15. März 2017 - Aktualisiert 18. Juli 2018

Reisen mit Katze im Zug

katze im zug

Reisen mit Katze im Zug

Kaum eine Katze genießt es, ihre gewohnte Umgebung zu verlassen. Durch einen Wohnungswechsel oder eine längere Reise kann es aber notwendig werden, dass der Stubentiger ab und an auf Reisen gehen muss. Und wenn Herrchen und Frauchen kein Auto zur Verfügung haben, muss auch der Weg zum Tierarzt mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewältigt werden. Ist das möglich? Natürlich! Mit ein paar Tipps verläuft das Reisen mit Ihrer Katze im Zug ganz und gar stressfrei.

Die Vorbereitung

Eines ist besonders wichtig: Sicherheit geht vor, für Sie und Ihre Katze – und alle Mitreisenden. Zum Transport mit den öffentlichen Verkehrsmitteln eignet sich darum nur ein ausschließlich für Katzen zugelassener Transportkorb oder eine textile Katzentasche.

Je vertrauter Ihre Katze mit dem Katzenkorb ist, desto entspannter wird sie am Reisetag sein. Gewöhnen Sie sie darum rechtzeitig an ihre Transporttasche. Anstatt den Korb nur zu unangenehmen Fahrten im Auto oder zu Tierarztbesuchen herauszuholen, können Sie ihn schon mehrere Tage oder gar Wochen vorher in den Wohnbereich holen. Machen Sie die Tasche attraktiv für Ihre Katze: Baldrian und Katzenminze entspannen nervöse Katzen und locken zum Erkunden der Box ein. Sie können sich auch Pheromonsprays wie Feliway und Felifriend zunutze machen. Diese sind dem „Wohlfühlhormon“ nachempfunden, dass die Katze beim Abstreichen von Oberflächen in ihrem Revier verteilt. Integrieren Sie die Box in die täglichen Spieleinheiten. Sobald die Angst vor dem großen, unangenehm riechenden Kasten verschwunden ist können Sie sogar versuchen, Ihre Katze mit Hilfe eins Spielzeugs, einer Spielangel oder eines Leckerchens in die Transporttasche zu locken. Vielleicht möchten Sie Ihrer Fellnase sogar eine Mahlzeit im Transportkorb anbieten? Wichtig: Bitte schließen Sie die Tür vorerst nicht und sorgen Sie dafür, dass Ihre Katze sich auf keinen Fall eingeengt fühlt! Sie darf die Box jederzeit verlassen. Belohnen Sie sie mit einem kleinen Snack.

Während der Fahrt

Endlich, es geht los! Idealerweise haben Sie Ihre Katze vorher an die Transportbox gewöhnt und das Verladen ging relativ unkompliziert und entspannt von sich. Nun betreten Sie den Bus oder die Bahn und sind wahrscheinlich sogar der einzige Tierfreund, der eine Katze mit sich führt. Je nach Reisezeit sind Sie und Ihre Katze vielen Gerüchen und Geräuschen ausgesetzt, es ist vielleicht sogar sehr heiß oder besonders kalt. Ihre Katze hat jedes Recht, nervös zu sein! Doch wie beruhigen Sie Ihre Fellnase am besten?

Beachten Sie, dass nicht alle Menschen Katzen mögen und einige sogar allergisch auf Fellnasen reagieren. Ihre Katze sollte darum während der Reise sicher im Transportkorb bleiben. Je nach Charakter Ihrer Katze wird sie sich offensichtlich langweilen oder lauthals beschweren. Bitte widerstehen Sie trotzdem dem Drang, das Türchen der Transporttasche zu öffnen oder Ihre Katze gar auf den Schoß zu nehmen, um sie beruhigen zu können. Katzen sind agile Tiere und zu schnell entwischt Ihre Fellnase und wird zu einer Gefahr für sich und Ihre Mitreisenden. Für die nächsten Minuten oder Stunden sollten Sie sich darauf beschränken, Ihre Katze durch die Gitter des Transportkorbes zu kraulen und sie mit leiser Stimme zu beruhigen.

Abhängig von der Länge Ihrer Reise möchten Sie Ihrer Katze vielleicht zwischendurch ein wenig Wasser und ein Leckerchen reichen. Eine Reise mit Ihrer Katze im Zug ist stressig und nicht jede Fellnase möchte während des Aufenthaltes in Bus und Bahn trinken. Trotz Durst verweigern viele Fellnasen die Flüssigkeitsaufnahme. Zutraulichen Tieren kann man auf sehr langen Reisen mit einer Einmalspritze ohne Nadel etwas Flüssigkeit in das Maul spritzen. Dabei bietet es sich an, den Reißverschluss der Transporttasche leicht zu öffnen und mit der Hand hereinzureichen. Seien Sie aber nicht verletzt, wenn Ihre Katze zurückweicht oder Sie vielleicht sogar anfaucht. Wie immer geht natürlich Sicherheit vor – bitte lassen Sie Ihre Katze nicht entwischen!

Je nach Witterung kann es auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln kühl werden. Ein Tuch über dem Transportkorb schützt die Katze vor Zugluft. Allerdings mag es nicht jede Fellnase, im Dunkeln zu reisen. Viele Transporttaschen wie der Sturdibag haben aber mehrere Fenster, die mit Klettverschluss schließen und je nach Bedarf wieder geöffnet werden können.

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Nach der Reise

Endlich, angekommen! Nach der Reise mit der Katze im Zug werden Sie und Ihr Vierbeiner wahrscheinlich erst einmal etwas wackelig auf den Beinen sein. Gönnen Sie Ihrer Fellnase und sich selbst ein wenig Ruhe. Beruhigen Sie Ihr vierbeiniges Familienmitglied und lassen Sie den Transportkorb noch ein paar Tage in der Wohnung stehen, falls möglich. So hat Ihre Katze die Chance, weitere positive Erfahrungen mit der Katzenbox zu verbinden, bevor es das nächste Mal auf Reisen geht.

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Katze alles Gute!

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