10 Tipps für perfekte Hundefotos

Verfasst von zooplus Redaktion

„Say cheese!“ Hunde auf Kommando ins rechte Licht zu rücken und sie von ihrer besten Seite zu zeigen, ist gar nicht so leicht. Wie Sie Ihren Hund trotzdem für ein Fotoshooting motivieren können und welche Profi-Tipps Sie für ein gelungenes Hundefoto beherzigen sollten, erfahren Sie hier.

Hund wird mit dem Handy fotografiert

Das perfekte Hundefoto mit dem Handy schießen - mit den richtigen Einstellungen ist das möglich.

Warum sind Hundefotos so beliebt?

Hunde haben einen festen Platz im Leben ihrer menschlichen Besitzer – und das gilt auch für den Platz an der Fotowand. Schließlich halten wir Menschen Geliebtes gerne mit der Kamera fest, um es in Erinnerung zu behalten, um uns lange daran zu erfreuen und damit wir es mit Freunden und anderen Familienmitgliedern teilen können.

Kein Wunder, dass Hunde und Katzen nach den eigenen Kindern zu den beliebtesten Fotomotiven überhaupt zählen. Doch Hunde haben – genau wie kleine Kinder – meist Besseres im Sinn als stillzuhalten und auf ein gutes Porträt zu hoffen. Und bevor der Fotograf hinter der Linse den Auslöser drücken kann, ist der Hund schon wieder abgehauen und das hübsche Fotomotiv verschwunden.

Was brauche ich, um ein schönes Hundefoto zu machen?

Um ein süßes Hundefoto von Ihrer geliebten Fellnase zu machen, brauchen Sie also vor allem Geduld. Doch selbst der längste Geduldsfaden kann einmal reißen, wenn der Hund sich ständig bewegt, die Bilder verwackeln, das Licht zu dunkel ist und auf dem ausgedruckten Foto nur noch der Schwanz des Hundes zu sehen ist – oder wenn die Kamera im entscheidenden Moment ihren Dienst versagt und die Speicherkarte voll ist.

Wie macht man gute Hundefotos?

Doch bevor Sie die Kamera nun wieder genervt im Schrank verschwinden lassen, lesen Sie lieber die folgenden 10 Profi-Tipps. Denn keine Sorge: Um ein perfektes Hundefoto zu schießen, brauchen Sie weder ein gelernter Fotograf zu sein noch ein sündhaft teures Foto-Equipment zu besitzen.

Wenn Sie die folgenden Tipps zur richtigen Vorbereitung, zu passenden Kameraeinstellungen, guten Lichtverhältnissen und den besten Formaten und Perspektiven kennen, werden Ihnen selbst mit Ihrem Smartphone oder einer kleinen Kompaktkamera schöne Bilder von Ihrem Hund gelingen.

Tipp 1: Eine gute Vorbereitung

Wenn wir sehen, wie der Hund kraftvoll über die Wiese jagt, sein Fell majestätisch von der Sonne angestrahlt wird oder er seinen unwiderstehlichen Bettelblick aufsetzt, möchten wir diese Momente am liebsten sofort mit der Kamera festhalten. Damit das in Zukunft gelingt, ist es wichtig, dass Sie sich auf Ihr neues Hobby ein wenig vorbereiten.

Denn wer erst einmal suchen muss, wie die Kamera überhaupt angeht, wo der passende Fotomodus eingestellt wird oder wie die Belichtung optimiert werden kann, verpasst die schönsten Motive. Egal ob Sie Ihren Hund mit einer Spiegelreflexkamera, einer kleinen Kompaktkamera oder gar Ihrem Smartphone fotografieren möchten: Wichtig ist, dass Sie mit der grundlegenden Bedienung Ihres Gerätes vertraut sind. Die teuerste und beste Kamera nützt nichts, wenn der Fotograf nicht mit ihr umgehen kann.

Kamerafunktionen vorab kennenlernen

Wer nicht nur mit der Handykamera fotografieren möchte, sondern lieber zu einer digitalen Kompakt- oder einer Spiegelreflexkamera greift, sollte zumindest wissen, wo sich automatische Kameraeinstellungen wie Porträtmodus, Sportmodus oder auch die Serienbildfunktion einstellen lassen. Wer etwas weiter gehen möchte, sollte sich mit Fachbegriffen wie Verschlusszeit, ISO-Empfindlichkeit und Blendenöffnung näher befassen.

Was sich anfangs vielleicht noch kompliziert anhört, ist mit ein bisschen Übung gar nicht so schwer und gibt Ihren Fotos den letzten Schliff. Aber selbst, wenn Sie nur ein Smartphone zur Hand haben, lohnt sich ein genauerer Blick auf die Funktionen der integrierten Handykamera. Sind diese Ihrer Ansicht nach zu sehr eingeschränkt, gibt es mittlerweile eine Reihe guter Apps, die die Möglichkeiten des Fotografierens erweitern.

Tipp 2: Locationsuche und Motivwahl

Mindestens genauso wichtig wie ein gewisses Know-how bei der Kamerabedienung ist es, sich im Vorfeld zu überlegen, wie und wo man den eigenen Hund gerne ablichten würde. Wer seine Fotografie-Künste verbessern möchte, sollte – neben den zahlreichen Handy-Schnappschüssen im Alltag – auch geplante Fotoshootings mit seinem Hund durchführen, bei denen man die verschiedenen Einstellungen der Kamera, unterschiedliche Perspektiven und Formate in Ruhe ausprobieren kann.

Die besten Orte für schöne Hundefotos

Dazu eignet sich am Anfang am besten ein eher abgeschiedener Ort, wo Sie und Ihr Hund nicht von Autos, Motorrädern oder anderen Hunden und Menschen gestört werden. Eine große, einsame Wiese, ein freies Feld oder ein Flussufer machen sich auch auf den späteren Fotos gut. Denn auch wenn Ihr Hund als Fotomodell im Mittelpunkt steht, ist das „Dahinter“ ebenfalls entscheidend.

Ein unruhiger Hintergrund mit Autos, Menschen, einem unschönen Hochhaus oder Strommasten kann jede noch so gelungene Aufnahme des Hundes verderben. Wer seinen Hund lieber zu Hause fotografieren möchte, sollte, wenn möglich, in den eigenen Garten gehen und seinen Hund vor der grünen Hecke fotografieren. Aufnahmen in der Wohnung sind aufgrund der Lichtverhältnisse meist schwieriger und bedürfen daher etwas mehr Übung.

Hundefotos knipsen © lalalululala / stock.adobe.com
Ein Welpe hinter der Kamera? Als Model würde er sich doch viel besser machen!

Tipp 3: Motivationshilfen und der richtige Zeitpunkt für Ihren Hund

Sie haben die perfekte Location für Ihr erstes Shooting gefunden, sind womöglich einige Kilometer aus der Stadt rausgefahren und nun streikt Ihr Hund? Eine solche Situation ist nicht selten, denn welcher Hund ist schon interessiert daran, schöne Fotos von sich zu machen? Da ist es doch viel spannender, in der Gegend herumzuschnüffeln, über die Wiese zu tollen oder einem Hasen hinterherzujagen.

Wer einen Hund hat, der die Grundkommandos wie Sitz, bei Fuß oder Platz kennt, hat es dabei natürlich schon mal sehr viel einfacher. Allerdings wird der Blick Ihres Hundes auf den späteren Bildern verraten, wenn er eigentlich gerade etwas ganz anderes machen wollte und nur widerwillig „Sitz“ gemacht hat. Um einen so genervten Gesichtsausdruck zu vermeiden, sollten Sie folgende Punkte beachten.

Perfekt vorbereitet fürs Shooting

• Lassen Sie Ihren Hund vor dem Shooting sein Geschäft verrichten und erlauben Sie ihm, sich vorher ein wenig auszutoben – natürlich nicht so viel, dass er auf den späteren Bildern nur noch hechelnd herumliegt, aber zumindest genug, dass sein Grundbedürfnis an Bewegung vorerst gestillt ist und er sich mit der nötigen Konzentration und Neugierde auf Ihr Vorhaben einlassen kann.

• Gönnen Sie Ihrem Hund nach dem Fressen zunächst eine Pause, um in Ruhe zu verdauen und ein Schläfchen zu halten und verschieben Sie die geplanten Fotoaufnahmen auf einen späteren Zeitpunkt.

Fotografieren mit Spaß

• Grundsätzlich gilt: Wenn Ihr Hund körperlich und geistig ausgelastet ist und weiß, dass Sie seine Bedürfnisse ernst nehmen und ihm ausreichend Abwechslung bieten, desto mehr wird er bereit sein, mit Ihnen zusammenzuarbeiten und Ihnen zu gefallen.

• Damit Ihr Hund auch nach dem zehnten Foto noch Spaß an dem gemeinsamen Foto-Ausflug hat, sollten Sie ein paar Leckerlis oder sein Lieblingsspielzeug in der Tasche haben. Merkt Ihr Hund, dass er für gutes Mitmachen mit Leckerlis, Streicheleinheiten oder seinem Lieblingsspiel belohnt wird, wird er sicherlich mit noch mehr Begeisterung vor Ihrer Kamera posieren.

• Beenden Sie das Shooting, sobald Sie merken, dass Ihr Hund den Spaß verliert oder überfordert wirkt. Loben Sie ihn noch einmal ausgiebig und geben Sie ihm ein Leckerli, dafür dass er bis zu dem Zeitpunkt so gut mitgemacht hat. Dann wird er sich auch darauf freuen, wenn Sie an einem anderen Tag die Kamera erneut zur Hand nehmen.

Tipp 4: Viel Licht für schöne Hundefotos

Die richtige Belichtung ist beim Fotografieren das A und O. Viele Aufnahmen scheitern daran, dass das Licht unzureichend ist. Für Anfänger empfiehlt es sich, die Hundefotos draußen unter freiem Himmel zu machen – das wirkt auch auf den späteren Fotos meist viel schöner und natürlicher als Fotos, die innerhalb der Wohnung aufgenommen wurden.

Am besten morgens oder abends Hundefotos knipsen

Das Sonnenlicht draußen bringt nicht nur die Farben der Natur, sondern auch das Fell Ihres Hunde-Models zum Leuchten. Meist sind die Bilder auch schärfer, selbst wenn sich Ihr Hund bewegt, denn das natürliche Sonnenlicht erlaubt kurze Belichtungszeiten.

Aber Vorsicht: Zu starkes Sonnenlicht, etwa in der prallen Mittagssonne im Sommer, sollten Sie lieber vermeiden. Das ist nicht nur zu heiß für Ihren behaarten Fellfreund, sondern auch zu hart für die meisten Kameras. Die Farben auf den Fotos wirken dann häufig leblos und das extreme Licht erzeugt unschöne Schatten.

Der beste Zeitpunkt zum Fotografieren unter freiem Himmel ist deshalb in den frühen Morgenstunden oder gegen Abend, wenn das Licht weicher wird und der hohe Rotanteil für warme Farben und sanfte Schatten sorgt.

Fotografieren bei schlechten Lichtverhältnissen

Natürlich sind auch Aufnahmen bei bewölktem Himmel, bei Nebel oder Gewitterwolken sehr interessant. Je dunkler der Himmel oder die Umgebung ist (das gilt auch für Aufnahmen in einem schattigen Wald), desto mehr Licht muss die Kamera beim Fotografieren aufnehmen können.

Wenn Sie mit einer guten Kompaktkamera oder einer Spiegelreflexkamera fotografieren, sollten Sie in diesem Fall versuchen, die Verschlusszeit zu erhöhen (z.B. 1/320), die Blendenöffnung zu vergrößern (z.B. 2.8) oder den ISO-Wert hoch einstellen. Wenn Sie unsicher sind, probieren Sie einfach verschiedene Einstellungen aus. Mit ein bisschen Übung werden Sie bald herausfinden, in welchem Modus Sie die besten Ergebnisse erzielen.

Tipp 5: Scharfe Augen, verschwommener Hintergrund  

Hunde haben einen unwiderstehlichen Blick – und diesen wollen wir auch auf den Fotos sehen. Besonders bei Porträtaufnahmen ist es daher unerlässlich, dass die Augen gestochen scharf sind. Auch ein Lichtreflex im Auge sollte zu sehen sein – der Blick des Hundes sollte deshalb im besten Fall zur Lichtquelle gerichtet sein.

Hundefotos im Porträtmodus aufnehmen

Gehen Sie bei Porträtaufnahmen möglichst nah ran und fokussieren Sie mit der Kameralinse die Augen Ihres Hundes. Noch besser zur Geltung kommen das hübsche Gesicht und der Blick Ihres Hundes übrigens, wenn der Hintergrund unscharf ist. Profis stellen dazu die Blende auf eine möglichst niedrige Zahl (Modus A oder AV). Bei einem Wert zwischen f2.8 oder f3.2 ist die Blende weit geöffnet und die Schärfentiefe damit geringer. Der Hintergrund wirkt also verschwommen, während Ihr Hund im Vordergrund scharf gestellt ist.

Für alle, die sich an die manuelle Fotografie noch nicht heranwagen, aber dennoch schöne Porträtaufnahmen Ihres Hundes machen möchten, empfiehlt sich der Porträtmodus, der auf den meisten digitalen Kameras leicht einzustellen ist (meist ist der Porträtmodus mit einem Kopfsymbol gekennzeichnet). Auch manche Smartphones sind in der Lage, entsprechende Porträtfotos mit einem unscharfen Hintergrund aufzunehmen.

Mit Bildbearbeitungsprogrammen nachhelfen

Falls es diesen Modus auf Ihrem Smartphone-Modell nicht gibt, können Sie auch entsprechende Apps für die Reduzierung der Tiefenschärfe herunterladen. Oder Sie machen den Hintergrund mit einem Bildbearbeitungsprogramm oder einer App im Nachhinein unscharf.

Tipp 6: Mit dem tierischen Model auf Augenhöhe

Wenn Sie nicht gerade eine Deutsche Dogge zu Hause haben, sind Sie vermutlich deutlich größer als Ihr Vierbeiner. Bleiben Sie also beim Fotografieren aufrecht stehen, nehmen Sie Ihren Hund zwangsläufig von oben auf, also aus der Vogelperspektive. Für Tierfotografien ist diese Perspektive jedoch nicht empfehlenswert, denn richtig gute Tieraufnahmen überzeugen uns erst dann, wenn Sie die Perspektive des Tieres widergeben.

Fotos aus der Froschperspektive

In den Bildern geht es schließlich um den Hund und so sollten Sie sich unbedingt auf die Augenhöhe Ihres Hundes begeben. Sie können sich dazu hinsetzen, hinknien oder Ihren Hund selbst in eine erhöhte Position bringen, zum Beispiel auf einem Baumstumpf, einem Felsen oder einer kleinen Böschung. Die Proportionen Ihres Hundes werden bei einer Fotografie aus der Waagerechten kaum verfälscht.

Bei kleinen Hunderassen, wie etwa einem Chihuahua, können Sie natürlich auch einmal die Froschperspektive ausprobieren, indem Sie sich mit der Kamera auf den Boden legen und Ihren Hundezwerg von unten fotografieren. So kommt der kleine Kerl auf den Fotos ganz groß raus!

Hund wird mit der Kamera fotografiert © GVictoria / stock.adobe.com
Auf Augenhöhe mit dem Hund bekommen Sie ein perfektes Bild.

Tipp 7: So gelingen Porträtaufnahmen

Nah ran gehen, sich auf Augenhöhe begeben und den Blick des Hundes scharf stellen, während der Hintergrund verschwimmt – diese bei Punkt 5 und 6 beschriebenen Tipps sind besonders in der Porträfotografie wichtig. Eine geringe Schärfentiefe durch eine weit geöffnete Blende (= niedrige Blendenzahl) ist in der Porträtfotografie ein überaus beliebter Effekt, denn er rückt das Model – egal, ob zweibeinig oder vierbeinig – noch mehr in den Vordergrund.

Lenken Sie die Aufmerksamkeit des Hundes auf sich

Entsprechende manuelle Einstellungen (z.B. Blendenzahl F1.8) oder der Porträtmodus helfen Ihnen dabei. Grundsätzlich sollten Augen, Ohren und Schnauze bei Hundeporträts scharf sein – alles andere darf verschwommen sein.

Zu einem echten Hingucker werden Porträtfotos, bei denen der Hund direkt in die Kamera schaut und der treuherzige Blick des Hundes frontal eingefangen wird. Das ist natürlich leichter gesagt als getan, denn oft schauen die neugierigen Vierbeiner überall hin, nur nicht zur Kamera. Aber es gibt ein paar Tricks, mit denen Sie die Aufmerksamkeit Ihres Hundes auf sich lenken können.

Tiergeräusche einsetzen

Besitzt Ihr Hund einen guten Grundgehorsam, funktioniert dies natürlich gut mithilfe eines bestimmten Kommandos. Aber auch dabei ist nicht immer garantiert, dass Ihr Hund Sie nach dem „Sitz“ oder „Platz“ direkt anschaut. Eine Hilfe können dabei Leckerlis sein, die Sie in Richtung Kameralinse führen – allerdings sind manche Hunde so versessen darauf, dass sie nur noch sabbernd auf die Kamera zurennen und das wollen Sie natürlich vermeiden.

Besser funktionieren da Geräusche, die Ihr Hund noch nicht kennt und die seine Aufmerksamkeit erregen. Das können zum Beispiel unbekannte Tiergeräusche sein, die Sie entweder selbst imitieren oder via Smartphone-App abspielen. Hört Ihr Hund die fremden Geräusche, wird er vermutlich aufmerksam in die Richtung schauen, aus der sie gekommen sind – und dann müssen Sie nur noch im richtigen Augenblick abdrücken.

Die richtige Position des Hundemodels

Aber auch wenn Ihr Hund nicht direkt in die Kamera schaut, können Ihnen gute Porträtaufnahmen gelingen. Besonders Bilder des Hundegesichts aus der seitlichen Perspektive, bei denen der Hund seinen Blick in die Ferne schweifen lässt, wirken häufig sehr interessant und edel. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass zwischen den Augen Ihres Hundes und dem Rand des Fotos ein gewisser Abstand ist. Dort, wo Ihr Hund hinschaut, sollte also immer etwas mehr Platz sein als auf der anderen Seite des Bildes.

Überhaupt sollten Sie Ihren Hund nicht genau mittig platzieren. Fotos wirken interessanter, wenn das Motiv im Vordergrund etwas seitlich liegt. Dazu können Sie Ihr Bild gedanklich in neun gleich große Rechtecke unterteilen (manche Kameras bieten solche Orientierungslinien auch auf dem Display an). Bei Porträtaufnahmen sollte das Gesicht Ihres Hundes etwa dort sein, wo sich zwei Linien treffen.

Tipp 8: Fotografieren Sie Ihren Hund in Action

Besonders dynamisch wirken Fotos, auf denen Ihr Hund rennt oder springt. Gelingt es dem Fotografen, das Gesicht eines auf ihn zulaufenden Hundes mit der Kamera einzufrieren, so entdecken wir Grimassen an unserem Vierbeiner, die uns sonst entgehen würden.

Kameraeinstellungen für Bilder in Bewegung

Doch Hunde in der Bewegung scharfzustellen und zu fotografieren, ist bekanntermaßen nicht so leicht. Schnell sind die Konturen unscharf, das Bild ist verwackelt oder der entscheidende Moment, zum Beispiel bei Sprung-Bildern der Augenblick, wenn der Hund mit allen vier Beinen in der Luft ist, bereits vorbei.

Um schnelle Bewegungen punktgenau einzufangen, ist es wichtig, dass die Verschlusszeit möglichst kurz ist. Während die Kamera im normalen Modus einen Moment benötigt, um das Licht der Umgebung einzufangen, zu fokussieren und das Bild einzufrieren, reagiert sie bei einer hohen Blendenzahl (zwischen f3.2 und f4.5) sofort.

Hundefotos mit dem Sportmodus knipsen

Das Problem ist, dass dadurch gleichzeitig wenig Zeit bleibt, um Licht in die Kamera fallen zu lassen. Um dem entgegenzusteuern, müssen Sie vermutlich auch den ISO-Wert Ihrer Kamera anpassen. Es braucht manchmal etwas Zeit und Übung, um das richtige Verhältnis zwischen Blendenöffnung und ISO-Zahl zu finden und optimale Bewegungsbilder hinzubekommen.

Glücklicherweise halten die meisten Digitalkameras und Smartphones heutzutage Aufnahmemodi bereit, die uns das Fotografieren von Bewegungen deutlich erleichtern. So können Sie zum Beispiel den Sportmodus bei gleichzeitiger Serienbild-Aufnahme einstellen.

Einfach draufhalten

Während Ihr Hund auf einer Wiese oder dem Hundesportplatz nun nach Herzenslust toben und spielen darf, halten Sie mit Ihrer Kamera einfach drauf. Auch wenn das Sortieren der damit entstandenen Bilderflut etwas Zeit beansprucht, es lohnt sich: Denn bei so vielen Bildern ist garantiert eines dabei, bei dem Sie Ihren Hund in Action perfekt eingefangen haben.

Tipp 9: Das richtige Styling für Ihr Hundemodel

Auf Fotos möchten wir gut aussehen – und das gilt auch für unsere tierischen Models. Ein Hund, dessen Fell ungepflegt und glanzlos herunterhängt, der noch Schlafsand im Auge hat oder dem womöglich Futterreste am Bart kleben, ist nicht unbedingt ein schönes Motiv.

Gepflegtes, glänzendes Fell

Bevor Sie zur Kamera greifen, sollten Sie zuvor also lieber Tuch und Bürste in die Hand nehmen. Säubern Sie die Gesichtspartie Ihres Hundes, entfernen Sie Sabber und Dreck und bürsten Sie sein Fell – das verleiht vor allem langhaarigen Vierbeinern einen besonderen Glanz, den Sie auch auf den Fotos sehen werden.

Gleichzeitig können Sie ihm natürlich auch das Halsband abnehmen und zum Beispiel durch ein schönes Hundehalstuch ersetzen. Achten Sie auf die Details und überlegen Sie sich vorher, wie Sie Ihren Hund zeigen möchten – in seiner natürlichen Schönheit oder vielleicht geschmückt mit schönen Accessoires? Probieren Sie aus, welches Motiv Ihnen am besten gefällt und was zum Charakter Ihres Hundes am besten passt.

Tipp 10: Übung macht den Meister

Sie kennen nun eine Menge Tipps, wie Sie Ihren Hund perfekt in Szene setzen können – doch natürlich kann es sein, dass die Theorie in der Praxis nicht so funktioniert wie gedacht. Geben Sie deshalb jedoch nicht direkt auf – schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!

Je nach Vorkenntnissen, Talent, Kameraausrüstung und Hundemodel braucht es manchmal einfach ein wenig Zeit, bis die gewünschte Bildqualität erreicht ist. Setzen Sie weder Ihren Hund noch sich selbst zu sehr unter Druck. Das Wichtigste am Fotografieren ist, dass Sie beide Spaß daran haben – sieht man das auf den späteren Fotografien, werden die Bilder Ihres Hundes umso schöner.

Kurz und knapp: Die häufigsten Fragen zum Thema Hundefotos

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um gelungene Hundeschnappschüsse.

Wie mache ich lustige Hundefotos?

Ein Perspektivwechsel kann lustige Schnappschüsse ermöglichen: Eine Weitwinkelaufnahme mit der Nase nah an der Kamera kann zum Beispiel besonders komisch aussehen. Requisiten wie Hüte und Sonnenbrillen sollten Sie mit Bedacht einsetzen – und auch nur dann, wenn sie den Hund nicht einschränken. Viele Tierschützer raten ohnehin davon ab, solche vermenschlichenden Aufnahmen zu machen.

Wie kann ich mein Baby und meinen Hund zusammen fotografieren?

Bei einem gemeinsamen Shooting müssen sich sowohl der Hund als auch das Baby wohlfühlen. Zwingen Sie weder den Hund noch das Baby in eine bestimmte Position und erlauben Sie Körperkontakt nur dann, wenn Sie sich absolut sicher sind, dass Ihr Hund diesen toleriert. Am besten lassen Sie sich von einer zweiten Person helfen, um beiden Models gerecht werden zu können und halten Sie die Fotosession so kurz wie möglich.

Wie gelingen Hundefotos unter Wasser?

Haben Sie einen Hund, der gerne schwimmt? Dann können Sie ihn mit einer wasserdichten Kamera bzw. mithilfe eines Unterwassergehäuses beim Planschen fotografieren. Wählen Sie dafür einen sonnigen Tag und ein möglichst klares Gewässer, etwa ein Hundeschwimmbad. Mit Wasserspielzeug können Sie Ihren Hund an die gewünschte Stelle locken und beispielsweise die paddelnde Hundepfote ablichten.

Sollte ich meinen Hund mit Farbpulver fotografieren?

Bei sogenannten „Holi-Shootings“ werden Hunde mit buntem Farbpulver bestreut und in Action fotografiert, um besonders ausdrucksstarke Motive zu erzielen. Doch selbst unter professionellen Hundefotografen ist diese Praxis umstritten: Das Farbpulver kann für Hunde problematisch sein, wenn es in Augen, Nase und Ohren gelangt. Viele Pulvermischungen sind nämlich nicht für Tiere entwickelt und können Stoffe enthalten, die Hautreizungen oder Magen-Darm-Beschwerden verursachen können.

Welche Ideen gibt es noch für ein Fotoshooting mit Hunden?

Auf Instagram oder Pinterest können Sie sich für Ihr nächstes Shooting inspirieren lassen. Und natürlich gibt es jede Menge YouTube-Tutorials, aber auch Bücher und Magazine zum Thema Hundefotografie.

Fazit: Respektvoll fotografieren

Schöne Fotos von Ihrem Hund zu knipsen, ist eine wunderbare Art, sich intensiv mit ihm zu beschäftigen und die Bindung zu stärken. Dabei sollte aber stets das Tierwohl im Vordergrund stehen: Zwingen Sie Ihren Hund zu nichts und verzichten Sie auf unangenehme Positionen und unpassende Requisiten.

Quellen:


zooplus Redaktion
zooplus Redaktion

Die zooplus Redaktion besteht aus einem engagierten Team mit langjähriger Erfahrung im Bereich der Tierhaltung: Luisa mit ihrem Schweizer Schäferhund Elyos, Laura, Julio und Florian. Zusammen mit einem großen Netzwerk aus Tierexperten arbeiten wir daran, das zooplus Magazin zu einer vertrauenswürdigen Informationsquelle für alle Tierbesitzer und -liebhaber zu machen. Unser Ziel ist es, spannendes Wissen und relevante Informationen zur artgerechten Haltung von Haustieren bereitzustellen.


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