollten frühestens ab der achten bis zehnten Woche von Ihrer Mutter getrennt werden. Ziehen die Zwergkaninchen bei Ihnen ein, dann geben Sie Ihnen etwas Zeit, um sich einzugewöhnen und warten Sie, bis die kleine Fellnase auf Sie zukommt. Dann steht Ihrem gemeinsamen Glück nichts mehr im Wege.

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