09. März 2017 - Aktualisiert 09. Mai 2018

Meerschweinchen Außenhaltung

Freiluft-Saison für Meerschweinchen

Die Meerschweinchen Außenhaltung ist gar nicht schwer. Wenn die Tiere vom Frühjahr an die Außenluft gewöhnt sind, können sie sogar den Winter über draußen gehalten werden. Voraussetzung hierfür ist lediglich ein geeignetes Schutzhaus.

Tipps und Tricks zur Meerschweinchen Außenhaltung

  • Meerschweinchen müssen in Gruppen von mindestens vier Tieren gehalten werden, da sie sich im Winter gegenseitig wärmen
  • Auch bei Außenhaltung sollten Sie täglich nachschauen, ob den Meerschweinchen etwas fehlt
  • Kranke oder trächtige Tiere sollten kältegeschützt untergebracht werden. Jedoch müssen die Tiere langsam an die wärmeren Temperaturen gewöhnt werden
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  • Temperaturschwankungen sollten vermieden werden. Die Tiere sollten also nicht ständig vom Außengehege in die warme Wohnung gebracht werden. Der tägliche Temperaturunterschied würde nämlich schnell zu einer Erkältung oder sogar Lungenentzündung führen

Gekaufter Stall oder Eigenbau?

Da Meerschweinchen nicht graben und buddeln wie Kaninchen, muss der Zaun des Freigeheges nicht in den Boden eingegraben werden. Das Schutzhaus für die Meerschweinchen kann sowohl im Inneren des Freigeheges als auch außen aufgestellt werden, wobei eine Röhre oder ein Tunnel dann als Verbindungskanal dient.

Als Schutzhaus lässt sich ohne weiteres ein Kaninchenstall verwenden. Wer allerdings ein größeres Meerschweinchen-Rudel zusammen halten will, sollte sich seinen Stall selbst zusammenbauen, da die individuellen Größenanforderungen so besser umgesetzt werden können. Für ca. 10 Meerschweinchen, die auch im Winter draußen gehalten werden sollen, ist eine Größe von ca. 120 x 120 x 120 cm zu empfehlen.

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Bauanleitung für das Außengehege

  • Um den "Rohbau" zu zimmern, braucht man Nut- und Federbretter
  • Die Wände sollten zwischen den Innen- und Außenbrettern mit Styropor isoliert werden, der Boden wird ebenfalls mit Styropor ausgelegt und darüber eine Plastikwanne gesetzt. Wer keine Plastikwanne in entsprechender Größe findet, kann auch diese in Eigenbau anfertigen, indem eine mit Teichfolie beklebte Spanplatte über die Styroporschicht gelegt wird
  • Das Dach sollte mit Dachpappe abgedeckt werden, die vorne ca. 40-50 cm übersteht. Außerdem sollte die Neigung des Daches schräg nach hinten verlaufen, damit der Regen besser abfließen kann. Um im Sommer einen Hitzestau zu vermeiden, sollte die Dachpappe ca. 30 cm über dem eigentlichen Dach angebracht werden. Dieses Luftpolster hält die größte Hitze ab und darüber hinaus kann der gewonnene Raum genutzt werden, um zum Beispiel Futtertröge unterzubringen.
  • Die Öffnung des Stalles sollte der Schlechtwetter-Seite abgewendet sein, also möglichst mit der Tür nach Osten. Um der Sommerhitze vorzubeugen, ist ein Schattenplatz für den Stall unbedingt notwendig, da die Temperaturen sonst schnell auf 40°C ansteigen können
  • Die Stalltür besteht aus zwei Holzrähmchen. Auf den einen Rahmen wird Draht genagelt, darauf wird der zweite Holzrahmen befestigt. So liegt der Draht geschützt zwischen den beiden Rahmen und die Meerschweinchen können sich nicht an überstehenden Drahtecken verletzen. Für die Winterzeit empfiehlt sich eine Halterung vor dem Draht, an der eine Plexiglasscheibe befestigt werden kann
  • Die Stallöffnung, durch die die Meerschweinchen in den Auslauf gelangen können, kann in kalten Nächten mit einem dünnen Stofftuch zugehängt werden. So können die Tiere trotzdem noch ins Freie gelangen, während die größte Kälte jedoch draußen bleibt
  • Der Stall sollte eine Höhe von 2 Metern haben, da man so selbst im Auslauf stehen kann und nicht bei jeder Fütterung oder beim Saubermachen auf den Knien durch den Auslauf kriechen muss. Niedrigere Ausläufe sind dann möglich, wenn das Schutzhäuschen außerhalb des Geheges steht und der Auslauf nicht ständig betreten werden muss
  • Nach oben hin ist der Auslauf mit einem Netz abgedeckt, damit Katzen oder Raubvögel den Meerschweinchen nicht gefährlich werden können

Meerschweinchen Außenhaltung: Problem Feuchtigkeit

Bei der Meerschweinchen Außenhaltung im Winter ist das größte Problem nicht die Kälte, sondern die Feuchtigkeit, die sich immer im Stall bildet. Besonders nachts sammelt sich das Kondenswasser an den Wänden und läuft daran herunter.

Da man in solchen Ställen keine Möglichkeit zum Heizen hat, muss man stattdessen oft lüften und darf den Stall nicht an allen Seiten völlig isolieren, da die überhöhte Luftfeuchtigkeit Erkältungen und Krankheiten begünstigt. Dagegen macht die Kälte den Meerschweinchen im Winter kaum zu schaffen.

Geschützt durch eine dicke Lage Stroh oder Heu, in das die Meerschweinchen sich verkriechen können überstehen sie den Winter gut. Außerdem wärmen sie sich meist untereinander, indem das Rudel sich eng aneinanderschmiegt.

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