Präriehunde

Präriehunde

Eine nahezu unbekannte Haustierart

Präriehunde sind eigentlich noch eher unbekannte Haustiere. Doch seit einiger Zeit steigt die Beliebtheit immer mehr an, und die robusten Nagetiere halten Einzug in Deutschlands Wohnungen. Insgesamt gibt es fünf Arten aus der Gattung der Präriehunde, wobei der Schwarzschwanz-Präriehund in der Natur und als Heimtier am häufigsten vorkommt. Daher beziehen sich nachstehende Informationen ausschließlich auf ihn.

Herkunft/Lebensweise

Die Heimat des Schwarzschwanz-Präriehundes sind die ausgedehnten Kurzgras-Prärien von Nordamerika. Dort leben sie in großen Kolonien von bis zu mehreren Millionen Tieren unterhalb der Erde in ihren selbstgebauten, weit verzweigten Tunnelsystemen. Diese Kolonien, die auch Towns (Städte) genannt werden, splitten sich in viele kleine Familien auf. Jede dieser Familien hat ihren eigenen Bau und besteht meist aus einem Männchen, ein bis vier Weibchen und deren Jungtieren aus den letzten beiden Jahren.

Aussehen

Präriehunde haben ein goldbraunes bzw. weiß-cremefarbenes Fell, das leicht gesprenkelt wirkt. Sie können eine Größe von 30-45 cm (mit Schwanz) und ein Gewicht von 700g-1,5kg erreichen. Die Schwanzspitze ist schwarz gefärbt (daher auch der Name).

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Präriehund Haltung

Präriehunde als Heimtiere zu halten ist zwar nicht allzu schwer, man sollte sich jedoch vor dem Kauf gut informieren und die Anschaffung gründlich überlegen.

Präriehunde sind Rudeltiere, das heißt, man muss mindestens zwei Tiere halten. Einzeln gehaltene Präriehunde können sehr schnell Verhaltensstörungen bekommen und vor Einsamkeit sogar sterben. Als Unterkunft sollte ein Kleintierkäfig zur Verfügung stehen, wobei der tägliche mehrstündige Auslauf, der auf jeden Fall beaufsichtigt werden soll, Voraussetzung ist. Sollten sie diesen nicht bekommen, können Präriehunde recht schnell Verhaltensänderungen bekommen, bzw. träge werden, was eine Verfettung zur Folge haben kann. Die Regelmäßigkeit ist also sehr wichtig!

Die Tiere brauchen auch einen intensiven Kontakt zu ihrem Pfleger. Daher sind sie um einiges mehr pflegeaufwendiger als andere Kleintiere (beispielsweise Meerschweinchen oder Hamster). Hier ist wohl auch zu bedenken, dass Präriehunde in Gefangenschaft zwischen 8-12 Jahre alt werden können!

Derzeit werden noch so gut wie alle Präriehunde aus Amerika importiert, wobei es sich meist um Wildfänge handelt. Durch ihre "wilde" Herkunft können Präriehunde, besonders in der ersten Zeit, sehr schwierig zu erziehen/zähmen sein. Aufgrund dessen kann es auch zu heftigen Bissen kommen, die sehr schmerzhaft sind und einen Besuch im Krankenhaus mit sich bringen können. Außerdem kann es bei den Männchen nach Erreichen der Geschlechtsreife zu starken Verhaltensänderungen während der Paarungs- und Vorpaarungszeit kommen, welche eine enorme Aggressivität gegenüber allem was dem Käfig zu nahe kommt (inkl. Pfleger) hervorrufen kann. Dies sind auch Gründe dafür, weshalb Präriehunde nicht für Kinderhände geeignet sind.

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Grundausstattung für Präriehunde

Die folgenden Angaben dienen nur als Richtlinien der Grundausstattung! Als Unterkunft sollte für zwei Tiere ein Kleintierkäfig mit den Mindestmaßen 1,80x0,80x0,60 (LxBxH) zur Verfügung stehen. Als Bodengrund sollte Kleintierstreu und Heu verwendet werden. Ein Holzhaus, das als Unterschlupf dient und Äste zum Nagen sind unabdingbar. Auch ein Futternapf und eine Wasserflasche/Wassernapf dürfen nicht fehlen.

Ernährung

Präriehunde ernähren sich hauptsächlich von verschiedenen Gräsern, Löwenzahn, Kräutern und Heu. Als Zusatz kann Frischfutter in Form von Obst und Gemüse gegeben werden. Das Trockenfutter sollte einen niedrigen Protein-, Fettgehalt und einen hohen Fasergehalt haben, welcher sehr wichtig für die Verdauung ist! Weitere Informationen zur richtigen Ernährung der Tiere finden Sie in unserem Artikel „Präriehund Ernährung“.

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