09. März 2017 - Aktualisiert 18. April 2019

Kanarienvogel

Kanariefågel

Auf die richtige Pflege kommt es an

Der Kanarienvogel gilt als sehr leicht zu haltendes Tier, da er sich selber pflegt, wenn Sie ihm die notwendigen Einrichtungen bieten, wie ein Badehäuschen, unterschiedlich dicke Sitzstangen und eine Sepiaschale. Doch manchmal ist Ihr gefiederter Hausgenosse auch auf Ihre Hilfe angewiesen.

Was frisst ein Kanarienvogel?

Den Kanarienvögeln sollte eine Mischung aus verschiedenen Körnern für Kanarienvögel angeboten werden. Sie stellen die Basis ihrer Ernährung dar. Bestandteile der Körnermischung sollten zum Beispiel Grassamen, Leinsamen, Salatsamen oder Nigersaat. Zu Unterstützung der Verdauung sollte den Kanarienvögeln immer Vogelgrit gegeben werden. Für eine abwechslungsreiche Ernährung empfiehlt sich auch die Zugabe von Grünfutter, wobei hier Vorsicht geboten ist, denn einige Pflanzen sind für die Tiere giftig. Das Gleiche gilt für Obst und Gemüse.

Wie alt werden Kanarienvögel?

Werden die Tiere artgerecht gehalten, liegt ihre Lebenserwartung zwischen 10 und 15 Jahren.

Kanarienvogel Brutzeit

Die Brutzeit fängt im Frühling an. Das Männchen beginnt mit der Balz, um das Weibchen zum Nestbau anzuregen. In der Regel ist am Morgen nach der Fertigstellung des Nests bereits das erste Ei vorhanden. Es werden zwischen 3 und 5 Eier gelegt.

kanarienvogel

Kanarienvogel Haltung

Die Vögel sollten mindestens paarweise gehalten werden, jedoch ist eine Gruppenhaltung empfehlenswert. Die Vögel dürfen auf keinen Fall in Einzelhaltung leben. In der Gruppe gilt die Haltung eines männlichen Kanarienvogels mit mehreren weiblichen Vögeln als relativ unproblematisch, weshalb diese Konstellation gut für Anfänger geeignet ist. Natürlich muss auch hier auf eine ausreichende Volieren-Größe geachtet werden. Hierbei kommt es auf die Gruppengröße an, aber grundsätzlich sollte den Vögeln ermöglicht sein umherzufliegen. Trotzdem ist täglicher Freiflug in der Wohnung empfehlenswert.

Kanarienvogel baden

Haben Sie zufällig einen kleinen Bademuffel erwischt, sollten Sie ihn regelmäßig duschen, damit das Gefieder nicht verschmutzt. Überlisten Sie ihn einfach, indem Sie eine Blumenspritze mit lauwarmem Wasser füllen und ihn so lange einsprühen, bis er durchnässt ist. Dann wird er sich kräftig schütteln und sich ausgiebig putzen. Ist Ihr Piepmatz jedoch nachlässig bei seiner Körperpflege, sollten Sie darauf achten, dass die Kloake nicht verklebt. Säubern Sie die verschmutzten Stellen am besten mit einem Schwamm und lauwarmem Wasser.

Mauser

Die alljährliche Mauser, die etwa im Hochsommer beginnt und ca. acht Wochen später beendet ist, ist eine recht anstrengende Zeit für Ihren Vogel. Er wird Sie dann weniger mit seinem Gesang erfreuen und braucht viel Ruhe. Das tägliche Bad ist jetzt ganz besonders wichtig, da es den Federwechsel fördert. Füllen Sie ruhig zwei Mal am Tag frisches lauwarmes Wasser in sein Badehäuschen, um ihm das Planschen noch schmackhafter zu machen. Achten sie darauf, dass Ihr gefiederter Freund keinem Luftzug ausgesetzt ist, wenn er patschnass auf seiner Stange sitzt. Er würde sich sonst sehr schnell erkälten.

Auch braucht er jetzt besonders abwechslungsreiche Kost. Die Mauserhilfe gibt ihm die Mineralien und Vitamine, die er braucht. Ein extra Einstecknapf ist praktisch, um ihm die kleinen Mengen gut anbieten zu können. Geben Sie Ihrem Kanarienvogel auch täglich frisches Grünzeug. Löwenzahn tut ihm besonders gut. Nahrungsergänzungsmittel für Vögel finden Sie in unserem zooplus Online-Shop.

Hornschuppenwechsel

Nicht nur die Federn, auch die Hornschuppen an Beinen und Füßen werden alljährlich gewechselt. Bei älteren Tieren oder bei mangelnder Badegelegenheit kann es sein, dass sich mehrere Schichten übereinander lagern und die Haut dann verdickt und schuppig aussieht. Ein warmes Fussbad hilft, die alten Hornteile zu lösen. Möchten Sie Ihren Hausgenossen ganz besonders pflegen, können Sie die Beine und Füße auch drei Mal jährlich mit einer Fettcreme oder Kalkbeinsalbe für Kleinvögel aus dem Zoofachhandel vorsichtig einmassieren. Sollten die Beine jedoch schnell wieder borkig aussehen, könnte es sein, dass Ihr kleiner Sänger von Milben gequält wird. Gehen Sie dann am besten mit ihm zum Tierarzt.

Krallenpflege

Sind die Krallen Ihres Kanarienvogels zu lang, sollten Sie sie unbedingt schneiden. Es könnte sonst passieren, dass er nicht mehr laufen kann, weil er über seine eigenen Füße stolpert, sich die Zehen verkrümmen oder Ihr kleiner Hausgenosse am Gitter hängenbleibt und sich verletzt. Nehmen Sie ihn dazu am besten in eine Hand und ziehen einen Fuss mit dem Zeigefinger und Daumen nach vorne. Halten Sie ihn nun gegen das Licht. Jetzt können sie die durchbluteten Krallenteile sehen. Zwicken sie die Krallenspitze ab. Lassen Sie unbedingt noch ein Stück klares Hornteil stehen und versuchen sie die natürliche Form der Krallen beizubehalten. Sollte es doch einmal passieren, dass Sie ein Stück zu weit geschnitten haben, hilft eine blutstillende Watte aus der Apotheke.

Schnabelpflege

Bei manchen Kanarienvögeln verwächst eine Schnabelhälfte oder der Oberschnabel wird zu lang. Damit Ihr gefiederter Freund weiterhin genüßlich fressen kann, muss der Schnabel geschnitten werden. Das ist gar nicht so einfach, da das Schnabelhorn hart ist und Sie sehr aufpassen müssen, die Zunge nicht zu verletzen. Wenn Sie mutig genug sind, es selber zu versuchen, sollten Sie sich die Prozedur vorher von einem Tierarzt zeigen lassen.

Wird Ihr Kanarienvogel gut gepflegt, fühlt er sich so wohl, dass er Sie lange Zeit mit seinem munteren Wesen und seinem fröhlichen Gesang erfreuen wird.

Kanarienvogel Krankheiten

  • Kanarienpocken
    Es handelt sich um eine für die Vögel tödliche Viruskrankheit. Vorbeugend kann eine Pockenimpfung schützen, jedoch gibt es noch keine Möglichkeit zur Behandlung. Ist der Vogel bereits erkrankt, kommt es zur Bildung von Pocken am Schnabel und Beinen und im weiteren Verlauf meist zu Atemnot.  
  • Legenot
    Bei weiblichen Vögeln kann es dazu kommen, dass sich ein Ei im Legedarm festsetzt. Der Bauch ist dabei geschwollen und die Henne ist erschöpft und geschwächt. Da Legenot schnell zum Tod führen kann, sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden.
  • Milbenbefall
    Milbenbefall kommt bei Kanarienvögeln sehr häufig vor. Dabei können Milben verschiedene Regionen befallen: Im Luftsack beispielsweise verursachen Milben Atemgeräusche. Im Gefieder sind sie mit bloßem Auge erkennbar und sorgen dafür, dass sich der Vogel ständig putzt. Ein Ungezieferbefall lässt meist auf schlechte Haltungsbedingungen schließen.

 

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