Tuxedo-Katzen: Samtpfoten im Smoking

Eine Tuxedo-Katze schaut in die Kamera.

Tuxedo-Katzen sehen aus, als hätten sie einen Smoking an.

Mit ihrer besonderen Fellzeichnung sehen Tuxedo-Katzen aus, als würden sie einen Smoking tragen: Ihr Körper ist vorwiegend schwarz, kombiniert mit einer weißen Brust, weißem Latz und weißem Bauch. Auch die Pfoten sind weiß. Wir erklären, woher der Name Tuxedo-Katzen stammt und wie die Miezen zu ihrer eleganten Zeichnung kommen.

Was versteht man unter einer Tuxedo-Katze?

Der Begriff „Tuxedo-Katze“ kommt aus dem englischen Sprachraum. Dort heißen die schwarz-weißen Samtpfoten mit dem besonderen Muster „tuxedo cats“. „Tuxedo“ ist das englische Wort für Smoking.

Smoking-Katzen sehen in der Tat so aus, als würden sie einen eleganten schwarzen Abendanzug tragen. Rücken, Flanken, Kopf, Schwanz und Beine sind überwiegend schwarz. Manchmal findet man dort kleine weiße Einsprengsel. Auch die Schwanzspitze ist ab und an weiß.

Der Eindruck eines weißen Hemdes entsteht durch den weißen Brustlatz und den weißen Bauch. Eine „perfekt gekleidete“ Smoking-Katze trägt dazu natürlich weiße Handschuhe, hat also vier weiße Pfoten.

Tuxedo-Katzen sind keine eigene Rasse

Tuxedos sind keine eigenständige Katzenrasse, sondern sie haben ihr hübsches Muster dem Zufall zu verdanken. Bis jetzt ist es noch keinem Menschen gelungen, Katzen mit Tuxedo-Zeichnung planmäßig zu züchten. Das Muster kommt sowohl bei langhaarigen als auch bei kurzhaarigen Rassen vor – zum Beispiel bei Europäisch Kurzhaar Katzen (EKH), Persern oder Maine Coons.

Auch bei anderen Tieren, wie zum Beispiel Hunden oder Kaninchen, kann diese spezielle Farbkombination auftreten.

Intelligent und freundlich

Den eleganten Miezen wird ein freundlicher Charakter nachgesagt. Angeblich sind sie sogar um 200 Prozent intelligenter als andere Katzen.

Kleines Tuxedo-Kätzchen aus einem Sessel.
Kleines Tuxedo-Kätzchen mit weißem „Schnauzbart“

Merkmale einer Tuxedo-Katze

Nicht jede schwarz-weiße Katze ist automatisch auch eine Tuxedo-Katze. Ausschlaggebend ist das „festliche Outfit“. Nur, wenn die Zeichnung einer Katze einem Smoking ähnelt, spricht man von einer Tuxedo-Katze. Auf diese Merkmale kommt es an:

  • Bei der Fellfarbe sollte der Schwarzanteil klar überwiegen.
  • Der größte Teil des Kopfes, einschließlich der Ohren, sollte schwarz sein.
  • Kehle, Brust und Unterseite sollten weiß sein.
  • Alle vier Pfoten sollten weiß sein (Handschuhe).

Wie entsteht die besondere Fellzeichnung?

Zeichnung und Fellfarbe einer Katze werden von ihren Genen bestimmt. Bei den „tuxedo cats“ handelt sich im Grunde um schwarze Katzen, deren weiße Flecken durch einen Gendefekt hervorgerufen werden.

Vereinfacht ausgedrückt, sind nicht genügend schwarz pigmentierte Zellen vorhanden, um das ganze Fell schwarz einzufärben. Der Rest wird deshalb mit weißen Zellen aufgefüllt. So entstehen die weißen Bereiche des Fells.

Das Tuxedo-Muster entsteht, während der Katzenembryo im Mutterleib heranwächst: Die schwarzen Zellen werden am Rücken des Embryos produziert und verbreiten sich von dort aus über den ganzen Körper. Weil die schwarzen Farbzellen langsamer sind, als die weißen, schaffen sie es nicht, die ganze Katze einzufärben. Der Bauch und andere, dem Rücken abgewandte Körperstellen, bleiben weiß.

Die genaue Verteilung der schwarzen und weißen Bereiche ist dabei von Katze zu Katze unterschiedlich. Auch wenn alle „tuxedo cats“ einen schwarzen Anzug anhaben, so gleicht doch keine exakt der anderen.

Wo kann man eine Tuxedo-Katze kaufen?

Katzen mit Tuxedo-Zeichnung kann man überall finden: Beim Züchter, im Tierheim oder sogar auf dem Bauernhof. Wer mit offenen Augen übers Land fährt, kann des Öfteren Miezen beobachten, die im Smoking auf Mäusejagd gehen.

Der Preis einer Tuxedo-Katze richtet sich nach dem Preis, den man üblicherweise auch für eine andersfarbige Katze der gleichen Rasse bezahlen würde.

Berühmte Tuxedo-Katzen

Gleich mehrere berühmte Trickfilm-Katzen tragen einen Smoking: Schon der Kater Felix, dessen Anfänge noch in der Stummfilmzeit liegen, ist im eleganten Abendanzug unterwegs gewesen. Auch der Kater Sylvester, der in Cartoons stets vergeblich Jagd auf den Kanarienvogel Tweety macht, hat einen Smoking an.

In dem computeranimierten Disney-Film Bolt trifft der gleichnamige Hund aus Hollywood in New York auf die Tuxedo-Katze Mittens. Auch der Kater Tom aus Tom & Jerry ist eine Tuxedo-Katze – allerdings in einer grauen Variante.

Mr. Mistoffelees spielt im Muscial Cats eine wichtige Rolle und für das Katzenfutter der Marke Felix macht eine gezeichnete Smoking-Katze Werbung.

Der wahrscheinlich berühmteste reale Tuxedo-Kater wohnte übrigens im Weißen Haus. Er hieß Socks und gehörte dem US-amerikanischen Präsidenten Bill Clinton.

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