15. März 2018 - Aktualisiert 25. September 2018

Koi Karpfen (Nishikigoi)

In Zusammenarbeit mit Tetra
Koi Karpfen im Teich

Der Nishikigoi ist der unbestrittene Star vieler Teiche

Der Koi, Zierfisch aus der Familie der Karpfen (auch Nishikigoi genannt), besticht durch seine intensiven Farben – die Züchtung schillert in Weiß, Rot, Schwarz, Gelb, Blau und Creme. Die Bedeutung des Wortes Nishikigoi ist Brokatkarpfen, was die Schönheit der Farbenpracht widerspiegelt. In Japan steht der Fisch für Liebe und Freundschaft und in China symbolisiert er Kraft und Stärke.

Erscheinungsbild: Wie sehen Koi Karpfen aus und woran erkennt man sie?

Die Tiere werden bis zu einem Meter lang und beeindrucken vor allem durch ihre bunten und schillernden Farben. Diese reichen von Goldtönen bis zu intensivem Rot, Blau, Grün. Der voluminöse Körper und die intensive Zeichnung machen das Tier zu etwas ganz Besonderem.

Wie viele und welche Koi Arten gibt es?

Es gibt mindestens 16 Koi Hauptarten, aus denen ständig weitere Unterzüchtungen hervorgehen. Von diesen Unterarten gibt es rund 100. Die folgenden Koi Varianten sind am bekanntesten:

  • Bekko
    Schwarze Flecken und eine weiße, rote oder gelbe Farbe hat der Bekko, der die Arten Shiro Bekko und Aka Bekko hervorgebracht hat.
  • Utsurimono
    Der Utsurimono hat eine schwarze Grundfarbe und weiße, rote oder gelbe Flecken.
  • Shusui
    Der Shusui ist ein Spiegelkarpfen, aus dem die Unterarten Hana Sushui und Hi Sushui stammen.
  • Asagi
    Die bekanntesten Arten sind der hellblaue Asagi dessen hellblau-weißliche Schuppen den blauen Rücken umgeben. Die Wangen, Brust- und Seitenflossen sind rot. Aus dem Asagi wurden zahlreiche weitere Unterarten gezüchtet, dazu zählen beispielsweise der Narumi Asahi und der Konjo Asagi.
  • Kohaku
    Zu den Kohaku gehören alle Nishikigoi, die eine weiße Körperfarbe mit roten Flecken besitzen. Dabei soll das Weiß so rein wie möglich sein.
  • Kinginrin
    Der Kinginrin hat eine goldene bzw. silberne Färbung und besitzt glänzende Schuppen.
  • Tancho
    Die Tancho Kois besitzen eine weiße Grundfarbe mit einem weißen, runden Fleck auf dem Kopf. Die Färbung des Fisches erinnert an die Nationalflagge Japans, weshalb er zu den beliebtesten Koi-Arten gehört.
  • Showa
    Der Showa besitzt die drei Grundfarben Rot, Weiß und Schwarz.
  • Kawarimono
    Nichtmetallisch glänzende Kois nennt man Kawarimono, diese haben sehr reine Farben und Muster. In dieser Gruppierung entstehen ständig neue Züchtungen, wie etwa der Aka Muji, Benigoi oder Chagoi.
  • Ogon
    Der Ogon Koi besitzt keinerlei Flecken. Er sollte einschließlich Kopf und Flossen komplett einfarbig sein.
  • Koromo
    Der Koromo ähnelt dem Kohaku, da er ebenfalls eine weiße Grundfarbe mit roten Flecken aufweist. Jedoch besitzt der Koromo auf jeder roten Färbung eine schwarze Markierung.
  • Sanke
    Kois, die eine weiße Grundfarbe mit roten und schwarzen Flecken aufweisen, gehören zu der Variante „Sanke“. Ein weißer Kopf ohne Flecken gilt als Qualitätsmerkmal.

Es gibt eine Vielzahl weiterer Koi-Arten, die sich durch ihre Muster und Farbigkeit voneinander unterscheiden.

koi

Wo ist der Nishikigoi ursprünglich beheimatet?

Ganz genau kann man das nicht sagen, vermutlich stammt der Koi aus dem Schwarzen Meer, japanischen und chinesischen Gewässern. Der Koi soll aus der Zucht von Flusskarpfen hervorgegangen sein. Aufzeichnungen in China belegen, dass der Koi – oder eine Ursprungsart – dort schon seit etwa 316 vor Christus bekannt sind. Die überwiegende Anzahl der Züchtungen kommt heute aus Japan. In Israel, Singapur und Südafrika werden ebenfalls Nishikigoi gezüchtet, aber nicht in so großen Mengen.

Koi Karpfen Futter

Wovon ernähren sich Koi Karpfen?

Karpfen sind generell Allesfresser und ernähren sich sowohl von Pflanzen als auch von Tieren, die sich im selben Gewässer befinden sie fressen pflanzliche sowie tierische Kost, wie Insekten oder Larven. Aas verzehren sie nicht, das Futter muss frisch und lebend sein. Die Futteraufnahme erfolgt vom Grund und von der Wasseroberfläche. Karpfen haben kein natürliches Sättigungsgefühl. Das liegt daran, dass sie keinen Magen im einheitlichen Sinn haben, sondern lediglich eine Art "Durchgangsstation", in der kleine Mengen gespeichert werden. Bei der Haltung im Teich sollte man daher darauf achten, dass die Tiere nicht überfüttert werden.

Wie füttert man Koi Karpfen im Teich?

Wenn Sie die Kois im Teich füttern, kommen sie meist direkt und fangen wild an zu zappeln. Das Futter wird komplett aufgenommen. Wenn zu viel gefüttert wird, beschleunigt das das Wachstum und die Tiere werden zu fett. Die Organe entwickeln sich zu stark und die Lebenserwartung der Tiere reduziert sich. Der Gesundheit der schönen Tiere ist es geschuldet, maßvoll zu füttern und sich dabei an die Vorgaben der Futterhersteller und Züchter zu halten. Generell ist die Futtermenge abhängig vom Gewicht des Tieres. Jungtiere bis zu einem Alter von 1 Jahr benötigen mehr Futter als ausgewachsene Kois und auch die Wassertemperatur entscheidet mit darüber, wie viel gefüttert werden kann. Je kälter diese ist, desto weniger Futter wird benötigt. Wichtig ist auch, dass nicht die gesamte Tagesdosis auf einmal gefüttert wird, sondern über den Tag verteilt zwischen 2-5 Fütterungen vorgenommen werden. Mehrere Tage ohne Futter, etwa 4 - 5, sind für die Tiere ab und an kein Problem.

Koi Haltung: Wie hält man Koi Karpfen in einem Teich?

Wichtig ist, dass die Teiche keimfreie sind und eine mäßige Wassertemperatur von durchschnittlich 15 bis 20 Grad aufweisen. Kälte verträgt das Immunsystems der Kois nicht so gut, weshalb im Winter darauf geachtet werden muss, dass die Temperatur des Teichs nicht unter 4 Grad Celsius absinkt. In Japan werden die Fische überwiegend in recht großzügig angelegten Teichen gehalten, die mit Steinen und Pflanzen ausgestattet sind. Eine Haltung in klarem Wasser, in dem die Farbenpracht besonders gut zur Geltung kommt, wird dort eher nicht angestrebt. Um Parasitenbildung zu vermeiden, sollte man auf eine Wassermenge von rund 1.000 Litern pro Fisch achten. Sind zu viele Tiere in einem Teich, bilden sich Parasiten schneller. Empfehlenswert sind Ablaichbürsten für die Fortpflanzung, durch die Pilz- und Bakterienübertragungen vermeiden werden. Es ist anzuraten, mindestens 4 Fische zusammen in einem Teich zu halten.

Die Tiere werden bei artgerechter Fütterung bis zu einem Meter lang. Die Entwicklung der Körpergröße ist abhängig von der Ausdehnung des Teiches und der Temperatur des Wassers. Als Richtlinien gelten hier zwischen 15 und 18 Grad im Frühling, nicht über 26 Grad im Sommer und nicht unter 4 Grad Celsius im Winter. Das Wasser sollte regelmäßig auf seinen Sauerstoffgehalt und die Nitrit-, Ammonium- und pH-Werte geprüft werden. Hierfür empfehlen sich Filter und selbstverständlich eine gewissenhafte Kontrolle der Wasserwerte. Dem schönen Fisch gefährlich werden kann auch der Koi-Herpes-Virus, der eine anzeigepflichtige Seuche ist. Da der Krankheitsverlauf der Virusinfektion keine eindeutigen Symptome anzeigt, ist er oft nur sehr schwer zu erkennen. Die Symptome werden vielfach anderen Fischkrankheiten zugeordnet.

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Wie alt werden Koi Karpfen?

Nishikigoi werden bei guter Haltung und Fütterung stolze 50-70 Jahre alt. Dabei gibt es Ausnahmen, die vereinzelt das sagenhafte Alter von 200 Jahren erreichen können. Oft werden Koi Karpfen jedoch aufgrund von schlechter Haltung bloß bis zu 10 Jahre alt.

Wo kann man Koi Karpfen kaufen und worauf sollte man dabei achten?

Die schönen und edlen Tiere erhalten Sie in Zoofachgeschäften und bei Fischfarmen. Viele Online-Angebote setzen auf einen Direktimport von Nishikigoi aus Japan. Preislich variieren die Kosten, je nach Zucht. Hierbei werden teilweise astronomisch hohe Spitzenpreise veranschlagt, aber auch für den Durchschnittsgeldbeutel finden sich Angebote auf dem breit gefächerten Markt. Manche Koi-Liebhaber lösen Ihren Teich irgendwann auf und die Bestände werden zur Ergänzung bereits bestehender Teiche oder als Gesamtpaket verkauft. Achten Sie beim Kauf von einem Händler oder Züchter darauf, dass die Haltung artgerecht ist und die Farbe des Fisches glänzt. Der Körper darf nicht mit einem weißen Schleier bedeckt sein, dies spricht für einen Parasitenbefall. Der Körper des Tieres sollte nicht breiter oder schmaler als der Kopf sein.

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