06. März 2017 - Aktualisiert 12. Juni 2018

Katzenaugen und Katzenohren reinigen

katzenohren reinigen

Katzenaugen und Katzenohren reinigen

Nicht nur das Fell unserer Katzen will gepflegt werden. Auch Augen und Ohren benötigen manchmal die Aufmerksamkeit des Menschen. Wollen Sie Katzenaugen und Katzenohren reinigen, sollten Sie einige Aspekte beachten.

Augen und Ohren einer Katze

Unsere Hauskatze mag ein längeres Fell, eine andere Augenfarbe oder einen kürzeren Schwanz haben als ihre Verwandten in freier Wildbahn. Im Inneren ist unsere Fellnase aber noch ganz und gar Jäger und auch ihre Anatomie entspricht der eines Raubtiers! Besonders eindrucksvoll ist dies an den Augen und Ohren unserer Katze zu sehen: Nach vorne gerichtete Augen sind perfekt für dreidimensionales Sehen und exakte Einschätzungen von Distanzen geeignet. Das reflektierende „Katzenauge“ am Fahrrad erhält seinen Namen nicht von ungefähr: Das „Tapetum lucidum“, eine reflektierende Schicht hinter der Netzhaut, wirft das einfallende Licht zurück und lässt es ein zweites Mal auf die Netzhaut treffen. Katzen können so bei nur geringem Restlicht sehr gut sehen. Stark veränderbare Pupillen weiten sich bei schlechten Lichtverhältnissen und lassen so mehr Licht ins Katzenauge. Ganz ohne Licht sehen allerdings auch Katzen nicht mehr – sie verlassen sich bei völliger Dunkelheit auf Tasthaare und Gehör. Letzteres ist extrem gut ausgeprägt, Katzen hören etwa dreimal so gut wie wir. Dies betrifft vor allem höhere Frequenzen, unsere Katzen können das Piepsen einer Maus auf große Distanz wahrnehmen. Besonders hilfreich ist dabei die hohe Beweglichkeit der Katzenohren: Die Ohrmuscheln selbst lassen sich unabhängig voneinander um fast 300 Grad drehen. Die jagende Katze kann ihre Beute so genau lokalisieren.

Wie ihr Fell kümmert sich die Katze auch um die Reinigung von Augen und Ohren vorwiegend selber. Zungen, Pfoten und Vorderbeine sind tüchtige Hilfsmittel zur Pflege und auch die Hinterpfoten werden gerne eingesetzt. Manchmal muss aber der Mensch Katzenaugen und Katzenohren reinigen – zum Beispiel wenn die Katze krank ist und die Augen verklebt sind oder sich Ungeziefer, Schmalz oder Schmutz in den Ohren befindet.

Besteht eine ernsthafte Erkrankung?

Zuerst einmal sollten verklebte, tränende Augen oder verdreckte Ohren immer tierärztlich abgeklärt werden. Es kann sich hier um eine Verletzung, eine Bindehautentzündung oder eine völlig andere Erkrankung handeln, die sie mit Ihrem Reinigungsversuch verschlimmern könnten. Der Tierarzt Ihres Vertrauens kann eine genaue Diagnose stellen und Ihnen grünes Licht zur Reinigung geben! Eventuell kann er Ihnen sogar einige Tipps geben oder direkt zeigen, wie sie Ihre Katze bei der Pflege von Augen und Ohren unterstützen.

 Grundsätzlich gilt: Gehen Sie vorsichtig vor und vermeiden sie aggressive Reinigungsmittel und Wattestäbchen. Selbst „natürliche“ Hausmittel wie Kamillentee können kleine Partikel und Rückstände hinterlassen, die Auge und Ohr reizen und eine Entzündung nach sich ziehen können.

Katzenaugen reinigen

Um die Augen Ihrer Katze zu reinigen, greifen Sie idealerweise nur auf ein fusselfreies Tuch, beispielsweise aus Baumwolle, zurück. Dieses können Sie leicht mit vorher abgekochtem Wasser anfeuchten und ihrer Katze damit sanft um die Augen streichen. Es versteht sich von selbst, dass sie nicht das Auge an sich reinigen, sondern nur das Fell um die Augen und eventuell die Augenlieder. Bitte verwenden sie bei jeder Reinigung ein sauberes Tuch, um ein Wiedereinbringen von Dreck ins Auge oder eine Wiederansteckung zu vermeiden.

Die gleiche Vorgehensweise eignet sich auch zur Anwendung einer vom Tierarzt verordneten Augentinktur.

Katzenohren reinigen

Auch Katzenohren müssen bei einer gesunden Katze in der Regel nicht gereinigt werden. Ungeziefer oder überschüssiger Ohrenschmalz können aber eine Unterstützung durch den Menschen notwendig machen. Bitte gehen Sie hier äußerst behutsam vor, denn Ohrstäbchen und aggressive Reinigungsmittel können das Innere des Katzenohrs verletzen und Schmutz sowie Bakterien bis ins Innenohr stoßen. Vorgestoßener Ohrenschmalz trocknet ebenfalls schnell als Pfropf am Trommelfell an und kann Entzündungen hervorrufen oder das Hörvermögen beeinträchtigen.

katzenohren reinigen

Eine schonendere Methode ist es, ein fusselfreies Baumwolltuch leicht anzufeuchten und die Ohrenmuschel langsam von außen nach innen zu reinigen. Hier ist es hilfreich, das Ohr mit der zweiten Hand leicht festzuhalten. Wiederholen sie den Vorgang mehrmals mit einem neuen Tuch und gehen sie vorsichtig vor, damit es nicht zu Schmerzen oder Verletzungen kommt. Führen Sie bitte keine Fremdkörper oder zusammengerollte Taschentücher ins Ohr hinein, um weiter hineinzugelangen – eine derart invasive Reinigung sollte nur vom Tierarzt durchgeführt werden.

Welche Hilfsmittel kann ich zur Reinigung benutzen?

Der Tierbedarfshandel hält mittlerweile auch viele Mittelchen speziell zur Reinigung von Ohren und Augen bereit. Die oft chemischen Zutaten riechen meist stark. Zudem können einige Tiere allergisch auf die künstlichen Reinigungsmittel reagieren.

Falls möglich sollten Sie darum nur auf minimale Hilfsmittel wie ein sauberes Tuch und lauwarmes Wasser zurückgreifen. Sollten Augen oder Ohren eine gründlichere Reinigung benötigen, kann Ihr Tierarzt Ihnen die richtigen Mittel empfehlen und gegebenenfalls zur Hand gehen. Vergessen Sie nicht: Augen und Ohren der Katze sind besonders sensibel und empfindlich!

Wir wünschen Ihnen und Ihrem Stubentiger gute Gesundheit!

Weiteres Zubehör zur Katzenpflege, sowie Katzenfutter oder Katzenstreu, finden Sie im zooplus Online-Shop!

Meistgelesene Beiträge

Katzenalter

Das Hundealter lässt sich bekannterweise einfach herleiten: ein Hundejahr gleicht sieben Menschenjahren, wobei es hier auch auf die Rasse und Gewicht des Hundes ankommt. Wie lässt sich also das Katzenalter bestimmen? Und wie alt werden Katzen überhaupt? Ab welchem Alter gelten Katzen als Seniorenkatzen?

Antennenwels

Der Antennenwels ist ein robustes und friedliches Tier, der sich sehr gut mit anderen Fischarten aus dem Amazonasgebiet verträgt. Trotzdem muss man bei der Haltung verschiedene Dinge berücksichtigen, damit sich die Tiere wohlfühlen.

Schmetterlingsbuntbarsch

In warmen Seen Venezuelas und Kolumbiens leben die Schmetterlingsbuntbarsche im klaren Wasser in Ufernähe. Die bunten Gesellen mit dem typischen schwarzen Streifen schillern in allen Regenbogenfarben und sind ein gern gesehener Gast im Süßwasseraquarium. Mit etwas Erfahrung und sorgfältiger Pflege sind die geselligen Tiere eine wunderschöne Bereicherung für die heimische Unterwasserwelt im Wohnzimmer. Unter Aquarienfreunden auch kurz als „Rami“ bezeichnet, gehört der Schmetterlingsbuntbarsch zu den Klassikern unter den Süßwasserfischen.