13. März 2017

Hufpflege

Hufpflege

Am alten Spruch „Ohne Huf kein Pferd“ ist durchaus etwas Wahres dran. Egal ob beim Stehen im Stall, auf der Weide, beim Ausritt oder auf dem Reitplatz: Die Pferdehufe werden rund um die Uhr belastet. Kleinste Fehlstellungen können verheerende Auswirkungen auf das gesamte Pferdeskelett haben. Dabei ist die richtige Hufpflege gar nicht so zeitaufwendig, wie viele Pferdefreunde denken. Eins ist besonders wichtig: Kontinuität.

Tipps für die richtige Hufpflege

  • Hufe auskratzen
    Egal ob ein Pferd geritten wird oder nicht - es benötigt gesunde Hufe. Die Basis hierfür ist das tägliche Auskratzen der Hufe, bei dem kleinere Steine entfernt werden können, die sonst in die Hufsohle drücken würden. Eventuelle Verletzungen werden frühzeitig erkannt, der Hufstrahl gereinigt und bei Bedarf trockengelegt.

  • Hufkontrolle durch Schmied oder Hufpfleger
    Da die Pferde-Hufe grundsätzlich zwischen 6 und 8mm wachsen, ist ein regelmäßiger Besuch vom Hufschmied oder Hufpfleger unabdingbar. Der Zeitpunkt ist davon abhängig, ob Ihr Pferd beschlagen ist oder nicht. Pferde mit Hufeisen sollten alle 6 Wochen neu beschlagen werden. Für Pferde ohne Eisen gilt ein Zeitraum von 2 bis 4 Monaten, welcher wiederum von anderen Faktoren, wie zum Beispiel der Hufqualität abhängt.

  • Huföl und Huffett
    Bei aufgeweichten Hufen hilft ein regelmäßiges Einfetten und Einölen. Ist der Huf gesund, sollte Fett jedoch vermieden werden: Huföl und Huffett schließen die Poren im Hufhorn und stoppen so den Feuchtigkeitsaustausch. Bei Pferden, die den ganzen Tag im ammoniakgetränkten Heu oder im matschigen Schlamm stehen, kann das ein Vorteil sein – bei anderen kann das regelmäßige Ölen und Fetten jedoch zu trockenen Hufen führen.

  • Stall sauber halten
    Stall und Paddock sollten so sauber wie möglich gehalten werden, da das durch Urin und Kot entstehende Ammoniak die Hufe angreift. Kleinste Risse bieten eine ideale Brutstätte für Bakterien und können zu Strahlfäule führen. Hier gibt es spezielle Pflegeprodukte für den Strahl, die diesen schnell wieder trocken und widerstandsfähig machen.

häufige Hufkrankheiten

  • Strahlfäule
    Bei der Strahlfäule handelt es sich um eine bakterielle Huferkrankung, bei der sich der Hufstrahl zersetzt. Die Krankheit lässt sich durch den typischen Fäulnisgeruch erkennen. Weiterhin entstehen Hohlräume im Strahl, die mit einer schwarzen Masse gefüllt sind. Die Bakterien vermehren sich in einer feuchten Umgebung unter Luftausschluss. Deshalb sind das regelmäßige Ausmisten der Stallung und eine regelmäßige Hufpflege enorm wichtig.

  • Hufrehe
    Bei Hufrehe ist die Huflederhaut des Pferdes entzündet. Die Huflederhaut befindet sich hinter der Hornkapsel und dient als Bindeglied zwischen Hufbein und Hornkapsel. In schweren Fällen kann es zum „Ausschuhen“ kommen, also das komplette Ablösen der Hornkapsel. Bei der Hufrehe gibt es eine Reihe von verschiedenen Auslösern: Falsche Fütterung, Überbelastung, Vergiftung oder unregelmäßige Nahrungsaufnahme bzw. Hunger gehören zu den Ursachen von Hufrehe. Erkennen kann man die Krankheit an einem lahmen, verhaltenen Gang, da die Pferde beim Laufen große Schmerzen aushalten müssen. Bei Verdacht auf Hufrehe sollten Sie die Hufe sofort gekühlt und ein Tierarzt hinzugezogen werden.

  • Hufgeschwür / Hufabszess
    Hier handelt es sich um eine Entzündung im Huf des Pferdes. Durch die Entzündung wird Druck auf den Huf ausgeübt, was für Pferde sehr schmerzhaft ist. Wie bei der Hufrehe ist das Hauptsymptom ein lahmer Gang. Um die Schmerzen zu lindern, vermeiden die Pferde durch Hochheben eine Belastung des betroffenen Beins. Auch hier sollte ohne zu zögern der Tierarzt gerufen werden.

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