Hundeurin auf Rasen neutralisieren

Ein Hund pinkelt auf den Rasen

Die Sonne scheint, der Hund tollt durch den Garten – doch einige kleine gelbe oder braune Stellen trüben das Glück des Hundebesitzers. Die Rede ist von unschönen Flecken, die durch Hundeurin auf dem Rasen entstehen. Wir geben Ihnen einige Tipps, wie Sie Hund und Rasen in Einklang bringen.

Warum verfärbt sich Gras durch Hundeurin?

Vorweg eine Entwarnung: Wenn Ihr Hund eine Pfütze auf den Rasen setzt, entsteht dort nicht unmittelbar ein gelber Fleck. Erst wenn Urin mehrfach auf dieselbe Rasenstelle trifft, kommt es zum Problem. Denn dann entziehen die Salze im Urin dem Gras durch Osmose Wasser. In der Folge trocknen die Halme aus.

Gelangt mehrfach unverdünnter Urin an die Graswurzeln, können diese sogar absterben. Was bleibt, sind unschöne gelbe oder braune Stellen im Rasen. Oft haben diese einen intensiven, grünen Rand, woran sich Hundeurin-Flecken gut erkennen lassen.

Die Wahrscheinlichkeit für die unschönen Flecken nimmt zu, wenn der Hund mehrfach an der gleichen Stelle uriniert und es wenig Niederschlag gibt. Denn Regenwetter hilft dem Rasen, sich schneller zu erholen: Es versorgt das Gras mit Wasser und verdünnt gleichzeitig den Hundeurin.

Wie können Sie Urin-Flecken auf dem Rasen verhindern?

Urinflecken auf dem Rasen vorbeugen

Am besten verhindern Sie die gelben Flecken, wenn Ihr Hund erst gar nicht auf den Rasen pinkelt. Klingt zu einfach und schön, um wahr zu werden? Wer konsequent ist, kann schnell Erfolge verzeichnen.

Richten Sie Ihrem Hund eine attraktive alternative Pinkelstelle ein. Hierfür eignen sich beispielsweise salztolerante Pflanzen, die Sie an der entsprechenden Stelle großzügig pflanzen können. Hierzu gehören zum Beispiel:

  • Schilfgras
  • Beifuß
  • Spitzwegerich
  • Echter Eibisch
  • Mönchsbart

Oder Sie drapieren am Gartenrand etwas Holz. Optimal wäre es, wenn bereits ein Hund darauf gepinkelt hat. Führen Sie Ihren Hund immer zuerst an diese Stelle, sobald Sie mit ihm in den Garten gehen. Loben Sie ihn überschwänglich, wenn er hier sein kleines Geschäft verrichtet.

Wenn Sie Ihren Vierbeiner gut beobachten, können Sie ihn dorthin lenken, sobald er Anzeichen macht, sich auf dem Rasen zu erleichtern. Zu Beginn ist dies etwas aufwändig. Doch viele Hunde lernen bereits nach wenigen Wiederholungen, wo sie sich lösen sollen.

Fernhaltemittel: Helfen sie gegen Hundeurin?

Vor allem, wer seinen Rasen vor fremden Hunden schützen möchte, greift gerne zu Fernhaltepflanzen oder sonstigen Fernhaltemitteln. So gibt es „Verpiss-dich-Pflanzen“, um die manche Hunde lieber einen Bogen machen. Auch manche Hundehalter möchten einige Bereiche ihres Gartens vor Hundeurin schützen.

Bei einem großen Rasen ist dies mit Fernhaltemitteln kaum möglich. Doch die Fernhalte-Pflanzen können einen Versuch wert sein, um Hunde von einzelnen Rabatten oder Beeten wie dem Salatbeet fernzuhalten. Allzu große Hoffnungen sollten Sie sich jedoch nicht machen – viele Hunde ignorieren die Pflanzen. Manche überdecken den störenden Geruch am liebsten mit dem eigenen Urin.

Eine weitere Möglichkeit sind Fernhaltemittel gegen Hunde, die dem Gießwasser zuzusetzen sind und für Hundenasen unangenehmen riechen sollen. Diese halten Hunde zwar nicht unbedingt fern, überdecken aber den Uringeruch. Dadurch sucht der Hund nicht immer die gleiche Stelle auf.

Neutralisierende Steine im Trinknapf

Viele Hundehalter und Rasenfreunde schwören auf sogenannte „Dog Rocks“. Dabei handelt es sich um graue, rund sechs Zentimeter lange Steine, die in den Trinkwassernapf kommen.

Sie enthalten keine künstlich zugesetzte Chemie, sondern bestehen aus reinem Vulkangestein. Dieses soll Nitrate filtern und neutralisieren, ohne dabei den pH-Wert des Urins zu verändern. Dadurch gelangt weniger Salz in den Hundeurin – und in den Rasen.

Ob diese Methode tatsächlich wirkt, ist aber umstritten. Außerdem mag so mancher Vierbeiner die Steine nicht in seinem Wasser. In jedem Fall sind die Steine naturbelassen und daher unbedenklich für die Gesundheit des Vierbeiners.

Auf frischer Tat ertappt – was tun?

Sie blinzeln gemütlich vom Liegestuhl in Ihren Garten – und ertappen den Hund dabei, wie er auf den Rasen pinkelt? Wenn Sie schnell sind, stoppen Sie ihn, zum Beispiel durch ein Klatschen in die Hände. Führen Sie ihn anschließend ohne Schimpfen zu einer alternativen Pinkelstelle. Loben Sie ihn, wenn er sein Geschäft hier fortsetzt. Anschließend greifen Sie zur Gießkanne: Wässern Sie die Pinkelstelle gründlich. Ist der Urin verdünnt, schadet er dem Rasen nicht mehr.

Wie behandle ich Hundeurin auf dem Rasen?

Wer bereits gelbe Urinflecken im Rasen hat, sollte diese Bereiche ausbessern. Entfernen Sie alle vertrockneten Halme und Wurzeln. Lockern Sie den Boden etwas auf und spülen Sie ihn gründlich mit Wasser. Nun können Sie neue Rasensamen auf der Erde verteilen. Achten Sie in der folgenden Zeit besonders darauf, dass der Hund nicht auf die betroffenen Stellen pinkelt.

Wir wünschen Ihnen ungetrübten Garten-Spaß mit Ihrem Vierbeiner!

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