Blutohr bei der Katze: Ursachen und Behandlung Dieser Artikel ist tierärztlich verifiziert

Ein Blutohr bei der Katze macht sich mit Schwellungen oder Rötungen bemerkbar. Erfahren Sie, wie ein Othämatom entsteht, was dagegen hilft und warum ein Besuch beim Tierarzt ratsam ist.

Blutohr Katze

Kratzt sich die Katze häufig am Ohr, kann das die Blutgefäße verletzten und ein Blutohr auslösen.

Was ist ein Blutohr bei der Katze?

Bei einem Blutohr, auch Othämatom genannt, sammelt sich eine seröse und blutige Flüssigkeit in der Ohrmuschel (Pinna). Das Krankheitsbild ist immer die Folge einer Ursache, die tierärztliche Hilfe erfordert.

Welche Katzen sind häufiger betroffen?

Das Blutohr kommt sowohl bei Katzen als auch bei Hunden vor, wobei Katzen im Allgemeinen seltener betroffen sind. Allerdings kann ein verändertes Ohr bei Katzen jeden Alters und jeder Rasse auftreten.

Symptome: Was sind Anzeichen für ein Blutohr bei der Katze?

Ein Blutohr bei der Katze erkennen Sie an der typischen Schwellung an der Außenseite der Ohrmuschel. Die umgebende Haut ist aufgrund der Blutansammlung meist dunkelrot gefärbt.

Anfänglich können Sie eine eher weiche Schwellung spüren, die sich durch das Eindringen von Bindegewebe allmählich verhärtet. In diesem Zustand sehen Othämatome oft wie ein Blumenkohl aus.

Das Blutohr kündigt sich oft dadurch an, dass die Katze häufiger den Kopf schüttelt oder sich im Kopfbereich kratzt.

Wann sollte ich zum Tierarzt?

Grundsätzlich ist es immer ratsam, frühzeitig einen Tierarzt aufzusuchen, wenn Ihre Katze Anzeichen einer Krankheit oder Verletzung zeigt. Umso schneller eine gezielte Behandlung erfolgt, desto besser ist die Prognose.

Diagnose: Wie stellt der Tierarzt ein Othämatom bei der Katze fest?

Der Tierarzt erkennt in der Regel schnell, ob es sich bei der Veränderung am Ohr Ihrer Katze um ein Blutohr handelt.

Steht die Diagnose fest, besteht die Herausforderung darin, der Ursache auf den Grund zu gehen. Dazu können weitere Untersuchungen gehören, zum Beispiel eine Blut- oder Parasitenuntersuchung.

Therapie: Wie wird ein Blutohr bei der Katze behandelt?

Ist der Auslöser des Othämatoms gefunden, muss zum einen das Blutohr selbst und zum anderen die Ursache behandelt werde.

Wie läuft die Behandlung des Othämatoms ab?

Zunächst erfolgt in der Regel eine konservative Behandlung des Katzenohrs. Dazu gehört zum Beispiel das Absaugen des Bluts mit einer Spritze. Zusätzlich kann das Ohr lokal mit Kortisonpräparaten behandelt werden. Hat die betroffee Katze schmerzen, ist häufig die Verabreichung von Schmerzmitteln notwendig.

Ist die konservative Behandlung nicht erfolgreich, kann unter Umständen eine Operation am Ohr erforderlich sein.

Wie teuer ist die Othämatom-OP?

Die Kosten einer Operation hängen immer von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören neben den individuellen Faktoren auch der gewählte Satz der lokalen Gebührenordnung für Tierärzte und die benötigte Zeit. Die durchschnittlichen Kosten liegen bei 400 bis 800 Euro.

Hausmittel und Eigenbehandlung: Kann ich das Blutohr selbst stechen?

Unabhängig davon, wie ernst die Krankheit Ihrer Katze ist, sollten Sie das Tier niemals ohne tierärztlichen Rat mit Hausmitteln behandeln.

Verzichten Sie darauf, auf eigene Faust Salben oder Medikamente anzuwenden, wenn dies nicht mit dem Tierazt abgesorochen ist. Stechen Sie das Ohr außerdem niemals selbst an, da dies Verletzungen und schwere Entzündungen verursachen kann.

Hinweis: Für Katzenbesitzer ist es nicht immer leicht, bei ihren Tieren äußere Anzeichen von Schmerzen zu erkennen. Auch aus diesem Grund ist es wichtig, einen Tierarzt aufzusuchen, damit Ihre Katze im Falle von Schmerzen geeignete Schmerzmittel erhält.

Ursachen: Was sind Auslöser eines Blutohrs bei der Katze?

Die Hauptursachen für ein Othämatom bei Katzen sind starker Juckreiz oder Schmerz im Ohr. Schütteln des Kopfes und Kratzen am Ohr können zu Verletzungen des Ohrknorpels und den darun befindlichen Blutgefäßen führen. Werden diese Blutgefäße verletzt, tritt das Blut aus und kann ein Othämatom auslösen.

Mögliche Ursachen für ein Blutohr

Es gibt verschiedene Auslöser, die bei einer Katze zu starkem Juckreiz oder Schmerzen und damit zu einem Blutohr führen können:

Prognose: Ist ein Blutohr bei der Katze heilbar?

Manchmal heilt ein Blutohr nach wenigen Wochen von selbst ab. Dennoch sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen, um Schmerzen und Grunderkrankungen so schnell wie möglich zu behandeln

Welche Komplikationen können auftreten?

Wenn das Blutohr Ihrer Katze nicht behandelt wird, können Komplikationen wie schwere Entzündungen auftreten, die auch starke Schmerzen verursachen können. Wenn Bindegewebe in das Blutohr einwächst, treten außerdem große Narben und entstellte Ohrmuscheln auf.

Vorbeugung: Kann man Ein Blutohr bei der Katze vermeiden?

Sie können nicht vollständig verhindern, dass Ihre Katze ein Blutohr entwickelt. Das liegt daran, dass es viele Auslöser gibt, die zu einem Blutohr führen können.

Um das Risiko jedoch etwas zu verringern, sollten Sie die Ohren Ihrer Katze regelmäßig kontrollieren. Achten Sie außerdem auf einen wirksamen Parasitenschutz, um Juckreiz zu vermeiden.

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Quellen:


Profilbild von Tierärztin Franziska Gütgeman mit Hund

An der Justus-Liebig-Universität Gießen wurde ich zur Tierärztin ausgebildet und durfte Erfahrungen in verschiedensten Bereichen sammeln. Seitdem arbeite ich nicht nur als tierärztliche Autorin, sondern auch an meiner Dissertation. Mein Ziel ist es, Tiere vor krankheitserregenden bakteriellen Erregern zukünftig besser zu schützen. Neben meinem tierärztlichen Wissen teile ich meine eigenen Erfahrungen als glückliche Hundebesitzerin. Dadurch kann ich Ängste und Probleme nachvollziehen und zugleich über diese aufklären.


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