Kreuzfahrt mit Hund

Kreuzfahrt mit Hund

Ob Zug, Auto oder eben Schiff: Immer mehr Hundehalter genießen es, ihren Vierbeiner auch im Urlaub an ihrer Seite zu wissen. Aber auch beim kleinen Sonntagsausflug kann eine kurze Strecke „über Wasser“ auf dem Programm stehen. Es gibt vom Ruderboot über die kleine Fähre bis hin zur Kreuzfahrt viele Situationen, in denen es für Hunde heißen kann: Schiff ahoi! Im Folgenden geben wir Ihnen Tipps, wie Sie und Ihr tierischer Gefährte entspannt an Bord von Schiffen reisen.

Früh übt sich, wer ein „Seehund“ werden will

Bevor Sie eine kurze oder auch längere Schiffsreise mit Ihrem Hund planen, unternehmen Sie am besten ein oder mehrere kleine Touren „übers Wasser“. Beobachten Sie beispielsweise bei einer kleinen Fahrt über einen See, einen naheliegenden Fluss oder einer Überfahrt mit einer Fähre, ob Ihr Begleiter sich entspannt auf Schiffen zeigt und fit bleibt. Meist stellt die Gesundheit kein Problem dar, doch ein ganz kleiner Prozentsatz von Hunden kann –

ähnlich wie manche Menschen – seekrank werden. Je kleiner das Schiff, desto schwieriger wird es dann für diese Hunde, denen Sie die Schiffsreisen möglichst ersparen sollten. In leichten Fällen kann auch eine Reduzierung der Nahrung kurzfristig helfen. Üben Sie als Vorbereitung auch das Begehen von verschiedenen Treppen – Bootstreppen sind für manche Vierbeiner recht knifflig, weil man nach unten sehen kann. Nutzen Sie auch zugängliche Schiffsstege zum Üben, damit Ihr Hund sich an schaukelnden Untergrund gewöhnt.

Volle Fähre voraus!

Bei kurzen Überfahrten ist es kein Problem, wenn Ihr tierischer Reisebegleiter im Auto bleiben muss, was bei vielen Reedereien der Fall ist. Bei über sechsstündigen Fahren sollten Sie sich vorher gründlich informieren, ob es andere Möglichkeiten der Überfahrt gibt. Darf der Vierbeiner mit an Deck, steht bei langen Reisen häufig ein Löseplatz zur Verfügung, der allerdings meist sehr verschmutzt ist und nicht von jedem Vierbeiner akzeptiert wird. Im Vorteil ist, wer Lösen auf Kommando trainiert hat. Rüsten Sie sich in jedem Fall zur Sicherheit mit Küchentüchern und Kotbeuteln aus, um kleine Malheurs unkompliziert verschwinden zu lassen.

hund boot

Alles im Lot auf dem Hausboot

Sie möchten Urlaub mit Hund und Hausboot machen? Nur zu! Hunde sind bei dieser gemütlichen Reiseart in der Regel gerne dabei, zumal es für Wasserratten unter ihnen oft Gelegenheit zum Schwimmen geben dürfte. Natürlich sollten Sie den vierbeinigen Reisebegleitern regelmäßig die Möglichkeit zu langen Gassirunden an Land bieten, damit sie ausgelastet sind und alle „wichtigen Geschäfte“ erledigen können. Hilfreich kann es sein, einen festen Platz an Deck als Löseplatz anzutrainieren, zumal Ihr Vierbeiner zwar vor und während der Fahrt wenig fressen, aber viel trinken sollte.

Manche Hunde haben auch Spaß daran, ihren Zweibeiner auf Ruder- oder Segeltouren zu begleiten. Der wacklige Untergrund kann zu Beginn oft irritierend sein, doch hat Wuffi sich erst einmal daran gewöhnt, hat er meist Spaß an dem Wellen-Abenteuer. Bei Touren, bei denen Zweibeiner eine Schwimmweste tragen, sollten Sie auch Ihren Hund zur Sicherheit mit einer solchen ausrüsten. Zudem sollte Ihr tierischer Reisegefährte gut schwimmen können und währenddessen abrufbar sein – üben Sie dies vorher am besten ausgiebig. Wichtig ist natürlich, dass er vor Segeltörn und Co. gelernt hat, dass er grundsätzlich im Boot bleiben muss und nicht etwa einen kurzen Entenjagd-Ausflug einbaut. Die Ausflüge sollten nicht länger als einen Tag dauern, dann wird es wieder Zeit für Landgang!

Auf ganz hoher See: Kreuzfahrtschiffe

Mittlerweile gibt es immer mehr Reedereien, die tierfreundliche Kreuzfahrten anbieten, bei denen Hunde willkommen sind. Informieren Sie sich vorab genau über die Bestimmungen und über die meist strengen Hygienevorschriften auf einem Kreuzfahrtschiff. So sind haarige Mitreisende im Bordrestaurant und vielen anderen Bereichen in der Regel tabu. Wenn Sie sich für eine Reise entschieden haben, buchen Sie möglichst früh, denn die Anzahl der Kabinen für Hundebesitzer ist gering. Ausnahmen gelten für Blindenhunde, die auch kurzfristig auf allen Kreuzfahrtschiffen Sondergenehmigungen erhalten. Prüfen Sie zudem rechtzeitig, ob Ihr vierbeiniger Reisebegleiter alle Voraussetzungen für die Mitreise auf einem Kreuzfahrtschiff erfüllt. In der Regeln braucht er hierzu einen Mikrochip, eine Tollwutimpfung, einen EU-Tierausweis sowie eine aktuelle Zecken- und Bandwurmbehandlung.

Aber nicht nur die Formalien sollten Sie einhalten, sondern auch kritisch hinterfragen, ob Ihr Hund vom Wesen her für eine Schiffsreise geeignet ist. Der Vierbeiner sollte kein Problem damit haben, über Rampen zu gehen oder in engen Gängen anderen Menschen sowie gegebenenfalls Vierbeinern zu begegnen und insgesamt sehr gut erzogen und entspannt sein. Auf dem Schiff gilt Leinenpflicht. Zudem gestatten nicht alle Reedereien den Aufenthalt von Hunden in einer Schiffskabine – in manchen Schiffen sind die Vierbeiner in einem gesonderten Bereich oder an Boxen an Deck untergebracht. Überlegen Sie hier im Vorfeld gut, ob Sie Ihrem Liebling das zumuten möchten. Nutzen Sie Landausflüge, um mit Ihrem tierischen Gefährten die Gegend zu erkunden, denken Sie aber vorab daran, dass eventuell je nach Land unterschiedliche Quarantänebedingungen gelten könnten. In vielen Fällen kann es auch die bessere Lösung sein, den Vierbeiner zuhause in guter Obhut bei Familienmitgliedern oder dem vertrauten Hundesitter zu lassen.

Wir wünschen Ihnen und Ihrem Hund viel Spaß und entspannte Reisen auf allen Gewässern!

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