Futter für kastrierte Katzen This article is verified by a vet

Tierärztlich bestätigter Inhalt
futter für kastrierte katzen

Katze ist nicht gleich Katze. Eine Jungkatze benötigt eine andere Menge an Nährstoffe als ein erwachsener Stubentiger oder gar ein Senior. Es gibt aktivere Naturen und solche, die ihre Zeit lieber gemütlich auf der Heizung verbringen. Das richtige Futter für kastrierte Katzen sollte die individuellen Besonderheiten jeder Katze berücksichtigen. Die Kastration ist ein einschneidendes Erlebnis für den Katzenkörper. Doch was bedeutet das praktisch? Was muss die ideale Katzennahrung für kastrierte oder sterilisierte Katzen bieten?

Die Kastration

Dass eine Kastration bei Katzen, die nicht für die Zucht eingesetzt werden, notwendig ist, ist unbestritten. Schon aus Tierschutzgründen sollten Katzen frühzeitig kastriert werden, so lange es sich nicht um Zuchttiere handelt. Eine vom Tierarzt durchgeführte Kastration ist ein Routineeingriff, der der Katze in den seltensten Fällen Probleme bereitet. Ganz im Gegenteil, kastrierte Katzen neigen seltener zu diversen Krebserkrankungen und scheinen oft ausgelasteter und weniger anfällig für Stress. Dennoch verändert eine Kastration den Stoffwechsel und Hormonhaushalt der Katze, was mit gewissen Veränderungen einhergehen kann: Die Sexualhormone, die bisher an der Regulation von Appetit und Stoffwechselrate mitbeteiligt waren, sinken. Dadurch verringert sich der Energiebedarf, der Appetit kastrierter Katzen bleibt jedoch häufig unverändert bestehen. Kastrierte Tiere sind zudem ruhiger, gerade Freigänger neigen nicht mehr so stark zum Streunen über mehrere Kilometer wie unkastrierte Katzen. Hierdurch können viele Katzenhalter eine Gewichtszunahme bei ihrer Katze beobachten.

futter für kastrierte katzen

Das richtige Futter für kastrierte Katzen

Kastrierte Katzen benötigen nach der Kastration meist etwas weniger Kalorien, um ihren täglichen Bedarf zu decken. Sie sind aber dennoch auf wichtige Vitamine und Nährstoffe angewiesen, um gesund und munter zu bleiben. Eine reine Reduzierung der Futtermenge führt leider dazu, dass die Katze nicht genügend Nährstoffe erhält, um die wichtigen Funktionen des Katzenkörpers aufrecht zu erhalten – dennoch sollte sie meist etwas weniger Kalorien zu sich nehmen, um nicht an Gewicht zuzunehmen. Schließlich reduziert sich der Energiebedarf eines kastrierten Stubentigers. Ein Dilemma? Nicht unbedingt.

Die ideale Nahrung für kastrierte Katzen sollte den Vitamin- und Nährstoffbedarf des Stubentigers berücksichtigen und dabei bedarfsgerecht Kalorien und Fett enthalten. Einige auf dem Markt erhältlichen Fertigfuttersorten für kastrierte Tiere bieten genau dies, zudem haben sie oft noch wichtige Zusatznutzen. Zusatzstoffe wie die Aminosäure L-Carnitin können den Erhalt des Gewichts positiv beeinflussen. Ein ausgeglichenes Calcium/Phosphor-Verhältnis der Katzennahrung ist wichtig für die Balance an Mineralstoffen im Katzenkörper. Hochwertige Eiweiße sättigen und sorgen für einen Erhalt der Muskelmasse auch bei weniger aktiven Tieren. Nicht zuletzt kann eine Anreicherung mit Antioxidantien den Reparaturmechanismus der einzelnen Zellen unterstützen. Oft reicht aber die Fütterung mit hochwertigen Futtersorten aus, um das Gewicht zu halten.

Die Futterumstellung

Das richtige Futter für kastrierte Katzen zu finden ist der erste Schritt – jetzt geht es an die Futterumstellung. Wie Sie sicherlich wissen sind Katzen oft alles andere als kooperativ, wenn sie das geliebte Futter zugunsten eines unbekannten Spezialfutters aufgeben müssen!

Gehen Sie bei der Futterumstellung schrittweise vor. Mischen Sie erst einen Teelöffel des neuen Futters unter die gewohnte Katzennahrung und erhöhen Sie den Anteil dann langsam, bis das neue Futter die alte Nahrung vollkommen ersetzt hat. Reduzieren Sie idealerweise die Gabe von Leckerlis und Snacks, bis die Katze das neue Futter akzeptiert hat.

Alles Gute für Sie und Ihren Stubentiger!

Meistgelesene Beiträge

Afrikanische Weißbauchigel

Jetzt wird’s stachelig: Igel gehören zwar zu den Exoten unter den Haustieren, gewinnen aber an immer größerer Beliebtheit. Die süßen Igelvideos, die auf Videoplattformen kursieren, tragen unter anderem dazu bei, dass die kleinen Insektenfresser immer öfter auch in deutschen Haushalten zu finden sind. Die Haltung von Igeln, die mit einem sehr hohen Aufwand verbunden ist, ist unter Naturschützern jedoch umstritten.

Hamster

Goldhamster, Teddyhamster, Zwerghamster & Co. – Hamster gibt es in unterschiedlichen Größen und Farben. Ihr niedliches Aussehen und ihre handliche Größe machen sie besonders bei Familien mit Kindern zu beliebten Haustieren. Doch Hamster sind keineswegs so kuschelig wie sie aussehen. Die kleinen Nager sind recht empfindlich und haben anspruchsvolle Bedürfnisse, die berücksichtigt werden müssen.

Degu

Degus sind Nagetiere, die ursprünglich aus Chile ihren Weg nach Deutschland gefunden haben. Dort leben sie in offenen Gebieten und errichten kleine Gangsysteme in unterirdischen Höhlen. Vom Aussehen her ähneln sie einer Mischung aus Ratte und Chinchilla. Sie benutzen auch ihre Vorderpfoten wie ein Chinchilla (oder auch Mäuse) und setzen diese geschickt wie ein Paar Hände ein. Die Krallen an ihren Füßen ermöglichen es ihnen, an Felsen und Ästen zu klettern.