Die 10 beliebtesten Hundetricks

hund high five macht

Pfötchen heben, Männchen machen oder Leckerli in der Luft fangen? Mit diesen 10 Tricks werden Sie und Ihr Hund zum Star. Und das Beste: Die Hundetricks sorgen nicht nur für Begeisterung beim Publikum, sondern fordern Ihren Hund auch geistig und körperlich heraus. Gleichzeitig stärkt das gemeinsame Einüben der Tricks Ihre Hund-Mensch-Beziehung.

Wenn ein Hund sich auf Kommando im Kreis dreht oder zum Abschied mit der Pfote winkt, sorgt das garantiert für entzückte Gesichter und begeisterten Applaus. Doch viel wichtiger, als das Staunen der Zuschauer, ist es, wie sich Ihr Hund dabei fühlt. Glücklicherweise sind die meisten Hunde von Natur aus neugierig. Sie möchten beschäftigt werden und lieben es, wenn sie sich körperlich austoben können. Wenn dann noch eine Belohnung für sie herausspringt, wie etwa ein Leckerli oder ein anerkennendes Streicheln ihres Herrchens, ist für sie die Welt in bester Ordnung.

Hauptsache, Ihr habt Spaß!

Mit dem Wissen, dass das Einüben von Hundetricks auch noch viele Vorteile für die Hund-Mensch-Beziehung mit sich bringt, setzt sich so mancher Hundebesitzer ehrgeizige Ziele. Doch bevor Sie mit dem Training beginnen, sollten Sie sich im Klaren darüber sein, dass nicht jeder Trick für jeden Hund geeignet ist. Zwar bringen die allermeisten Hunde eine gewisse Lernbereitschaft mit – vor allem wenn sie ihnen auch noch einen Nutzen in Form einer Belohnung bringt – doch allein ihre Größe, ihr Körperbau oder ihr Gewicht verbieten ihnen das Einüben mancher Hundetricks. Außerdem haben Hunde, genau wie wir Menschen, individuelle Vorlieben und Abneigungen. Wenn sich Ihr Hund zum Beispiel nicht gerne auf den Rücken legt, sollten Sie nicht direkt das Rollen mit ihm einüben und wenn er nicht gerne springt, sollten Sie auch das „Leckerli fangen aus der Luft“ besser erst einmal außer Acht lassen.

Grundvoraussetzung für das Einüben von Hundetricks ist, dass sowohl Sie als auch Ihr Hund Spaß daran haben. Außerdem werden sich Erfolgserlebnisse auch viel schneller einstellen, wenn die Freude im Mittelpunkt steht, als wenn Sie verbissen an einer Übung weiterarbeiten, während Ihr Hund sich viel lieber in sein Körbchen legen würde.

Der Weg ist das Ziel

Das Einüben der Tricks sollte für Ihren Hund zu einem positiven Erlebnis werden. Zwang oder Härte sind hier völlig fehl am Platz. Gehen Sie behutsam vor und üben Sie die Tricks immer Schritt für Schritt ein. Haben Sie Geduld mit Ihrem Hund und respektieren Sie sein Lerntempo. Natürlich heißt das nicht, dass Sie direkt aufgeben müssen, sobald Ihr Hund einmal nicht mitmacht oder ein Trick nicht auf Anhieb klappt. Manchmal braucht es etwas Zeit, bis der Hund versteht, was sein Herrchen von ihm will. Wichtig ist, dass Sie Ihren Hund gut beobachten und lernen, sein Verhalten einzuschätzen. Verliert er die Motivation, sollten Sie das Training besser beenden und zu einem anderen Zeitpunkt fortsetzen. Mit der Zeit werden Sie ein gutes Gespür dafür bekommen, ob Ihr Hund noch bei der Sache ist oder ob er sich lieber anderen Dingen zuwenden würde. Das Einüben der Hundetricks fördert damit auch das bessere Verständnis für Ihren Hund. Gleichzeitig gewinnt Ihr Hund Vertrauen zu Ihnen, weil Sie auf seine Bedürfnisse reagieren. So zeigt sich der eigentliche Erfolg der Hundetricks nicht erst mit der perfekten Ausführung eines Kunststücks, sondern bereits während des gemeinsamen Trainings. Das konsequente und schrittweise Trainieren sowie die kleinen Erfolgserlebnisse zwischendurch fördern das Selbstbewusstsein und stärken die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Hund.

So motivieren Sie Ihren Hund für die Hundetricks

Gegenseitiges Vertrauen, Verlässlichkeit und klare Kommandos sind die Grundpfeiler einer erfolgreichen Hundeerziehung – dies gilt auch für das Einüben von kleinen Kunststücken. Doch um den Hund für unsere Spielregeln und Tricks wirklich zu begeistern, braucht es noch etwas mehr. Zwar besitzen einige Hunderassen von Natur aus einen so genannten „will to please" (das heißt den Wunsch, ihrem Herrchen zu gefallen), doch im Grunde genommen sind sie dabei auch immer ein bisschen egoistisch. Schließlich wissen sie, dass das gewünschte Verhalten ihnen viele Vorteile bringt, während unerwünschtes Verhalten ignoriert oder sogar bestraft wird. Bei anderen Rassen, denen ein gewisser Sturkopf nachgesagt wird, kann man regelrecht beobachten, wie sie überlegen, ob das Ausführen eines Kommandos ihnen überhaupt einen Nutzen bringt.

Erfolge durch Belohnungen

Dieses „Lechzen nach Lob“ lässt sich beim Trainieren nutzen. Hunde wählen den Weg, der für sie den größten Erfolg verspricht. Erwartet sie am Ende einer erfolgreich ausgeführten Übung ein Leckerli, wird sie das natürlich motivieren mitzumachen. Positive Verstärkungen, in Form von Leckerlis, Streicheleinheiten oder einem ersehnten Hundespielzeug, werden Sie und Ihren Hund also schneller und verlässlicher ans Ziel bringen, als wenn sie ihren Hund zu etwas zwingen oder ihn sogar bestrafen, wenn er eine Übung nicht nach ihren Vorstellungen ausführt. Damit Hunde lernen, welches Verhalten das richtige ist und welches das ersehnte Lob des Herrchens einbringt, sollte die Belohnung übrigens immer direkt erfolgen. Hunde leben in der Gegenwart und setzen die Reaktion des Herrchens immer in unmittelbaren Bezug zur aktuellen Situation. Wichtig ist außerdem, dass Sie eine Trainingseinheit immer mit einem Erfolgserlebnis beenden. Wenn Sie merken, dass eine Übung Ihren Vierbeiner noch überfordert, gehen Sie lieber noch mal ein paar Schritte zurück. Nennen Sie ein Kommando, das er verlässlich ausführen kann und belohnen Sie ihn anschließend dafür. Erst dann beenden Sie das Training. So wird er auch beim nächsten Mal wieder mit Freude dabei sein.

Bevor Sie mit dem Training beginnen…

Grundlage für das erfolgreiche Einüben der folgenden 10 Hundetricks ist, dass Ihr Hund die Grundkommandos wie „Sitz“, „Platz“ oder „Aus“ beherrscht. Beginnen Sie mit den Tricks erst, wenn Ihr Hund diese verlässlich ausführt. Achten Sie außerdem darauf, dass der Zeitpunkt für Ihren gemeinsamen Trainingsbeginn stimmt. Ist Ihr Hund müde oder hungrig, wird er für Ihre Kunststücke sicherlich wenig Interesse zeigen. Auch nach dem Fressen sollten Sie Ihrem Hund mindestens eine einstündige Pause zum Verdauen gönnen. Ausgeruht und satt wird er anschließend sicherlich begeistert Ihrem Training folgen.

Die 10 beliebtesten Hundetricks

Pfötchen geben

Der Klassiker unter den Hundetricks, der auch für viele weitere Tricks die Grundlage bildet, ist das Pfötchen geben. Doch auch wenn dieser Trick vergleichsweise einfach zu erlernen ist, brauchen Sie ein wenig Geduld (und ein paar Leckerlis), bis Ihr Hund auf Ihr Kommando verlässlich mit beiden Pfoten reagieren wird.

  • Und so geht’s: Geben Sie Ihrem Hund den Befehl „Sitz“ und knien Sie sich neben ihn. Heben Sie mit Ihrer flachen Hand eine Pfote von unten hoch und sagen Sie dabei deutlich das Kommando „Gib Pfötchen“. Wiederholen Sie diesen Vorgang so lang, bis Ihr Hund von selbst die Pfote hebt, sobald Sie das Kommando gesagt haben. Anschließend belohnen Sie ihn sofort mit einem Leckerli. Alternativ können Sie auch ein Leckerli von Beginn an in Ihrer Hand verstecken und dieses dicht vor den Kopf Ihres Hundes halten. Ihr Hund wird versuchen an das Leckerli heranzukommen und dabei vermutlich auch irgendwann seine Pfote einsetzen. Legt er diese dann von selbst auf Ihre Hand mit dem Leckerli, geben Sie ihm die gewünschte Belohnung und sagen Sie dabei wieder deutlich „Gib Pfötchen.“ Mit der Zeit wird Ihr Hund diese Übung so verinnerlicht haben, dass er sowohl die linke als auch die rechte Pfote heben wird, sobald Sie nur Ihre Hand flach vor ihn halten.
hundetrainer mit zwei hunde

High five oder winken

Das Abklatschen mit den Händen, auch „high five“ oder „give me five“ genannt, ist bei uns Menschen ziemlich lässig und längst nicht mehr nur im Sport als Ausdruck des gemeinsamen Erfolgs bekannt. Kein Wunder, dass dieser Trick auch bei Hunden immer beliebter wird. Beherrscht Ihr Hund bereits das Pfötchen geben, werden Sie ihm diese Bewegung relativ schnell beibringen.

  • Und so geht’s: Halten Sie Ihre Hand senkrecht (nicht waagerecht wie beim Pfötchen geben) und sagen Sie das bereits bekannte Kommando „Gib Pfötchen“. Sobald Ihr Hund seine Pfote hebt und damit ihre senkrecht gehaltene Hand berührt, geben Sie ihm eine Belohnung. Vermutlich wird er zu Beginn noch etwas verwirrt sein, warum Sie ihn bereits belohnen, obwohl er die Pfote noch gar nicht auf Ihre Hand abgelegt hat. Doch mit der Zeit wird er sich an die neue Übung gewöhnen. Sobald er etwas Routine entwickelt hat, können Sie auch ein neues Kommando, wie „Gib mir fünf“ oder „high five“ einführen.

Später können Sie das Ganze auch aus der Distanz probieren. Entfernen Sie sich bei der Übung immer weiter weg von Ihrem Hund, so dass er irgendwann beim Heben der Pfote ihre Hand nicht mehr berühren kann. Belohnen Sie ihn dennoch, sobald er seine Pfote anhebt, wird er lernen, dass es reicht, dass er nur die Pfote hoch hebt. Wenn Sie schließlich weiter weg stehen und Ihre Hand senkrecht zum Gruß heben, wird er Ihnen mit der Pfote zurück „winken“.

Männchen machen

Überaus beliebt ist die Übung „Männchen machen“, bei dem der Hund aus dem Sitz heraus beide Vorderpfoten nach oben hebt. Er muss dabei das Gewicht nach hinten verlagern. Bis er die Balance in dieser Position gefunden hat und das Männchen machen problemlos klappt, kann es – je nach Geschicklichkeit Ihres Hundes – eine Weile dauern. Wichtig ist, dass Ihr Hund bei der Übung immer auf seinem Hinterteil sitzen bleibt – steht er mit allen Beinen auf, wäre es schließlich kein Männchen mehr.

  •  Und so geht’s: Wie bereits die beiden vorherigen Übungen wird auch das Männchen machen aus dem „Sitz“ heraus begonnen. Führen Sie Ihren Hund nah an eine Wand und geben Sie ihm das Kommando „Sitz“. Im Idealfall sitzt er bei Beginn der Übung mit dem Rücken zur Wand – dies hilft ihm am Anfang beim Gleichgewicht finden und verhindert, dass er schnell aufstehen kann, denn dazu müsste er ein bisschen zurückgehen. Zeigen Sie ihm nun ein Leckerli und führen sie es mit Ihrer Hand über den Kopf des Hundes. Achtung: Nicht zu hoch, denn sonst würde ihr Hund versuchen, aufzustehen. Sobald Ihr Hund sich ein wenig aufrichtet und dabei die Pfoten leicht anhebt, um an das Leckerli zu kommen, sagen Sie das Kommando „Mach Männchen“. Belohnen sie ihn, indem sie ihm das Leckerli geben. Steht er hingegen auf, sagen Sie erneut das Kommando „Sitz“ und behalten Sie das Leckerli erst einmal für sich – so lang, bis er es schafft, sich nur mit den Vorderpfoten aufzurichten.

Steppen

Diese Übung kommt aus dem Dog Dancing. Der Mensch steht dabei dem Hund gegenüber und hebt abwechselnd das linke und rechte Bein. Synchron dazu hebt der Hund aus dem Sitz heraus seine rechte und linke Pfote hoch. Es sieht also so aus, als würden Hund und Mensch gemeinsam auf der Stelle marschieren.

  • Und so geht’s: Voraussetzung für diese Übung ist wieder die Beherrschung des Kommandos „Gib Pfötchen“. Lassen Sie Ihren Hund „Sitz“ machen und stellen Sie sich gegenüber von ihm auf. Wenn Sie nun den Erkennungslaut „Pfötchen“ sagen, heben Sie anstelle Ihrer Hand Ihr rechtes Bein. Viele Hunde, die das Kommando Pfötchen geben bereits verinnerlicht haben, werden instinktiv ihre Pfote heben und sich dabei auch an Ihrem Bein orientieren. Wenn das Bein Ihren Hund hingegen zunächst verwirrt und er das Kommando nicht befolgt, unterstützen Sie ihn, indem Sie anfangs noch ihre ausgestreckte Hand auf ihr Bein legen. Loben Sie ihn, sobald er seine Pfote fast zeitgleich mit Ihrem Bein anhebt und geben Sie ihm ein kleines Leckerli. Nun führen Sie dieselbe Übung noch einmal aus, nur mit dem anderen (linken) Bein. Ihr Hund muss nun ebenfalls die andere Pfote heben. Wiederholen Sie die Übung mehrmals und verlangen Sie für eine Belohnung immer mehr Schritte, das heißt das Leckerli gibt es dann erst nachdem er zwei-, vier-, sechs- und mehrmals hintereinander die Pfote abwechselnd mit Ihrem Bein hochgehoben hat.

Pack!

Ziel dieser Übung ist es zunächst, dass Ihr Hund einen Gegenstand mit der Pfote berührt und ihn umstößt. Beherrscht er dies, können Sie ihm anschließend beibringen, dass er sogar Türen mit seiner Pfote schließt.

  • Und so geht’s: Stellen Sie einen interessanten Gegenstand (zum Beispiel eine Plastikflasche oder ein Kuscheltier) im Raum auf und machen Sie Ihren Hund darauf aufmerksam. Warten Sie nun ab, was geschieht. Nähert sich Ihr Hund dem Gegenstand und berührt ihn mit der Pfote, loben Sie ihn ausgiebig und geben Sie ihm ein Leckerli. Wiederholen Sie den Vorgang, indem Sie immer wieder auf den Gegenstand zeigen und Ihren Hund loben, sobald er ihn erneut mit der Pfote berührt hat. Am nächsten Tag können Sie die Übung um das Kommando „Pack“ erweitern. Sagen Sie nun, immer wenn Ihr Hund das interessante Objekt berührt hat, „Pack“. Nach ein paar Tagen wird dieses Signal so weit gefestigt sein, dass Ihr Hund auch reagiert, wenn Sie auf andere Dinge im Haus zeigen und dabei „Pack“ sagen.

Um ihm beizubringen, Türen zu schließen, zeigen Sie auf die Zimmertür und sagen Sie „Pack“. Berührt Ihr Hund daraufhin die Tür mit seiner Pfote, belohnen Sie ihn. Um zu erreichen, dass er die Tür wirklich schließt, erweitern Sie das Kommando um „Pack! Tür zu!“ und belohnen Sie Ihren Hund erst, wenn er die Tür so kräftig berührt hat, dass sie sich schließt. Nach und nach können Sie die Distanz zur Tür vergrößern, bis es ausreicht, wenn Sie vom Sofa oder vom Tisch aus auf die Tür zeigen und dabei „Pack! Tür zu!“ rufen.

Rolle

Bei diesem Trick sollte sich Ihr Hund einmal über den Rücken rollen, bis er wieder in der Ausgangsposition „Platz“ liegt. Da sich einige Hunde nicht gerne von sich aus auf den Rücken legen, erfordert diese Übung besondere Geschicklichkeit und ein wenig Geduld. Und natürlich helfen auch besondere Leckerli als Belohnung, die Ihr Hund sehr gerne mag, aber nicht allzu häufig bekommt.

  • Und so geht’s: Lassen Sie Ihren Hund „Platz“ machen. Ihr Hund liegt nun vor Ihnen, Hinterteil und beide Ellenbogen berühren den Boden. Halten Sie das besondere Leckerli, das Sie für diese Übung ausgewählt haben, direkt vor seine Nase, so dass seine Schnauze, das Leckerli schon leicht berührt, er es aber noch nicht fressen kann. Führen Sie nun Ihre Hand langsam in die Richtung, in die sich Ihr Hund rollen soll, indem sie sie hinter seinen Kopf hinweg über den Rücken entlang führen. Ihr Hund wird versuchen mit der Schnauze am Leckerli zu bleiben und sich dabei im besten Falle automatisch herumdrehen. Falls Ihr Hund zögert, sich auf den Rücken zu legen, können Sie ihn mit Ihrer anderen Hand ein wenig unterstützen und ihn vorsichtig in die gewünschte Seitenlage bringen.

Kriechen oder robben

Lustig anzuschauen ist es auch, wenn Ihr Hund tief gebeugt über den Boden kriecht, dabei den Boden mit seinem Bauch berührt und sich so langsam nach vorne robbt. Es kann allerdings ein paar Übungseinheiten dauern, bis Ihr Hund diesen Trick beherrscht – schließlich entspricht das Robben nicht der natürlichen Fortbewegung eines Hundes.

  • Und so geht’s: Geben Sie Ihrem Hund das Kommando „Platz“ und knien Sie sich neben ihn. Legen Sie eine Hand leicht auf seinen Rücken und halten Sie mit der anderen Hand ein Leckerli vor seine Schnauze, das sie nun langsam und eng am Boden von ihm wegziehen. Wenn Ihr Hund aufstehen möchte, um dem Leckerli in Ihrer Hand zu folgen, drücken Sie ihn sanft zurück auf den Boden. Sagen Sie dabei das Kommando „Kriech“ oder ein anderes, ähnliches Signalwort. Sobald er es schafft, ein wenig nach vorne zu kriechen – und sei es anfangs auch nur ein kleines Stück – loben Sie ihn und geben Sie ihm das Leckerli. Wiederholen Sie diese Übung so lang, bis Ihr Hund auf Ihr Kommando hin, nach vorne robbt. Beherrscht er diese Bewegung nach ein paar Tagen können Sie die Hand auf dem Rücken nun wegnehmen und sich mit ein wenig Abstand gegenüber Ihren Hund hinsetzen. Halten Sie ihm das Leckerli dicht am Boden hin und sagen Sie das entsprechende Kommando. Sobald er kriecht, loben Sie ihn. Wenn er versucht aufzustehen, sagen Sie erneut „Platz“. Geben Sie ihm das Leckerli, sobald er in dieser Bewegung bis zu Ihnen gerobbt ist.

Drehen

Ziel dieser Übung ist es, dass Ihr Hund sich aus dem Stand heraus einmal um die eigene Achse dreht – links oder auch rechts herum. Auch diese Bewegung ist für manche Hunde erst einmal ungewohnt, doch wenn am Ende die erhoffte Belohnung erfolgt, werden die meisten von ihnen der Übung bald folgen.

  • Und so geht’s: Stellen Sie sich vor Ihren Hund und halten Sie ähnlich wie bei der Übung „Rolle“ ein Leckerli nah an seine Schnauze. Führen Sie nun ihre Hand in einer Kreisbewegung an seinem Kopf vorbei über den Rücken, so dass sich Ihr Hund ebenfalls im Kreis bewegen muss, um Ihrer Hand zu folgen. Sagen Sie dabei ein passendes Kommando, zum Beispiel „Dreh dich“, „Dreh“ oder „turn“. Hat sich Ihr Hund einmal um die eigene Achse gedreht, belohnen Sie ihn. Wiederholen Sie diese Übung so oft, bis Ihr Hund das Drehen auch aus der Distanz beherrscht. Dazu entfernen Sie sich immer weiter von Ihrem Hund, bis Sie am Ende Ihren Hund zum Drehen bringen, indem Sie nur noch eine kleine kreisende Handbewegung ausführen und das Kommando sagen müssen.

Slalom durch die Beine

Ähnlich wie die Übungen Steppen und Drehen, ist auch das Slalom laufen durch die Beine ein beliebtes Element beim Dog Dancing. Doch auch weniger „tanzbegeisterte“ Hunde werden an diesem Trick große Freude haben. Allerdings sollte Ihr Hund Ihnen maximal bis zum Knie reichen – andernfalls werden Sie keinen sicheren Stand mehr haben, wenn er durch Ihre Beine hindurchläuft.

hund slalom durch die beine
  • Und so geht’s: Stellen Sie sich in Schrittstellung neben Ihren Hund. Steht Ihr Hund rechts von Ihnen, sollten Sie das linke Bein vorne haben. In dieser Position halten Sie Ihre linke Hand mit dem Leckerli weit durch ihre Beine hindurch (möglichst nah am Boden) und führen Sie Ihre Hand wieder zurück auf die linke Seite. Ihr Hund wird Ihrer Hand bzw. dem Leckerli darin folgen und sich ebenfalls durch ihre Beine hindurch auf die linke Seite stellen. Nun gehen Sie mit dem rechten Bein einen Schritt nach vorne und führen Sie dieselbe Übung auf der anderen Seite aus. Sagen Sie dabei zum Beispiel das Kommando „Durch“, „Slalom“ oder „Zick Zack“. Am Anfang sollten Sie das Leckerli Ihrem Hund recht bald geben, damit er nicht die Lust daran verliert durch ihre Beine zu laufen. Mit der Zeit können Sie immer mehr Schritte nach vorne gehen und ihren Hund immer weiter Slalom laufen lassen, bis sie ihn belohnen. Hat er das Prinzip erst einmal verstanden, wird er es irgendwann auch ganz ohne Leckerli-Hilfe schaffen. 

Leckerli balancieren und fangen

Dieser Trick verspricht Action und staunende Gesichter bei Ihren Zuschauern. Allerdings ist er auch gar nicht so einfach auszuführen und so bedarf es auf der Seite Ihres Hundes ein wenig Geschick und auf Ihrer Seite viel Geduld und ein wenig Knowhow, bis dieses Kunststück perfekt ausgeführt wird.

  • Und so geht’s: Im ersten Schritt müssen Sie mit Ihrem Hund das Fangen üben. Werfen Sie Ihrem Hund dazu ein Leckerli flach in Richtung seines Mauls entgegen und sagen Sie dabei das Kommando „Fang“ oder „Schnapp“. Reflexartig wird er versuchen, danach zu schnappen. Gelingt es ihm, hat er seine Belohnung damit bereits erhalten. Fällt das Leckerli hingegen auf den Boden, müssen Sie blitzschnell sein und es aufheben, bevor es sich Ihr Hund schnappt. Mit der Zeit können Sie immer weiter weggehen und auch das Leckerli etwas mehr nach rechts oder links werfen, so dass Ihr Hund springen muss, um es zu fangen.

Wenn Sie diesem Trick noch eins drauf setzen möchten, können Sie im zweiten Schritt das Balancieren des Leckerlis trainieren. Halten Sie mit Ihrer Hand vorsichtig den Fang Ihres Hundes fest und legen Sie mit der anderen Hand ein Leckerli auf dessen Nase. Sagen Sie ein passendes Kommando, zum Beispiel „halten“ oder „gerade“ und nehmen Sie langsam Ihre Hand weg, ohne dass das Leckerli von der Nase fällt. Schafft es Ihr Hund, den Kopf eine Weile still zu halten und das Leckerli so auf seiner Nase zu balancieren, belohnen Sie ihn mit dem erhofften Snack. Sobald Ihr Hund sowohl das Fangen als auch das Balancieren beherrscht, können Sie im dritten und letzten Schritt beide Übungen verbinden. Dazu legen Sie Ihrem Hund das Leckerli auf die Nase und geben Sie ihm das entsprechende Kommando zum Balancieren. Anschließend sagen Sie „Fang“, woraufhin Ihr Hund versuchen wird, das Leckerli in einer Sprungbewegung auf seiner Nase zu erreichen. Dieser Trick erfordert bis er klappt natürlich viel Übung. Also haben Sie Geduld und ermuntern Sie Ihren Hund es immer wieder aufs Neue zu probieren. Wenn es nicht klappt, gehen Sie einfach noch mal einen Schritt zurück und üben das Fangen bzw. Balancieren noch einmal.

Noch mehr Hundetricks gefällig?

Haben Sie etwas gemerkt? Alle 10 Hundetricks funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip. Es gibt ein klares Kommando, eine eindeutige Handbewegung und am Ende eine Belohnung. Diese kann wie beschrieben ein Leckerli sein, aber auch ein interessantes Hundespielzeug kann als Hilfsmittel dienen. Wenn Sie dieses Schema verstanden haben und gelernt haben, Ihren Hund richtig einzuschätzen, werden Sie viele weitere Hundetricks mit ihm einüben können, zum Beispiel dass Ihr Hund durch Ihre Arme springt oder auf das Kommando „Peng“ so tut, als würde er tot umfallen. Auch praktische Tricks wie „Bring die Hausschuhe“ oder „Bring die Leine“ können Sie mit ein wenig Übung Ihrem Vierbeiner beibringen.

Wir wünschen Ihnen und Ihrem Hund beim gemeinsamen Üben viel Spaß!

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