Hundehütte selber bauen

Verfasst von Bärbel Edel
Selbstgebaute Hundehütte

Mit den richtigen Tipps kann jeder eine Hundehütte für seinen Liebling selber bauen.

Ihr Vierbeiner hält sich viel im Garten auf und Sie möchten ihm eine witterungsbeständige Hundehütte spendieren? Wer etwas Geschick mit Hammer, Nagel und Co. mitbringt, kann eine Hundehütte selber bauen. Wir geben Tipps rund um den Bau einer Hundehütte.

Wozu braucht ein Hund eine Hundehütte?

Eine Hundehütte ist eine gute Idee, wenn Ihr Hund regelmäßig längere Zeit im Garten oder freilaufend auf Ihrem Grundstück verbringt. Wer von Frühling bis Herbst viel im Garten ist, bietet seinem Hund mit einer Hundehütte einen gemütlichen Rückzugsort.

Auch Halter, die ihren Hund während ihrer Abwesenheit einen eingezäunten Garten bewachen lassen, sollten Ihrem Vierbeiner eine Hundehütte als Schutz vor Wind und Wetter zur Verfügung stellen.

Apropos Garten: Ihr Hund liebt den Garten – und das Buddeln im Boden? Informieren Sie sich hier rund ums Thema: „Warum buddelt mein Hund im Garten?“

Was für ein Holz für die selbstgebaute Hundehütte?

Ein Hundehaus für draußen soll robust und langlebig sein. Um eine wetterfeste Hundehütte zu bauen, spielt das Material eine entscheidende Rolle. Tipp: Edelstahlschrauben sind witterungsbeständig! Wir empfehlen darüber hinaus die folgenden Holzarten:

Lärchenholz für Hundehütten

Lärche hat einen hohen Harzgehalt und ist darum witterungsbeständig. Kein Wunder also, dass viele Gartenmöbel für Zweibeiner aus Lärchenholz gefertigt sind. Unser Favorit für den Bau einer Hundehütte ist Lärchenholz. Allerdings ist es im Vergleich zu anderen Holzarten etwas teurer.

Fichtenholz für Hundehütten

Fichtenholz bringt einige Vorteile mit sich: Es ist leicht, elastisch und  –mit natürlichen Holzschutzmitteln – behandelt relativ langlebig. Zudem ist es günstiger als Lärchenholz.

Kiefernholz für Hundehütten

Die Kiefer gilt als ein Allrounder unter den Holzsorten – und das zum günstigen Preis. Viele Gartenzäune sind beispielsweise aus Kiefernholz. Speziell für den Außenbereich ist imprägniertes Kiefernholz („Thermokiefer“) geeignet.

Hundehütte: Welche Größe passt zu meinem Hund?

Wer denkt: „So groß wie möglich!“ tut seinem Vierbeiner zumindest in der kalten Jahreszeit keinen Gefallen. Denn ist die Hundehütte zu groß, bietet sie weniger Schutz vor Kälte.

Um die optimalen Maße zu finden, messen Sie am besten Ihren Hund aus. Notieren Sie sich folgende Maße: Schulterhöhe und Länge von der Schnauze bis zum Schwanzansatz. Anschließend schätzen Sie ab, wie viel Platz Ihr Vierbeiner zum Umdrehen benötigt. Beispielsweise, wenn er eingekugelt liegt.

Addieren Sie zu den gewonnenen Maßen nun jeweils 20 Prozent hinzu. Mit dieser Faustformel erhalten Sie Höhe, Breite und Tiefe Ihrer Hundehütte, um das nötige Material zu berechnen.

Wie groß muss der Eingang einer Hundehütte sein?

Für die Berechnung nehmen Sie ebenfalls die Maße der Schulterhöhe Ihres Lieblings. Die Türöffnung sollte im Idealfall etwa 0,8 mal so hoch wie die Schulterhöhe Ihres Hundes sein.

Los geht’s: Hundehütte selber bauen

Es gibt zahlreiche Bauanleitungen rund um Hundehütten. Schauen Sie sich am besten vorher möglichst viele Hundehütten an und überlegen Sie, welche Eigenschaften Ihnen am besten gefallen. Können Sie diese mit Ihrem handwerklichen Geschick umsetzen? Dann nichts wie los! Skizzieren Sie einen Bauplan und kaufen Sie die benötigten Materialien im Baumarkt ein.

Prüfen Sie außerdem, ob Sie alle nötigen Werkzeuge parat haben. Dazu gehören beispielsweise ein Holzbohrer, ein Akkubohrschrauber, Winkel und eine Schmiege. Zum Aussägen des Eingangs brauchen Sie außerdem eine Säge.

Hundehütte selber bauen: Die wichtigsten Tipps

Der Boden der Hundehütte

Eine Bodenplatte mit Abstand zum Untergrund ist sinnvoll. Hier können Sie clever kombinieren: Nutzen Sie eine Palette als Boden und legen diese auf einige gerade Steine. So hat das Hundehaus Abstand zum Boden und kühlt nicht so schnell aus.

Die Seitenwände der Hundehütte

Seitenwände, Vorder- und Rückwand der Hundehütte bestehen – abgesehen von einem Eigenbau aus Paletten, dazu gleich mehr – aus Holzleisten oder Brettern. Den Eingang in der Vorderwand sollten Sie groß genug mit der Säge ausschneiden.

Verschrauben Sie zunächst Boden- und Seitenteile sorgfältig. Jede Ungenauigkeit kann dazu führen, dass die Hütte instabil wird. Bohren Sie am besten vorab alle Löcher vor. So vermeiden Sie, dass das Holz platzt. Da das Holz draußen arbeitet, ist Antackern nicht die beste Lösung.

Empfehlenswert, wenn das Hundehaus im Winter genutzt wird: Kleiden Sie zwei Schichten der Seitenwände innen mit Styropor aus. Das isoliert gut, aber Ihr Vierbeiner kann nicht davon fressen.

Das Dach der Hundehütte selber bauen

Flachdach oder Spitzdach? Sie haben die Wahl! Natürlich spielen dabei auch die handwerklichen Fähigkeiten eine Rolle. Einfacher zu bauen, ist natürlich ein Flachdach.

Rund ums Material gibt es mehrere Möglichkeiten: Sie können das Dach aus Holzlatten, Wellblech oder Dachpappe anfertigen. Natürlich ist es enorm wichtig, dass das Dach regensicher ist. Dies gilt vor allem für ungeschützt freistehende Hundehütten.

Hundehütte aus Paletten selber bauen

Ein Hundehaus aus Paletten zu bauen, kann die Arbeit einfacher machen! Einwegpaletten eignen sich gut, da sie meist kleiner als die normierten Euro-Paletten sind. Wie der Name schon andeutet, sind Einwegpaletten meist günstig zu bekommen, da auf ihnen kein Pfand ist.

Eine Hundehütte aus Einwegpaletten bauen, geht zudem etwas schneller. Denn die Paletten bilden ein gutes Gerüst. Kontrollieren Sie vor dem Bau aber, ob Nägel oder Tacker-Reste in den Paletten hängen.

Kinder Hund Hundehütte selber bauen
Auch für Kinder kann das Bauen einer Hundehütte viel Spaß machen.

Der letzte Schliff: Die selbstgebaute Hundehütte imprägnieren

Ob aus Holzleisten, mit Paletten oder geschickt kombiniert – eine Imprägnierung sichert die Hundehütte vor Verfärbungen. Achten Sie dabei auf für Tiere ungiftige Imprägnierungen.

Leinöl kann je nach Holzart einen ausreichenden Schutz bieten. Möglich sind auch wasserfeste Farben. Lassen Sie sich am besten im Baumarkt beraten, welche Imprägnierung am besten zu dem von Ihnen gewählten Holz passt. Wenn Sie eine Farbe verwenden, sollten Sie die Hundehütte vorher abschleifen.

Wichtig: Prüfen Sie ganz am Schluss, dass keine scharfen Kanten oder Schrauben abstehen, an denen sich Ihr Vierbeiner verletzen könnte.

Hundehütte aus Holz isolieren

Hunde, die sich im Winter viel im Garten aufhalten, brauchen einen trockenen, warmen Unterstand. Es ist möglich, die Isolierung vorab in Form von Styropor wie bei einem Doppelkeks in die Seitenwände einzubauen.

Was kann man zusätzlich für eine warme Hundehütte tun? Für die weiter unten erwähnte Hundehütte Spike Comfort gibt es eine maßgeschneiderte Isolierung. Für den Boden eignen sich im Winter wärmendes Stroh oder kuschelige Hundematten wie die Vetbed-Isobed-Matte. Besonders beliebt sind die SnuggleSafe-Heizkissen.

Noch einmal der Hinweis: Insbesondere in der kalten Jahreszeit ist es wichtig, dass das Hundehaus Abstand zum Boden hat.

Weitere Ideen rund um die Gartengestaltung finden Sie in folgenden Magazin-Beiträgen: Einen Gartenteich anlegen, Den Garten katzensicher machen, 10 Tipps für einen igelfreundlichen Garten

Alternative: Hundehütte kaufen

Eine Hundehütte selber bauen sollte nur, wer auch Spaß am Werkeln hat. Je nach Begabung und Design der Hütte dauert das Selbermachen zwischen fünf Stunden und bis zu drei Arbeitstagen. Hinzu kommen die Materialkosten.

Sie möchten Ihre Hundehütte stattdessen lieber fertig kaufen? Kein Problem! Im zooplus Onlineshop gibt es zahlreiche verschiedene Modelle für Hunde verschiedener Größen: Hundehütten kaufen.

Zwei möchten wir Ihnen kurz vorstellen: Die Hundehütte Amsterdam ist in Nullkommanix zusammengeschraubt. Sehr praktisch sind die aufklappbare Dachhälfte für die Reinigung und ein integrierter Wassernapf aus Edelstahl. Die Hundehütte Spike Comfort ist wetterfest und steht auf kleinen Holz-Füßen, so dass Ihr Vierbeiner vor Bodenkälte geschützt ist.


Bärbel Edel
Bärbel Edel

Ich bin Journalistin, liebe Tiere und habe bereits während meines Volkskunde-Studiums zur Beziehung zwischen Menschen und Hunden geforscht. Vor einigen Jahren habe ich einen Kater aus dem Münchner Tierheim adoptiert. Elvis war der Anlass, meinen Katzenblog „Lieblingskatze“ zu gründen und mich auch journalistisch mit Tieren zu befassen. Mit meinen Artikeln möchte ich dazu beitragen, dass Menschen ihre Heimtiere besser verstehen.


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